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Psychische Gewalt?

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Hi,

das was du schreibst hab ich so ähnlich auch schon erebt. Wir haben uns zwar nicht verprügelt, aber ich war am Ende......
Es hat lange gedauert ehe ich mich endgültig dazu durchringen konnte meine Sachen zu packen. Ich wusste nicht wohin, hatte keinen Job, wohnte ca. 500km vo meinen Eltern entfernt...
Ich hatte das Gefühl niemanden zu haben- ganz alleine auf der Welt zu sein.
Keine Ahnung, ob es dir auch so geht.
Ich kann dir nur raten suche eine Freundin, Deine Familie und zieh endlich da aus. Deine Depressionen kommen auch von deinem Problem mit deinem Ex.. Du wirst sehen so nach und nach ergeben sich neue Perspektiven, wenn vielleicht auch nicht sofort. Aber wenn es dann mal läuft, läuf alles und das fast noch schneller, als es dir lieb ist.

Viel Glück!
Mel
 
Also, ich will die Beziehung nicht retten, die ist lange vorbei. Was ich vielleicht retten will ist die Freundschaft zwischen uns.
Da bin ich ja schon einmal beruhigt. Es kann sein, dass sich eine Freundschaft zwischen Euch wirklich retten läßt. Du klingst nicht so, als hätte Dich der Umgang in der Beziehung wirklich vom Hocker gehauen - eher so, als wärst Du einen herben Umgang gewohnt.

Das würde ich tun, aber im Moment habe ich schon Probleme damit einen Brief zur Post zur bringen und dabei nicht heulend zusammenzubrechen. Bei einer Depression ist es mit "sich mal schlecht fühlen" nicht getan, ich weiss nicht wie weit du über die Krankheit informiert bist.
Besser, als mir Recht ist. 😉

Wenn ich länger drüber nachdenke möchte ich einfach das er sein Verhalten einsieht um die Bestätigung zu erhalten das eben nicht alles meine Schuld ist. Das hat er ja sogar schonmal getan und es hat mir unglaublich gut getan.
Ich bestätige Dir gerne, dass nicht alles Deine Schuld ist.

Aber was ihn angeht, solltest Du vielleicht einen Schritt nach dem anderen gehen. Wenn er jetzt so etwas zugibt, baut sich das in Eure derzeitige Beziehung ein. Nicht, dass es dann noch einmal ins Gegenteil umkippt. Hat es nicht Zeit, bis Ihr etwas mehr Distanz habt?

Und, was ich jetzt erreichen will ist, das er eine Therapie macht. Mir liegt halt noch was an ihm. Aber als Freund.
Das hat auch Zeit. Wenn das mit der Freundschaft klappt, wirst Du ihn bei weiteren Beziehungen begleiten. Sollte dabei noch einmal eine ähnliche Situation auftreten, kannst Du ihm den Vorschlag machen - als Freund.

Ich habe den Eindruck, dass Du jetzt dabei bist, das alles noch in Eure Beziehung einbauen zu wollen.

Wahrscheinlich auch nur weil ich sonst niemanden habe? Durch die Depression und sein Verhalten und Problemen mit meiner Familie bin ich ziemlich isoliert..
Das ist wieder eine ganz andere Sache. Deine Depression gehört in eine Behandlung. Und aus der Isolierung wirst Du vermutlich eher herausfinden, wenn Du Dich nicht an eine "kaputte" Beziehung hängst. Zumindest demnächst, wenn Du Alternativen besitzt.

