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Plötzlich Gespräch mit Chef - Angst

@Unlimited: In meiner Branche gilt immer noch hire and fire. Betriebsräte gibt es nicht. Wenn denen dein Gesicht nicht passt, bist du weg. Ist auch relativ einfach, da Verträge sowieso immer befristet sind. Wenn man irgendwo 3 Jahre am Stück gearbeitet hat, gilt das als lang. Ich hab da schon einiges erlebt in den letzten 10 Jahren und bin da deshalb recht (über-) sensibel. ;-)

Das ist natürlich schlimm. Von welcher Branche ist die Rede, wenn ich fragen darf?
 
@Unlimited: Die "Branche" ist Online Marketing - falls man das als Branche bezeichnen kann.

Das Gespräch war inzwischen und ich hatte Recht, es ging um meine Fehlzeiten.

Die Geschäftsführerin war Recht nett, hat eher nachgefragt ob alles ok ist, aber ohne z.B. nach dem Grund zu fragen. Sie hält auch recht viel von mir (bisher zumindest) und hatte mir auch schon mal angedeutet, dass sie andere Aufgaben für mich im Sinn hat.

Mein Chef war da nicht so taktvoll. Er war auch nicht direkt unfreundlich, hat mich aber kaum zu Wort kommen lassen. Obwohl ich jetzt nicht mal sagen könnte, was er alles geredet hat...

Um Mal etwas auszuholen: Mein Chef ist Recht unnahbar und hat keinen Bezug zur Arbeit die wir tun. Er könnte keinen von uns auch nur einen Tag vertreten oder die Aufgaben beschreiben (Rechnungen etc. machen wir auch alles alleine). Und ich hatte noch nie Gespräch alleine mit ihm. Insgeheim glaube ich auch, er hat ein Problem mit Frauen - er ist eher der Machotyp.

Er hat dann gesagt, dass er langsam Zweifel an meiner Zuverlässigkeit hat und er sich nicht sicher ist, ob der Job der richtige für mich ist. Wenn dem nicht so sei, sollte ich das bitte sagen. Was mich sehr getroffen hat, denn wenn viel zu tun war, bin ich z.B. auch trotz Krankschreibung ins Büro gekommen. (Von alleine und nicht erst nach Aufforderung.)

Ich hab am Anfang mal gesagt, als er fragte ob alles gut läuft, dass die Arbeit ja nicht schwierig sei und nur die Menge der Aufgaben eine Herausforderung wäre.

Ich glaube, das hat er mir furchtbar übel genommen, obwohl es einfach die Wahrheit ist. Wir erhalten unsere Aufgaben von der Führungsebene und führen sie dann nur noch stur aus. Dazu muss man nicht studiert haben, man muss lesen und einen Computer bedienen können.

Wie auch immer.... Ein wirkliches Ergebnis hatte das Gespräch nicht.

Ich nehme daraus mit, dass ich mich lieber nicht nochmal krank melde, egal ob ich dann ins Büro kotze oder alle anderen anstecke und, dass ich mich vor meinem Chef lieber in Acht nehmen sollte.

Ich danke euch nochmal allen für eure aufmunternden Worte. Das hat mir sehr bei der Angst vor dem Gespräch geholfen. 🙂

Viele Grüße.
 
Zitat:
Er hat dann gesagt, dass er langsam Zweifel an meiner Zuverlässigkeit hat und er sich nicht sicher ist, ob der Job der richtige für mich ist. Wenn dem nicht so sei, sollte ich das bitte sagen.

Ich hoffe, daß du da mal nachgefragt hast, aufgrund welcher Begründung er das meint und dass Du ganz und gar nicht dieser Meinung bist

Zitat:
Was mich sehr getroffen hat, denn wenn viel zu tun war, bin ich z.B. auch trotz Krankschreibung ins Büro gekommen. (Von alleine und nicht erst nach Aufforderung.)

Damit hast DU ein Gesetz gebrochen.

Krankschreibung ist ein Recht und eine Pflicht zugleich. Für das Recht gab es harte Arbeitskämpfe. Es ist eine Pflicht, Deine Pflicht, Dich zu schonen und zu Hause zu bleiben, damit andere sich nicht anstecken und damit Du Deinem AG lange fit erhalten bleibst.

