Das ganze ist eine sehr zwiespältige Sache.
Auf der einen Seite kann ein Mitarbeiter nur gut arbeiten, wenn es ihm psychisch und physisch gut geht, also auch entsprechend entspannt ist. Mensch kann nicht 8-10 h am Tag nur an Arbeit denken. Das entspricht nicht seiner Natur. Kurze Entspannungsphasen zwischendurch braucht Körper und Seele. Das haben die deutschen Sturköpfe aber bis heute nicht begriffen, im Gegenteil.
Auf der anderen Seite kann ich aber auch viele Firmen verstehen, denn die kurzen Entspannungsphasen (oder mal eine private Mail nach Haus, ob alles ok ist, oder ob die Kinder ok sind, oder falls mal was wichtiges sein sollte...) oder einfach mal 10 Min. ausspannen beim Surfen, wurde von vielen Arbeitnehmern radikal ausgenutzt. Das ist leider auch typisch Deutsch. Alles was man "umsonst" bekommt, sofort bis zum Abwinken einstecken. Egal ob nötig oder nicht. Geiz ist halt geil, nicht wahr?
Es sind beide Seiten schuld. Die deutschen Arbeitgeber sind sowas von unflexibel, dass sie sich ihre Mitarbeiter vergrausen und diese nur noch ausnutzen. Besonders die großen Firmen. Da kommt Unfrieden auf, vor allem, wenn der Otto-Normal-Arbeiter hört, dass sich die hohen Herren mal wieder etwas mehr in die eigene Tasche gestopft haben und gleichzeitig hunderte (oder tausende) Leute entlassen werden.
Aber ich gehe zu weit... das führt schon hart in die Wirtschaftspolitik, die in Deutschland viel Nachholbedarf hat, wenn wir die nächsten 20 Jahre wirtschaftlich überleben wollten.
Gruß
Bob