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Pornographie/Prostitution - Pro/Contra

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Es geht nicht darum, ob man was mag oder nicht. Es geht darum, daß sich Leute, die für ein Verbot von beidem aus verschiedenen Gründen sind, sich mit der Realität beschäftigen sollten. In einem ziemlich einigen Europa ( Internet, freier Grenzverkehr ) ist es schlichtweg nicht möglich neue Grenzen hochzuziehen. Abgesehen davon, daß es für solche Vorhaben sicherlich keine Mehrheiten geben würde. Was also soll die Diskussion?
 
@Rainer-JGS was genau meinst du mit destruktiv?

An sich sehe ich hier nix Destruktives...wer hat denn hier so viel Macht destruktiv zu sein? Sind doch alles nur kleine Statements und Meinungsäußerungen, eine offene 'Diskussion über das Pro und Contra so wie der threadtitel es vorgelegt hat 😉

Ist jedes Contra in deinen Augen destruktiv? Das wäre ja dann recht schräg da nur Pros vorhanden wären und an sich gibt es ja zu jeder Sache Pros und contras die auch genannt werden sollten und dürften, oder?

Ein wenig Dekonstruktion und Versuche dabei auf den Kern der Dinge zu stossen finde ich persönlich sehr interessant, also nicht nur auf der Oberfläche der persönlichen Vorlieben und Interessen verbleiben. Leider stösst die Enthüllung darunterliegender Motive und Hintergründe nicht immer auf Begeisterung....naja...ist halt so.

Ich denke generell überwiegt nach wie vor die Contraseite in Hinsicht auf Pornografie und Prostitution, denn allgemein akzeptable oder allgemein gültige Pros gab es bislang noch nicht.
Bis auf ggf das Sozialargument...ich denke nach erneutem Nachdenken darüber das natürlich schon was dran ist...Sex hat natürlich soziale Funktion, allerdings weist der in klassischen Männerhardcorepornos gezeigte Sex auch unsoziale Tendenzen auf und somit kann man nicht klar sagen dass Pornografie (insbesondere die klassischen Männerhardcores) sozial positive Effeke haben.

Dasselbe gilt für die Prostitution also den Körpermaterialismus und Vermarktung von Körpern ..ich sehe darin keine ausschließlich positiven Sozialeffekte.

Unterm Strich würde ich sagen: Prostitution ist so eine Art Anthropologikum und Pornografie halt ein Zeichen unserer Zeit und Gesellschaftsform mit gewissen Wirkungen und Nebenwirkungen.

Versuche ala Domentat Prostitution salonfähiger zu machen halte ich für ein wenig überdreht....diese Überdrehtheit ist auch Zeichen unserer Zeit.

Anstatt zwischen Pro und Contra hin und her zu pendeln wäre es sinnvoll zu gucken die Mitte zu finden.
Sexualität ist ja nur ein Aspekt des Menschen und interessant ist wie hier manche so abgehen in der Verteidigung ihrer Art der Sexualität. An sich ist die jeweilige Sexualität Privatsache und sollte es bleiben. Dogmatisch wird es allerdings wenn einige beanspruchen dass ihre Art der Sexualität zur Norm zu erklären ist oder als normal gelten sollte.

Normal ist ja nur ein Begriff der anzeigt was als normal definiert wird. Wenn man sagt dass die Art der Sexualität die von der Mehrheit der Menschen praktiziert wird als normal zu bezeichnen ist (was in meinen Augen bereits schon zu normativ ist) so kann man aussagen: Standard oder Normalität ist eher dass die meisten Menschen unserer Gesellschaft ihre Sexualität vorwiegend in einer monogamen Zweierbeziehung ausleben und die meisten kommen auch eher wenig mit Pornografie und Prostitution in Berührung und wenn dann nur phasenweise (in Cheergroups in der Pubertät oder während Singlephasen).

Ich fände es an sich ungünstig ein bislang bewährtes Modell aufbrechen zu wollen durch Übertragung der Pornofantasie, dass Männer per se Anrecht auf Sex mit sehr vielen Frauen haben, sich akzeptiert Pornografie und Prostitution widmen können.

