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Pornographie/Prostitution - Pro/Contra

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Wer sich einen kleinen Einblick verschaffen will, wie es wirklich läuft in der Prostitution, der lese mal das hier:

Mia (23) ist eine von 10 000 Huren : Textarchiv : Berliner Kurier Archiv

Der Artikel ist fast 8 Jahre alt. Es ist eine von 10.000. Wie kommst du darauf, dass sie oder die andere "Dame" die mit einem Buch Geld verdient repräsentativ sind? Sie stellen nur einen Ausschnitt der Prostitution dar.

Lies mal das hier:

Seelenficker: Tagebuchroman vom Drogenstrich: Amazon.de: Natascha: Bücher
 
Es gibt sicherlich eine ganze Menge Probleme in diesem Berufszweig - immer noch. Da aber niemand ernsthaft glaubt, man könne durch ein Verbot die Prostitution ausrotten, muß man die Lage für die Damen verbessern. Dabei ist man und das hilft dem Gewerbe wesentlich mehr, wie alles andere. Und: Zwischen Edelbordell und Straßenstrich ist ein himmelweiter Unterschied.
 
Der Artikel ist fast 8 Jahre alt. Es ist eine von 10.000. Wie kommst du darauf, dass sie oder die andere "Dame" die mit einem Buch Geld verdient repräsentativ sind? Sie stellen nur einen Ausschnitt der Prostitution dar.

Lies mal das hier:

Seelenficker: Tagebuchroman vom Drogenstrich: Amazon.de: Natascha: Bücher


Lies bitte, was ich unter #14 geschrieben habe. Drogenstrich ist das Übelste was es gibt und hat mit der Prostitution, die ich von meiner Freundin kenne, nichts aber auch gar nichts zu tun.

Das Buch von Tamara Domentat ist im Gegensatz zu den meisten anderen Veröffentlichungen zum Thema kein "Reißer" sondern eine wissenschaftliche Arbeit.

mikenull hat vollkommen Recht. Es kommt darauf an, die Bedingungen für die Prostituierten zu verbessern. Und da hat sich in den letzten Jahren allerhand getan.
 
Übrigens - das hatte ich hier schon mal öfters erwähnt - habe ich längere Zeiten sogar in Bordells bzw. angeschlossenen Bühnen gearbeitet. Ich hatte da schon meine Einblicke. Das waren allerdings immer sehr, sehr teure Läden unten an der Schweizer Grenze. Denn auch der Schweizer ( "Vögliwennmögli" ) braucht ab und zu was für Seele und Körper.
 
Lies bitte, was ich unter #14 geschrieben habe. Drogenstrich ist das Übelste was es gibt und hat mit der Prostitution, die ich von meiner Freundin kenne, nichts aber auch gar nichts zu tun.

Das Buch von Tamara Domentat ist im Gegensatz zu den meisten anderen Veröffentlichungen zum Thema kein "Reißer" sondern eine wissenschaftliche Arbeit.

mikenull hat vollkommen Recht. Es kommt darauf an, die Bedingungen für die Prostituierten zu verbessern. Und da hat sich in den letzten Jahren allerhand getan.

Ich habe nicht eine so einseitige Sicht wie du denkst.

Vielleicht solltest du mal folgende Kritik aus der Zeit zu dem Buch lesen.

Prostitution: Sex ist eine Arbeit wie jede andere | Politik | ZEIT ONLINE
Zitat:
Das Buch argumentiert auf eine vertrackte Weise folgerichtig. Da offensichtlich benachteiligte Gruppen (Drogenabhängige, Opfer des Menschen-handels, der Unzucht mit Abhängigen oder Unmündigen et cetera) von der Autorin ausgeklammert werden, gerät das Thema Prostitution zur Frage der reinen Rationalität. Sexarbeit ist Arbeit wie jede andere, solange sie freiwillig ausgeübt und von den Betroffenen als angenehm erfahren wird.

