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Psychotherapie = Beziehungskiller?

  • Starter*in Starter*in ratlosesie
  • Datum Start Datum Start
Nur mal als Beispiel!

Meine Therapeuten haben nie irgendeine Wertung von sich gegeben. Das dürfen sie gar nicht, wegen ihrem Berufsethik der Psychologen.

Eine Aussage meiner EX war, sie möchte den alten abendtau wieder haben. Verständlich, aber nein. Hatte ich doch zu allem ja und Amen gesagt. Das war mein Fehler, nur um des lieben friedens willen. Leider gab es keine Einsicht darüber, dass ich als Mensch auch noch da bin. Letztlich habe ich mich vergessen.
Nein, die Therapeutin hat mir die Augen über mich geöfnet, nicht über die Ehe.

So ganz allgemein:
Eine Thera soll doch etwas bestimmtes bewirken/ändern, um etwas zu verbessern. Was auch immer das sein mag, es scheint etwas zu sein, dass vielleicht sogar beide an einer gewissen "Normalität" (die man einst hatte?) "Be-hindert".
 
Hallo ratlosesie,

ich "spekuliere" jetzt ein wenig:
Meiner Meinung nach äußerst sich ein Therapeut zu einer Beziehung auch nur ausgehend davon, was der jeweilige Patient ihm über seine Partnerschaft erzählt hat. Dieser hat also nur die Ansichten seines Patienten, nicht die des Partners!
Wie soll es den anders sein 😉
Folglich ist nicht der Therapeut, sondern der Patient, das entscheidende Glied in dieser Dreiecksbeziehung.
Ein guter Therapeut beleuchtet mit dem Patient zusammen die Beziehung, trifft aber keine Entscheidungen für den Patienten.
Der Partner, um den es dann geht, hat nur wenig Einfluss auf den Werdegang. Dieser ist in den Gesprächen nicht mit dabei, weiß vielleicht nicht einmal worum es geht und kann so gar nicht eingreifen.
Ja, das kenne ich von früher.
Hier solltest du lernen deinen Partner Partner sein zu lassen.
Er hat ein recht auf sein eigenes Leben und seine eigenen Gedanken. 🙂
Es sei denn, es ergibt sich die Möglichkeit eines Dreier-Gespräches.
Das ist doch ein schönes Angebot und zeigt, daß der Partner weiterhin an mit interessiert ist 🙂
Wobei dieses für den Partner eventuell auch nicht angenehm ist.
Für mich ist meine Beziehung ab und an auch nicht angenehem, so ist Beziehung eben😉
Wer redet schon gerne vor einer dritten unbekannten Person über seine vermeintlichen Beziehungsprobleme
Das kann schon unangenehm sein, wenn man sich über sich gedanken machen soll...
es ist aber nur ein Angebot, kein muß.
und wird möglicherweise mit diesem Vorhaben vor vollendete Tatsachen gestellt?
Wenn man vorher drüber spricht, ist die Chance geringer. 😉
Es kann ja sein, dass der Partner in seiner Beziehung nicht einmal Probleme sieht.
Das höre ich öfters, wenns denn aber für den einen so ist !
Mir geht es bei meinem Thema auch speziell nur um die Psychotherapie. Eben weil diese gerne, teils überraschend für den Partner, Veränderungen mit sich bringt.
Ja, das kann schon zu einem Problem führen.
Zwei Partner leben in ihrer Welt.
Der eine leidet aus welchen Gründen auch immer und für den anderen ist alles gut.
Jetzt ist die Kunst nach Gemeinsamkeiten - Werte, Erfahrungen, Familie, Hobbies,etc. - zu suchen die verbinden.
Diese zu schätzen und zu pflegen.
Auszuhalten, daß der Partner auch sein eigener Mensch ist.
Miteinander spricht.
Somit wird man auch nicht plötzlich mit überraschenden Veränderungen konfrontiert.

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht aber auch, dass sich euer Partner im Rahmen einer Therapie auf einen Mitpatienten eingelassen hat?
Ich hätte mich auf so ein "nettes Abenteuer" einlassen können, habe es aber nicht getan, da ich wegen mir in der ReHa war und nicht um eine neue Beziehung zu finden, trotz anstrengender Beziehung daheim.
Wie denkt ihr über meine Frage?
Oder eben der Fall, dass sich eure Beziehung, die "nur" eine Abhängigkeit war, aufgelöst hat?
Es besteht auch die Chance, daß sich ein Wandel entwickelt
von der Abhängigkeit weg, zur Beziehung hin auf Augenhöhe 🙂

Gruß Hajooo
 
Ich hätte mich auf so ein "nettes Abenteuer" einlassen können, habe es aber nicht getan, da ich wegen mir in der ReHa war und nicht um eine neue Beziehung zu finden, trotz anstrengender Beziehung daheim.
Es besteht auch die Chance, daß sich ein Wandel entwickelt
von der Abhängigkeit weg, zur Beziehung hin auf Augenhöhe 🙂

Gruß Hajooo

Wie soll dies denn funktionieren?


