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Problem mit Therapeuten

loushadow

Neues Mitglied
Hallo Leute. Ich w (26) habe ein großes Problem mit meinem Therapeuten. Ich ging vor zwei Jahren erstmals wegen einer PTBS zu ihm. Es fiel mir schwierig Vertrauen zu ihm aufzubauen, doch mit der Zeit wurde unsere Beziehung immer besser und ich konnte mich allmählich öffnen. Er hat mir wirklich sehr dabei geholfen Symptome wie Dissoziationen, Flashbacks, Tiefs wie auch Beziehungsprobleme und verrückte Positionen und Ansichten in den Griff zu bekommen. Dafüe bin ich ihm sehr dankbar und auch halte ich ihn für kompetent. Meine Probleme rührten aus einer sexuellen Gewalterfahrung in der Jugend. Als ich Vertrauen gefasst habe, schrieb ich ihm einen Teil davon per Brief. Er weiss also in etwa was war, aber darpber gesprochen haben wir nie.

Zuersr hatte ich große Furcht und habe blockiert...das erste mal als ich über meinen Schatten sprang blockierte jedoch er (zu meiner Verwunderung). Ich überlegte ob dies möglicherweise der Fall war, weil die Hälfte der Zeit rum war und machte mir nicht weiter Gedanken....etwa vier Monate später kam wieder ein Moment in mir, in dem ich gerne sprechen wollte. Es gab eine konkrete Situation die einen Flashback ausgelöst hatte und Details offenbarte die mich quälten. Ich versuchte es wieder mit allem Mut und aller Kraft und rr unterbrach mich mit "es ist nicht so wichtig- die Details sind egal. Lass uns drüber reden wie du mit so einer Situation umgehen könntest" und wieder ging es um eine abstrakte Gebrauchanweisung wie ich mich konditionieren kann um möglichst gut zu funktionieren. Es ist eine Verhaltenstherapie und der Ansatz an sich wundert mich nicht- auch ich bin eher Praxisorientiert und so ging das Ganze bisher auch sehr rational Hand in Hand und bergauf.

Nun bin ich jedoch an einen Punkt gelangt an dem ich Merke der Kopf ist klar, aber das Gefühl hinkt. Das Gefühl hat sich einfach noch nie entladen. Es kommt mir auch immer verbotener vor. Auch das sprach ich an und seine Antwort darauf war, man kann die Gefühle nicht ändern und deswegen sind sie auch nicht so wichtig. Klingt es blöd oder verdreht wenn ich den Verdacht äußere dass er abblockt weil er selbst Angst davor hat? Vermutlich hat er schon viele schlimme Dinge gehört, aber seine Reaktion beim Brief lesen (Tränen, Schlucken, Wut, Agression- 30 Minuten Monolog in meine Richtung) machten damals schon einen eher überforderten Eindruck. Und da ging es nur um das Geschehen- nicht um meine damit verknüpften Gedanken und Gefühle. Natürlich spielte ich mit dem Gedanken den Therapeuten zu wechseln- vielleicht sogar eine Therapeutin aufzusuchen aber ich habe sehr lange an dieser Beziehung gearbeitet bis sie so war wie sie ist und würde ungerne alles hinwerfen und bei 0 starten. Hattet ihr mal eine ähnliche Situation? Denkt ihr vielleicht dass es wirklich so ist wie er sagt und die Gefühle einfach vergessen werden sollten/geschluckt und sie mit der Zeit von selbst verschwinden?

Liebe Grüße,
Medea
 
Meiner Meinung nach geht das gar nicht, was er da gesagt hat. Natürlich ist das Gefühl veränderbar. Ich kann auch deine Argumentation, dass es sich langsam "verboten" anfühlt, gefühlsmäßig darauf zu reagieren, absolut nachvollziehen.

Du solltest wohl tatsächlich noch einen anderen Therapeuten suchen. Dass das mit Anstrengung für dich verbunden ist, verstehe ich allerdings auch. Blöde Situation. Tut mir leid.

Ich persönlich würde den Therapeuten zunächst direkt darauf ansprechen, dass ich seine Reaktion nicht hilfreich finde.
 

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