Naja, ich war immer an allem Schuld, hat keine Rechte, mir wurde oft Vorwürfe gemacht für Sachen für die ich nichts konnte. Mir wurden immer Dinge an den Kopf geworfen, und meine Meinung zählte gar nichts. Ich war ja Kind, ich musste ja schön brav den Mund halten. Oft wurde mir damit gedroht mich ins Heim zu stecken. Wenn ich was angestellt hatte, auch wenn es ein Missgeschick war, gabs "eine gesunde Ohrfeige". Wenn ich geweint habe, wurde ich dafür noch fertig gemacht. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen, meine Mutter hat mich und meine Schwester abgeschoben, und ist dann abgehauen. (Irgendwann später kam sie wieder, entschuldigt hat sie sich nicht, wo sie war hat sie nicht erzählt, bis heute nicht..) Um das mal so zu sagen, nein, ich weiss nicht wie eine gesunde Beziehung auszusehen hat.
Das sind alles Dinge, die Du in Deine Therapie einbringen kannst. Ich nehme doch an, dass Du auf dem Weg bist, eine Therapie in Gang zu bringen, oder?

Nur letztlich braucht Dich nicht zu wundern, wie Eure Beziehung verlaufen ist. Du hast gelernt, bedroht zu werden, hast gelernt, die Schuld zu tragen. Hast gelernt, dass eine Ohrfeige angemessen ist. Dass Gefühle und Schwäche zu zeigen, bestraft wird.

Und ein wenig hast Du vielleicht auch gelernt, dass Beziehungen unzuverlässig, chaotisch verlaufen. Dass jemand einfach verschwindet und wiederkommt, wie es ihm gerade gefällt. Dass für Deine Sehnsucht und für Deine Fragen kein Platz ist.

Und vielleicht auch gelernt, dass Du in ein Heim mußt, damit die Zuneigung verlierst, ganz auf Dich alleine gestellt bist, wenn Du Dich "unpassend" benommen hast.

Du hast sogar gelernt, auf eine Entschuldigung zu warten, anstatt einfach zu gehen. So, wie Du es jetzt auch noch gerne bei Deinem Freund hättest. Und alleine warst Du dabei vermutlich auch, damals wie heute. Kein Mensch der zu Dir hält. Statt dessen warten, dass der andere Einsicht zeigt.

Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut beschrieben und dargestellt, Günter!

Aber ob er eine Therapie machen wird, wie keksi das gerne will...? Welchen Grund sollte er haben - aus seiner Sicht - sein Verhalten nachhaltig zu ändern? Gefühlstäter sehen sich selbst bekanntlich nicht als solche...
 
Aber ob er eine Therapie machen wird, wie keksi das gerne will...? Welchen Grund sollte er haben - aus seiner Sicht - sein Verhalten nachhaltig zu ändern? Gefühlstäter sehen sich selbst bekanntlich nicht als solche...
Die Frage ist doch im Augenblick, welchen Grund sollte sie haben, dass er jetzt eine Therapie macht?

Und er wird Täter innerhalb der Beziehung sein. Bei einer Frau, die ihm ordentlich Pfeffer in den Hintern geblasen hätte (sorry für den Ausspruch, keksi) hätte er vielleicht gespurt.

Es war auch keksis Lebesweg, der diese Beziehung ermöglicht hat. Keksi wartet auf seine Entschuldigung, wie sie auf die Entschuldigung ihrer Verwandten gewartet hat. In dem Maße, indem sie davon Abstand nimmt, nimmt sie auch von diesem Schema an sich Abstand.

Günter
 
Mein ganzer Beitrag ist grad durch meine doofheit flöten gegangen..

Also werde ich mich nun kurz fassen:

Danke Günter für deine Antworten, die helfen mir wirklich weiter.

Ja, ich bin grade dabei mir nen Therapieplatz zu suchen, aber, da gibts auch bloss Probleme, bin im Moment beim Neurologen deshalb. (Zu lange Wartezeiten x.x) Häng grad ziemlich in der Luft was das angeht.

Aber was ihn angeht, solltest Du vielleicht einen Schritt nach dem anderen gehen. Wenn er jetzt so etwas zugibt, baut sich das in Eure derzeitige Beziehung ein. Nicht, dass es dann noch einmal ins Gegenteil umkippt. Hat es nicht Zeit, bis Ihr etwas mehr Distanz habt?

Also, ich hab ihn vorhin direkt mal damit konfrontiert, und er hat alle Register gezogen, im Moment schmollt er.

