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Psychiatrische Fehldiagnose aus Akte löschen lassen, Erfahrungen?

Dann taugen die Tests aber nicht viel, wenn die so leicht vom Klienten manipuliert werden können.
So einfach ist das nun auch wieder nicht. Gerade klinische Tests bestehen häufig aus mehreren Skalen. Sehr umfangreich ist z.B. das MMPI (https://de.wikipedia.org/wiki/Minnesota_Multiphasic_Personality_Inventory)
Patienten sind ja nicht blöde und erfassen recht schnell den Hintergrund mancher Fragen. Indes sind die Testkonstrukteure ja auch nicht blöde, und deswegen gibt es dazu eben Skalen wie Soziale Erwünschtheit oder Verfälschungstendenz, in denen ausschließlich das Antwortverhalten analysiert und interpretiert wird. Inwieweit diese Skalen gültig sind im Einzelfall wird dann nochmal zu diskutieren sein. Da kommt es nun auch darauf an, wie die Klinik ihre Diagnose begründet. Im Ernstfall wird es dann wohl auf einen Gutachterstreit hinauslaufen...🤔
 
So einfach ist das nun auch wieder nicht. Gerade klinische Tests bestehen häufig aus mehreren Skalen. Sehr umfangreich ist z.B. das MMPI (https://de.wikipedia.org/wiki/Minnesota_Multiphasic_Personality_Inventory)
Patienten sind ja nicht blöde und erfassen recht schnell den Hintergrund mancher Fragen. Indes sind die Testkonstrukteure ja auch nicht blöde, und deswegen gibt es dazu eben Skalen wie Soziale Erwünschtheit oder Verfälschungstendenz, in denen ausschließlich das Antwortverhalten analysiert und interpretiert wird. Inwieweit diese Skalen gültig sind im Einzelfall wird dann nochmal zu diskutieren sein. Da kommt es nun auch darauf an, wie die Klinik ihre Diagnose begründet. Im Ernstfall wird es dann wohl auf einen Gutachterstreit hinauslaufen...🤔
Ich habe mir die verlinkte Seite mal angeschaut.
Na ja, wenn aber gefragt wird:
"Ich sammele gerne Kunstkataloge“, „Ich kann die Zukunft vorhersagen“, „Mir ist immer angst und bange“), die mit „Trifft zu“ oder „Trifft nicht zu“ beantwortet werden.

Kann ich mir schon denken, in welche Richtung das mit der Antwort jeweils tendieren könnte.
 
Herrje, es geht um klinische Belange und nicht um Alltagsbanalitäten. So in der Art "manchmal höre ich Stimmen, obwohl ausser mir keiner im Raum ist", oder "Menschenansammlungen machen mir Angst" etc. pp.

Aber ok - das muss ja keiner Ernst nehmen. Dann darf man sich halt auch über die entsprechenden Diagnosen nicht wundern. Hier kommt es darauf an, worauf die Klinik ihre Diagnose im Detail begründet. Der "Augenschein" bei Erstgesprächen ist nochmal ein anderes Thema. Korrekt in diesem Zusammenhang ist lediglich ein Gegengutachten mit anderen, ähnlichen Testverfahren, dass diese erste Diagnose widerlegt. Oder der Nachweis unzulässiger Ausarbeitung und Interpretation. Alles andere könnt ihr in der Pfeife rauchen....
 
Hier kommt es darauf an, worauf die Klinik ihre Diagnose im Detail begründet.
Sie begründet es damit, dass meine Testergebnisse so unauffällig waren, dass es schon auffällig ist. Daraus wurde ein Vermeidungsverhalten abgeleitet. Sprich: Ich soll bewusst oder unbewusst die Fragen so beantwortet haben, dass ein normales Ergebnis bei raus kommt um meine Seele zu schützen.
 
