Hallo Kleeblättchen,
dass es Dir aufgefallen ist, ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. 😉 Jedes Mal, wenn es Dir nun wieder auffällt, suche nach einem Alternativausdruck dafür. Zur Inspiration hilft es vielleicht, antirassistische Texte zu lesen. Oder allgemein politisches Material von Gruppierungen, die Menschen mit Migrationshintergrund gegenüber positiv eingestellt sind. Damit hättest Du entsprechende Vorbilder und könntest die Wendungen in Deiner Sprache verwurzeln.
Wenn Du mal Langeweile hast, wenn Du z.B. auf jemanden warten musst, könntest Du direkt Wortpaare bilden: eine rassitische Formulierung und dazu eine (oder mehrere) andere, akzeptable Wendung. Vielleicht fallen Dir auch neue Umschreibungen ein, die die Vorzüge von bspw. einer Bevölkerungsgruppe besonders betonen.
Und zusätzlich könntest Du im Gespräch mit Deinen Mitmenschen, die auch solche Ausdrücke verwenden, bewusst Teilsätze von ihnen im Gespräch wiederaufgreifen und dort den entsprechenden Ausdruck ersetzen (nicht besserwisserisch: "Du sollst XYZ nicht sagen, sondern ABC.", sondern eher: "Ja, ich habe den Artikel über die ABC gelesen." (ABC für einen negativ gefärbten Begriff XYZ, den das Gegenüber verwendet hat)).
Sieh es als ein Spiel! 🙂
Viel Erfolg!
Die Gästin
P.S.: Von einem eignen kleinen "Wörterbuch" hab ich mal abgesehn... obwohl das vielleicht auch eine Idee wäre, die Wortpaare zu notieren (und ggf. mit anderen zu teilen, um auch bei ihnen das Bewusstsein dafür zu schärfen). (Wollen wir einen Thread aufmachen? 😀)