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Prostitution steht in Norwegen unter Strafe

  • Starter*in Starter*in EuFrank
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Entschuldige bitte,ich gehe immer von mir aus.Ich würde niemals die Würde eines anderen verletzen.


Hallo lizzy,

ich wüsste nicht, wofür Du Dich entschuldigen müsstest. Und selbstverständlich unterstelle ich, dass Du niemand bewusst in seiner Würde verletzt.

Und Justsmothie wer verrichtet deine Arbeit.Ein Geist oder dein Körper.

Beide:

Meine Finger qualmen über dem Keyboard, meine Augen tränen vor dem Bildschirm, und mein Geist muss ständig Entscheidungen treffen, Lösungen finden, etc.

Und was wäre,wenn dein Chef vor anderen sagen würde das du schlechte Arbeit leistest?

Das wäre ganz mieser Stil und handfester Anlass für ein ernstes Gespräch über die künftige Art unserer Zusammenarbeit.

Bei entsprechender Häufung und unter gewissen Umständen kann so ein Verhalten als Mobbing interpretiert werden. Mobbing verletzt in der Tat die Menschenwürde. Leider wird der Begriff heutzutage inflationär gebraucht. Was Mobbing ist und welche Handlungsweisen dafür charakteristisch sind, steht u.a. hier.

Zum Glück habe ich eine sehr nette Chefin, die sowas bisher noch nie getan hat. Sie beherrscht ihr Management-Handwerk so gut, dass sie solche Auftritte wie von Dir beschrieben gar nicht nötig hat.
 
Ich drücke mich mal etwas "knackiger" aus:

Eine Prostituierte ist für den Sexsüchtigen oder Sexabhängigen wie ein Glücksspielautomat für den Spielsüchtigen.
 
Genauso wäre es auch um bei Deinem Beispiel mit dem Anstreicher zu bleiben. Auch er würde sich verletzt fühlen, wenn er der Meinung ist, das er gute Arbeit geleistet hat.
Und die Prostituierte natürlich auch, da sie ja auch der Meinung ist, gute Arbeit geleistet zu haben.

Hallo lizzy,

der Anstreicher sieht sich vielleicht in seiner Berufsehre gekränkt. Aber in seiner ganz persönlichen Ehre muss er sich sicher nicht verletzt fühlen. Tut er es doch, ist er vielleicht ein wenig zu mimosig drauf, aber das ist ggfs. sein Problem, nicht das seiner - zu Recht (weil objektiv mess- und nachvollziehbar!) - unzufriedenen Kundschaft.

Bei der Prostituierten hingegen wird mehr als nur die Berufsehre verletzt. Eine Schadensersatzklage wegen Schlechtleistung beim Sex mit anschliessender - womöglich noch öffentlicher - Gerichtsverhandlung brächte intime Details ans Licht, die ausser ihr und dem Kläger niemand etwas angehen. Allein das kann schon sehr erniedrigend sein.

Aber sie würde auch in ihrer persönlichen Ehre (Du erinnerst Dich noch an den GG-Artikel?) verletzt, spätestens dann, wenn die Klageschrift Bezug auf konkrete körperliche, sexuelle oder gar emotionale Fehlfunktionen nehmen sollte.

Ehrlich gesagt, je weiter ich das zuende denke, desto mehr Ekel steigt in mir auf. Daher möchte ich das nicht länger vertiefen.

Ich bleibe dabei:

Die Reklamation beim Handwerker ist ein routinemässiger Geschäftsfall; die bei der Prostituierten hingegen verletzt das, was zumindest ich unter "Sitte und Anstand" verstehe. Das ganze Wesen der Prostitution tut es und deshalb lehne ich sie auch ab.

Was Sitte und Anstand ist, steht nirgends konkret geschrieben, sondern beruht letztlich auf einem entsprechenden gesellschaftlichen Konsens, bzw. einem allgemeinen Rechtsempfinden.

Die mittelalterlichen Vorstellungen, die es früher mal dazu gab, haben sich vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts besonders in der westlichen Hemisphäre sehr stark geändert, was ich ein gutes Stück weit begrüsse.

Ich stehe Aenderungen durchaus offen gegenüber. Aber ich behalte mir vor, die Geister der Zeit voneinander zu unterscheiden und nicht jedem begeistert zujubeln zu müssen.

Freiheit heisst nicht nur tun zu können, was man will, sondern es auch lassen zu dürfen.