"Meiner Meinung nach äußerst sich ein Therapeut zu einer Beziehung auch nur ausgehend davon, was der jeweilige Patient ihm über seine Partnerschaft erzählt hat. Dieser hat also nur die Ansichten seines Patienten, nicht die des Partners!"

Ich wollte mit dieser Aussage eigentlich die Last von den Therapeuten nehmen. Ich habe nämlich schon einmal gelesen, dass Partner den Therapeuten die Schuld für die Trennung gaben. Wobei man sich doch viel mehr fragen müsste, was hat mein Partner im Rahmen der Therapie erzählt? Stimmen seine Aussagen überhaupt? Stellen diese wirklich ein Problem dar? Habe ich etwas falsch gemacht? Und wenn ja, was?

Und wie denkt ihr über Paarfindung während einer Therapie? Ich kenne eine Klinik, die eine Beziehung unter Patienten nicht duldet, diese sogar zur Beendigung der Therapie führt. Natürlich ist jeder für sich selber verantwortlich und Gefühle kann man nicht beeinflussen, aber eine Beziehung kann doch die eigene Therapie gefährden, oder? Mit einmal ist man neu verliebt, die Welt ist schön und die eigentlichen Probleme erscheinen plötzlich klein oder gar wie weggeblasen. Und scheiterte die Beziehung dann, sind mit einmal die Probleme wieder aktuell.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie soll dies denn funktionieren?


"Meiner Meinung nach äußerst sich ein Therapeut zu einer Beziehung auch nur ausgehend davon, was der jeweilige Patient ihm über seine Partnerschaft erzählt hat. Dieser hat also nur die Ansichten seines Patienten, nicht die des Partners!"

Ich wollte mit dieser Aussage eigentlich die Last von den Therapeuten nehmen. Ich habe nämlich schon einmal gelesen, dass Partner den Therapeuten die Schuld für die Trennung gaben. Wobei man sich doch viel mehr fragen müsste, was hat mein Partner im Rahmen der Therapie erzählt? Stimmen seine Aussagen überhaupt? Stellen diese wirklich ein Problem dar? Habe ich etwas falsch gemacht? Und wenn ja, was?

Und wie denkt ihr über Paarfindung während einer Therapie? Ich kenne eine Klinik, die eine Beziehung unter Patienten nicht duldet, diese sogar zur Beendigung der Therapie führt. Natürlich ist jeder für sich selber verantwortlich und Gefühle kann man nicht beeinflussen, aber eine Beziehung kann doch die eigene Therapie gefährden, oder? Mit einmal ist man neu verliebt, die Welt ist schön und die eigentlichen Probleme erscheinen plötzlich klein oder gar wie weggeblasen. Und scheiterte die Beziehung dann, sind mit einmal die Probleme wieder aktuell.

Stellt sich erstmal die Frage, weswegen jemand zur Thera geht und um welche teraform es überhaupt geht.
Wenn es "nur" um die Beziehung geht, dann empiehlt sich für mich eine systemische Paarthereapie.

Das jeder so seine eigene Wahrheit hat, davon gehe ich aus. Die Möglichkeit das genau darin das Beziehungs-Problem liegt, halte ich für sehr hoch.

Das die Therapeuten nur ein Sicht der Dinge usw. zu hören bekommen, ist denn doch auch klar. Sie aggieren ja nicht so, als würden schuldige gesucht bzw. wie ein Schiedrichter, nein, sondern Wertfrei UND lösungsörientiert. (Außnahmen wird es auch hier geben.)
Das Ergebnis kann für alle Beteiligten sehr befreiend sein.
Das dort sehe private Dinge besprochen und analysiert werden, liegt nun mal an der Natur der Sache und bleibt auch dort, schon wegen der Schweigepflicht. Diesbezüglich sind die, nach meiner vielfältigen Erfahrung, sehr pingelich. Mit Recht.

Wenn ein Therapeut Schuld am Beziehungsende sein soll, dann macht sich jemand was vor und sehr leicht. Denn wieso muss man überhaupt zu Thera, wenn alles in relativer Ordnung wäre? Und in wessen Ordung?
 
Wie soll dies denn funktionieren?
Indem sich zwei anziehend finden
und
eine "gesunde Beziehung" sollte auf Augenhöhe stattfinden und nicht auf Basis einer Abhängikeit.

"Meiner Meinung nach äußerst sich ein Therapeut zu einer Beziehung auch nur ausgehend davon, was der jeweilige Patient ihm über seine Partnerschaft erzählt hat. Dieser hat also nur die Ansichten seines Patienten, nicht die des Partners!"
Dafür ist er ausgebildeter Therapeut um zu wissen, daß es noch die andere Seite gibt.

Ich wollte mit dieser Aussage eigentlich die Last von den Therapeuten nehmen. Ich habe nämlich schon einmal gelesen, dass Partner den Therapeuten die Schuld für die Trennung gaben.
Das ist bei einer Trennung zweitrangig.
Einer geht, der andere bleibt.
Vielleicht hat sich der Partner ja weiter entwickelt und man selbst ist stehen geblieben.
Wie du oben schreibst hat der eine gar keine Probleme damit.
Und schwupp, die Beziehung ist aus.
Mann oder Frau fällt aus allen Wolken.

