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Promotion abbrechen?

mal als jemand, der das Ding schon fertig hat...
ist es nicht eher so,
dass du die 5 Jahre nicht soooo genutzt hast, wie du hättest können?
ich mein´, was macht man denn so lange.....
Empirie max. 1,5 Jahre, mit Wiederholung etc.,
Schreiben: 200 Seiten `= 1 Jahr,,,,?

worauf ich hinaus will:

ALLE Promotionen werden abgebrochen,
wirklich alle, denn es ging ja theoretisch und oft empirisch ja immer weiter...
man muss nur wissen, wann man so abbricht, dass am Schluss was Vorzeigbares heraus kommt.

mach einen konkreten Plan, was du noch vorweisen kannst und geh dann zum DV.......
dass der dich umsonst schuften lassen will, ist doch klar....

kannst du nicht aus der Forschungsgruppe raus, arbeiten und extern promovieren?
 
Ich habe bereits im Dezember die Medical Klasse 1 Untersuchung gemacht und ich habe nicht verschwiegen, dass ich psychische Probleme hatte. Der Arzt hat gesagt, da das bei mir einen absolut nachvollziehbaren Grund hatte (Tod des Vaters), ist das kein Thema. Ich muss nur nachweisen, dass ich keine Psychopharmaka mehr nehme. Medical Klasse 2 habe ich ja bereits seit 17Jahren. Ich bin ja aktuell auch wieder psychisch stabil und habe kaum mehr Probleme, außer es geht um meine Promotion.
Nicht böse sein, ich glaube dir gerne dass du Pilot werden kannst indem du nachweisen kannst ohne Psychopharmaka "stabil" zu sein (körperliche Fitness, T1 ist klar). Und würde auch gerne unter deiner Steuerung fliegen. Soweit ich weiss fliegen alle größeren Maschinen - es sei denn es handelt sich um Kampfflugkörper - momentan oder zumindest in absehbarer Zeit unter Normalbedingungen sowieso nahezu automatisch. Also an deiner Stelle würde ich mich daher um die Promotion lieber kümmern als um "eine Maschine bedienen zu können" ;-) just my #2cents
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab eben auch meiner Mutter eröffnet, dass ich die Promotion womöglich abbrechen möchte und sie ist überhaupt nicht begeistert. Das ist auch wirklich schwer für mich, weil ich quasi meinem Vater am Sterbebett versprochen habe, dass ich das durchziehe und "meine Sachen" mache. Meine ganz Familie hat überall rumerzählt, dass sie bald einen Doktor im Haus haben...ich fühle mich da einfach noch 10 Mal mehr als Versager.
Dann zieh durch.
 
Ich hab eben auch meiner Mutter eröffnet, dass ich die Promotion womöglich abbrechen möchte und sie ist überhaupt nicht begeistert. Das ist auch wirklich schwer für mich, weil ich quasi meinem Vater am Sterbebett versprochen habe, dass ich das durchziehe und "meine Sachen" mache. Meine ganz Familie hat überall rumerzählt, dass sie bald einen Doktor im Haus haben...ich fühle mich da einfach noch 10 Mal mehr als Versager.

Ja, das ist verständlich. Auch dass Du Dich erst einmal als Versager fühlst. Aber meiner Meinung nach kannst Du das Versprechen, dass Du Deinem Vater gegeben hast so auch gar nicht einlösen. Schließlich geht es zum einen ums Durchziehen und zum anderen um "Deine Sachen". Und Deine Sache wäre ,so wie ich Dich verstanden habe, eben nicht das Durchziehen, sondern die Ausbildung. Und wenn Deine Familien Dich lieb hat, dann wird sie froh sein, wenn DU glücklich bist. Schließlich ist es Dein Leben, um das es geht, und nicht das Deiner Familie. Es ist schon klar, dass sie stolz wären bzw. jetzt schon sind. Aber wer mit ungelegten Eiern handelt, muss halt schonmal zurückrudern. Das ist aber nicht Dein Problem, sondern das Problem derer, die mit den Eiern gehandelt haben.

Wie schon erwähnt: Ich würde mich auf jeden Fall krank schreiben lassen. Die Doktorarbeit wirst Du so kaum fertig bekommen. Und dann überleg Dir halt gut, ob Du als Pilot wirklich geeignet bist. Kann ja sein, dass Du das bist, aber sei ehrlich zu Dir. Schließlich hast Du dann eine große Verantwortung.
 
Der einzige, vor dem du dich für deine Entscheidungen rechtfertigen musst, bist du selber. Deine Familie lebt nicht schlechter, wenn du nicht promovierst. Sie lernen dann höchstens, dass sie zukünftig keine ungebackenen Brötchen verkaufen sollten. Mach dir ihre Probleme nicht zu eigen, sondern verfolge deinen Weg weiter, um wieder glücklich zu werden.