Wenn man das nicht differenzierter betrachtet, könnte man ja auch Schneeschieben unter allen Umständen als eine Arbeit wie jede andere betrachten. [Satire] Lagerinsassen und ALG II Empfänger , raus auf die Straßen und Schnee schippen. [/Satire] So geht es aber nicht und das hat auch seinen Grund.

Zurück zur Prostitution:
Seit 2003 hat sich die Lage für Frauen aus Osteuropa durch die Öffnung der Grenzen zu den östlichen Nachbarn noch weiter verschlechtert. Sie schaffen nicht mehr direkt hinter der Grenze an, sondern werden von Zuhältern wegen der höheren Erlöse direkt in Deutschland in Clubs und Bordelle geschickt.

Klar gibt es jede Menge Prostituierte die z.B. über Escort-Service, selbständig und in gut geführten Bars o.ä. auf eigene Rechnung arbeiten. Denen geht es gut und das ist völlig ok.

Aber solche Fälle
Prostitution: Morgens Mathe, mittags H*** - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
gibt es eben auch zuhauf.

Mir geht es nur darum, dass nicht vergessen wird, dass längst nicht alle freiwillig in dem Gewerbe arbeiten und dass jeder, der Prostituierte aufsucht, auch Gefahr läuft, deren Zwangsausbeutung zu unterstützen. Auch im Rotlichtmilieu herrscht nämlich Marktwirtschaft. Geiz & Geil ist keine gute Kombination.
 
Mir geht es nur darum, dass nicht vergessen wird, dass längst nicht alle freiwillig in dem Gewerbe arbeiten und dass jeder, der Prostituierte aufsucht, auch Gefahr läuft, deren Zwangsausbeutung zu unterstützen. Auch im Rotlichtmilieu herrscht nämlich Marktwirtschaft. Geiz & Geil ist keine gute Kombination.

Da hast du Recht. Das gilt aber nicht nur für die Prostitution, sondern leider auch in vielen anderen Bereichen. Wenn du z. B. einen Brief mit einem privaten Briefdienst verschickst, unterstützt du auch Zwangsausbeutung, denn die Leute dort werden von den Arbeitsagenturen gezwungen unter übelsten Bediungungen für einen Hungerlohn zu arbeiten.

Wenn dann eine junge Frau sagt "nein, danke, da gehe ich lieber anschaffen", wundert mich das nicht.
 
Du hast ja schon in einem anderen Thread Hydra e.V. erwähnt, das ist aber nur eine von mehreren Organisationen. Dona Carmen ist eine weitere und veröffentlicht einen sog. Razzienspiegel:


» Blog Archiv » RAZZIEN – SPIEGEL

Daraus ein Ausschnitt:

OKTOBER 2010
FRANKFURT/MAIN: Bei einer Großrazzia in FRANKFURT/MAIN wurden 10 Bordelle kontrolliert und dabei von den 300 Einsatzkräften der Polizei eine minderjährige rumänische Prostituierte und ein minderjähriger Freier ausfindig gemacht. Die Aktion war Teil einer so genannten „Sicherheitsoffensive Bahnhofsviertel“, bei der eine Nacht lang das gesamte Frankfurter Bahnhofsviertel mit einem Verkehrsring abgeriegelt und dabei über 1.000 Personen des Viertels kontrolliert wurden. (Quelle: Startseite - Frankfurter Rundschau, 29.10.2010)
In einer gemeinsamen Aktion von deutscher und bulgarischer Polizei ist in Deutschland und Bulgarien zeitgleich gegen Bulgaren vorgegangen worden, die des Menschenhandels verdächtigt wurden. Dabei sind 9 Bulgaren in Bonn verhaftet worden. Bei der Razzia sind zudem 11 bulgarische Frauen in BONN und KÖLN gefunden worden, die „gehandelt“ worden seien. (Quelle: AFP, 24.10.2010)
Bei einer Großrazzia von rund 30 Polizeibeamten der Polizeidirektion Tuttlingen, unterstützt von Bundespolizei und Zoll, wurden in zahlreichen Gaststätten und Rotlicht-Etablissements in TUTTLINGEN, SPAICHINGEN und TROSSINGEN insgesamt 84 Personen und zahlreiche Fahrzeuge kontrolliert. Anlass war ein Fall von vor zwei Jahren, als von einer von Tuttlingen aus agierenden Tätergruppe mehr als 50 Frauen aus Osteuropa unter falschen Versprechungen angelockt worden seien, so die Polizei. Bei der diesjährigen Aktion fand man allerdings keine konkreten Hinweise auf Menschenhandel. (Quelle: Südkurier, 23.10.2010)
Bei einer bundesweiten Großrazzia in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Berlin und dem Saarland wurden nach Angaben der federführenden Polizei Saarbrücken neun verdächtige Mitglieder eines nigerianischen Menschenhändler-Ringes festgenommen, die Frauen mit Voodoo zur Prostitution gebracht haben sollen. An dieser bundesweiten „Traumreise“-Razzia nahmen 85 Polizeibeamte teil, die 14 Wohnungen und Bordelle u.a. in SAARBRÜCKEN, SAARLOUIS, KOBLENZ., LUDWIGSHAFEN und BERLIN durchsuchten und dabei acht Personen nigerianischer Nationalität verhafteten. An der Razzia im Saarland nahm auch ein Fernsehteam der ZDF-Reihe „Mona Lisa“ teil. (Quelle: RP Online, 20.10.2010)