Und ich lasse mir sicher nicht die Freiheit nehmen, meiner Meinung freien Ausdruck zu verleihen, dass ich Prostitution entwürdigend finde und dass sie mein ganz persönliches Gefühl von Sitte und Anstand verletzt, wenn ich damit konfrontiert werde.

Was zum Glück selten der Fall ist, denn ich pflege mich im Rotlichtmilieu nicht aufzuhalten. Insofern sehe ich das Ganze auch nicht allzu fanatisch, sondern kann damit leben, dass Deutschland eine andere Regelung hat als Norwegen.
 
Aber EuFrank mein Frage was du unter Liebe verstehst kannst du nicht beantworten.Konnte mein Mann auch nicht.Ist schon eine sehr schwierige Frage.
Ich finde es schon etwas merkwürdig, dass Du mich danach fragst, was Liebe ist. Das weiß doch eigentlich jeder. Ich bin ehrlich gesagt etwas verärgert über Deine diesbezüglichen Beiträge. Ich glaube, Du willst mich auf den Arm nehmen etc. Demnächst fragst Du mich noch danach, was ein Tisch ist oder was man unter "Sommer" versteht. Im Übrigen habe ich auf Deine Frage nach der Liebe bereits geantwortet. Liebe besteht im wesentlichen aus Achtung.

Es gibt einige wenige Menschen, die wirklich nicht wissen, was Liebe ist, zB aufgrund einer schlimmen Biographie. Aber ich darf wohl davon ausgehen, dass Du nicht zu dieser bedauernswerten Gruppe gehörst, oder?
 
Sollen Kinderpornographie und Alkohol am Steuer erlaubt werden, weil sie ansonsten "viel perverser" werden? Schauen wir "nicht mehr hin", wenn wir Kinderpornographie verbieten?


Moralisch hast Du völlig Recht. Der Vergleich Prostitution - Kinder pornografie hinkt aber. Wenn wir von "freiwilliger" Prostitution ausgehen, also nicht von Menschenhandel und gezwungenen Frauen, was ja eh schon verboten ist, entscheidet sich eine Frau aus eigenem Willen. Bei der Kinderpornografie ist das Kind hilfloses Opfer ohne Entscheidung, und es steht unter besonderem Schutz, unter dem ein Erwachsener nicht steht.

Natürlich ist "freiwillige" Prostitution nicht wirklich freiwillig, sondern meist durch die Lebensumstände erzwungen. Aber obdachlos sein, für € 3,50 arbeiten, arbeitslos sein, im Job schickaniert werden ist ja auch nicht freiwillig, sondern durch die Umstände erzwungen.

Soll man etwas erlauben, von deren Schädlichkeit man überzeugt ist?

Das ist jetzt interessant und wirft viele Fragen auf. Wer ist von der Schädlichkeit überzeugt und wie hoch ist die Schädlichkeit? Oder meintest Du Schändlichkeit? Ist es besser für die Frau, die sich zur P. entschieden hat, Spargel zu stechen im Sommer, im Winter putzen, und sich den Rücken kaputt zu machen? Darf sie selbst das entscheiden oder sollen es andere? Oder ist die Schändlichkeit einer Gesellschaft, die P. gestattet schon Zeichen des sittlichen Zerfalls?

Oder wäre die Frage nicht treffender: Ist die Schändlichkeit einer Gesellschaft, die Menschen zur Prostitution treibt, statt sie sozial aufzufangen, nicht Zeichen des sittlichen und kulturellen Zerfalls?

Also nicht die Frage nachGe- oder Verbot von Prostitution, vielmehr die Frage nach dem Zustand der Gesellschaft.

Oje, ich weiß, hört sich sehr philosophisch an. Aber der Kern ist ja wirklich die Frage: Darf eine Frau sich selbst zur P. entscheiden oder soll die Gesellschaft es verbieten? Löst sie damit das Problem?

Tut mir leid, das das jetzt so komplex wurde, aber ich finde hinter dem anscheinend simplen Thema steckt ein heikler Rattenschwanz tiefgründiger gesellschaftlicher Probleme. Und noch mal: Durch Verbot verschwindet Prostitution nicht, wenn die Gesellschaft Bedingungen erzeugt, die Menschen dazu treiben. Sie ist nur nicht mehr offiziell. Dann wird halt für ein "Geschenk" jemand "nett sein".