Was ich hier vermute ist der überstarke Wunsch einiger User Fantasie Wirklichkeit werden zu lassen. Das wird jedoch an gewissen Grenzen der Realität scheitern dürfen.
Klar besteht Wechselwirkung zwischen Fantasie/Fiktion und Wirklichkeit und ich persönlich finde die Wechselwirkung der Pornofiktionen mit der Realität nicht günstig zur Entwicklung des Sozialen und Menschlichkeit und weiteren Annäherung der beiden Geschlechter. Eine zunehmende Pornografisierung des Sex und Legitimation von Prostitution dürfte die Kluft zwischen Männern und Frauen eher noch verschärfen.

Tyra

das war mal wieder ne philosophische Überlegung ...ohne Anspruch auf vollständigkeit oder einige Wahrheitsgültigkeit versteht sich.

Und ich hoffe das Tiefgang nicht als Tiefschlag unter die Gürtellinie einer bestimmten Vorstellung von Männlichkeit gewertet wird.
apropos diese inflationäre Blowjobidolatrie in den klassischen Männerhardcores...Frau das Maul stopfen damit nix rauskommt sondern nur was ER (ihr Sexgott) ihr reinbläst....ist auch sone Ichflatulenz + unsoziale Komponente....😉 Den Anreiz -grad in Zeiten zunehmener Frauenemanzipation- kann ich durchaus verstehen aber natürlich als Frau nicht gut heißen
 
ähm wer redet von Verbot? achso darüber wurde diskutiert. Ich halte von Verboten von oben herab generell nix. Denn das setzt ein schwaches Individuum voraus das wie ein Kleinkind nen Papa braucht der aufpasst was Kindchen tut und ab und an Verbote verhängt...

Ich setze eher auf Eigenkraft und das jeder erwachsene Mensch selbst imstande ist und bemüht darum ist sich in die Lage zu bringen sich in gewisser Hinsicht zu zügeln, achtsam zu sein in Hinsicht darauf was man sich körperlich-geistig reinzieht. Auch willens und in der Lage seine Triebe durch ein ausreichend entwickeltes Überich (ala Freud: Vernunft/Verstand/Moral) im 'Griff zu haben und in einer Balance zwischen seinem ES (Trieben) und Überich (Vernunf/Moral/Sozialkompetenz) eine gute Sexualität zu entwickeln.
Die Fähigkeit seine Triebe ein wenig deckeln zu können ist an sich Kennzeichen von Menschsein...natürlich gibt es auch immer wieder schwächere Menschen, die es nicht so gut packen, sich zu wenig bemühen, eher ichzentriert und weniger sozial gestrickt sind usw....tja das ist halt so, aber damit wird die Menschheit klarkommen da die Mehrheit es an sich schafft denke ich.

Wer das mit genügend Selbstkontrolle nicht einigermaßen draufhat ist ohnehin recht verloren in dieser Welt der medialen Reizüberflutung.

Tyra

@mikenull: es geht immer auch darum was man mag..also um Bedürfnisse...und darum ob man immer alles, was man mag so ausleben kann und sollte wie man will, und wie oft und auf welche Art und Weise. Es geht um das Verhältnis Ich ((mit seinen Bedürfnissen und Vorlieben etc) und Gesellschaft (= dem was an Sozialverhalten und Anpassung abverlangt wird) Und Fakt ist dass jeder Kompromisse machen muss und keiner z.B den ganzen Tag nur machen kann was er mag, reiner Triebhaftigkeit nachgeht od.ä..das wäre ja dann unsozial. Nicht umsonst gibt es Religionskonzepte = Moralkonzepte die in ihrem Programm triebregulierende Verhaltensregeln mit sich führen: du sollst nicht begehren deines nachbarn Weib z.B.
Den Fortschritt unserer 'Gesellschaft, sozialen Frieden verdanken wir nicht zuletzt solchen Regulationskonzepten.

