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Pflichtpraktikum Vergütung

  • Starter*in Starter*in ano2201049
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ano2201049

Gast
Hallo,

weiß jemand, was man in einem Vollzeit-Pflichtpraktikum von 6 Monaten bekommt?

Wir bekommen hier am laufenden Band Praktikumsstellen angeboten, die sind aber größtenteils in einem Umkreis, den man nicht mehr pendeln kann.

Wenn ein Unternehmen seine Stellenanzeigen wissentlich und aktiv an unsere Uni weiterleitet, kann ich dann davon ausgehen, dass die Vergütung hoch genug ist, um sich vor Ort eine Unterkunft leisten zu können?

Ich weiß, dass man das in einem Vorstellungsgespräch klären könnte. Allerdings kostet es auch erst mal gar nicht so wenig Mühe und Geld, um zu diesem Vorstellungsgespräch zu kommen. Ich fände, dass es ziemlich viel vergeudete Energie wäre, wenn ich das dann erst vor Ort erfahre und es eben nicht reicht. Fändet ihr es schräg oder dreist, sowas vorab zu erfragen?

Ich denke, dass ich je nach Stadt um die 700€ bräuchte, um meine Kosten zu decken.

LG
 
Für Pflichtpraktika gibt es in der Regel keine Entlohnung und du hast auch kein rechtliches Anrecht darauf. Und ansprechen kann man so was immer. Ich würde aber nie im Leben die vollen 700 fordern. Lieber 300 und einen 450 Euro-Job.
 
Das ist doch Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Das kannst du auch im Vorfeld klären.
 
Für Pflichtpraktika gibt es in der Regel keine Entlohnung und du hast auch kein rechtliches Anrecht darauf. Und ansprechen kann man so was immer. Ich würde aber nie im Leben die vollen 700 fordern. Lieber 300 und einen 450 Euro-Job.
Wie soll ich das denn bewältigen? Da müsste ich an 7 Tagen in der Woche arbeiten.

Dass man gar keine Entlohnung im Pflichtpraktikum erhält, halte ich für ein Gerücht bzw. das würde ich nicht mitmachen. Niemand kann von Luft leben. Einen Mindestlohn bekommt man sicher nicht, aber eine Aufwandsentschädigung sollte schon drin sein.
 
Ich suchte selbstständig und das musste auch flott gehen und rief darum verschiedene im Umkreis an.
Die erklärten meistens von selbst, was da auf mich zukommt und das drumrum. Vergütung gabs so gut wie nie. Das höchste war mal 255,- (aber wenn man sich als Hilfskraft danach verpflichtet) und umsonst essen dort, war fast immer dabei.
 
Ich suchte selbstständig und das musste auch flott gehen und rief darum verschiedene im Umkreis an.
Die erklärten meistens von selbst, was da auf mich zukommt und das drumrum. Vergütung gabs so gut wie nie. Das höchste war mal 255,- (aber wenn man sich als Hilfskraft danach verpflichtet) und umsonst essen dort, war fast immer dabei.
Hast du das direkt am Telefon erfragt?

Wann war das und in welcher Branche bzw. in welchem Studiengang?
 
Hast du das direkt am Telefon erfragt?

Wann war das und in welcher Branche bzw. in welchem Studiengang?

Die erklärten es einfach so am Telefon, weil das anscheinend oft gefragt wurde.
Ich rief Kliniken und Krankenhäuser an. Im ersten Studienabschnitt, also Anfang 2017, war das bei mir.
 
Ich denke, etwas wirst du schon bekommen. Aber die Höhe wird sich vermutlich danach richten, in welcher Branche und in welcher Firma du das Praktikum absolvierst. Mein Mann (Mechatronikingenieur) hatte - das ist aber schon über 10 Jahre her - ca. 600€ im Monat und zum Ende des Praktikums noch eine Prämie von ca. 2000€ erhalten. Das war ein mittelständisches Unternehmen im tiefsten Osten. Sein Kumpel (Mathematiker) hat bei einem Konzern (auch im tiefsten Osten) ca. 1000€ im Monat erhalten.
 
Das ist sehr unterschiedlich. Von 150€ (Beim Radio) bis 1.000€ (bei einem großen Autoteilzulieferer) habe ich einiges im Bekanntenkreis mitbekommen.

Leider interessiert es einige Firmen nicht, wie man die Zeit bewältigt (es wird darauf spekuliert, dass die Eltern finanziell helfen).

Jedes unbezahlte Praktikum macht die Welt ein bisschen ungerechter, daher würde ich es grundsätzlich ablehnen.
 
Unbezahltes Praktikum klingt für mich nach legaler Sklaverei, und die Begründungen dafür sind abenteuerlich (weil der Praktikant ja schließlich was lernt!), denen zufolge könnte man theoretisch jedem Lehrling das Lehrlingsgehalt verweigern.
Wie macht das jemand, der mangels potenter Verwandtschaft weder von Eltern was zu erwarten hat, noch über eigene Ersparnisse verfügt? Denn so viel, daß man sich von Studentenjobs allein über Wasser halten könnte, bringen die meisten davon auch nicht, und soviel ich weiß, gibt es in dieser Zeit auch keine Sozialhilfe oder Hartz, weil für die Sozialämter immer noch die bezahlten Praktika der Normalfall sind (was es aber schon lange nicht mehr gibt, weil kostenlose Sklaven für die Firmen die billigere Alternative sind).
 

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