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Probleme mit meiner Mutter machen mich krank (Achtung lang)

Sophya

Neues Mitglied
Hallo liebe Leute,
ich wende mich nun an euch weil ich wirklich nichtmehr weiter weiß.
Das hier wird jetzt eine längere Geschichte, wer soviel Geduld hat sie durchzulesen dem danke ich schonmal im Voraus.

Ich bin 26 Jahre alt und verheiratet. Ich habe seit ca. 5 Jahren schwere Depressionen und verschanze mich oft in meiner Wohnung weil ich mich einfach hier am wohlsten fühle. Z.Zt. kann ich auch keiner Arbeit nachgehen (bin vom Arbeitsamt arbeitsunfähig geschrieben). So viel erstmal zu mir.

Jetzt zu dem eigentlichen Thema. Es geht um meine Mutter und meine Beziehung zu ihr.

Als meine Eltern sich haben scheiden lassen war ich 11 Jahre alt. Mein Vater hat meine Mutter wirklich scheiße behandelt, ist ihr mehrmals fremd gegangen etc. das typische Ehedrama eben.
Ich bin mit meiner Mutter gegangen weil ich von klein auf immer ein Mutterkind war. Wir waren sozusagen unzertrennlich und das war auch so bis ich ca. 18 Jahre alt war. Ab da gings so ein wenig abwärts ..ich habe viel Scheiße gebaut, eben das was man als junger Mensch macht (also nichts illegales oder Dinge die mit Polizei oder so zu tun hätten). Das hat sich so zugespitzt das wir gegen Ende nicht mehr richtig miteinander reden konnten und sie mir an einem Abend an den Hals gegangen ist und mich gegen die Wand gedrückt und geohrfeigt hat.

Von da an war klar das wir nicht weiter zusammen wohnen konnten, ich bin dann also ausgezogen. Ich bin sie immer einmal die Woche besuchen gegangen ...manchmal nur alle zwei Wochen. Das hatte nichts mit meiner Mutter zu tun, ich liebe sie über alles und es gibt kein Tag an dem ich mir keine Sorgen um sie mache, das liegt einfach daran das ich mich oftmals nicht aufraffen konnte meine Wohnung zu verlassen.
Jedenfalls war das damals schon immer ein Thema das sie gestört hat und das sie mir andauernd vorgeworfen hat.

Ich bin dann vor zwei Jahren in das gleiche Haus gezogen in dem sie auch wohnt, sie wohnt 2 Stockwerke über mir.
Auch hier bin ich sie schon immer nur maximal einmal die Woche besuchen gegangen. Was soll ich dazu sagen? das lag nicht an ihr oder der Zuneigung zu ihr, ich kann und mag halt einfach nicht öfter aus meiner Wohnung.

Jedenfalls ist es so das ich mich seit Jahren verantwortlich für sie fühle, ich könnte regelrecht losheulen wenn ich daran denke was für ein schlechtes Leben sie hatte und wie sie heute vom Arbeitsmarkt, vom Arbeitsamt behandelt wird. Ich mache alles um ihr das zu erleichtern, ich kann zwar nicht mit unglaublicher Zuneigung oder ständigen Besuchen dienen aber ich habe mir z.B. ein altes Auto gekauft damit u,a. sie jedes WE zur Arbeit fahren kann.
Ich habe ihr eine Waschmaschine geleast als ihre kaputt war und bezahle die monatlichen Raten bis heute. Ich habe ihr als ich einen Unfall hatte und aus meiner Versicherung mehrere tausend Euro bekommen habe die Hälfte gegeben, ich begleite sie zum Arbeitsamt wenn sie dort hin muss weil sie totale Panik davor hat obwohl ich auch totale Panik vor Ämtern habe ihre Unterlagen und Formulare dafür mache ich auch.
Als sie von ihrer letzten Arbeitstelle gekündigt wurde habe ich dann die Telefonate mit der Arbeitsstelle übernommen weil diese das Geld nicht losgeschickt haben. Letztens ist ihr Bildschirm vom PC ausgefallen ich habe mich am gleichen Tag hingesetzt und über ebay Kleinanzeigen einen neuen Bildschirm besorgt, die Fernbedienung ihres TV's ist kaputt gegangen da habe ich ihr sofort eine neue besorgt und den ganzen Tag probiert diese einzuprogrammieren...als ihr Konto im Minus war habe ich ihr regelmäßig Geld gegeben damit ist es ausgleichen konnte obwohl ich selbst kaum Geld habe. Ich könnte die Liste endlos weiter aufzählen.

Naja morgen wäre wieder ein Termin beim Arbeitsamt gewesen und ich habe ihr natürlich gesagt das ich selbstverständlich mit gehe.

Jetzt war sie eben da und wir sind in einen riesen Streit ausgebrochen.

