Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Psychische Erkrankungen und wie man damit umgeht. Betroffene und außenstehende.

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

57-55

Sehr aktives Mitglied
Die erste Frage, die sich mir da stellt:

Wer ist wirklich psychisch gesund?

Aus meiner Sicht wesentlich weniger Menschen als man allgemein annimmt.
Wenn jemand andere Menschen pauschal abwertet und diskriminiert, liegt aus meiner Sicht schon ein psychisches Problem vor.
Derjenige stellt sich als Mensch über andere Menschen.
Er verstößt dabei gegen ethische und moralische Grundsätze, die als allgemeingültig angesehen werden.
In aller Regel erkennt er das dann für sich persönlich aber nicht an.

Wie seht ihr das?
 
Mich würde ergänzend interessieren wie eure Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis und aus der Gesellschaft selbst sind.
Habt ihr selbst Diskriminierung erfahren, wurdet ihr minderwertig behandelt oder ähnliches?
Mir ist das bei einer Sozialarbeiterin passiert die mir eine Betreuung andrehen wollte obwohl sie mich nicht wirklich kannte. Sie zweifelte pauschal an meinem Gedächtnis...Ich bin psychisch erkrankt aber voll Handlungsfähig und bekomme alle meine Sachen selbst erledigt.
Hier im Forum ist es mir erst gestern passiert das man mich als nicht Urteilsfähig eingestuft hat.
Ich finde das sehr diskriminierend. Ich bin zwar psychisch krank, aber in 95% meiner Zeit absolut normal im Kopf und so Gott will werden weitere Krankheitsschübe ausbleiben.
 
Das pauschale Abwerten anderer Menschen ist in unserer Gesellschaft leider sehr verbreitet. Viele Menschen übernehmen dieses Verhaltensmuster wahrscheinlich unbewusst und ohne darüber nachzudenken. Es ist eine üble Unsitte in unserer Gesellschaft.

Ab einem gewissen Grad hat das Abwerten anderer Menschen sicher eine pathologische Komponente, grundsätzlich halte ich dieses Verhalten noch nicht für eine psychische Erkrankung. Es kommt auf das Maß an. Dinge wie Alkoholkonsum, Sammelwut, Spielsucht, Aggression oder was auch immer werden erst ab dem Überschreiten einer gewissen Grenze pathologisch, das Problematische ist, dass man diese Grenze nicht exakt ziehen kann.

Grundsätzlich neigt der Mensch wohl von Natur aus dazu, sich selber für etwas Besseres und für überlegen zu halten. Es scheint dem Menschen eigen zu sein, ich habe es immer wieder beobachtet, es ist mir auch selber nicht fremd, es war durchaus Arbeit, dagegen anzugehen.

Um sich angemessen zu verhalten, muss man viel nachdenken, was die meisten Menschen aber nicht so gerne tun.
 
Ist ein psychisches Problem auch automatisch eine Krankheit? Wie oft habe ich hier schon gelesen, dass etwas oder jemand "krank" sei und dabei war es nur eine andere Meinung oder ein anderer Standpunkt. Innerlich stellen sich bei mir etwas die Nackenhaare auf, diesen Bereich einer "Krankheit" einfach mal so auf fast alle auszudehnen.

Wenn sich jemand über andere Menschen stellt, weil sie/er so gesehen werden möchte, sollte es dann nicht meine freie Entscheidung sein, dies zu ermöglichen oder zu verweigern? Und wenn ich mich dem nicht entgegen stellen kann, habe nicht dann ich ein Problem und bin ich dann "krank"?

Eine Krankheit impliziert für mich, dass der Erkrankte dafür nicht nur alleine verantwortlich ist, denn ohne diese Krankheit wäre er ja nicht krank. Aber sind ein schlechter Charakter, eine miese Kindheit oder negativ prägende Ereignisse auch Krankheiten. Ist ein "Na ja, Du bist eben krank" nicht auch ein Stigma und eine Schublade? Wenn irgendwie alle "krank" sind, was nützt dann dieses Attribut noch? Für mich ist eine Krankheit etwas, gegen das man etwas tun kann. Bei einem schlechten Charakter ist das nur selten ohne Einsicht möglich.

Verzeihung, wenn das jetzt provokativ ist, aber sind wir nicht ein Fehler der Evolution, wenn wir alle krank sind?
 
Wenn nun sowieso niemand psychisch gesund ist deiner Meinung nach: Wie passt dann deine Überschrift zu dem nachfolgenden Text?
Versteh mich nicht falsch - das ist ein ganz wichtiges Thema!
Aber irgendwie hast du da zwei Welten gewählt nach meinem Empfinden.
 
So sehr es auch anders "proklamiert" wird: Psychische Krankheiten werden immer das Stiefkind der Nation in Sachen Gesundheit bleiben und Anerkennung im Sinne von Verständnis gleich null.
 
Wenn nun sowieso niemand psychisch gesund ist deiner Meinung nach: Wie passt dann deine Überschrift zu dem nachfolgenden Text?
Versteh mich nicht falsch - das ist ein ganz wichtiges Thema!
Aber irgendwie hast du da zwei Welten gewählt nach meinem Empfinden.
Ich habe nicht gesagt, dass niemand psychisch gesund ist.
Ich sagte: Aus meiner Sicht wesentlich weniger Menschen, als man allgemein annimmt.

Aber die nächste Frage, wie definiere ich psychisch gesund?
 
Naja, der Mensch ist schon krank in seinen Verhaltensweisen. Das besondere ist das man lernen kann sie zu kontrollieren. Also, wir sind entwicklungsfähig.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben