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Porno Sucht

Dwarf :3

Neues Mitglied
Tagchen, ich hab seid 6 Jahren eine Porno Sucht und ich kriege das nicht mehr reguliert, ich weiß nicht was ich für Maßnahmen treffen kann um dem Konsum vorzubeugen. Es beeinflusst auch sehr stark mein Sex Leben, da ich zum einen sehr viel weniger spüre und manchmal Probleme beim hochkriegen habe und mir macht wi*** aus irgend einem Grund sogar mehr Spaß . Ich mache das mittlerweile so ca. 2-5 mal pro Tag (damals sogar noch mehr) und mir ist es so unfassbar unangenehm, dass ich mich nicht zusammenreißen kann darauf einfach zu verzichten. Ich weiß das ich ein Problem damit habe, ich weiß das mein Verhalten sehr ungesund für Körper und Psyche ist, und ich glaube ich erlebe momentan die Konsequenzen für mein Handeln.
Ich will einfach nur normaler werden.
 
A

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Re: Porno Sucht
Hallo Dwarf :3,

schau mal hier:
Porno Sucht. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Wieso muss jeder seinen eigenen Thread eröffnen?
Weil jeder sein eigenes Thema besprochen haben möchte und das auch legitim ist.

@Dwarf :3
Wenn ich das richtig gelesen habe, bist Du in einer Partnerschaft. Ich lese oft, dass Partnerschaftssex dadurch beeinträchtigt wird, wegen eben, wie Du selbst schreibst, Erektionsschwierigkeiten und auch zu wenig Stimuli durch "normalen" Sex. Eine Vagina oder eben eine fremde Hand ist eben nie so hart wie die eigene bzw. greift genauso zu, wie man selbst. Und bietet nicht diese schnellen, grellen Bilder wie ein Porno. Das Gegenüber ist nie so prall, so groß, so schematisch "schön", so willenlos verfügbar.

Dazu schreibst Du ziemlich ehrlich, dass Masturbation mehr Spaß macht. Ja, geht schneller, ist unverbindlicher, man kann genau das machen, was man selbst gerade will. Muss sich auf nichts einlassen, auf niemanden Rücksicht nehmen.

Und genau das ist für das Gegenüber maximal frustrierend, beschämend und wenn Du daran nichts tun willst, nahezu unweigerlich der Tod der Beziehung.

Dazu passen Deine anderen Probleme. Ich lese oft einen ähnlichen Kontext bei Pornosucht. Eigentlich ist es eine Masturbationssucht, die durch die grenzenlose Verfügbarkeit der Pornos eben leicht bedienbar ist. Schnelle Orgasmen bieten einen aufhellenden Hormonkick, das hilft gegen Depression und Langeweile. Kein Wunder, dass entsprechend belastete Menschen dann so etwas entwickeln.

Ich hab viel mehr Worte gebraucht um zu erklären, was hier schon jemand deutlich kürzer schrieb: Du brauchst Therapie.
 
Hier wird schnell von einer Therapie gesprochen, was ich auch für den richtigen Ansatz halte. Allerdings sehe ich den Grund für einen Therapie hier an anderer Stelle. Ich denke, es ist gar nicht die Sex-Sucht, die im Vordergrund steht, das klingt für mich eher danach, dass Du Dich in eine Art eigene Welt flüchtest. Die Frage, um die es ggf. geht ist, warum flüchtest Du. Und da sehe ich einen Ansatz für eine Therapie.
 
Was du beschreibst ähnelt eindeutig einem zwanghaften Verhalten und nicht nur einer schlechten Gewohnheit Und dass du dir dessen bewusst bist und es dich stört ist bereits ein wichtiger Punkt das bedeutet dein Kontrollsystem ist noch da auch wenn es überlastet ist

In solchen Situationen scheitert reine Willenskraft fast immer Es ist kein moralisches Problem sondern ein Problem des Belohnungssystems von Automatismen und der Emotionsregulation

Verstehe was mit dir passiert ohne dich zu verurteilen
Wiederholter Pornokonsum wirkt als starker und schneller dopaminerger Reiz dein Gehirn sucht eine automatische Lösung für Stress Langeweile oder innere Spannung dann gerätst du in einen Kreislauf aus Verlangen Konsum Erleichterung Schuld Stress erneuter Konsum
Dass du es 2 bis 5 Mal pro Tag machst zeigt dass sich bereits ein fest etablierter Kreislauf gebildet hat und nicht nur ein einfaches Disziplinproblem

Was wirklich funktioniert konkret

Zugang reduzieren nicht mit dir selbst verhandeln
Du musst Reibung erzeugen
Blocker auf dem Telefon oder PC für bestimmte Seiten
Soziale Netzwerke oder auslösende Konten löschen
Nie allein mit dem Telefon in bestimmten Bereichen bleiben wie Bett oder Toilette wenn möglich
Telefon außerhalb des Schlafzimmers laden
Ziel ist es das Verhalten weniger automatisch zu machen nicht unmöglich

Reale Auslöser erkennen
In 80 Prozent der Fälle ist es nicht reines sexuelles Verlangen sondern Stress Einsamkeit Langeweile Müdigkeit Angst oder eine Gewohnheit nach dem Aufwachen oder vor dem Schlafen
Du musst genau erkennen in welchen Momenten du nachgibst

Technik der bewussten Verzögerung
Wenn der Drang kommt kämpfst du nicht dagegen sondern verschiebst ihn nur um 10 Minuten dann 20 dann 30
In dieser Zeit gehen spazieren kalte oder lauwarme Dusche Liegestütze oder kurze körperliche Aktivität den Raum verlassen
Oft steigt der Drang wie eine Welle und sinkt dann wieder ab

Ersetzen nicht nur unterdrücken
Wenn du etwas entfernst ohne es zu ersetzen kehrt das Gehirn zurück
Effektive Ersatzhandlungen sind kurze intensive Sporteinheiten wie Liegestütze oder Kniebeugen schnelles Gehen draußen Tätigkeiten mit den Händen wie Putzen oder Heimwerken und selbst minimale soziale Kontakte 😊
 

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