Warum hat Dich das hart getroffen? Ich bin auch ein fleißiger Mensch, ich mache meine Ü.-stunden. Aber wenn ich krank bin, bin ich krank und wer weiß es besser als der Doktor, dem ich Folge zu leisten haben.

Ich verstehe es nicht, wirklich nicht...

Warum bist Du so duckmäuserisch...warum gehst Du zur Arbeit, obwohl Du eine Krankschreibung hast? Bist Du früher gesund als "gedacht", mußt Du Dich vom Arzt sozusagem gesund schreiben lassen...

Kriegst Du einen Orden oder mehr Rente, wenn Du mit Krankheit zur Arbeit gehst? Wieso läßt Du Dich erst krankschreiben? Ich habe auch schon mal gesagt, bei einer nichtansteckenden Erkrankung: Herr Dok...ich gehe zur Arbeit und wenn es nicht geht, komme ich darauf wieder zurück...

Klare Worte helfen weiter, auch bei den Leuten aus der Chefetage...

Klare Worte, nein und ja oder Rechtfertigungen...

Du mußt nicht mal sagen, welche Krankheit Du hast, das geht ihm nix an...

Ich glaube, den Chefs ist Klartext auch lieber als so gewurschtel.

Zitat:
Ich hab am Anfang mal gesagt, als er fragte ob alles gut läuft, dass die Arbeit ja nicht schwierig sei und nur die Menge der Aufgaben eine Herausforderung wäre.

Ja, ein Zuviel an Worte. Willst Du was ändern, gehe mit konkreten Vorschlägen / Konzepten zur Geschäftleitung oder Chef und gut ist....

g.
 
@Unlimited: Die "Branche" ist Online Marketing - falls man das als Branche bezeichnen kann.

Das Gespräch war inzwischen und ich hatte Recht, es ging um meine Fehlzeiten.



Er hat dann gesagt, dass er langsam Zweifel an meiner Zuverlässigkeit hat und er sich nicht sicher ist, ob der Job der richtige für mich ist. Wenn dem nicht so sei, sollte ich das bitte sagen. Was mich sehr getroffen hat, denn wenn viel zu tun war, bin ich z.B. auch trotz Krankschreibung ins Büro gekommen. (Von alleine und nicht erst nach Aufforderung.

Ich nehme daraus mit, dass ich mich lieber nicht nochmal krank melde, egal ob ich dann ins Büro kotze oder alle anderen anstecke und, dass ich mich vor meinem Chef lieber in Acht nehmen sollte.

Ich danke euch nochmal allen für eure aufmunternden Worte. Das hat mir sehr bei der Angst vor dem Gespräch geholfen. 🙂

Viele Grüße.

Und genau hier ist der Hase begraben.. Angst ist der ärgste Feind im Leben.. In meinen Augen ist es dann der verkehrte Job.. Ein Job soll Spass machen, ansonsten wird man krank.. So sieht e ja bei dir aus.. Der Druck schwächt dein Immunsystem.. , macht dich krank.. Ich habe inzwischen eine "Ihr könnt mich alle mal " Einstellung.. Wenn sie mich entlassen wollen, dann sollen sie es tun.. Fertig.. Und Angst vorm Chef ist nie gut..
Die machen dann mit einen was sie wollen.. Selbstbewusstes Auftreten muss man manchmal lernen, bringt einen aber wesentlich weiter im Leben..
 
Die spielchen kenne ich auch. Bis ich kappiert habe das das der Anfang vom Ende war war es auch schon zu ende. Aller einsatz für die Firma waren für die Katz und wurden als normal angesehen. Manch ein Unternehmer sehen erst was man geleistet hat wenn man nicht mehr da ist. Mein Chef versuchte mich zurück zu holen was ich dankend ablehnte.
 
Wenn der Vorgesetzte sagt, dass du den falschen Beruf ausübst bzw. der Job der falsche für dich ist, dann ist das das Ende. Schlimmer geht's nicht. Dann wird auch in deinem Zeugnis irgendwas schlimmes stehen, "er hat sich bemüht" o.ä.
 

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