AW: Gedanken sind Taten und Pornoschauen ist Ehebruch!
Hallo Moni,
ich bin ganz bei Dir, denn als langjähriger Lebensberater und Therapeut weiß ich gut, welch großen Schaden Pornos in der Seele der Männer und erst recht in auch an sich guten Liebschaften und Ehen anrichten!
Laß Dich bitte von den vielen Pornobefürwortern nicht verunsichern, welche Dir weiß machen wollen, daß Du dies zu streng sehen würdest und wie harmlos ja diesen Huren-Bilder seien!
Es bleibt auch meistens nicht bei nackten Frauenkörpern, sondern es werden dann immer stärker Dosen, bis zu höchst abartigen, ekelhaften und menschenverachtenden Praktiken konsumiert.
Ein regelmäßiger Pornokonsument kann dann meist kaum mehr einer Frau mit Achtung und Respekt begegnen, ohne sich diese in eindeutiger Pose vorzustellen.
Pornographie ist reines Seelengift und trägt ganz viel zur Verrohung unseres menschlichen Miteinanders und unseren über Jahrhunderte mühsam aufgebauten kulturellen, ethischen und geistig-seelischen Werten bei!
Hallo und vielen Dank für Deinen Beitrag! Du hast mit vielen was Du hier schreibst sicher recht. Jetzt kommen bestimmt wieder die Aufschreie der Männer: "Ich bin aber nicht so einer usw. Man kann das nicht verallgemeinern ect". (Doch, kann man! ) "Wir Männer sind doch viel komplizierter, viel sensibler."
Und meist entschuldigen sich ja die Männer auch damit, wenn man sie beim gaffen "erwischt" mit ihrem "Urinstinkt" und ihrem limbischen System...
Auch mein Mann hat sich in seiner Sammlung immer härterer Pornos bedient, da die einfachen Gesichtsbilder und Erotikbilder irgendwann nicht mehr reichten. Er erhöhte seine Dosis zunehmend, bis hin von ganz ordinären Hardcorepornos. Dinge waren zu sehen, die er selbst heute nicht mehr versteht. Er meinte es sei eine Sucht gewesen. Und sein Frauenbild und der Umgang mit Frauen im Alltag hatte sich sehr wohl dadurch verändert. Er war respektloser und reduzierter. Das gibt er heute zu. Vermutlich lief da sehr viel Kopfkino ab. Das allerdings gibt er nicht zu, leider. Er hätte kein Kopfkino, damals nicht und auch nicht heute. Das halte ich allerdings für eine glatte Lüge. Er sprach damals auch sehr abfällig über Frauen. Besonders über Frauen meines Alters, meiner Bildung (studiert). Es zählten nur junge, hübsche FRauen. Nach dem Motto: Dumm bumst gut....
Und zur Sucht muss ich sagen, sollte es eine richtige Sucht sein, ist sie heute nicht einfach so weg. Ein Süchtiger kann nicht einfach damit aufhören. Es ist allgegenwärtig (Medien, Alltag). Ein Trinker kann es auch nicht einfach lassen. Darum glaube ich ihm das auch nicht, dass er keine Pornos mehr schaut. Auch macht mich unsicher, dass er niemals mit mir einen solchen Film schauen möchte. Warum denn nicht? Es käme niemals für ihn in Frage, mit mir solchen "Schmutz" anzusehen. Verstehe ich nicht.
Früher lehnte er Pornografie immer ab und verurteilte Pornos und Prostitution aufs Schärfste. Doppelmoral? Die Heilige und die H***? Geht er vielleicht in den Puff? Ich weiß es nicht. Und weiß auch nicht was ich ihm glauben soll. Ich denke, das Internet und der einfache Zugang zur Pornographie hat vieles kaputt gemacht. Er wäre nie an den Kiosk und hätte sich Sexhefte gekauft. Aber ein Klick und alles ist für ihn verfügbar. Für die Männer muss das ja das Paradies sein....
Ich komme ja noch aus einer Generation, in der Frauenbewegung, Emanzipation, Frauencafes, Alice Schwarzer, §218 noch Thema waren. Und ich genoss ausgiebeig "freie Liebe" dank der Pille. Also ich halte mich weder für prüde noch phantasielos. Auch hatte ich bis zur Entdeckung der Pornos keine Probleme mit meinem Aussehen und Alter, wie ich es heute dadurch habe. Ich war bis dahin eigentlich immer selbstbewußt. Schlagartig hat mich das alles erschüttert und lässt mich sehr am Vertrauen zu meinem Mann zweifeln. Jetzt kommen wieder Ratschläge wie: zieh dich halt mal aufreizender an ect. Alles Schmarrn. Ich bin weder hässlich, noch ungepflegt. Ich erfüge über viel Sinnlichkeit und Phantasie. Und trotzdem!
Ich beobachte häufig jüngere Frauen und denke mir, ach Mädel, hast zuviel Pornos geschaut und willst so sein wie die. Die ganze Aufmachung mancher Frauen ist billig und oft sehr eindeutig. Aber die Männer finden es natürlich klasse. Einschließlich meinem Mann. Der ist auch sehr unkritisch in dieser Hinsicht. Hauptsache blond, schlank, vollbusig und geil.
Ich liebe meinen Mann, darum kämpfe ich so. Ich will nicht einfach wegwerfen, was uns zusammengebracht hat. Aber es ist schwer. Mir fehlt das Vertrauen zu ihm. Es war alles so demütigend für mich und ich fühle mich einfach nur noch schlecht. Als wir zu Beginn unseres "Neustarts" das ertse Mal wieder miteinander schliefen, war er zu keiner ausreichenden Erektion fähig. Damals wusste ich noch nichts von den Pornos, aber heute ist mir einiges klar. Mittlerweile ist das natürlich vorbei, war nur am Angang ein-zweimal so. Logisch, er hatte ja mehr Mösen und Möpse gesehen, als ein Frauenarzt in einer Uniklinik in seinem ganzen Arbeitsleben.