wirklich gut geschrieben ist dieser aktuelle Link, den ich zu lesen empfehle:

Die Wegwerfmädchen - Nachrichten Print - WELT AM SONNTAG - Vermischtes - WELT ONLINE

Zitat:
Der Handel mit Frauen, Mädchen und manchmal auch Jungs zur sexuellen Ausbeutung blüht wie nie zuvor. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs Ende der 80er-Jahre ist die Zahl der Sexsklavinnen ständig gestiegen. Nach Schätzungen der Europäischen Kommission werden inzwischen Jahr für Jahr 120 000 Mädchen und Frauen aus aller Welt nach Westeuropa verschleppt und zur Prostitution gezwungen. Die Internationale Arbeitsorganisation rechnet vor, dass der Menschenhandel jedes Jahr weltweit fast 32 Milliarden US-Dollar Gewinn abwirft. 28 Milliarden davon werden mit sexueller Ausbeutung verdient, der Rest mit der Ausbeutung der Arbeitskraft. Neben dem Drogen- und dem Waffenhandel gilt die Versklavung mittlerweile als das lukrativste Geschäft der organisierten Kriminalität.

Denn Yamina hat nicht erwirtschaftet, was ihre Zuhälterin von ihr verlangt hatte: 52 000 Euro sollte das Mädchen abarbeiten, nachdem sie es nach Deutschland hatte schleusen lassen, dazu 3500 Euro für einen falschen Pass, Reiz- und Bettwäsche, die sie Yamina noch auf dem Weg ins Bordell in einem Supermarkt kaufte. Plus 130 Euro Tagesmiete für das Zimmer im Eroscenter. Wenn die Zuhälterin einmal in der Woche in das Bordell kam, um Yamina das Geld abzunehmen, was noch übrig war, musste das Mädchen auch die 50 Euro für deren Anfahrt bezahlen. Um all diese Ansprüche zu erfüllen, hätte Yamina rund 2000 Euro in der Woche verdienen müssen. Bei 30 Euro pro Freier, was in Etablissements wie dem Eroscenter dem Durchschnittswert entspricht, hätte sie jede Woche fast 70 Männer abfertigen müssen. Macht 70-mal Geschlechts-, Oral-, Analverkehr und unzählige Demütigungen. Vier bis fünf Jahre hätte es gedauert, bis Yamina abgezahlt hätte, was ihre Zuhälterin "Schulden" nennt.

Die Angaben der EU können hier nachgelesen werden.