Dazu muss ich nochmal kurz ausholen. Ich habe eine 11 Jahre ältere Schwester, diese war seitdem ich denken kann ein alter Raffzahn, meine Schwester und meine Mutter haben Jahrelang immer wieder Stress gehabt weil meine Schwester ein unglaublich anstrengender und egozentrischer Mensch ist. Sie war auch bis zum Juni diesem Jahres unglücklich verheiratet hat dann einen neuen Mann kennengelernt den sie vor einem Monat geheiratet hat und durch diese Beziehung hat sie sich positiv verändert ..mit meiner Mutter versteht sie sich super ..aufeinmal.

Seitdem ist meine Schwester das non-plus-ultra an Tochter. Obwohl sie sich schön aus dem Staub gemacht hat, sie hat vorher 15 Minuten von hier gewohnt und wohnt jetzt über 2 Stunden von hier entfernt und hat sich super aus der Affäre gezogen, sie meinte ja zu mir schon in ihrem Leben wäre kein Platz für diese Art Probleme (bezogen auf meine Mutter). Sie ruft auch immer nur bei meiner Mutter an um ihr von ihren Problemen zu erzählen, das hat meine Mutter mir schon öfter gesagt und sich auch drüber aufgeregt ..aber naja es ist jetzt trotzdem die Lieblingstocher oder so.

Jedenfalls habe ich mit ihr über meine Schwester geredet und sie meinte ich hätte ja noch immer die gleiche engstirnige Meinung über meine Schwester und ich würde mich ja sowieso total abgrenzen von allen und sie hätte ja Jahre lang mit meiner Schwester Stress gehabt und jetzt würde ich ihr ständig einen Drücken wollen. Als ich dann gefragt habe was ich ihr drücke hatte sie keine Antwort. Ich meinte dann zu ihr das sie ja auch ruhig hier zu mir mich besuchen kommen könnte sie geht ja jeden Tag an meiner Wohnungstür vorbei wieso der Besuch immer von mir ausgehen müsse schließlich wäre sie jederzeit Willkommen da wurde sie dann auch immer wütender und letztendlich hat sie mir dann vorgeworfen das ich ja nur mit mir selbst beschäftigt wäre und mich nur für mich selbst interessieren würde, darauf hin bin ich total in Tränen ausgebrochen und aus dem Zimmer ...sie ist dann in ihre Wohnung.

Ich weis nicht was ich machen soll, ich bin so verzweifelt. Mit normalen Diskussionen kommt man bei ihr nicht weit weil sie in einer Diskussion einfach nicht sachlich bleibt und ich habe ehrlich gesagt langsam keine Lust und Kraft mehr mich weitere Jahre für sie verantwortlich zu fühlen, vor allem nicht wenn mir sowas gesagt wird wie "du interessierst dich sowieso nur für dich selbst". Meine Therapeuten sagten schon ich solle den Kontakt abbrechen weil mir das einfach nicht gut tut aber das bringe ich nicht übers Herz... ich kann mich aber auch nicht ständig schlecht fühlen wegen ihr und ständig Tränen deswegen vergießen.

Weil mein Mann und ich sowieso in eine andere Stadt ziehen möchten nächstes Jahr (weswegen ich mich ja auch schon schlecht gefühlt habe weil ich sie ja dann alleine hier lasse) denke ich mir jetzt das ich hier aus der Wohnung so schnell wie möglich raus muss wegen der Sache.. das ganze macht mich einfach richtig krank ...hmm.

Daher schreibe ich nun hier, kann mir jemand einen Tipp geben wie ich damit umgehen soll?
Was soll ich nur tun?
Vielen lieben Dank fürs lesen auch wenn es ein übelst langer Text war...

Liebe Grüße
Sophya
 

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mariechenkäfer

Aktives Mitglied
Zieh mit deinem Mann weg, in die andere Stadt, kümmere dich um dich, und lass deine schwester in ruhe! Du kannst ihr doch nicht vorwerfen, dass du dich für deine mutter aufgibst?! und wie du selbst merkst, gedankt wird es wenig, weil auch die andere seite mit einem schlechten gewissen zu kämpfen hat.
also, lebe endlich dein leben!!!!
 

Sophya

Neues Mitglied
Hallo

und danke für deine Antwort.
Naja vorgeworfen habe ich ihr nichts. Sie hat mir das Gespräch ja von sich aus mir aufgedrückt.

Aber du hast an sich recht. Wenn da nicht diese dummen Schuldgefühle wären, wenn diese eben nicht wären dann wäre alles ganz leicht.

Aber ob nun Schuldgefühle da sind oder nicht der Umzug steht fest ob nun früher oder erst in einem Jahr und daran lässt sich nichts ändern.
 

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