Um Missverständnissen vorzubeugen. Ich bin nicht für Prostitution, denke aber, dass sie nicht verschwindet, wenn man sie verbietet.
Eine hübsche Frau aus Ostpolen oder meinetwegen Russland, die rüberkommt und in 1-2 Monaten soviel verdient wie in 5 Jahren Feldarbeit, wird trotzdem kommen. Dann halt nicht "offiziell" sondern über Schlepper und illegal. Was ist damit gewonnen?

Und glaubst Du im Ernst, das in Amerika oder in Norwegen/Schweden keine Prostitution existiert bzw. durch Vebot weniger Prostitution? Ich kann mir das nicht vorstellen. Hast Du da Fakten?
 
Ich drücke mich mal etwas "knackiger" aus:

Eine Prostituierte ist für den Sexsüchtigen oder Sexabhängigen wie ein Glücksspielautomat für den Spielsüchtigen.

Gut dann ist ein Kaufladen, dasselbe für den Kaufsüchtigen.

Sollen wir dann das alles verbieten?

Wenn wir alles verbieten , was für die Mehrheit gut , aber für wenige schlecht ist.

Dann bliebe nicht mehr viel von unserem Leben übrig.

Prostitution ist, wenn es freiwillig ist von beiden Seiten, ein schlichter Handel. Sex gegen Geld. Und zwar offiziell.

Und es gibt es auch inoffiziell Sex gegen besseren JOb, Sex gegen Liebesbeweise, Sex gegen Kündigungsängste, Sex um die eigenen Wünsche durchzusetzen usw. usw.

Die Liste liese sich endlos fortsetzen.

Und das alles ist nicht zu verbieten. Ganz einfach weil ein Verbot nichts an der Existenz ändern würde.

Das gab es schon immer und wird es immer geben.
 
Für Prostitution gehören aber auch immer zwei dazu


Einer der es tut und einer der es zulässt ! 😱
 
Hallo "Kleiner Floh"!

Und noch mal: Durch Verbot verschwindet Prostitution nicht, wenn die Gesellschaft Bedingungen erzeugt, die Menschen dazu treiben. Sie ist nur nicht mehr offiziell. Dann wird halt für ein "Geschenk" jemand "nett sein".
Nein, ein Verbot erreicht noch nichts. Man muss natürlich auch Massnahmen gegen die Prostitution ergreifen. In Norwegen ist dies glaubich eine Geldstrafe oder sogar ein halbes Jahr Gefängnis. Meines Erachtens wirkt das durchaus. Sicher erreicht man dadurch noch kein 100%iges prostitutionsfreies Land für immer. Aber nichts unternehmen wäre ganz falsch.

Eine hübsche Frau aus Ostpolen oder meinetwegen Russland, die rüberkommt und in 1-2 Monaten soviel verdient wie in 5 Jahren Feldarbeit, wird trotzdem kommen. Dann halt nicht "offiziell" sondern über Schlepper und illegal. Was ist damit gewonnen?
Wenn sie kommt, kommt sie nicht offiziell. Das finde ich ganz wichtig. Damit wird klar signalisiert, dass sie nicht kommen soll. Wenn offiziell käme, würde man sie dulden. Zwischen Verbot und Duldung besteht ein fast gegensätzlicher Unterschied!

Und glaubst Du im Ernst, das in Amerika oder in Norwegen/Schweden keine Prostitution existiert bzw. durch Vebot weniger Prostitution? Ich kann mir das nicht vorstellen. Hast Du da Fakten?
Nach dem, was ich gelesen habe, scheint das Verbot in Norwegen und Schweden wirklich zu wirken. Ich glaube, dass dazu auch etwas in dem Link über Schweden stand, den ich im Rahmen dieses Threads bereits überliefert hatte. Die Lage in den USA kenne ich nicht. Ist dort die Prostitution verboten?
 
Die Lage in den USA kenne ich nicht. Ist dort die Prostitution verboten?[/SIZE]

In den meisten Bundesstaaten.

Könnte man aber nicht das Gesetz umgehen, in dem man in Bordelle nicht einfach in jedes Zimmer eine Kamera einsetzt? Beide, die Prostituierte und der Freier, würden dann unterschreiben, dass sie sich filmen lassen. Damit wäre es rechtlich gesehen ein Porno und diese sind nicht verboten.

Die Filme könnte man hinterher sicher vernichten.

Schade, dass ich nicht in den USA wohne. Gute Geschäftsidee!
(Falls es das nicht schon gibt)
 
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