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Plötzliche Distanzierung

Du kannst nach Indien rüber schauen.
Die Eltern der künftigen Partner prüfen, ob die beiden dieselben Ziele haben und neben den Partnern verbinden sich dann auch deren Familien.
Durch die gemeinsamen Ziele wird "man" gerade zu der Person, die den anderen am meisten unterstützt und die von ihm am meisten unterstützt wird - so dass eine tiefe Verbundenheit statt findet.
Dieses Modell - mit den weit geringeren Trennungsraten - zeigt Stärken gegenüber dem hiesigen, in dem man sich erst verliebt und dann prüft, was man miteinander anfangen soll.

Der Besuch bei der Familie wird ihn zum Nachdenken gebracht haben, was er genau von der Beziehung erwartet (oder was er bieten kann).
 
Danke für deine Antwort, wir sind erst seit Februar diesen Jahres zusammen, kennen uns aber seit 1,5 Jahren, wir waren von Anfang an sehr vertraut miteinander, ich wollte mir jedoch mit der Beziehung Zeit nehmen.
Er meinte er hat wieder Probleme mit seinen Depressionen und er fühlt sich eingeengt ( wir sehen uns wenn überhaupt 2x die woche)
Er hat gesagt, er ist ein Mensch der viel Zeit alleine braucht, aber auch das er sich wünschen würde, das es anderes wäre, er möchte mir nah sein, kann es aber nicht, er weiß nicht, ob er der Beziehung gerecht werden kann, aber anfangs war er immer gut drauf, wir haben die Zeit genossen und er wollte mich von sich aus sehr oft sehen, das passt alles nicht zusammen....
Ich würde ihn fragen, wie er sich das dann in Zukunft vorstellt und mir, an Deiner Stelle, überlegen, wie lange ich bereit wäre das mitzumachen.
 
Ich hatte auch mal einen der depressiv war. Da war das genauso.
Die Frage ist, ob du das dauerhaft möchtest.
Ich finde, da merkt man sofort, wenn einer es nicht möchte. Ich hatte monatelang gelitten nur um dann einen Schlussstrich zu ziehen und es zu beenden.
Das gleiche würde ich dir raten.
So wirst du nicht glücklich.
 
Er meinte er hat wieder Probleme mit seinen Depressionen und er fühlt sich eingeengt ( wir sehen uns wenn überhaupt 2x die woche)
Er hat gesagt, er ist ein Mensch der viel Zeit alleine braucht, aber auch das er sich wünschen würde, das es anderes wäre, er möchte mir nah sein, kann es aber nicht, er weiß nicht, ob er der Beziehung gerecht werden kann, aber anfangs war er immer gut drauf, wir haben die Zeit genossen und er wollte mich von sich aus sehr oft sehen, das passt alles nicht zusammen....

Das erklärt es natürlich schon etwas. Aus meiner Erfahrung mit Menschen, die Depressionen haben, weiß ich, dass sie oft innerlich wie taub sind, nicht mehr so fühlen, wie ohne Depressionen und auch Gefühle nicht so fühlen und zeigen können.

Solange man gut drauf ist, läuft ja oft alles gut, aber Depression ist eine ernste Krankheit, die einen Menschen sehr verändern kann. Dann ist oft alles zuviel, Menschen, die einem gut tun, stören einen dann vielleicht, man hat keine Lust und Kraft auf Kommunikation und möchte viel alleine sein. Das geht vielen so. Es ist nicht leicht - weder für den, der depressiv ist noch für Angehörige und Freunde.

Ist er in Behandlung, Therapie, Medikamente?

Ich würde ihn nicht unter Druck setzen. Wenn einem nicht danach ist, dann kann man nicht liebevoll sein und reden. Aber ich würde für mich überlegen, ob ich da noch länger auf Besserung warten würde oder mich trennen würde.
 
für ein langes Wochenende zu seiner Familie gefahren, er hatte dort einige Gespräche
als er zurückkam, war er wie ausgewechselt
Er meinte er hat wieder Probleme mit seinen Depressionen

Da könnte ein Zusammenhang bestehen und Depressionen könnten eine Erklärung für sein Verhalten sein.
Dann wird er seine Kraft dafür brauchen, da durchzukommen; da bleibt keine Energie, um auf eine Partnerin, die Beziehung einzugehen.

und er fühlt sich eingeengt ( wir sehen uns wenn überhaupt 2x die woche)

Hier wieder denke ich an Bindungsschwierigkeiten.

Beide Themen haben es in sich; damit muss man umgehen können, sich das zumuten wollen.

Er hat gesagt, er ist ein Mensch der viel Zeit alleine braucht, aber auch das er sich wünschen würde, das es anderes wäre, er möchte mir nah sein, kann es aber nicht, er weiß nicht, ob er der Beziehung gerecht werden kann, aber anfangs war er immer gut drauf, wir haben die Zeit genossen und er wollte mich von sich aus sehr oft sehen, das passt alles nicht zusammen....

Lies mal was zu Bindungsstörung/-angst. Das würde sehr gut passen.

wir sind erst seit Februar diesen Jahres zusammen, kennen uns aber seit 1,5 Jahren, wir waren von Anfang an sehr vertraut miteinander, ich wollte mir jedoch mit der Beziehung Zeit nehmen.

1,5 'ungefährliche' Jahre, jetzt war die Beziehung dabei sich zu festigen - sehe ich das richtig? Das kann Panik auslösen, kann verschließen auslösen, Mauern hochziehen, abkühlen, Rückzug.

Ihr kennt euch lange.
Wusstest du nichts von seinen Depressionen? Gab es da nie Anzeichen von Rückzug?
 
er fühlt sich eingeengt
Das ist die deutliche Ansage an dich. Er ist nicht soweit für eine feste Beziehung, vermutlich ist ihm dies mit zu vielen Verpflichtungen verbunden. Es wurde ihm erst bewusst, als er ein paar Tage Abstand von dir hatte. Eine gemeinsame Zukunft sehe ich nicht, allerhöchstens eine Freundschaft Plus. Mehr darfst du nicht erwarten.
 

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