Durch das Gedankenwälzen vergeudest du kostbare Lebenszeit. Daher ist wichtig, dass du aus dem Hadermodus herauskommst und endlich wieder ans Handeln. Wofür auch immer du dich entscheidest, das solltest du dann auch konsequent verfolgen und nach außen vertreten, dass du damit mit dir im Reinen bist. Diskussionen dazu würde ich kategorisch nicht führen, die würden dich nur wieder zurückwerfen.

Wie stehen denn deine Chancen im Hinblick auf den Piloten? Sollte das klar und erfolgswahrscheinlich sein, würde ich wohl einen Strich unter die NaWi- Historie setzen. Gefühlsmäßig dürfte sich das wie gesprengte Ketten anfühlen und wieder frei durchatmen zu können. Den sehr guten Studienabschluss kann dir ohnehin niemand mehr nehmen - der bleibt dir als Backing.

Auch wenn du deinem Vater das Versprechen abgegeben hast: Das Sterbebett ist eine Ausnahmesituation. Wie stark deine Leidenssituation ist, wie groß die Probleme, das konntest du da nicht klar absehen. Dein Vater würde nur wollen, dass du glücklich bist. Das ist auch eigentlich das, was mit "deinem Ding" gemeint ist. Vielleicht liest du auch mal diesen Artikel, in dem der Konflikt, in dem man zu stecken meint, gut beschrieben ist - aber eben auch, wie man damit konstruktiv umgehen kann, ohne sich schlecht zu fühlen: https://www.aussicht.online/artikel/das-versprechen-am-sterbebett
 
Wie schon erwähnt: Ich würde mich auf jeden Fall krank schreiben lassen.
das funktioniert an der Uni so nicht.
Es ist egal, ob er sich krank geschrieben hat oder nicht, es wird von ihm trotzdem Leistung erwartet werden, zumindest bei der Doktorarbeit.
Ob er an der Uni eine richtige Stelle hat, wissen wir nicht.


Den Luxus "ich schreibe mich krank und dann hat mein Chef keine Ansprüche an mich" -
das gibt es in dem Job einfach nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
esagt schon einen sehr guten Masterabschluss (1,2) und einige Jahre Berufserfahrung durch meine Promotion. Ich will einfach nicht mehr und kann auch nicht mehr. Es macht mich fertig. Aber es ist einfach gar nicht meine Art alles hinzuwerfen und zu gehen. Auf der anderen Seite bin ich total glücklich, wenn ich an die Alternative denke, aber es ist riskant, ich bin mit 35 Jahren auch recht spät dran, es kostet viel Geld und ich habe auch keine Jobgarantie danach.

es ist vollkommen normal, dass man im >Laufe des Lebens mal den Job wechselt.

Fragen:
- du hast ein Stipendium und keine Stelle an der Uni?
Du schreibst "dein Chef", aber bist deu denn bei ihm angestellt oder ist das nur dein DV?
- das mit dem Pilot klappt ja nun nicht, was wäre nun dein nächster Schritt beruflich?
Denn an die Uni kannst du ja nicht (mehr) also das scheidet aus.

Du musst dir eh nun einen Job suchen, denn die Promotion ist ja nicht berufserschließend,
was wäre denn das?

wenn du dir nun eh einen ganz anderen Job suchen musst,
würde ich die Promotion extern machen und zwar dann, wenn DU dazu bereit bist.

finde einen neuen Job und da einen Rhythmus; nimm dir einen Tag die Woche, an dem du an der Arbeit schreibst und gib ab, wenn du denkst, dass es passt. Eine Promotion ist auch nicht mehr, als ein großes Projekt,
welches du in einem Unternehmen als Sachbearbeiter oder von mir aus Gruppenleiter betreuen würdest,
Das ist echt kein Hexenwerk, keine Angst vor "DOKTORarbeit".
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei allen Promovierten, die ich kenne, hat sich wegen der grausigen Bedingungen gerade zum Schluss alles gegen die Promotion gewehrt. Dass Doktormutter/ -Vater nochmal ein Paper will, du nie einen Termin bekommst und dich fühlst wie die unwichtigste Wurst, ist leider absolut üblich. Was Einigen zum Abschluss hilft, ist die innere Einstellung "Drecks Uni-System. Von euch lasse ich mir den Abschluss der Promotion nicht nehmen." Die verbleibenden Vorträge und Papers machst du dann mit einer Art Scheiß-Egal Haltung. Musst selbst am besten wissen, ob du dich im Nachhinein ärgern wirst, wenn du hingeworfen hast. LG
 

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