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Radikale Akzeptanz

Natürlich kann ich akzeptieren den Bus nicht geschafft zu haben und natürlich kommen danach noch unendlich viele Busse.
Zugleich kann ich es absolut wollen den Bus zu schaffen und mein Wille kann somit die Wirklichkeit bestimmen und so gestalte ich mein Leben und auch das der anderen, denn ich werde in diesem Bus sitzen und das wird den Bus verändern und auch seine Insassen.
Ausserdem bringt mich nur dieser Bus pünktlich in die Arbeit, nicht der 5 Stunden später.
Man stelle sich vor jemand akzeptiert radikal was er nicht ändern kann, aber das worauf er Einfluss hat gestaltet er mit absoluten Willen? Das wäre so das Gegenteil des neurotisch depressiven Menschen der auf Hochtouren leidet, aber nichts erreicht.
 
Leider kommt mir hier mein "Kopfkino", meine Gedanken(spirale), die Geräusche der Natur, das Knacken in der Decke
Bei radikaler Akzeptanz wäre das nach meinem Ermessen ja inbegriffen, sämtliche Regungen, "Nebenhers" aller Art als komplett "dazugehörend" zu sehen, so ist das nun mal...egal.., auch meine gespürte Erregung, oder meine Hoppalas und sämtlichen Erfahrungen alle, alles das ist Teil meines Seins, nur Momentaufnahmen, auftauchende Geschehnisse, nichts weiter...
 
Radikale Akzeptanz hat nichts mit dem Schicksal zu tun. Meist ist sie auch nur auf einen konkreten Sachverhalt bezogen, den ich gerade (noch) nicht ändern kann, da mich der permanente Versuch Energie kostet und zusätzliches Leid verursacht. Man verlagert seine Energie auf andere Dinge. Aber man ergibt sich keinem Schicksal und man muss es auch nicht lieben.
 
Ich geh irgendwie Ziel und Planlos in meine Tage- immer neugierig darauf, was dieser jeweilige Tag bringt. Ganz nach dem Motto: Herr, dein Wille geschehe, du kennst den Weg und bist der Regisseur in meinem Film. Dieser Film ist noch nicht zu Ende und bisher war er sehr Ereignisreich. Querbeet gibts eine riesen Sammlung von Eindrücken und Geschehen, die ganze Palette von Gefühlen gibts und gab es da.
Würde mein Bus nicht kommen, dann würde ich mich fragen, warum nicht? Was kommt statt dessen...?? Bei mir gibt es keinen Zufall, also zufällig gibts dieses Erleben nicht.
Letztens haben wir uns verfahren, als wir einen Besuch machten mit dem Camper- wegen dieses Umweges sah ich viel, das ich sonst nie zu Gesicht bekommen hätte und es war toll. Danke Zufall!!!
Gestern kam mein Nachbarmädchen zufällig wieder zu mir, das Gespräch mit ihr, ihre Art, die sie hat, die ist, als wäre sie mir geschickt und ich ihr. Wir geben uns gegenseitig Impulse, so betrachte ich aber sämtliche Begegnungen und Erlebnisse und Erfahrungen und alles, was ich so "durchmache". ICH, wie ich so bin und jeder, wie er so ist, macht seine eigenen Erfahrungen durch.
Deshalb glaub ich, bei mir könnte man sagen, ich bin ein bedingungsloser Akzeptierer und nur so finde ich mein Leben erst lebenswert, weil ich das so habe. Alles kann, nichts muss.
 
Ich akzeptiere ein Müssen- auch wenn ich müde bin und lieber liegen würde, ich muss in den Garten und die Bohnen runterholen vom Gerüst, ich muss die Gehsteige vom Unkraut entfernen, die Einkäufe erledigen, dem Onkel zurückposten, die Blumen versorgen und und und- also sehe ich alles Müssen eher als Beitrag in eigene Belange- ICH würde leiden, würden meine Bohnen erfrieren, mein Onkel nicht liebkost sein, mein Zuhause verschlampern, kein Brot eingekauft sein usw- irgendwie kommt mir vor, Ziel und Plan ist Zufriedenheit und dieses Zufriedensein kommt nicht von allein.

Das ist für mich eher wie ein Findeprozess- finde heraus, was du willst, was du brauchst. Viele meiner Vorerlebnisse waren mitbeteiligt, das zu erkennen. Akzeptieren habe ich unterwegs gelernt, wie auch das Beste aus allem zu machen. Das ist wie eine Entdeckungsreise.
 
Zum Müssen gibt es unzählige Abhandlungen, ich glaube dazu gehört auch die radikale Akzeptanz, dass das Müssen wahrscheinlich die Reinform des Lebens ist.
Unreife Menschen haben vermutlich eher Probleme mit dem Müssen und auch mit Verantwortung. Wer glaubt nichts zu müssen vermutlich auch kein sozialer Mensch. Ein Parasit eher? Da müsste man Parasit definieren.
Ohne Müssen ist vermutlich die Depression nicht weit, würde ich vermuten.
 
Zum Müssen gibt es unzählige Abhandlungen, ich glaube dazu gehört auch die radikale Akzeptanz, dass das Müssen wahrscheinlich die Reinform des Lebens ist.
Unreife Menschen haben vermutlich eher Probleme mit dem Müssen und auch mit Verantwortung. Wer glaubt nichts zu müssen vermutlich auch kein sozialer Mensch. Ein Parasit eher? Da müsste man Parasit definieren.
Ohne Müssen ist vermutlich die Depression nicht weit, würde ich vermuten.
Das ist mir zu pauschal.
Ich denke dass es jedem äußerst schwer fallen kann etwas akzeptieren zu müssen, unabhängig vom Reifestatus der jeweiligen Person.
 

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