Ich denke, dass ich verstehe, was du meinst - und ich stimme dir da auch zu.
Gleichfalls denke ich, dass es da verschiedene Perspektiven gibt, die man einnehmen kann. Die Perspektive, die aus meiner Sicht seltener ist, ist die, dass man sich als winziges Sandkorn im Gesamtablauf der Dinge sieht - wobei dann auch das persönliche Leid und die persönliche Freude einigermaßen relativ sind. Das kann auch sehr befreiend sein - wenn man gewissermaßen sich selbst, seine persönlichen Umstände, den Status und die Absichten nicht so wichtig nimmt.
Die andere, etwas populärere Sichtweise ist aus meiner Sicht anders - auch das zurecht. Zwar schöpfen wir alle aus diesem gleichen Pool der Unendlichkeit, aber das macht uns bzw. jeden einzelnen Menschen ja nicht belanglos bzw. irrelevant. Unsere ganze Existenz - das ganze Handeln, Denken und Fühlen - ist zumindest für uns selbst wichtig. In gewisser Weise ist man selbst das Wichtigste überhaupt - weil es die einzige Arbeitsgrundlage ist, die man überhaupt hat.
Mit einem selbst steht und fällt gewissermaßen alles - spätestens mit dem Tod -, ob man sich dabei nun als wichtig sieht oder nicht.