Was kannst du denn angeblich nicht?
Du hast doch zumindest nen Job, und wenn du da immer nur durcheinander und irrational wärest, dann hätte man dich schon lange gefeuert.
Vernünftig ausdrücken kannst du dich auch, das ist viel mehr als manche andere können.
Und wenn du meinst daß du lieber ein Mann wärst (warum auch immer), dann geh doch mal zu so einer Beratungsstelle für Leute mit solchen Problemen!
Aber ich finde, dein Problem hat Null mit deinem Geschlecht zu tun.
Du gehörst anscheinend zu den Menschen, die immer genau das haben wollen, was sie nicht haben können. Dabei haben hier schon genug Männer mit psychischen Problemen fast genau das Gleiche geschrieben wie du...
Und was meinst du wohl, warum es viel mehr Transfrauen gibt, d.h. biologische Männer, die sich im falschen Körper fühlen, als umgekehrt?
Bestimmt nicht, weil das Mann sein so supertoll und problemlos ist...
Ich weiß, dass männliches Leben nicht einfach ist. Es ist das genaue Gegenteil. Deshalb bleibe ich ja eine Frau, denn das ist die erleichternde Erkenntnis: Man darf alles machen, aber man muss es nicht. Von Hausfrau bis Karriere, alles in Ordnung. Vom Skaterin und Rockerin, bis zur Yoga-Lehrerin und Erzieherin - kein Problem. Für Männer sieht das völlig anders aus. Da existieren weder Quoten, noch eine gesichterte Stabilität wenn es ums Familienrecht geht und feste Rollenerwartungen, kaum Anlaufstellen, wenig sozialer Rückhalt. 80% der Obdachlosen sind Männer, sowie die Mehrheit der Suizide von Männern begangen werden, Drogenabhängige auch eher Männer sind und übrigens, auch 90% der Straßenkinder sind männlich. Bestimmte Probleme sind aber oft an praktischen Problemen geknüpft, sprich fehlende Partnerschaft, Joblosigkeit, ect, weniger reine Mentalität. Da existieren glaube ich nichtmals Statistiken zu, da es keine Sau interessiert. Man kann Rollenerwartungen natürlich auch als Mann nicht entsprechen und stirbt daran auch nicht, wird dafür aber mit viel mehr Verachtung bestraft, meiner Beobachtung nach. Eine Karrierefrau, Tomboy, Skaterin, Rockerin ist angesehen. Jede Frau ist ja toll. Ein Ballettänzer, Hausmann, Nageldesigner eher nicht. Sentimentalität und Emotionalität müssen vorsichtig eingesetzt werden. Ein tolles Beispiel war ja eben mein Account: ich habe eine Entschuldigungsnachricht an meinen Kontakt geschrieben. Man kann aus meiner Sicht sehr genau herauslesen, dass es eine emotionale Nachricht war. Mein Gegenüber nahm es aber als Sachnachricht wahr, fragte nach den Grund dafür. Ich sagte, ich habe private Probleme. Und seine Reaktion? Ich verschwende seine Zeit, ob ich eigentlich gestört wäre und ich solle doch nächste mal sagen, dass ich kein Bock mehr auf die Socialmedia Seite auf der ich war, habe, das hätte unser beider Zeit gespart. Sagt mir aus, er hat kein Bock und ich darf und kann nix von ihm erwarten. Stimmt ja auch, wenn man das Kleingedruckte liest und klar kann man darauf bestehen. Ich werd verletzenden behandelt und mein Gegenüber hat das Recht dazu. Also die übliche Situation. Und ich bin noch so blöd und sorge mich um sein Wohlergehen, dass ich da jemanden verarsche, was das mit der Person macht. So ein Schwachsinn. Dann hat man mal ne ungefähre Vorstellung davon. Ich habe nichtmals ne Ahnung ob mein Gegenüber einfach nur übertrieben hat, oder obs gerechtfertigt war. Wenn mich Menschen anschreien, auch virtuell, und mich mit verzogener Mimik anschauen, fällt es mir schwer noch rational abzuschätzen, ob ich trotz meiner Fehler das Recht habe, besser behandelt zu werden in diesem Moment. Ich ducke mich dann lieber. Dennoch fand ich das sehr heftig, es hat mich verletzt, ich hänge immer noch in der Psychose fest und da kommt das Kleingedruckte: selbst Schuld, ear ja meinr Entscheidung. Oder ich bin zu verweichlicht. Klar, kannten wir uns nicht Jahrelang. Über einen neuen Account, nun weiblich, kenne ich einen bestimmten User aber auch nicht seit Jahren und hab ihm dennoch fast mein ganzes Herz ausgeschüttet und es wurde nicht gefragt, ob ich einen Knall habe. Als Frau bekommt man selbst von völlig Fremden schnell Unterstützung. Hier nichtmals wenn beide schwul sind und sehr viel gemeinsam haben. Natürlich weiß ich das und ich wäre schön blöd, würde ich meine Privilegien aufgeben. Deshalb der Fakeaccount statt Transition. Im Alltag bequem das Mädchen, dass auf die Mutterinstinkte anderer setzt, im Internet eben ein im besten Fall lustiger Dude, der auf alles scheißt. Der wäre ich auch gern im Reallife, aber ich bin zu bewegungsunfähig, zu verwundet, zu sehr in mir selbst gefangen. Hätte ich keinen emotionalen Anfall bekommen und mich im Griff gehabt, wäre alles auch anders gelaufen. Zwar klingt das fies, aber andere sind das auch und in dieser Welt wird nichts geschenkt. Schaden muss ich anderen bewusst nicht, aber ich muss mich auch nicht selbst einschränken, solange ich grundlegende Regeln einhalte. Denn danken tut einen keiner verzichtendes Verhalten. Man ist dann eben nur der Idiot, der verzichtet