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Perspektive?

  • Starter*in Starter*in Versager
  • Datum Start Datum Start
@ Alböguhl: Das Problem ist letztendlich, dass ich keine wirklichen Chancen habe. Die letzten 5 Jahre meines Lebens habe ich damit verbracht, ein guter Komponist zu werden, und bin damit gescheitert. Genauso, wie ich die letzten 2,5 Jahre sehr viel Sport gemacht habe und immernoch nicht normal aussehe. Oder dass ich mein ganzes Leben schon isoliert bin, und egal was ich mache wird es doch nur immer schlimmer.
Das, worin ich meine gesamte Lebensenergie gesteckt habe, war alles umsonst.
Das Problem ist dein denken, , das ist schon negativ, dann das Handeln wieder negativ.
Was ist ein guter Komponist, warum versuchst du es, wenn du eh keine Chance hast.
Wie willst du durch Sport ( normal ) aussehen was ist für dich normal.?
Isoliert:
Was erwartest du von andern, wie sollen die helfen, wenn du so denkst.
Schau mal in den Trade eines ähnlichen Kandidaten der über Jahre versucht.....
Ist ein Problem von erlernter Hilflosigkeit;
Und zumeist steckt ein Glaubenssatz dahinter, der uns einflüstert: „Das kann ich nicht.“
Oder: „Dafür hab ich einfach kein Talent.“
Und damit schieben wir unsere Verantwortung für die Situation dann ganz einfach ein wenig beiseite.
Eine solche Verallgemeinerung hat schwerwiegende Folgen für unser Selbstbewußtsein und damit für unser Leben.
Schau dazu mal hier: https://zeitzuleben.de/erlernte-hilflosigkeit/
 

Hallo Alböguhl,

schau mal hier: Perspektive?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

@Alböguhl: Es ist schon so, dass die Stellen heute nicht mehr auf der Straße liegen. Es gibt auch weder einen "Fachkräftemangel", noch sonst einen Mangel an Arbeitskräften. Die Probleme von "Versager" kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen. So traurig es ist, aber Fähigkeiten, Motivation und Kompetenzen sind häufig zweitrangig. Es zählen Abschlüsse und Lebensläufe. Und wer dann noch die vom TA beschriebenen Probleme hat, der hat es heutzutage verdammt schwer. So zu tun, als bräuchte es einfach nur ein bisschen Mut und positive Einstellung, halte ich für problematisch, weil es der Realität auf diesem Arbeitsmarkt nicht gerecht wird... Auch wenn das sicher nett gemeint ist.

@Versager: Der naturwissenschaftliche Abschluss könnte etwa im Bereich von Assistenzstellen in naturwissenschaftlichen Einrichtungen hilfreich sein. Dort gibt es auch Stellenbedarf. Vielleicht würde sich in dieser Richtung etwa über ein Praktikum etwas entwicklen können. An sich kann ich deine Erfahrungen absolut nachvollziehen. Mir blüht nach dem Ende einer befristeten Stelle auch wieder der Arbeitsmarkt. Die Frage nach den Perspektiven stelle ich mir dabei schon seit vielen Jahren.
 
Du hast mehrere Möglichkeiten, wenn es JETZT nicht mit dem Job klappt.

Einen Master dranhängen. Damit kann man sich wettbewerblich zumindest weiter spezialisieren. Wenn du sowohl einen Bachelor in Naturwissenschaften als auch Musik hast wäre vielleicht sogar etwas in Richtung "Motorische Intelligenz", "KI" oder "Cognitive Science" vielleicht ganz spannend. Vielleicht auch in einem psychotherapeutischen Bereich, Musik wird auch oftmals in der Therapie verwendet.

Oder den Master in "Komposition".

Lehrer im Quereinstieg werden. Die Einstellungschancen im Bereich Musik und Bio sind gut bis sehr gut. Biologie wird langfristig auch einen Fachkräftemangel haben, so die Prognose zumindest. Setzt aber zumindest auch wiederum 2 Jahre Berufsvorbereitungsdienst und eine Prüfung voraus. Man wird aber nicht verbeamtet, einziger Haken.

Selbstständig machen und an jeder Tür klopfen, seien das auch 10.000.
 
@Alböguhl: Wie sollte denn meine Einstellung aussehen? Oder anders gesagt: Welche Einstellung kann ich denn sonst haben, wenn ich nicht gänzlich von der Realität entkoppelt bin?