Einige Menschen, die Probleme mit der Selbstkontrolle haben oder aber Menschen die anderen Leuten nicht genügend 'Selbstkontrolle zutrauen hoffen ggf auf Verbote damit ihnen die Verantwortung abgenommen wird sich selbst zu kontrollieren oder es Kontrolleure gibt die regeln.

Da in unserer zeit viele religiöse Verbote offenbar nur noch wenig Wirkung haben setzt man ggf auf Papa Staat?
Politisch wäre es an sich schon sinnvoll ein wenig mehr zu kontrollieren was die Medien so verbreiten aber das kostet Geld und das wird woanders gebraucht. Alles nicht optimal aber da hilft kein Jammern sondern einfach anpacken und ggf den PC oder das TV einpacken und ne Weile auf den Speicher stellen wenns mit der Selbstkontrolle net so gut hinhaut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke mal, daß der Staat - weil er eben längst erkannt hat, daß beides nicht zu verhindern ist ohne einen illegalen Markt neu zu eröffnen - dabei ist, die Prostitution mithilfe von Gesetzen aus eben dieser Schmuddelecke herauszuholen. Das ist bisher - und vor allen Dingen wenn man das hier liest - sicher nicht vollständig gelungen. Aber wir arbeiten dran........

Wenn aber jemand nach Verboten ruft, dann ist das in etwa so sinnvoll, wie den Überflug der BRD von Zugvögeln zu verbieten.
 
ähm wer redet von Verbot? achso darüber wurde diskutiert. Ich halte von Verboten von oben herab generell nix. Denn das setzt ein schwaches Individuum voraus das wie ein Kleinkind nen Papa braucht derr Verbote verhängt...

Ich setze eher auf Eigenkraft und das jeder erwachsene Mensch selbst imstande ist sich in gewisser Hinsicht zu zügeln, achtsam zu sein in Hinsicht darauf was man sich körperlich-geistig reinzieht.

Wer das nicht einigermaßen draufhat ist ohnehin recht verloren in dieser Welt der medialen Reizüberflutung.
Ohne Verbote mit den damit zusammenhängenden Strafen geht es offenbar nicht.

Hätte man das Rauchen an bestimmten Orten zB nicht verboten, würden die da heute noch weiterqualmen. Würde man das 50KmGeschwindigkeitsÜberschreitungsverbot in Ortschaften abschaffen, würden hier morgen Halbstarke mit 120 durch Bielefeld pesen. Würde man die Alkoholabgabe an Jugendliche freigeben, würden morgen tausende von 14jährigen in die Tankstellen laufen und sich Schnaps kaufen.

Wäre Ladendiebstahl erlaubt...
 
Du vermischst zwei grundverschiedene Dinge: Handlungen, durch die andere Menschen wider Willen zu Schaden kommen, sollten und müssen verboten werden (Rotlichtfahren).

Handlungen, die nur die Beteiligten betreffen, die von den Beteiligten freiwillig ausgeführt werden, aus moralischen Gründen zu verbieten würde gegen das Grundgesetz verstoßen.
 
an sich sollte nichts verboten werden da der Mensch an sich selbst weiss was gut ist und was nicht. Klar braucht der Alltag Regulierungen aber der Vergleich Straßenverkehr und Geschlechtsverkehr hinkt ein wenig...aber es gibt natürlich Parallelen ...es gibt in Sachen Geschlechtsverkehr natürlich auch Regeln, soziale Regeln, Moral etc. sollte es zumindest geben. Hübsch wäre hier wenn die Sexualsittenpolizei ihre Kameras in die Schlafzimmer oder Hurenkabinetts hängen würde und jedesmal auftauche würde wenn gefährdende und moralisch nicht vertretbare Praktiken beim Sex ausgeübt würden...Klassische Männerhardcore-Pornos wären damit auf der Abschussliste

Pornosüchtige wissen ja im Grunde auch, das was nicht stimmt und sie fühlen sich net wohl, sind ausgegrenzt durch ihre Sucht etc. Und Besucher von Bordellen gehen ja auch eher versteckt mit dieser Art der Sexualität um und fühlen sich nicht so richtig wohl damit....ggf kurzfristig nach Bedürfnisbefriedigung...

