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Postzustellering - Überstunden, mobbing...

  • Starter*in Starter*in GastIn1981
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    mobbing
G

GastIn1981

Gast
hi
ich arbeite seit anfang juni bei einer privaten postzustell firma in nrw. habe schon oft in dieser "branche" gearbeitet, aber leider wurden die verträge nie verlängert (jaja der gute alte vermittlungsgutschein). mir hat der job eigentlich immer spass gemacht bis jetzt. es wurden in meinem zustell-depot in der letzten zeit viele neue eingestellt. ein kommen und gehen da. ich habe mein festes gebiet in einem stadtteil hier. der stadtteil wird durch 2 zusteller geteilt. mein kollege fährt in dem anderen teil. dieses gebiet hat er relativ neu bekommen und ihm waren von anfang an einige sachen daran ein dorn im auge. ich wurde dann krank und war 2 wochen krankgeschrieben. in der zeit hat der kollege mit dem chef gesprochen und sich sein gebiet so eingeteilt wie es für ihn am angenehmsten ist. mir hat man die straßen, die er nicht "wollte" dann noch dazugepackt!! ich habe in meinem gebiet ca. 55 straßen zu fahren, er nur noch 30. hab dann theater gemacht, weil ich meistens das 4fache an post mehr habe als er. seitdem ging das mobbing los!!! aber nicht nur von diesem kollegen sondern von allen in diesem depot. man beachtet mich nicht mehr. man wirft mir abwertende blicke zu, redet nicht mit mir. sobald ich aus der tür bin geht das gelästere los. mich zieht das tierisch runter, ich krieg einen heulkrampf nach dem anderen, habe magenschmerzen wenn ich jetzt schonwieder drandenke, dass ich morgen dahin muss. meine arbeitszeit geht von 7.30 bis 12.30! ich komme NIE vor 14/15 uhr da raus. heute hatten alle kollegen z.b. zwischen 100 und 200 briefen. und ich hatte 500. habe die hälfte dvon weggebracht und um 13 uhr schlussgemacht. ich KANN das nicht mehr, ich WILL das nicht mehr, aber habe keine andere wahl :-/ in anderen depots siehts nicht anders aus, hab ich gehört. mein vertrag läuft bis 31.12.! ich denke/hoffe, dass sie mich eh nicht weiter beschäftigen, aber jetzt ist gerade mal ende august!!! ich pack keine weiteren 4 monate mehr in dieser "hölle". und ich seh es auch nicht ein, da täglich überstunden ohne ende zu kloppen. bekomme sie zwar bezahlt, aber ich hab auch noch ein privatleben und nicht umsonst eine teilzeitstelle angenommen.

was würdet ihr in dieser situation machen? habt ihr irgendwelche tipps? wart ihr schonmal in so einer situation?
 
Guten Morgen,

hast Du die Stelle übers Arbeitsamt bekommen? Weil Du von einem Vermittlungsschein gesprochen hast.

Würde mich, wenn ja, mal mit deinem bisherigen Ansprechpartner auf dem Arbeitsamt auseinandersetzen und Ihm die Sache schildern, so wie Du sie siehst.

Errinert mich stark an eine Situation die mein Cousin auch hatte. Allerdings bekam der seine Überstunden nicht bezahlt und auch nur selten sein Gehalt!!!

Der war bei einem Paketdienst.

Ansonsten gibt es ja auch noch ein Arbeitsgericht.

Hast Du schon mal mit deinem Chef darüber gesprochen und mit dem Kollegen, der sich das Gebiet mit Dir "teilt"?

Gruß

Yvonne
 
Reichen diese fünf Stunden Arbeit am Tag aus um deinen
Lebensunterhalt komplett zu bestreiten.

Gruß Karin
 
Würde ich auch so machen, mit dem Chef reden.

Wenn das nichts bringt - guten Doc Holliday suchen und krank feiern. Hast wohl richtig erkannt, dass du über den 31.12 hinaus sowieso nicht weiter beschäftigt wirst. Also was solls?

chio
 
Hallo Gastin1981

Also das mit dem "krankfeiern" lass mal lieber sein.

Sonst kriegst du bei uns gleich ein Dauerabo für Anfang nächsten Jahres, wenn es um "Zeugnissformulierungen" geht. 🙂

Du hast gesagt, es ist eine Teilzeitstelle. Hast du jetzt nur Krawall geschlagen wegen des Zuschnittes deines Bezirks oder wegen der Arbeitsmenge?
Kann da nur raten, diese Daten mal dem Chef vorzulegen. Das kann ja nicht sein, das sich dieser den Fakten verschließt, oder doch ?

Und zu dem Mobbing: Du bist verärgert und reagierst deshalb sensibel auch auf einfache Dinge. Nimm einfach mal die guten Seiten. Wo viel Wechsel, da kommen auch viel neue Mitarbeiter, denen du freundlich begegnen kannst. Nicht alles und jeder ist ein Mobbingtäter.

Kannst du auch durch geschlossene Türen hören ? Nein, also erstmal etwas Ruhe reinbringen und deine Arbeit korrekt durchziehen. Nächstes Ziel: Termin beim Chef. Ruhig bleiben und nicht auf andere schauen. Irritiert nur.
 