Daran, weiter zu studieren habe ich auch bereits gedacht. Leider ist das, was ich studiert habe eben keine klassische Komposition gewesen, also ist ein Master Komposition für mich ziemlich ausgeschlossen. Da komme ich wegen der Aufnahmeprüfungen nicht rein. Ich habe mir jetzt Musikwissenschaften angesehen, und da sieht es auch ziemlich schlimm aus.

Den Lehrerberuf habe ich mir überlegt. Ich weiß da nur eben auch nicht, ob mein Musikwissen und -können ausreicht. Biologie... könnte man machen, aber ich fand das Studium halt schon schlimm. Ich hab mich da durchgezwungen, obwohl es mir keinen Spaß gemacht hat. Ob das jetzt für den Rest meines Lebens in Form eines Berufs das Richtige wäre, weiß ich nicht.

Wegen Selbstständigkeit habe ich versucht, viele Initiativbewerbungen zu schreiben, allerdings kommt da wenn überhaupt, nur die Absage. Ohne Berufserfahrung ist es nicht möglich, Berufserfahrung zu bekommen, und ohne Kontakte kann man keine Kontakte knüpfen.

Eigentlich ist mein Leben jetzt schon vergeigt. Und je länger ich lebe, umso größer ist das Gefühl von Schuld und Schande. Ich bin leider nur selbst dafür zu feige, mich abzuschaffen.
 
@Alböguhl: Es ist schon so, dass die Stellen heute nicht mehr auf der Straße liegen. Es gibt auch weder einen "Fachkräftemangel", noch sonst einen Mangel an Arbeitskräften. Die Probleme von "Versager" kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen. So traurig es ist, aber Fähigkeiten, Motivation und Kompetenzen sind häufig zweitrangig. Es zählen Abschlüsse und Lebensläufe. Und wer dann noch die vom TA beschriebenen Probleme hat, der hat es heutzutage verdammt schwer. So zu tun, als bräuchte es einfach nur ein bisschen Mut und positive Einstellung, halte ich für problematisch, weil es der Realität auf diesem Arbeitsmarkt nicht gerecht wird... Auch wenn das sicher nett gemeint ist.
Die Realität ist ja für alle gleich,?; eben nicht.
Wenn der Istzustand die Realität im Leben ist und bleibt, dann kann man nichts ändern?
Man muß nicht nur so tun um Mut und eine Positive Einstellung zu haben , sondern es auch nutzen.
Was schlägst du den vor was er zu tun hätte, etwas abzulehnen, Probleme zu haben, Problematische Situation auf dem Arbeitsmarkt ist für alle da:
Gerade dann, wenn du mit dem Gedanken spielst aufzugeben, denke daran: Jeder von uns trägt einen Schlüsselbund mit sich.
Um im Leben die richtige Tür zu öffnen, müssen wir verschiedene davon ausprobieren, bis der richtige paßt.
Verliere nie den Glauben an dich, denn es gibt Menschen, die ihn mit dir teilen …
Wenn du nicht fliegen kannst, dann laufe.
Wenn du nicht laufen kannst, dann gehe.
Wenn du nicht gehen kannst, dann krieche.
Aber du mußt dich nach vorne bewegen.
 
@Alböguhl: Wie sollte denn meine Einstellung aussehen? Oder anders gesagt: Welche Einstellung kann ich denn sonst haben, wenn ich nicht gänzlich von der Realität entkoppelt bin?
Eigentlich ist mein Leben jetzt schon vergeigt. Und je länger ich lebe, umso größer ist das Gefühl von Schuld und Schande. Ich bin leider nur selbst dafür zu feige, mich abzuschaffen.
Realität ist die subjektive Wirklichkeit.

Sich abzuschaffen dazu gehört Mut, den hast du nicht.
Aber auch nicht den Mut dich ernst zunehmen, das für dich zu sehen was du bis jetzt geschafft hats, machst dich abhängig von der Meinung anderer, von wem?
Lass dich nicht von den andern die auch meinen auch versagt zu haben mitreißen.
Du bist kein Lemming!
Grübeln ist wie schaukeln, man bewegt sich, aber man kommt nicht von der Stelle.
Du hast nicht nur die Freiheit ,aufzugeben, sondern auch die in eine andre Richtung, warum willst du diesen Weg nicht sehen.
Es ist nutzlos zu versuchen, Menschen zu helfen, die sich nicht selbst helfen.
Man kann nur jemandem eine Leiter hinaufstoßen, wenn er bereit ist, selbst zu klettern....