EUROPA - Press Releases - EU Kommission verstärkt Kampf gegen Menschenhandel
 
mir ist gerade ein anderer aspekt in den kopf gekommen!
kenne mich in dem metier nicht sonderlich gut aus, aber soweit ich weiß sind bordelle legal und der straßenstrich nicht!?

ich kann eufranks abneigung verstehen, ich finde auch es muß nicht sein...
aber ich geber auch der diva recht dass die nachfrage das angebot bestimmt...

das risiko das ich dahinter sehe, ist folgendes:

wenn man prostitution bzw die arbeitsbedingungen verbessert, ist das natürlich etwas positives...auf der anderen seite könnte ich mir vorstellen dass es viele frauen dazu verleitet diesen "beruf" auszuüben! und das finde ich, zugegeben aus persönlichen ethischen gründen, schon irgendwie unmoralisch und auf das bild der frau bezogen, recht fragwürdig...

die frau war ja seit ewigkeiten eigl immer irgendwo die H*** des eigenen mannes. es ist noch nicht so lange her, da war vergewaltigung in der ehe noch kein verbrechen!

das hat man gott sei dank geändert...aber jetzt legalisiert und fördert man einen beruf, der dem gleich kommt was in ehen längst verboten ist...! zumindest finde ich gibt es da gewisse ähnlichkeiten!
ich verkaufe ja quasi die rechte an meinem eigenen körper!

insofern frag ich mich ob es nicht besser wäre hurerei komplett illegal zumachen, genauso wie dealerei! und dies auch ebenso streng zu ahnden!

das es immernoch irgendwie schlupflöcher geben würde, ist klar...aber evtl wären dann weniger frauen genötigt in dieses metier einzusteigen! und ich finde es ehrlich gesagt schon sehr schräg, dass wir heutzutage soweit sind, dass frauen das schon "machen wollen"!

wird "die frau" als mensch da nicht in ein ziemlich fragwürdiges bis menschenunwürdiges licht gesetzt?

und was "wirklich" in den geschlossenen räumen eines bordells abgeht, das kann doch keiner wissen....!
wenn kunde "schwarz " noch was drauf zahlt, wer weiß was er dann alles darf!?

nur so einpaar gedanken!

lg, kena
 
Ja, es wäre sicher spannend zu sehen, welche Sittenpolizei der Staat einsetzt und wie sie arbeiten würden. Und natürlich müßte man neue Gefängnisse bauen. Ein Konjunkturprogramm für die Sitte, herrlich.
Und aber gleich dazu wieder Grenzkontrollen einführen ( Samen an der Hose? Verdächtig! ) denn es ist kaum anzunehmen, daß Nachbarländer das mitmachen würden.
Übrigens: Als ich zum ersten Mal in den Ostblock ( damals Tschechoslowakei ) gereist bin, habe ich auch gedacht das da alles verboten ist. War es auf dem Papier auch. Dafür waren das die Schärfsten und Billigsten. ( damals 5 Mark ) Müßte so um 1979 gewesen sein.

Warum soll Straßenstrich illegal sein? Wenn die sich einfach an eine Straße stellen würden, wären sie am nächsten Tag weg. Und zwar zu Recht. Sowas ist nur in speziellen Gegenden erlaubt.
 
das hat man gott sei dank geändert...aber jetzt legalisiert und fördert man einen beruf, der dem gleich kommt was in ehen längst verboten ist...! zumindest finde ich gibt es da gewisse ähnlichkeiten!
ich verkaufe ja quasi die rechte an meinem eigenen körper!


Ich hab ja keine Ahnung, was du für Fantasien im Bezug auf Prostitution hast, aber dass die Frauen ihre Rechte am Körper verkaufen und das quasi eine Vergewaltigung ist, halte ich ehrlich gesagt für - sorry - reinen Blödsinn.

Es sei denn, man spricht über Zwangsprostitution. Aber die kann man sicher nicht ausrotten, indem man Prostitution verbietet. Ganz im Gegenteil.


Sieh es mal anders rum. Wer hier den Frauen das Recht auf ihren Körper nimmt, bist doch du, indem du entscheidest, mit wem sie unter welchen Bedingungen Sex haben dürfen.


Tuesday
 
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