Das mit dem Abo für Zeugnisformulierungen wird sie schocken !!

Ich schrieb doch, dass der erste Gang zum Chef führen muss.

Nur wenn der nicht willens ist das Mobbing und die ungerechte Behandlung zu unterbinden, sie vielleicht durch passives Verhalten noch fördert, sollte sie sich auf einen Abschied von der Firma einstellen.

Und entsprechend reagieren. Letztlich mit dem einzigen Mittel, das ihr bleibt.

chio
 
Hallo Gastin,

auch ich kann nicht verstehen,dass du dich mit deinen Problemen
noch nicht an den Chef gewandt hast.

Die Hälfte der Briefe einfach nicht zustellen,sondern sie wieder mit in die Firma
zu nehmen ist auch keine Lösung.
Die Briefmenge am nächsten Tag wird dadurch noch höher.

Das kann gewaltigen Ärger geben,nicht nur für dich,
auch für deinen Chef.
Es ist ein Grund dir fristlos zu kündigen.

Selbstverschuldete Kündigung wird bei der Arge mit
dreimonatiger Sperre des Geldes bestraft.

Bekommst du zu deinem Lohn noch ergänzendes AlG II,
kannst du dich über die Überstunden bei der Arge nicht
beschweren, denn du bist verpflichtet diese Überstunden zu machen,
um deinen Lebensunterhalt komplett selbst zu bestreiten.
Einen Vollzeitjob könntest du in diesem Fall auch nicht ablehnen.

Sind die anderen Kollegen vielleicht sauer auf dich, weil du schon
ziemlich zu Anfang deines Jobs zwei Wochen krank warst,
und sie deine Arbeit mitmachen mussten ?
Könnte vielleicht auch ein Grund sein, dass du jetzt gemobbt und
mit Arbeit "dichtgebomt" wirst.

Ist dem Chef diese ungerechte Einteilung nicht selbst aufgefallen?
Er müsste es doch wissen,wie die beste Lösung bei
der Verteilung der Arbeit auszusehen hat.

Gruß Karin
 
Hallo,
danke für eure bisherigen Antworten.

Ich HABE bereits alles dem Chef vorgelegt, weil er es ja tagtäglich mitbekommt. Aber es interessiert ihn nicht!! Bekomme nur zu hören: ACH DAS WIRD SCHON.! Mit dem Kollegen, mit dem ich mir das Gebiet teile, will mein Chef sich nicht anlegen. O-ton: "Mit so einer Kante lege ich mich besser nicht an". Das hat mir gereicht und ich bin noch eine Chef-Etage höher gegangen. Da dasselbe Spiel. Es interessiert niemanden!!

Klar ist es keine Lösung Briefe liegen zu lassen, aber heute hatte ich z.b. 700 Briefe! Normal sind 100-200! Das is mal eben fast das 7fache! Meine Arbeitszeit geht normal bis 12:30! Ich mache bis 13.30 Uhr. Danach habe ich noch andere private Termine, die ich nicht verschieben kann. Wenn ich die 700 Briefe heute weggebrachtz hätte, wär ich locker um 18 UHr noch unterwegs! Und die Chefs lachen sich noch eins ins Fäustchen und freuen sich, wenn ich das alles alleine ohne mucken wegbringe. Sie sehen es ja mittlerweile als selbstverständlich an, dass manche Leute teilweise bis 16 Uhr unterwegs sind. Das mach ich nicht mit. Die Menge an Briefen ist nicht zu bewältigen, selbst wenn ich noch motiviert ohne Ende wär, wäre DAS nicht zu schaffen. Nur...wie gesagt, es interessiert niemanden.

Ich stelle mit eigenem PKW zu. Vor ein paar Wochen war mein Auto defekt und musste in die Werkstatt. Nirgendwo steht, dass man für Ersatz sorgen muss. War auch leider nicht möglich, da das Auto meiner Eltern ebenfalls in Reparatur war. Chef hat mir dann solange Urlaub gegeben. Als ich dann den 1. Tag wieder da war durfte ich mir von allen Seiten anhören: "HÄTTEST DIR JA AUCH FÜR DIE PAAR TAGE EINEN MIETWAGEN NEHMEN KÖNNEN." Ich verdien ca 40 Euro am Tag. Ein Leihwagen kostet 40-50 eur. In meinem Gebiet is ein Schlagloch nach dem anderen, wahrscheinlich hätte ich noch ne Macke reingefahren. Die haben doch einen am Kopp. Leihwagen nehmen. Ja ne ist klar!!

Betriebsrat haben wir keinen. Wir KÖNNTEn rechtlich gesehen einen wählen, aber die Firma hat es uns mehr oder weniger "verboten". ;-)
 
Noch vergessen: Ich war am Anfang krank, da ich einen Arbeitsunfall hatte. War aber nicht selber schuld. Ein Raser hätte mich fast plattgefahren, musste zur Seite springen, bin dabei umgeknickt und der Zeh war angeknackst. Es wurde aber eine Aushilfe aus einem anderen Depot geholt, der mein Gebiet gefahren ist. Die Kollegen mussten das nicht aufteilen.
 

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