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"Rettung" maroder Banken

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Pierre-Adrian

Gast
Hallo zusammen!

Mich interessiert, wie Ihr es seht, daß der Reihe nach immer wieder Gelder in die sogenannte "Rettung" maroder Banken gesteckt wird.

Erst heut' wurden von deutschen Parlamentarier neue "Hilfs"gelder freigegeben (im Zeitrahmen der nächsten
1 1/2 Jahre sollen bis 100 Milliarden € [oder mehr, wie es bereits jetzt heißt] an Not leidende spanische Banken gehen). Das Leiden der Banken scheint unermeßlich zu sein.:(;)

"Es handelt sich um eine absolute Ausnahmesituation", soll Dr. Schäuble gesagt haben. Aha.:confused:

Wird von den Abstimmenden überhaupt noch gewußt über was abgestimmt wird?

Meine knappe Meinung zur Thematik:
Fass ohne Boden.
 

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Gastxyz

Gast
Es wäre ja die eine Sache wenn es sich nur um deutsche Banken handeln würde. nun retten wir aber ja auch och ausländische Banken. Und das alles nur für die Stabilität des Euro. Ich schliesse mich dem Fazit an: Fass ohne Boden. Das kann nicht gut gehen und das wird uns den Euro noch völlig zerstören.
 
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Pierre-Adrian

Gast
Es wäre ja die eine Sache wenn es sich nur um deutsche Banken handeln würde. nun retten wir aber ja auch och ausländische Banken. Und das alles nur für die Stabilität des Euro. Ich schliesse mich dem Fazit an: Fass ohne Boden. Das kann nicht gut gehen und das wird uns den Euro noch völlig zerstören.
Du bist ja schnell:).

Obwohl es unter den Bedingungen für die ~ 100 Milliarden-€-Freigabe anderslautend ist, scheint erneut eine Abwicklung von Banken nicht vorgesehen. Und dann wird sich gewundert, wenn weitergezockt wird. Man könnte milde drüber lächeln, wären nicht vermutlich nachfolgende Generationen noch betroffen von dieser unverantwortlichen Schuldenpolitik. Daß uns irgendjemand die Schulden erläßt, ist eher nicht zu erwarten. Wird ja immer wieder vorgebetet, daß Deutschland ein reiches Land sei. Und unsere Politiker scheinen's noch zu glauben. ;)
 

gflash

Aktives Mitglied
Naja, es ist eine europäische Bank. Vor dem Hintergrund des Euro auf nationaler (Banken-)ebene zu denken halte ich für falsch. Allerdings halte ich die Finanzhilfen für die Banken generell für bedenklich, egal ob es jetzt eine deutsche, spanische oder griechische Bank ist.

Wie schon gesagt: Fass ohne Boden. Und die Bürger dürfen versuchen es zu füllen.
 
G

Gast

Gast
Solche Banken sollte man pleite gehen lassen und die Spekulanten privat haftbar machen! Überall wird dem Bürger Geld abgezogen, damit diese Raffgeier es verzocken können, das ist Unrecht hoch zehn und eine Schande für dieses Land!!!
 
P

Pierre-Adrian

Gast
Ja, es war von Anfang an der Fehler, daß Regierende
gewisse Banken für "systemrelevant" erklärten, und somit Freifahrtscheine für's zocken gab.

Man stelle sich vor, einem beliebigen mittelgroßen Privatbetrieb wird vom Staat die Garantie gegeben, daß er machen kann, was er will, und FALLS es schiefgehen sollte mit allem Optimismus, mit Investitionen, mit Risiko, dann macht das nichts, der Staat finanzierte den Betrieb voll weiter, und stellt vor allem das Geld für die Chefs monatlich pünktlich bereit...
Naja, unsere Politiker sitzen in Aufsichtsratschaft der Banken, quasi mit Gewinnmaximierungspflicht...
... was bleibt ihnen also übrig, als diese Zockerbuden zwangszuernähren;).

