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Pornosucht führt zu sexueller Unlust und Beziehungsproblemen

An Pornos an sich ist ja auch nichts Schlimmes. Aber dafür Geld rausschmeißen und das eigene Sexualleben dafür flöten gehen lassen, DAS ist halt schon dämlich. Ich weiß nicht, ob man jemandem mit echter Pornosucht sowas raten soll. Aber solltest du mal zu normalem Konsum übergehen, dann nutze doch bitte nur Inprivatefenster unter deinem User und nie was in die Zwischenablage, bitte.
 
Hi,
ich bin 27 Jahre alt und konsumieren seit ich 14 bin pornos. Irgendwann war das nicht mehr genug, dann habe ich mit Sexcam-Seiten begonnen. Ich habe 2023 bereits zwei Mal die Erfahrung gemacht, dass ich bei zwei verschiedenen Frauen keine Erektion bekommen. Dachte Alkohol, Aufregung oder bin nicht der Typ für One Night Stands. Letztes Jahr habe ich meine Freundin kennengelernt. Sie wurde das nir 5 Monaten (so früh nicht geplant) schwanger. Sie kommt von weit her, hat eine schwierige Ehe hinter sich, schwierige berufliche und familiäre Situation. Ich habe alles für sie getan, um es ihr so gut wie möglich zu machen. Unser Sohn hätte besser nicht sein können.
Am Wochenende hat sie an meinem Laptop gesheen, dass ich nach wie vor Camsex Seiten Besuche. Es war etwas in die Zwischenablage kopiert. Erst habe ich ed geleugnet, als angst vor den Folgen. Gestern habe ich es zugegeben. Ich habe früher Geld dafür ausgegeben, seit ich sie kenne allerdings nicht mehr. Trotzdem war ich auf den Seiten unterwegs. Unser Sexleben ist schlecht, ich habe kaum Lust auf Sex und kann keine Erektion behalten. Ich wusste immer, dass es falsch war und etwas nicht stimmt. Nur ist es mir erst so rixhtigbewusst geworden, was ich meiner Freundin antue, als sie es bemerkt hat. Ich hätte uhr wahrscheinlich auch nie etwas gesagt oder damit aufgehört. Ich habe Ihre Ehre verletzt und unsere Familie zerstört.
Ich will wieder in ein "normales" Sexleben zurück und weg von Pornos etc, damit sie mir eventuell nochmal eine Chance gibt. Dass sie es tut, ist ungewiss, zur Zeit auf jeden fall nicht.
Ich bin das letzte A*******, weil ich ihr sowas angetan habe und schäme mich zu tiefst. Ich liebe sie und meinen Sohn über alles und will das wenigstens einigermaßen wieder gut machen.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Tips, wie ich damit anfange aufzuhören? Ich bin am Biden zerstört, aber ich weiß, dass ich kein Mitleid verdient habe
Hey Jonas,

mach dich bitte nicht so fertig. Du hast Mist gebaut, ja, aber das macht dich nicht „untermenschlich“. Du klingst wie jemand, der komplett im Suchtdruck gefangen war und erst jetzt checkt, was das eigentlich mit ihm macht. Das ist nichts, was man mit „mehr Willenskraft“ löst. Das sitzt tiefer.

Ich war selbst lange in dieser Spirale – Pornos, Cam, immer extremere Reize. Und dann merkst du irgendwann, dass die echte Nähe nicht mehr funktioniert. Das hat nichts mit deiner Freundin zu tun, sondern damit, dass dein Kopf über Jahre auf künstliche Reize trainiert wurde. Das holt man sich nicht in zwei Tagen zurück.

Was du jetzt machst, ist aber der richtige Weg: ehrlich sein, Verantwortung übernehmen, Therapie suchen und komplett raus aus allem, was dich triggert. Abstinenz ist wichtig, aber auch zu verstehen, warum du überhaupt dort reingerutscht bist. Ohne das wirst du rückfällig, egal wie sehr du dich hasst.

Und hör bitte mit dieser Selbstzerstörungssprache auf. Niemand wird davon besser, weder du noch deine Beziehung. Wenn du willst, dass deine Freundin dir irgendwann nochmal glauben kann, dann zeig ihr, dass du verstanden hast, dass das eine Sucht ist und nicht ein Angriff auf sie als Person.

Kämpf um deine Familie – und auch ein bisschen um dich selbst. Du bist nicht verloren, sonst würdest du hier nicht schreiben.
 
Hat jemand ähnliche Erfahrungen oder Tips, wie ich damit anfange aufzuhören? Ich bin am Biden zerstört, aber ich weiß, dass ich kein Mitleid verdient habe

Ich denke für Dich wäre es wichtig zu begreifen, dass Selbsthass und Ablehnung Dir gegenüber das Suchtverhalten begünstigt.

Es beginnt damit, dass Du Dir Deine Fehler eingestehst, aber auch eine gewisse Sanftheit Dir gegenüber entwickeln kannst, das ist der erste Schritt.