Wenn es nun eine Abhängikeitsbeziehung ist, kann da schon Wut, Enttäuschung, etc. entstehen.
Dann wird ein Schuldiger gesucht.
Der Arbeitskollege/in, Vereinskollege/in, etc.
Das ist besser/evtl. einfacher als an sich selbst zu zweifeln/zu arbeiten.

Wobei man sich doch viel mehr fragen müsste, was hat mein Partner im Rahmen der Therapie erzählt? Stimmen seine Aussagen überhaupt? Stellen diese wirklich ein Problem dar? Habe ich etwas falsch gemacht? Und wenn ja, was?
Ja, diese Fragen kann man auch dem Partner stellen, somit bleibt man im Gespräch und kann wieder zu der Beziehung finden oder sich "fair" trennen.

Und wie denkt ihr über Paarfindung während einer Therapie?
Kann passieren, wie im normalen Leben auch.
Ich kenne eine Klinik, die eine Beziehung unter Patienten nicht duldet, diese sogar zur Beendigung der Therapie führt.
Ja, ich glaube das musste man sogar unterschreiben. Auch mit Alkoholverbot...
Natürlich ist jeder für sich selber verantwortlich und Gefühle kann man nicht beeinflussen, aber eine Beziehung kann doch die eigene Therapie gefährden, oder?
Kann, aber die Liebe kennt keine Gesetze😉
Mit einmal ist man neu verliebt, die Welt ist schön und die eigentlichen Probleme erscheinen plötzlich klein oder gar wie weggeblasen.
In der Klinik war so eine besondere geschützte Atmosphäre, heute nennt man das "Blase", alles war kuschelig, jeder verstand den anderen...
Das ware Leben findet aber zu Hause statt.
Da sollte man die Veränderungen durchleben.
Manchen beginnen auch ein neues Lebven fernab.

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:
Psychotherapie = Beziehungskiller

trifft dann zu , wenn der eine den anderen unterdrückt und der Unterdrückte lernt, sich nicht mehr unterdrücken zu lassen und geht oder Widerstand leistet.

Trifft dann zu, wenn das vom anderen nicht akzeptiert wird.

Trifft aber in allen anderen Fällen nicht zu, da ist es nämlich so, das ein Mensch psychische Probleme hat und dem Partner im Grunde dankbar ist, das der sich mit ihm abgibt, froh darüber ist , wenn er die Probleme ind en Griff kriegt ,was ja dann auch der Beziehung zu Gute kommt, das freut den Partner doch dann, wenns dem anderen besser geht.

Das ist aber individuell gesehen völlig unterschiedlich , denn jeder Mensch ist anders.

Kann aber auch sein, daß der eine sagt die Psychotheraoie ist schuld , das wir uns getrennt haben, um davon abzulenken, was der wahre Grund der Trennung ist , Psychotherapie ist doch kein Garant dafür, daß jemand ehrlich wird und nicht mehr lügt.

Es gibt ja auch Paartherapien im Grunde macht doch der Mensch ne Therapie, der ohne nicht mehr klarkommt, sie stellt doch eine Lebensbewältigungshilfe dar, egal um was es geht.
 
Sollten wir nicht Jene bestärken den es schlecht geht? Besonderst Jene stärken, die nicht mehr in der Lage sind kritisch zu hinterfagen, anstatt ihnen zu vermittel das sie für immer im A**** sind. Denn nichts anders sagst Du ihnen damit.
Schon bestärken, aber nicht mit Psychotherapie als Allheilmittel in jedweder Lebenslage - eher realistisch Erfahrungen widergeben bzw. Meinungen zum Thema abgeben.

Mehr können wir alle wohl kaum und mich wundert`s echt auch immer wieder, dass ich mit Erlebtem so gut wie meistens völlig alleine da stehe... 🙂

Aber ich denke schon, dass sich Therapeuten das zu einfach machen, denn - von mir aus nicht immer - der nicht anwesende Partner ist doch meistens der Sündenbock, sollte möglichst ausgetauscht werden und meiner Erfahrung nach wird gerade bei Langzeittherapien einiges dafür getan, dass Gelegenheit Liebe macht...

Natürlich liegt das auch in der Verantwortung des Patienten selbst und ich persönlich hatte dabei sogar noch Glück damals, dass der Partner das genauso gesehen hat, sonst wäre ein junges Glück (damals) schneller vorbei gewesen, als man gucken hätte können...😉
 
Ich kenne Fälle, wo die Beziehung während oder nach dem Klinikaufenthalt des Partners in die Brüche ging, ich kenne aber auch genug Fälle, in denen das nicht passiert ist und die Therapie sich sogar positiv auf die Beziehung ausgewirkt hat.
Und wenn jemand empfänglich ist für's Neuverlieben oder Fremdgehen, dann kann es ihn auch anderswo ebenso treffen, dass das dann z.Bsp. in einer Klinik passiert, dürfte eher Zufall sein. Manchmal bringt auch die längere Abwesenheit des Partners erst manch Erkenntnis - ob das nun ein Urlaub oder Klinikaufenthalt oder sonst was ist.
 

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