Und, obwohl jedem 08/15-Bürger inzwischen klar sein dürfte, daß diese "Rettungsaktionen mit weiteren Verlusten verbunden sind, spielen Politiker eigentlich nur noch auf Zeitgewinn und setzen weiter fleißig Milliarden in den Sand.
Das kommt auch davon, daß solche solches beschließende Politiker mit null Privathaftung davon kommen. Müßte mit nur 0,01 % gehaftet werden, wäre bei einem "Verschenken" von 1 Milliarde € eine Privatzahlung von 100.000 € fällig. Vielleicht würde damit wieder überhaupt zu einem Verhältnis zum verbratenen bzw. zum zu verbratenden Geld gefunden werden.
 

Natascha74

Aktives Mitglied
könnt ihr euch noch erinnern als die Geschichte begann?
Mit der Immobilienblase.
Was wurde da hier in Europa geschimpft, die Amis, diese Träumer, die mit Fantasiezahlen herumspielen.
Und wie gut und vernünftig doch wir in der EU sind, wir Bodenständigen, wir Vernünftigen.

Komisch, den USA gehts zwar noch nicht gut, aber das Schlimmste haben sie überwunden.
Während die EU und der Euro immer weiter runterrutschen.
Wer sich freut sind die Chinesen, die weltweit shoppen gehen als gäbe es kein morgen.
Sobald wir uns in Europa erfangen haben sind die nämlich die nächsten, denen ihre Scheinwirtschaft platzen wird.

Aber zurück zu Europa:
unsere Politiker rücken natürlich nicht mit der einzigen Wahrheit heraus.
Sie nehmen lieber hin, daß sie der Wähler für unzurechnungsfähig hält.
Denn die Wahrheit ist, wir können gar keine (große) Bank pleite gehen lassen.
Weder in D, noch in Ö oder in Spanien.
Weil dann ein Dominoeffekt ausgelöst werden würde, und dann hätten wir ein echtes Problem.
Die Banken (vor allem in Europa) sind so eng und geschickt miteinander verbandelt, da kann keine (Groß)bank ausfallen.
Würde eine hopps gehen würden die anderen kippen und ebenfalls crashen.

Die einzige Lösung ist und bleibt was unsere EU-Politiker ganze Zeit schon machen: weiterspielen.
Mit Beträgen, die absolut nichts mehr mit einer Realwirtschaft zu tun haben. Alles nur Fantasiezahlen.
Ein Rettungsschirm mit xxx Milliarden Euro .... egal, könntest auch spaßhalber Billiarden draufschreiben.
Wäre völlig egal.
Kein Staat, auch nicht die Großen wie Deutschland oder Frankreich, könnten die Haftungen real jemals zahlen ohne sofort den Staatsbankrott ausrufen zu müssen.
Papier ist geduldig.
Und so wird immer weitergespielt mit immer größeren Fantasiezahlen.
 

hilfe-schlumpf

Aktives Mitglied
Natascha , danke , Du hast es einigermaßen gut erklärt.

Aber was nützt das ? Solange der Hype gegen die Banken von den Medien weiter angeheizt wird, interessiert doch niemanden die Wahrheit, und so werden weiter Menschen, die schon beim Lesen ihres Kontoauszuges Probleme haben, sich als die großen Kenner der Finanzwirtschaft ausgeben und ihren verbalen Unsinn verzapfen.

Wo ich nicht mit dir übereinstimme ist, dass sich Europa wieder fangen wird.

Europa wird sich von "den anderen" in eine Krise und Armut hineinmanövrieren lassen, dass uns hören und sehen verghen wird. Aber wir sind selber schuld.
 

mikenull

Urgestein
Es würde eben nur ein europäisches Banken-Insolvenzrecht helfen plus allen Banken genau ihr Tätigkeitsfeld vorzuschreiben. Aber soweit denken die Regierungen Europas wohl noch nicht.
Als Normalbürger fragt man sich ja überhaupt wie es möglich sein kann, daß Banken in Schwierigkeiten kommen ( ironisch gemeint ) Denn ich z.B. habe seit Jahrzehnten immer alle deren "Gebühren" sauber bezahlt bzw. abgebucht bekommen, wie die meisten Leute. Und da frage ich mich schon: Schaffen die es nicht ihren Betrieb mit diesen vielen "Gebühreneinnahmen" am Laufen zu halten, verlangen sie womöglich noch zu wenig von uns?:D Dabei bemühe ich mich dort in den Banken sowieso schon, so wenig wie möglich die hart arbeitenden "Bankbeamten" zu beanspruchen.
Ich hole mein Geld am Automaten, überweise alles per Internet und zahle, wo es möglich ist, sogar bar. Mit einem Satz: Ich besuche meine Banken gewiss höchstens alle 5 Jahre mal oder so.
 

