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Rente reicht nicht für Pflegeheim

G

Gast

Gast
Hallo, ich habe ein Problem, was ich alleine nicht geregelt bekomme. Vielleicht hat hier jemand einen Rat. Also, mein Vater ist pflegebedürftig und lebt seit 4 Jahren in einem Pflegeheim. Seine Rente ist bescheiden, aber zusammen mit seinem Ersparten und meinen "Geldspritzen" hat es immer gereicht für die Heimrechnung. Die Pflegekasse zahlt ja auch dazu.
Jetzt ist das Ersparte aber aufgebraucht und wir können den Eigenanteil bald nicht mehr bestreiten.
Wie gehe ich jetzt ganz praktisch vor? Ich bin Bevollmächtigter meines Vaters; beantrage ich Sozialhilfe? Wie lange wartet man auf so etwas und was kann ich sonst noch tun?
Für Tipps wäre ich echt dankbar! Vielleicht hat jemand ja was Ähnliches durch.
Danke!
 

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Rosafee

Aktives Mitglied
Soweit ich informiert bin, wird, wenn die Rente und die Pflegeversicherung nicht ausreichen, das Ersparte und der Besitz herangezogen. D. h. ein evtl. vorhandenes Haus muss verkauft werden.
Wenn alles weg ist, werden die Kinder herangezogen.
Eine bestimmte Summe, die du zum Leben brauchst, wird dir gelassen, was darüber liegt, wird für die Pflege des Vaters/ der Mutter kassiert.
 

pecky-sue

Aktives Mitglied
Vielleicht gibt es ja dafür eine Beratungsstelle.
Ansonsten mal einen Rechtsanwalt befragen ob sich das so verhält.
Oder die Krankenkasse oder Pflegeversicherung.


Pecky
 
U

Unlimited

Gast
[...]

An die TE:

Man kann unendlich darüber lamentieren dass das Geld aus der Pflegekasse nicht reicht oder was auch immer,
aber man kann das Problem auch lösen indem man die Pflege übernimmt. Schließlich geht's ja um den eigenen Vater.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast

Gast
Ich würde mit der Heimleitung sprechen, die können dir sicher weiterhelfen, ich würde rechtzeitig Sozialhilfe beantragen, je nach deinem Einkommen musst du einen Eigenanteil zahlen, wenn du die Hilfe eines Anwaltes brauchen solltest, dann scheue nicht es zutun, es geht auch um dein Wohl.

LG
 
B

Bohemia

Gast
Hallo, ich habe ein Problem, was ich alleine nicht geregelt bekomme. Vielleicht hat hier jemand einen Rat. Also, mein Vater ist pflegebedürftig und lebt seit 4 Jahren in einem Pflegeheim. Seine Rente ist bescheiden, aber zusammen mit seinem Ersparten und meinen "Geldspritzen" hat es immer gereicht für die Heimrechnung. Die Pflegekasse zahlt ja auch dazu.
Jetzt ist das Ersparte aber aufgebraucht und wir können den Eigenanteil bald nicht mehr bestreiten.
Wie gehe ich jetzt ganz praktisch vor? Ich bin Bevollmächtigter meines Vaters; beantrage ich Sozialhilfe? Wie lange wartet man auf so etwas und was kann ich sonst noch tun?
Für Tipps wäre ich echt dankbar! Vielleicht hat jemand ja was Ähnliches durch.
Danke!
Hallo, ja es gibt auch so etwas wie eine kostengünstige Rechtsauskunft, wer sich keinen Anwalt leisten kann. Meist kommen Menschen, die nur eine kleine Rente haben und sich sonst niemand um sie kümmern kann oder das Pflegeheim bezahlen kann in eine staatliche Pflegeeinrichtung wo die Rente einbehalten wird bis auf ein minimales Taschengeld oder wenn die Kinder über eine bestimmte Verdienstgrenze kommen soviel zubezahlen, wie lt. Gesetz dann bezahlt werden muss. Ich weiß ja nicht wie hoch die Kosten für ein staatliches Pflegeheim sind oder für andere private. Die Krankenkasse prüft dann eventuell noch mal die Pflegestufe, nur eine Vermutung von mir und wenn es für das staatliche Pflegeheim auch nicht reicht, muss man wohl zum Grundsicherungsamt und da fragen. Grundsicherung im Alter wäre das dann und die werden wohl die Krankenkasse bzw. Angehörige auffordern noch mal die Pflegestufe zu prüfen. Kenne mich nicht aus damit aber so ähnlich wird es wohl sein.
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
[..]