Mir persönlich ist es lieber, das einseitig oder überstark triebhaft orientierte Männer und Pornofanatiker vorm TV hängen anstatt sabbernd an Kindergartenhecken oder Schlüssellöcher zu Damenumkleiden. Daher fände ich ein Verbot an sich eher ungünstig.

Tyra

Pornosucht liegt dann vor wenn täglicher oder regelmäßiger Konsum über längeren Zeitraum vorliegt und bei Auslassung Entzugserscheinungen auftreten wie erhöhtes Aggressionsverhalten, Unruhe etc. Dasselbe gilt für Sexsucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
an sich sollte nichts verboten werden da der Mensch an sich selbst weiss was gut ist und was nicht.
Man muss eben zwischen Recht und Moral unterscheiden. Moral verträgt keine Vorschriften. Die ist Privatsache.

Das Recht kommt dagegen ohne Verbote nicht aus. Hier muss die Freiheit des Einzelnen mit der Freiheit aller anderen in Einklang gebracht werden.
 
Zitat:

@mikenull: es geht immer auch darum was man mag..also um Bedürfnisse...und darum ob man immer alles, was man mag so ausleben kann und sollte wie man will, und wie oft und auf welche Art und Weise. Es geht um das Verhältnis Ich ((mit seinen Bedürfnissen und Vorlieben etc) und Gesellschaft (= dem was an Sozialverhalten und Anpassung abverlangt wird) Und Fakt ist dass jeder Kompromisse machen muss und keiner z.B den ganzen Tag nur machen kann was er mag, reiner Triebhaftigkeit nachgeht od.ä..das wäre ja dann unsozial. Nicht umsonst gibt es Religionskonzepte = Moralkonzepte die in ihrem Programm triebregulierende Verhaltensregeln mit sich führen: du sollst nicht begehren deines nachbarn Weib z.B.
Den Fortschritt unserer 'Gesellschaft, sozialen Frieden verdanken wir nicht zuletzt solchen Regulationskonzepten.
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Das hier hat mit persönlichen Bedürfnissen gar nichts zu tun. Was geht das mich an, wenn es Leute gibt, die den Besuch bei einer H*** benötigen?
Wenn es aber diese Besuche gibt - und das ist die Realität - dann
hat selbstverständlich der Staat und die Gesellschaft dafür zu sorgen, das dies unter praktikablen Regeln abläuft. Vorausgesetzt dieser Staat hat erkannt, daß ein Verbot zum einen nicht machbar ist und zum anderen ( wieder! ) einen illegalen Markt fördern würde. Und davon ist - auch wenn das welche nicht glauben mögen - auszugehen.

Die Religion lassen wir besser weg. Wie nachzulesen ist, hat die Kirche die prostitution schon öfters mal gefördert und ich lese sogar, daß es unter Jesus Vorfahren Huren gab.
 
Man muss eben zwischen Recht und Moral unterscheiden. Moral verträgt keine Vorschriften. Die ist Privatsache.

Das Recht kommt dagegen ohne Verbote nicht aus. Hier muss die Freiheit des Einzelnen mit der Freiheit aller anderen in Einklang gebracht werden.

Richtig! Jede/r Einzelne hat das Recht auf Geschlechtsverkehr mit einem oder mehreren anderen Menschen, gleich welchen Geschlechts, solange es alle freiwillig tun. Ob dabei Geld oder Sachleistungen ausgetauscht werden, geht bestenfalls das Finanzamt etwas an.

Moralwächter haben zum Glück in der Bundesrepublik ausgedient und wir sollten alle sehr wachsam sein, dass sie nicht wieder versuchen, Macht an sich zu reißen. Es gibt leider noch viel zu viele Länder in der Welt, wo das so ist.

Es ist nur ein kleiner Schritt vom Verbot der Prostitution bis zu Haftstafen für Homosexuelle, gar nicht zu reden davon was zwischen 33 und 45 mit ihnen gemacht wurde.
 
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