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Primärarztsystem - Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?!

Ein Problem, das daraus resultiert, dass Hausärzte keine neuen Patienten mehr annehmen. An meinem (neuen) Wohnort hatte ich 3 Absagen von Hausärzten und beim 4. habe ich 3 Monate auf einen Termin gewartet. Wohlgemerkt Hausarzt, nicht Facharzt.
Da sehe ich auch ein großes Problem: wer keinen Hausarzt hat, weil er keinen findet, der hat auch keinen Zugang zu den Fachärzten. Denn der Hausarzt wird anscheinend das alleinige Zugangsportal für alle weiteren medizinischen Behandlungen, und wenn man das nicht hat, ist man komplett ausgeschlossen. Zumindest klingt das momentan für mich so.

Ich denke, da wird man früher oder später nachbessern müssen, weil man sowas gar nicht auf dem Schirm hat. Die Politiker scheinen gar nicht in Erwägung zu ziehen, dass jemand keinen Hausarzt haben könnte.
 
Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass wir schon überreguliert sind.
Der Vorstoß der Ministerin ist eine weitere Regulierung.
Wenn man sieht, was alles bei den Fachärzten aufschlägt, kann man aber schon verstehen, dass da etwas geändert werden soll.
Allerdings verschiebt man aus meiner Sicht dabei ein Problem lediglich an einen anderen Ort.

Unsere medizinische Versorgung ist dank des Totalversagens der Politik eine Katastrophe.
So wie es aussieht ist keine Besserung in Sicht.
Es ist nun mal einfacher, einen großen Wirbel ohne einen messbaren Erfolg zu veranstalten, als das Gesundheitssystem und die medizinische Versorgung auf einen guten Weg zu bringen.

Übrigens hole ich mir, abgesehen von Augen- und Zahnarzt, immer eine Überweisung vom Hausarzt, ich möchte, dass er in alle Vorgänge involviert ist.
 
Dazu kommt, dass der Hausarzt wirklich oft wie ein unnötiger Flaschenhals werden könnte, den man zwangsweise vorher konsultieren muss, nur um den nötigen Zettel abzuholen. Denn wozu brauche ich einen Hausarzt, wenn ich ein eindeutiges medizinisches (z.B. orthopädisches) Problem habe.

Aus meiner Sicht wird es wahrscheinlich in erster Linie ein zusätzliches bürokratisches Hindernis werden, das überwiegend Verwaltungsaufwand und zusätzliche Arztbesuche generiert.
 
Ich finde es auch schwierig.
Ich verstehe natürlich den Gedanken dahinter: Man will das Ärztehopping verhindern, gerade von Menschen, die etwas hypochondrisch unterwegs sind und deshalb von einem Arzt zum anderen rennen.

Ich gehe so selten wie möglich zum Arzt.
Mein Hausarzt ist in einer anderen Stadt, hat wenig Sprechstunden, da er nur noch verkürzt arbeitet.
Für mich wäre es total unpraktisch und mit Aufwand verbunden, wenn ich jedes Mal eine Überweisung bräuchte.
Zuerst in die Stadt zum Hausarzt, anschließend Termin für Facharzt ausmachen und dann in die nächste fahren, um dann beim Facharzt den Termin wahrzunehmen.
Und mittlerweile haben sehr viele das gleiche Problem.
Weil auch hier die meisten Hausärzte keine Patienten mehr aufnehmen.

Wenn man nicht berufstätig ist, mag das zeitlich kein so großes Problem darstellen, für alle anderen ist das aber sehr nervig.
 
obwohl sie selbst einschätzen können, dass da irgendwas verstaucht oder angeknackst ist
Nein, das können die Menschen eben nicht! Woher auch.....haben kein medizinisches und anatomischen Wissen wie ein Arzt und auch keine Röntgenaugen.
Es ist heutzutage auch total out erstmal etwas abzuwarten - diese 3-Tage-Regel - kennt ihr die noch von früher?
Nein, heute wird sofort Google befragt und schon verstopft man wegen einer popeligen Verspannung die Praxis von Orthopäde 1, dann Orthopäde 2 und danach noch vom Neurologen, weil man nicht einverstanden war, dass Orthopäde 1 "nur" Rotlicht empfohlen hat.

Das machen täglich tausende Menschen! Wir in DE sind nicht umsonst auf der Liste der häufigen Arztgänger ganz oben.
 
Ein Problem, das daraus resultiert, dass Hausärzte keine neuen Patienten mehr annehmen. An meinem (neuen) Wohnort hatte ich 3 Absagen von Hausärzten und beim 4. habe ich 3 Monate auf einen Termin gewartet. Wohlgemerkt Hausarzt, nicht Facharzt.

Viele, die das gleiche Problem haben, fahren bis zu 70 km, weil sie nur dort einen Hausarzt fanden, der noch Patienten annimmt.

Besonders für alte und gehandicapte Menschen ist es eine Zumutung, ihren entfernten Hausarzt aufsuchen zu müssen, um sich eine Überweisung für den Orthopäden ausstellen zu lassen, obwohl sie selbst einschätzen können, dass da irgendwas verstaucht oder angeknackst ist oder sich ein erneuter Bandscheibenvorfall bemerkbar macht etc.pp. und ein Facharzt nötig ist. Vom Orthopäden geht's dann per Weiterüberweisung in die Radiologie, die auch wieder Wartezeiten von 3-4 Monaten haben.

Bis Patienten adäquat behandelt werden, bedarf es weite Strecken zu bewältigen, viel Zeit und noch mehr Geduld zu haben.

Die Sorge, dass Kranke aus diesen Gründen Arztbesuche vermeiden oder bis gar nichts mehr geht hinauszögern, oder erst gar keinen Hausarzt wegen Überlastung finden hat Frau Warken wohl nicht bedacht.
Unser einziger HNO in der Stadt ist der Meinung, dass das genannte Modell schon besser wäre und die Überlastung der Fachärzte abnehmen würde, wenn nicht jeder selbstständig, wegen jedem Pups, zum Facharzt ginge.
 
Das System gibt es doch jetzt schon. Nur freiwllig. Ich mache das jetzt schon seit über einem Jahr so und kann nichts Nachteiliges dazu sagen.
Wenn ich wegen bekannter Diagnosen/Beschwerden eine Überweisung zum Facharzt benötige, dann brauche ich auch nicht direkt zum Arzt rein, das stellen die Mitarbeiter aus.
Und bei unbekannten Beschwerden gehe ich dann erst zum Hausarzt. Ich finde das gut.
 
Facharzttermine z.B. beim Lungenfacharzt oder Kardiologen erfordern auch jetzt bereits eine Überweisung vom Hausarzt.
In Anbetracht der Tatsache, dass man z.B. beim Neurologen z.T. abgelehnt, auf die Notaufnahme und 116117 verwiesen wird, muss etwas passieren.

Puh, unterhalte dich doch mal mit 'nem Hausarzt auf dem Land.

Nein, ich habe alle meine Fachärzte ohne Überweisung aufgesucht, sogar meinen Neurologen. Einzig für die Radiologie brauchte ich eine Überweisung.
 

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