Du hast erst verloren, wenn Du aufhörst es zu versuchen.
Es mag zwar nicht leicht sein, aber es wird es wert sein.
 
Hast du kein Netzwerk an der Uni, eine Studiberatung, Berufsberatung an die du dich in dieser Frage wenden kannst? Allzu lang bist du ja nicht aus dem Bachelor raus, vielleicht kannst du dich da mal melden. Vielleicht gibt es an eurer Uni ja auch sowas wie Talentscouts, die können einem oftmals viele Optionen und Möglichkeiten an die Hand geben von denen man nichts gewusst hat. Die Scouts sind nicht nur für "Talente", sondern bilden ein Netzwerk mit Verbänden und Ansprechpartnern.

Bin darüber auch an meine letztendliche Studiwahl gekommen. Die können einem aber auch übergreifend helfen.

Ansonsten das Arbeitsamt auch mal anfragen was für Optionen man nun hat und ob die da einem weiterhelfen können.

Du solltest aber auch definitiv überregional schauen und vllt einen Umzug auf dich nehmen, falls du das noch nicht gemacht hast.
 
Überregional? Ich schaue Europaweit.

Talentscouts... Naja, unser Studiengangsleiter ist zufällig auch der Talentscout für seine eigene Firma. Da dürfen ein paar Lieblinge mitarbeiten und die haben dann auch die tollen Projekte als Referenz. Der Rest ist sich selbst überlassen. Bzw. munkelt man, dass der Studiengangsleiter sogar ein Auge darauf hat, dass die Nicht-Lieblinge keinen Kontakt zu anderen Firmen bekommen, nicht dass die Konkurrenz mit preiswerten Arbeitskräften versorgt wird.
Auf eine Nachfrage von vor ein paar Jahren hat mir dieser Herr Studiengangsleiter genau das geraten, was ich mache: Auf Facebook versuchen zu netzwerken und Initiativbewerbungen schreiben. Klappt halt nur nicht.

Ich habe geschaut, ob es eine Studienberatung an meiner Hochschule gibt, aber selbstverständlich gibt es das nicht.

@Alböguhl: Das sind ja alles sehr beschwingte Reden, die du da von dir gibst, aber leider leitet sich davon auch keine konkrete Handlungsanweisung ab.
Guten Menschen passiert gutes, glaube an das Gute und dir wird Gutes wiederfahren, reframe die Siuation, denke positiv, sei selbstbewusst, wenn eine Tür zugeht, geht ein Fenster auf, wenn es schlecht ist, ist es nicht das Ende, denn am Ende ist alles gut, denke konkstruktiv, lebe jeden Tag als ob es dein letzter wäre und wenn dir das Leben eine Zitrone gibt dann mach Limonade draus, und wenn dir das Leben Steine in den Weg legt, dann bau was schönes draus. Derartige Sprüche kann ich auch selber in Endlosschleife wiedergeben, nur eines tun sie nicht: Helfen.
 
Überregional? Ich schaue Europaweit.

Talentscouts... Naja, unser Studiengangsleiter ist zufällig auch der Talentscout für seine eigene Firma. Da dürfen ein paar Lieblinge mitarbeiten und die haben dann auch die tollen Projekte als Referenz. Der Rest ist sich selbst überlassen. Bzw. munkelt man, dass der Studiengangsleiter sogar ein Auge darauf hat, dass die Nicht-Lieblinge keinen Kontakt zu anderen Firmen bekommen, nicht dass die Konkurrenz mit preiswerten Arbeitskräften versorgt wird.
Auf eine Nachfrage von vor ein paar Jahren hat mir dieser Herr Studiengangsleiter genau das geraten, was ich mache: Auf Facebook versuchen zu netzwerken und Initiativbewerbungen schreiben. Klappt halt nur nicht.

Ich habe geschaut, ob es eine Studienberatung an meiner Hochschule gibt, aber selbstverständlich gibt es das nicht.

Uff. Ok, das ist echt eine total blöde Situation und echt Schade, dass ein Scout seine Position so nutzt. Wirft immer ein schlechtes Licht auf das Feld.