Natascha74

Aktives Mitglied
Schaffen die es nicht ihren Betrieb mit diesen vielen "Gebühreneinnahmen" am Laufen zu halten, verlangen sie womöglich noch zu wenig von uns?:D
Allein in Spanien stehen 3 Mio Häuser leer.
Dazu noch über 1 Mio NAGELNEUE Wohnungen.
Finanziert von einem toll ausgeklügeltem Investmentgeflecht.
Und da steckt nicht nur das Geld der spanischen Banken drin (die dadurch in Schieflage gerieten), sondern auch unsere Banken haben da fleissig mit reingebuttert.
Dort drin stecken deine Gebühren ;)

Weil´s grad passt (sitze mit meinen Kids morgen um diese Zeit schon im Flieger):
Ich hab´s ja schon mal erwähnt, ich verbringe jeden Sommerurlaub auf einem wunderbaren Ort in der Karibik und such nebenbei schon ein wenig nach einem Schnäppchen für den Ruhestand.

Lange Zeit habe ich da (leider) jemand vertraut, der ein Profi in Sachen Immobilien/Geldanlage zu sein schien.
Als in den USA die Immo-Blase platzte hat er mir geraten, ich soll noch abwarten, viele Amis haben in der Karibik (z.B. auf Antigua) angelegt, dort werden bald die Preise purzeln.
Es steht viel leer, die müssen verkaufen.
Aber nichts passierte (in meiner Preisklasse).

Dann das Ölunglück von BP.
Mein "Berater" riet mir, nun werde es einen Preisverfall geben auch wenn das Unglück nicht vor den Inseln passierte, aber die Amis denken bei Entfernungen in anderen Dimensionen, für die sind 1.000 km Luftlinie praktisch vor der Haustür, daher Panik und Notverkauf.
Die Preise blieben konstant.

Ein paar Monate später habe ich per Internet mein Traumhäuschen gefunden. Natürlich keine teure Villa am Strand, aber nett gelegen auf einem Berghang im Hinterland.
Ich wollte zuschlagen, mein "Berater" warnte davor, seiner Meinung nach würden die Preise dort stark fallen aufgrund der Euro-Krise (die Insel gehört ja zu den Niederlanden).

Nun habe ich die Sache genau weiterbeobachtet und siehe da, die Preise stiegen statt zu fallen.
Mein Traumhäuschen war plötzlich vom Markt (im Internet nirgends mehr zu finden) und stand Wochen später plötzlich wieder auf einer Immo-Homepage, aber über 1/3 teurer mit einem hohen 6stelligen Kaufpreis.
Da dachte ich nur noch, die spinnen, die Inselbewohner.

Nun holte ich mir Rat bei einem anderen (hoffentlich echten) Profi, der mich da unterstützen soll.
Der hat mir online einiges erklärt damit es sogar ich kapiere. Der ist Makler vor Ort, der kennt die Häuser.
Obwohl er offen zu gibt, sämtliche Immobilien sind maßlos überteuert.
Er meint es wäre sinnvoller ein nettes Grundstück zu erwerben (denn die sind eigenartigerweise tatsächlich preislich im Keller) und danach eine Hütte nach eigenen Vorstellungen draufstellen zu lassen.

Und nun lass ich mich überraschen, dieses Mal also kein reiner Erholungs- sondern auch ein wenig Abenteuerurlaub.

Und was lernt man abschließend daraus: egal ob Spanien, Griechenland oder Karibik, überall wird der Markt von Hintermännern (die wiederum Großbanken im Rücken haben) nach Belieben gesteuert.
Wo man auf ein Schnäppchen hofft steigen plötzlich aus unerfindlichen Gründen die Preise und dann rattern sie anderswo in den Keller ohne jeden vernünftigen Grund.
 
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