An die TE:

Man kann unendlich darüber lamentieren dass das Geld aus der Pflegekasse nicht reicht oder was auch immer,
aber man kann das Problem auch lösen indem man die Pflege übernimmt. Schließlich geht's ja um den eigenen Vater.
Du hast naturerlich schon jemanden gepflegt...nehme ich an^^
Oder ist das in deinen augen frauensache?
Arbeit und pflege und evtl.noch eigene kinder...das ist wahnsinn..
Und wenn der vater dement ist kann man die pflege garnicht mit arbeit vereinbaren weil man ihn evtl. nicht allein lassen kann.
Ich hatte meinen vater bei mir bis er mit 92 gestorben ist. Musste ihn nichtmal pflegen, nur versorgen, aber danach hatte ich mehrere bandscheibenvorfaelle. Zu viel last auf meinen schultern...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Der_um_den_Baum_tanzt

Aktives Mitglied
Hallo, ich habe ein Problem, was ich alleine nicht geregelt bekomme.
Grundsätzlich orientiert sich die Sozialhilfe natürlich am Einkommen und dem Vermögen der engsten Verwandten.
Es gibt relativ klare Linien, also die Höhe des Einkommens das Euch noch zur Verfügung stehen muss sowie über Größe und Art des Vermögens, das unangetastet bleiben kann.

Das für Deinen Vater zuständige Sozialamt wird Euch genau ausrechnen ob und wenn in welchem Umfang Euer Vermögen ( bzw. Dein Anteil an Eurem Vermögen ) dazu verwendet wird die Pflege mit zu finanzieren.
Auf jeden Fall rasch beantragen !
 
L

LenaM

Gast
Also, ich musste/muss auch meine Eltern pflegen und das ganz alleine. Beide sind schwer krank. Kurz vor den Uni Abschlussprüfungen sogar einen 24 Stunden lang, da gings um Leben und Tod. Musste das wochenlang machen. Also Pflegen, Kochen, Haushalt, diverse Arztbesuche ggf. Krankenhausbesuche als verantwortlicher Angehöriger. Denn außer mir gibts nunmal niemand, der das tun würde. Da war nichts mehr mit Lernen auf das Examen. Finanzieren musste ich mein Studium von Anfang an auch selber. Denn das Geld ist/war nicht da. Konnte damals deswegen keine Miete zahlen, denn keine Arbeit = kein Geld = keine Miete = keine Wohnung = "kein Studium". Das ist genauso mit der Pflege eines Angehörigen. Eine Pflege geht 24 Stunden lang. Wie willst du da Bitte noch Arbeiten oder studieren? Woher holst du dir denn die Zeit? Ich hatte nicht einmal Zeit für mich. Jemand der sowas nicht durchgemacht hat, sollte meiner Meinung nicht seinen Senf dazu abgeben. Ich bin deswegen knallhart durch die Prüfungen gefallen. Hatte keine Kraft mehr, mir gings beschissen. Musste alles parallel machen. Aber wen interessiert das denn. Pflegeheim finde ich ehrlich gesagt nicht verwerflich oder sehe es als was böses. Ich würde das tun, wenn ich das Geld hätte oder habe. Denn so, werde ich niemals eine eigene Familie gründen können, genau so beruflich. Das soll nur ein Beispiel sein für jemand, die das Anliegen der TE verstehen kann, da ich selber in so einer Situation gesteckt habe und teilweise noch stecke. Denn ich kämpfe immer noch um meinen Abschluss und hab noch gleichzeitig zwei schwerkranke zeitweise intensiv zu pflegen und noch zu arbeiten.
 
L

LenaM

Gast
Sowas hängt doch vom Einzelfall ab. Jeder hat andere Umstände. Woher kennen wir diese denn, dass wir darüber urteilen? Kennen wir denn jede einzelne Geschichte, von Kindern/Angehörigen, deren Eltern in einem Pflegeheim sind? Nein. Wieso bezeichnet man diese dann als Wegwerfgesellschaft, zumal man selber sowas auch nur vom Hörensagen kennt und nicht mal selber darin verwickelt ist? Ich sehe da gar keine Berechtigung, darüber zu urteilen.

Ich habe eine Arbeitskollegin. Sie pflegt ihre Schwiegereltern. Dafür kann sie aber nur als Aushilfe arbeiten. Eine Vollzeitstelle ist nicht zumutbar. Mit einer Aushilfestelle kommt sie auch nur klar, weil ihr Mann voll arbeitet. Sagen wir mal, ihr Mann fällt weg. Wenn man von Hause aus nicht reich ist, dann ist sowas gar nicht möglich. Auch noch, wenn man Kinder zu versorgen hat. Das dann mit einem Aushilfsjob? Irgendwer muss doch noch für Essen, trinken, Medikamente, Krankenversicherung und Miete sorgen. Ich rede übrigens, über ganz normale Verhältnisse ohne irgendwie privilegiert zu sein, in dem man ein eigenes Haus und keine Verbindlichkeiten hat. Dann sieht die Sache schon wieder etwas anders aus. Es gibt aber auch welche, die sowas nicht haben.Und das geht nun einmal nur mit Geld und nicht mit etwas anderem. Oder irre ich mich da etwa? Ich habe das alles selber erlebt und zwar als einkommenslose Studentin und schreibe hier nicht aus meinem gemütlichen Sessel, der meilenweit entfernt ist von solch einer Situation.

Ein Vergleich mit Asien finde ich völlig verfehlt. Die Mentalität ist eine ganz andere. Asien hat auch nicht nur diese "positive" Seite.
 

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