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Pubertät, Langeweile

Offen gesagt, mir tut keiner leid, dem fade ist. Das ist eine Farbe, die auch ins Lebensbild hineingehört. Ein weißes Blatt, unbeschrieben.
Bei mir ist das ganz deutlich- ich freue mich klammheimlich, wenn mir fade ist. Ich sage dann zu mir, aha, aha, hier ist die Grenze das Alten, es ist ausgelutscht, Neues kommt... man sagt nicht umsonst: tödliche Langeweile. Für mich bedeutet das, etwas ist zu Ende. Monatsletzter. Dann kommt Monatserster. Das ist kein schlechter Zustand. Der ist wichtig. Fürs Ego tödlich..na und...das hat nicht immer das Sagen, das was da raunt, mir ist fade... das ist der Hedonist in uns. Aus dieser Befindlichkeit heraus entsteht meist etwas, das total unbekannt ist noch. Auf das muss man sich freuen- wie ich, mir gehts auch gut, wenn nichts los ist. Ruhe vorm Sturm..
 
Vielleicht solltest du dich fragen, wieso du ein Problem damit hast, wenn jemand keine lustige Ader hat, oder wenn wer sagt, mir ist nicht gut. Das sind Momentaufnahmen und die gehören dazu. Energiesparmodus. Man kann ja lächeln dann, statt ein Sorgengesicht zu machen. Auch okay, dann haste halt fade Tage. Genieße sie..
 
Vielleicht solltest du dich fragen, wieso du ein Problem damit hast, wenn jemand keine lustige Ader hat, oder wenn wer sagt, mir ist nicht gut.
Hm, sagen wir so. Diese Langeweile dauert bei ihm schon super lange an. Und es beeinflusst nicht nur seinen Tag, sondern durch die enge Familienbeziehung auch mich und unsere Eltern.

Ich weis ja nicht wie viel Erfahrung Du/Ihr mit Epileptischen Anfällen habt und nicht bei allen Familien läuft es gleich ab. Aber häufig versucht der Rest der Familie alles dafür zu tun um sie zu vermeiden.

In unserem Fall wissen wir halt nicht was genau die Ursache ist. Wir vermuten einiges und versuchen einiges so hinzubiegen im Alltag, dass mein Bruder sich wohl fühlt. Wie gesagt vermuten wir, dass die Anfälle psychischer Natur sind…
Aber meint ihr so eine Phase wie er sie hat, ist ganz normal?
 
Ja und nein. Ich würde vermuten, das ihm das schon zu schaffen macht, wie sehr kann ich aber natürlich nicht einschätzen. Wenn er sich ohnehin schon als 'anders' empfindet, weil er nicht die selben Interessen hat, wie die meisten anderen in seinem Umfeld bzw. in seiner Altersklasse und da gesellt sich noch eine Krankheit hinzu könnte das das Gefühl von Isolation verstärken. Könnte, nicht muss. Es könnte auch sein, das ihn zu viel Rücksichtnahme und Eier-Getanze um ihn herum eher zusätzlich belastet, als das es hilft. Es könnte das Gefühl vermitteln eine Bürde zu sein, um die sich jeder kümmern/bemühen muss, oder das er eben beginnt sich wie ein rohes Ei zu fühlen, dem man nichts zumuten und trauen darf.

Frag ihn doch einfach mal, was er will, oder was er sich vorstellen könnte. Was ihn belastet, nervt, oder wo seine Gedanken so hinführen. Das ist vermutlich der einfachste Weg heraus zu finden, was er will.
 
Frag ihn doch einfach mal, was er will, oder was er sich vorstellen könnte.

Das öffnen oft schon ein Fenster nach draußen aus diesem "Denkverlies"- wenn man sich in Vorstellungen schwingt- zum Beispiel Kataloge anschaut mit Reisezielen.

Du hast sicher nicht unrecht, NotSoNice, er wird sich behindert und beschränkt fühlen und sich kaum etwas mehr zutrauen und daher mutlos sein, überall Schranken sehen. Diese angebliche Langeweile schaut nach einer tiefen Depression aus, Mangel an Lebensfreude.
 
Er hat in der Pubertät seine ersten epileptischen Anfälle bekommen und irgendwie gibt es dafür scheinbar keine richtige Uhrsache. Meine Familie (ich auch) glaube, dass es teils tatsächlich von der extremen Langeweile verursacht/getriggert wird.
Was ist denn das für ein Blödsinn? Hat sich irgendwer von euch schon mal schlau gemacht über diese Krankheit?
Wie gesagt vermuten wir, dass die Anfälle psychischer Natur sind…
Wenn es diagnostiziert ist, ist Epilepsie sicher nicht nur irgendwie "psychisch", sondern ein schweres neurologisches Problem.
 
Die Patentante meines Ältesten hatte mal neben mir ein "grand mal" einen extremen Anfall.
Die war aber voll Witz, sprühte nur so vor Lebendigkeit und Übermut, also das muss nicht unbedingt zusammen auftreten, Epilepsie und Niedergedrücktsein. Diese Frau nahm ihre Medikamente und verzichtete auf den Führerschein, den bekam sie nicht, das war ihr egal.

Reisen soll die Perspektive ändern. Koffer packen und ein paar Leute zusammentrommeln und ab nach irgendwo hin, wo es ganz anders ist, als da und er muss mit, ob er sich sträubt oder nicht.
Hinter der Maske des Depressiven befindet sich das andere "Gesicht"- das nicht depressiv ist und sich sehr gerne anderwertig beschäftigen würde, wäre der Depressive nicht immer im Weg.

Das ist eine Wahrnehmung, die blind macht für alles. Holt ihn da heraus, lasst ihn etwas sehen, was er derzeit nicht einmal ahnt, dass es das gibt, bzw. etwas, das zugedeckt ist und wo man sich nicht mehr erinnert dran, wie schön das sein kann- zb. mit der Gitarre am Strand bei Lagerfeuer sitzen, umgeben von lockeren, relaxten Mädchen und Jungen. Inszeniert etwas, wo er aufhört so schwer zu denken.
 
Was ist denn das für ein Blödsinn? Hat sich irgendwer von euch schon mal schlau gemacht über diese Krankheit?

Wenn es diagnostiziert ist, ist Epilepsie sicher nicht nur irgendwie "psychisch", sondern ein schweres neurologisches Problem.
Epilepsie und epileptische Anfälle sind jedoch zwei Unterschiedliche Dinge. Die muss man unterscheiden. Und wir haben ca sechs Jahre intensive Recherche hinter uns.
 
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M Der Stiefsohn und die Pubertät...ich mach wohl alles falsch Familie 54

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