Ja ich hatte bei den Kliniken ein telefonisches Vorgespräch und den Bericht vom Krankenhaus hingeschickt. Sie haben mich dann natürlich für eine Aufnahme abgelehnt da sie die Diagnose als Fehldiagnose angesehen haben.
Die Therapeuten haben auch alle schon im ersten Gespräch gesagt, dass die Diagnose nicht stimmen kann.
Ich muss gestehen, ich kann dir einfach nicht folgen. 🤔

Du hast den Bericht an eine Klinik geschickt und um Aufnahme gebeten?
Diese behandeln genau das Krankheitsbild, welches du als falsche Diagnose vermutest?

Warum wolltest du dich in eine Klinik einweisen lassen, die genau das Krankheitsbild behandeln, welches du deiner Meinung nach nicht hast?

Ergibt für mich keinen Sinn. 🤔

Und wie können die zusätzlich noch telefonisch davon überzeugt sein, dass du dieses Krankheitsbild nicht hast?
Die haben doch nur den Bericht der letzten Klinik und haben dich doch überhaupt nicht untersucht?

Von daher, ich kann deinen Gedankengängen überhaupt nicht folgen.
 
Du hast den Bericht an eine Klinik geschickt und um Aufnahme gebeten?
Diese behandeln genau das Krankheitsbild, welches du als falsche Diagnose vermutest?
Richtig.

Warum wolltest du dich in eine Klinik einweisen lassen, die genau das Krankheitsbild behandeln, welches du deiner Meinung nach nicht hast?
Weil ja erst die Gespräche mit den Kliniken und bei den Therapeuten ergeben haben, dass es sich um eine Fehldiagnose handelt.

Und wie können die zusätzlich noch telefonisch davon überzeugt sein, dass du dieses Krankheitsbild nicht hast?
Hatte ich ja schon geschrieben: Es gibt keinen Grund zu der Annahme warum ich diese (sehr spezielle) Erkrankung haben sollte. Dafür fehlen die Symptome.

Die haben doch nur den Bericht der letzten Klinik und haben dich doch überhaupt nicht untersucht?
Was soll man denn groß bei einer psychiatrischen Erkrankung untersuchen? Solche Erkrankungen werden über Gespräche und Fragebögen diagnostiziert. Die Fragebögen aus der Klinik sind ja im Bericht mit bei und Gespräche hatte ich ja telefonisch mit den Kliniken.

@Schwertlilie:
Naja indirekt. Die Klinik hat in ihrem Bericht geschrieben, dass die Ursache der Erkrankung in einem Kindheitstrauma liegen muss, welches so schwerwiegend ist, dass ich mich nicht daran erinnern kann und deswegen die Testfragen so beantwortet habe, dass sie keinen Hinweis auf ein Trauma liefern. Im Bericht schreiben sie, dass sie davon ausgehen, dass ich ein lebensbedrohendes Traumata durch eine enge Bezugsperson aus dem Elternhaus erlitten habe . Da meine Familie und ich die selbe Hausarztpraxis haben möchte ich nicht, dass man dort so etwas ließt.
 
Wenn du die alte Diagnose widerrufen möchtest, dann solltest du einen Psychiater aufsuchen, der eine erneute Diagnostik durchführen kann.

Diesem solltest du den Bericht der Klinik vorlegen und nach der erfolgten Diagnostik könnt ihr gemeinsam besprechen, wie es weitergehen könnte, damit die alte Diagnose entfernt wird.
 
Es kann ein Trauma mit Amnesie vorliegen, das gibt es auch bei einigen. Die Amnesie ist ein Schutzmechanismus und erst sehr viel später, wenn man viel Stress und Druck oder bestimmten Ereignissen ausgesetzt ist können diese Erinnerungen aufploppen und einen belasten. Das doofe an Amnesie ist, das man trotzdem die Verhaltensweisen von traumatisierten Personen an den Tag legt, obwohl man sich an nichts erinnert. Diese Verhaltenweisen können einen im Leben behindern und Leidensdruck erschaffen.
 

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