Dazu gehört auch, dass Du ruhig Mitleid mit Dir und Deiner Situation haben darfst. So ermöglichst Du Dir, Dich Deiner Sucht zu stellen und tatsächlich etwas daran zu ändern.

Viel Glück und alles Gute
 
Ich sehe das ähnlich wie Brumm. Sich selbst schlecht zu machen bringt keinem was. Wenn man in der Jugend da reinrutscht, hat das erstmal keine Auswirkungen, bis man in einer Beziehung ist, und sieht, im richtigen Leben ist es doch anders, und nicht so wie in der Welt der Pornoseiten. Es gibt viele, die diese Seiten besuchen aus unterschiedlichen Gründen, und es ist generell auch nicht schlechtes dabei, es sei denn, das eigene Leben leidet darunter.
Professionelle Hilfe kann was bringen ist aber kein Garant. Überleg dir was dir wichtig ist, und probiere unterschiedliche Dinge aus wie oben von den anderen beschrieben.
 
Hi!

Erstmal: Es ist noch gar nicht klar, ob bei dir überhaupt eine Sucht vorliegt. Und selbst wenn – ab einem bestimmten Punkt ist Sucht kein moralisches Versagen mehr, sondern eine Krankheit. Man kann dann zwar Verantwortung für den Umgang damit übernehmen, aber nicht für das Entstehen.

Wichtig finde ich auch:

Sich Pornos oder nackte Menschen anzuschauen ist an sich nichts Ungewöhnliches oder Verbotenes. Sexualität hat viele Formen – auch Autosexualität, also die Lust auf sich selbst, Fantasie oder Bilder. Das gehört erstmal nur dir und ist nicht automatisch ein Angriff auf eine Beziehung.

Das Problem ist für mich weniger der Konsum an sich, sondern:

1. Dass du selbst darunter leidest.
Dein sexuelles Erleben fühlt sich gerade blockiert oder „abgekoppelt“ an – kein Lustgefühl, Erektionsprobleme, wenig Verbindung. Das ist ernstzunehmen und behandelbar, und ja: Camsex oder Pornos können das beeinflussen.

2. Dass du dir eine extreme Schuldlast aufbürdest.
Sätze wie „Ich bin das letzte A…“ oder „Ich habe ihre Ehre verletzt“ zeigen vor allem, wie hart du mit dir umgehst. Diese Selbsterniedrigung ist für deine Beziehung, für deine Psyche – und vor allem für dein Kind – viel gefährlicher als der Pornokonsum selbst. Kinder übernehmen solche Muster.

3. Dass es heimlich gelaufen ist.
Nicht der Konsum zerstört Vertrauen, sondern das Heimliche. Das kannst du aber Schritt für Schritt reparieren – nicht durch Selbsthass, sondern durch Offenheit und Veränderung.

Wenn du etwas verändern willst, könntest du so anfangen:
  • Aufhören, dich moralisch zu zerstören. Das bringt gar nichts außer Lähmung.
  • Den Konsum bewusst pausieren, nicht aus Strafe, sondern um zu spüren, wie dein Körper ohne diese Reize reagiert.
  • Dein Erektionsproblem ernst nehmen (Hausarzt, Sexualberatung). Das ist oft psychisch oder stressbedingt – gerade mit Baby, neuer Beziehung, Verantwortung, Druck.
  • Offen mit deiner Partnerin reden, ohne dich zu geißeln. Schuldeingeständnis ja, Selbstvernichtung nein.
  • Langsam wieder echte Intimität aufbauen statt Leistungsdruck: Nähe ohne Ziel, Berührung ohne „Erfolgspflicht“.
Du hast Fehler gemacht, klar. Aber du bist kein Monster und ganz sicher kein „letztes A…“. Die Tatsache, dass du dir Gedanken machst, zeigt, dass dir deine Familie wichtig ist – genau damit fängt Veränderung an.

LG
Stardust
 
Dass ich damit absolut untermenschlich bin, ist mir klar.
Jetzt hör doch mal mit diesem Selbstmitleid auf.

Du hast Deiner Frau nichts angetan.

Es ist eine Sache, die inzwischen viele Männer betrifft. Dagegen kannst und solltest Du etwas tun. Therapeutische Begleitung und Abstinenz. Offen mit Deiner Frau reden. Eure Beziehung gemeinsam anschauen - vielleicht bei einer Beratungsstelle.
 
Naja, warum heimlich ist wohl klar: Nämlich weil die Praktiken, die sich der TE da im WWW in Form von Pornos ansieht, eben auf keine Freude sondern im Gegenteil auf Ablehnung stoßen würde bei einer Partnerin. Also deshalb heimlich um Streit oder deshalb sogar eine Trennung zu vermeiden.

Beide Partner müßten dagegen grundsätzlich kompromissbereit sein was ein Ausleben einer gemeinsamen Sexualität betrifft. Dann erst kann auch offen miteinander darüber gesprochen werden. Das ist das Problem.
 

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