Insgesamt also eine echt festgefahrene Situation.

Aber - damit stehst du auch wirklich nicht allein. Es gibt viele, die nach dem Studium wirklich zu kämpfen haben. Ich war als unausgebildete, ohne großen Schulabschluss vor einigen Jahren in einem Callcenter tätig und ich lernte dort jemanden kennen, der sein Jurastudium abgeschlossen hatte und keinen Job bekam und sich irgendwie durchboxen musste. Leider kann ich dir nicht sagen was aus ihm geworden ist oder wie er da "rauskam". Schlussendlich saßen wir aber am selben Tisch. Happens.

Der Berufsstart ist ja auch kein Automatismus, der einfach gegeben ist.

Schwierig auch mit den Bachelors, denn beide sind weder sehr spezifisch noch gut kombinierbar (außer in den einigen Feldern, die ich anmerkte) - alternative wäre dann nur in einem einen Master zu machen. Naturwissenschaften fallen ja für dich weg, also wäre da nurnoch Musik. Komposition macht dir Spaß - also wäre das sinnvoll, ist nur nicht umsetzbar, weil du das nicht im Bachelor inbegriffen hast. ... Puh.

Grundsätzlich ist vorallem bei Initiativbewerbung eins immer wichtiger - hohe Spezifizierung auf einen bestimmten Bereich, außer herausragende Persönlichkeit durch außeruniversitäres Engagement und Praktikas etc.
Kontakte werden auch immer wichtiger, doch deine Sozialängste machen dir da einen Strich durch die Rechnung.

Dann gibt es vielleicht die ein oder andere Möglichkeit:
Ein Work-and-Travel-Programm. Auslandserfahrungen sind immer von Vorteil, bildet "Persönlichkeit" und gibt neue Inputs. Schwierig nur in Zeiten der Pandemie. Dennoch kann man damit oftmals auch Wartezeiten "aussitzen" bis sich der Markt wieder etwas mehr öffnet.

Du kannst beim Arbeitsamt eine Weiter- oder Fortbildung in einer Kompetenz beantragen um dich attraktiver auf dem Markt zu machen. Inwieweit das im Bereich Musik funktioniert weiß ich nicht, das müsste man dir dann dort sagen.

Ehrenamtliches Engagement während deiner Arbeitssuche - das kann z.B. sein, dass du in einem Jugendzentrum Musikunterricht gibst, Gitarre beibringst etc. du wirst dabei zwar nicht bezahlt, aber du kannst dennoch Referenzen sammeln und auch einen Pluspunkt in deinem Lebenslauf addieren. Oder Kurse an der VHS anbieten. Da müsstest du halt einfach nachfragen wie sich das regelt.

Aber wie gesagt - grad ist es aufgrund der Pandemie generell noch etwas schwieriger das meiste davon wirklich umzusetzen, aber vielleicht hilft dir ja dennoch das ein oder andere.
 
Die Schwierigkeit bei Initiativbewerbungen ist vor allem, dass ziemlich jedes Tonstudio recht klein ist. Das sind Ein- bis Dreimannbetriebe, und die brauchen nicht noch einen Mitarbeiter. Und falls doch, haben sie 2390435098345 freie Mitarbeiter, die jede Arbeit dankend übernehmen.

Würde Work and Travel tatsächlich was für mich tun? Ich würde in der Zeit ja sicher keine Erfahrung als Komponist oder in Tonstudios sammeln. Ein Jahr lang eine fachfremde Tätigkeit gemacht bringt mich doch nur noch weiter davon weg, dass ich irgendwo einen Job finde.
Ich hab ein Auslandssemester studiert, und das war zum Teil übel. Ich bin ja nicht der Typ Mensch, der raus geht, und mit seiner sympathischen Art die Leute für sich gewinnt. Eher das Stück S****, das sich nicht so recht aus seiner Wohnung traut und den man ohnehin nicht vermisst, wenn es weg ist.

Ehrenamt habe ich mir auch schon überlegt. Allerdings bin ich mangels Einkommen und daraus folglich ohne Wohnung bei meinen Eltern in einem kleinen Dorf in der bayrischen Provinz gelandet. Hier gibt es kein Jugendzentrum, nur eine Sauf- und Partyhütte, wo man als Person mit Migrationshintergrund wie ich einer bin höchstens eins auf die Fresse bekommt.
 

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