Aber die nächste Frage, wie definiere ich psychisch gesund?
Eigentlich schwierige Frage, ich habe mich immer an dem orientiert, was Freud gesagt haben soll "Lieben und Arbeiten" bedeutet für mich, wenn jemand arbeitsfähig ist und in einer Beziehung lebt, ist er "gesund" oder eben auch nicht, weil halt schwierige Frage.
Ich finde heutzutage wird viel zu viel pathologisiert, z. B. Depressionen, so oft habe ich von Leuten, denen es mal paar Tage nicht gut ging gehört, sie seien "schwer depressiv". Das ist für mich so ein Hohn denen gegenüber die wirklich schwer depresssiv sind und sich kaum äußern können.
Wenn jemand andere pauschal abwertet und diskriminiert schreibst du, dann liegt ein psychisches Problem vor. Sicher sehe ich auch so, sehe da aber keine psychische Krankheit bei dem, der das macht. Weil das passiert gefühlt an jeder Ecke und leider kommen meiner Erfahrung nach solche Menschen noch relativ gut durchs Leben.
Ich bin selbst offiziell psychisch krank und erhalte eine befristete EM-Rente. Das wollte ich nie und doch ist es passiert. Das steht mir nicht auf der Stirn geschrieben und doch gibt es so viel Stigmatisierung und wenn andere das nicht machen, mache ich es selbst.
Was mir persönlich am meisten auf den Zeiger geht, sind Leute, die ein gutes Leben haben und am meisten jammern über ihre angeblichen psychischen Probleme. Ist aber wohl eher mein Problem.