Was mich dann doch erschreckt hat, weil ich bis jetzt dachte das würde nicht zutreffen ist, das er mir gesagt hat, er hatte früher Psychologie Bücher und er wüsste was er da macht und was psychische Gewalt ist. Danach hat er sich aber gleich wieder wiedersprochen, er würde es ja gar nicht tun, und hat versucht alle Register zu ziehen. (Hat versucht mir zu Drohen, mir Vorwürfe gemacht, etc.) Genau wie auf der Webseite beschrieben. Als er dann am Ende nicht mehr weiter wusste hat er versucht mir ein schlechtes Gewissen einzureden.

Ich hab ihm die Stirn geboten. Das war nicht das erste Mal, aber diesmal hatte ich durch die Webseite einfach genügend Hintergrundwissen um mir diesmal kein schlechtes Gewissen machen zu lassen. Irgendwie hat ers ja doch immer geschafft gehabt mich rumzukriegen. Aber ich hoffe das das jetzt vorbei ist.

Wahrscheinlich hat sich die Situation zwischen uns verschärft, aber, nunja, ich bin gespannt was noch kommt und hoffe das ich trotz Depressionen solange standhalten kann bis ich hier raus kann. Und zwar nicht weil er mich rausekelt, sondern weil ich aus freien Stücken gehe. Den Triumph will ich ihm auch nicht gönnen.
 
Hallo keksi

Ja, ich bin grade dabei mir nen Therapieplatz zu suchen, aber, da gibts auch bloss Probleme, bin im Moment beim Neurologen deshalb. (Zu lange Wartezeiten x.x) Häng grad ziemlich in der Luft was das angeht.
Wenn Du auf der Suche nach einem Therapeuten bist, mußt Du mit einer Wartezeit rechnen - das ist leider meist so. Neurologen können mit ihren kurzen Terminen evtl über die Wartezeit hinweghelfen. Hast Du Dich denn bei einem Therapeuten auf die Warteliste setzen lassen?

Also, ich hab ihn vorhin direkt mal damit konfrontiert, und er hat alle Register gezogen, im Moment schmollt er.
Warum hast Du ihn damit konfrontiert? Was hast Du Dir davon versprochen?

Was mich dann doch erschreckt hat, weil ich bis jetzt dachte das würde nicht zutreffen ist, das er mir gesagt hat, er hatte früher Psychologie Bücher und er wüsste was er da macht und was psychische Gewalt ist.
Keksie, ich lese auch psychologische Bücher. Das hindert mich nicht daran, Fehler zu machen.

Danach hat er sich aber gleich wieder wiedersprochen, er würde es ja gar nicht tun, und hat versucht alle Register zu ziehen. (Hat versucht mir zu Drohen, mir Vorwürfe gemacht, etc.) Genau wie auf der Webseite beschrieben. Als er dann am Ende nicht mehr weiter wusste hat er versucht mir ein schlechtes Gewissen einzureden.
Worin versucht er, sich zu widersprechen? Verstehst Du, was ich meine? Wo ist überhaupt Dein Interesse daran, dass er etwas "zugibt"? Sich nicht "widerspricht"? Als Ex kann er doch erst einmal sagen, was er will. Das hat alles nichts mehr mit Dir zu tun.

Als Freund kannst Du ihn doch einfach erst einmal machen lassen. Ihm zuschauen, oder Dich von ihm abwenden, wenn er sich für Dein Empfinden zu krass verhält.

Ich hab ihm die Stirn geboten. Das war nicht das erste Mal, aber diesmal hatte ich durch die Webseite einfach genügend Hintergrundwissen um mir diesmal kein schlechtes Gewissen machen zu lassen. Irgendwie hat ers ja doch immer geschafft gehabt mich rumzukriegen. Aber ich hoffe das das jetzt vorbei ist
Jetzt willst Du ihm die "Stirn" bieten. Dir kein schlechtes Gewissen mehr machen lassen. Das ist soweit vollkommen in Ordnung. Aber Du versuchst, Dich damit nicht aus der Beziehung herauszuziehen, Du versuchst eine offene Rechnung zu begleichen.

Wahrscheinlich hat sich die Situation zwischen uns verschärft, aber, nunja, ich bin gespannt was noch kommt und hoffe das ich trotz Depressionen solange standhalten kann bis ich hier raus kann. Und zwar nicht weil er mich rausekelt, sondern weil ich aus freien Stücken gehe. Den Triumph will ich ihm auch nicht gönnen.
Verschärfte Bedingungen, standhalten, Triumph. Du führst einen Kampf, keine Beziehung.

Keksie, ich glaube, dass Du eine Beziehung führen kannst. Nur nicht diese Beziehung. Beziehungen sind auch Kampf - man muss sich auch wehren. Aber nicht so, wie Du es gerade machst. Beziehungen sind nicht nur Kampf.

Versuche, Dich zuerst einmal nur aus dieser Beziehung herauszuziehen.

Günter
 
Hi,
rocko ich denke auch, dass der Mann weniger Gefühlstäter ist, als schlicht und einfach trottelig-aggressiver Natur mit Tendenz, seine Bedürfnisse und Meinungen egoistisch und rücksichtslos durchzusetzen. Gefühlstäter (ich hoffe, wir sind uns einig, dass es diese Menschen gibt) sind nicht impulsiv, können sie gar nicht, sonst böten sie eine zu große Angriffsfläche.
So, wie ich das verstanden habe, wohnt die Threaderstellerin seit zwei Jahren bei einem Mann, von dem sie sich lösen will/sollte. Das bedeutet für mich, dass sie Symptome der Beziehungsabhängigkeit aufweist. Wir wissen alle, wohin das führt: Sie kann nicht alleine mit sich klar kommen, wird irgendwann jemanden kennenlernen, der ihr den Halt gibt, sich von ihm zu lösen und dort in dieselbe Spirale rutschen. Einfach, weil sie durch ihre Abhängigkeit alles zulässt, der Mann wird das schnellmerken und anfangs unbewusst und später bewusst als Druckmittel einsetzen und sollte er aggressive Charakteristika aufweisen, wird es auch da wieder zu Gewalt kommen.
Was spielt es im Grunde für eine Rolle, ob sie ihren schlagenden und manipulativen Trottel in die Ecke Gefühlstäter einordnet, um ihn tuts mir nicht leid, aber ihre Sinne werden eventuell geschärft, was solche Typen angeht. Sie entwickelt gezielt Abneigungen gegen jegliche Form der Manipulation und tut sich mit anderen Opfern zusammen, fühlt sich nicht mehr alleine, zieht daraus ihre Kraft.
Wie der Typ nun wirklich drauf ist, was wir alle, auch ich, nur ahnen, aber nicht gesichert rausfinden können, ist doch wurscht und muss auch nicht therapiert werden, damit sie glücklich mit ihm zusammenleben kann. Sie sollte sich um sich selbst kümmern und nicht um die A********* dieser Welt.
Das bedeutet, selber eine Therapie machen, um aus dieser Spirale der Beziehungsabhängigkeit rauszukommen, um alleine mit sich fertig zu werden. Sie sollte lernen, sich gegen jede Gewalt, ob nun psychisch oder physich, wehren zu können, nichts mehr zu dulden, ein gesichertes Selbstbewusstsein erlangen, um auf keine Art von Täter jemals wieder herein zu fallen.
Soll sie doch sämtliche Typen der Welt sein lassen, was sie wollen, sie wird nicht die Welt retten, aber sie sollte zusehen, dass sie mit solchen Menschen (auch Frauen, um hier die Gleichberechtigung zu wahren) einfach nichts mehr am Hut hat.
Gruß Eska
 
Hier wurden zahlreiche Beiträge gelöscht, die nichts mit der Ursprungsfrage zu tun hatten. Bitte führt Eure Grundsatzdiskussionen in einem seperaten Thread!

Sori


P.S.: Der Thread wurde auf Wunsch der Fragestellerin geschlossen!
 
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