_Phoenix2_
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Sich seinen Ängsten zu stellen, kann die eigene Bubble sehr wohl erweitern und auch beim Umgang mit den eigenen Ängsten helfen. Aber man kann sich auch überfordern und damit das Gegenteil bewirken. Es hört sich so an, als ob Deine Freundin die Abenteurerin von euch beiden ist und Du sie nicht einengen willst. Aber es wird auch deutlich, dass sich Deine Ängste vergrößert haben, oder? Wie hast Du sie bisher in Schach gehalten? Eine gute Reisevorbereitung kann helfen. Wo sind die "hotspots", die man meiden sollte? Eine Auslandskrankenversicherung ist ein gute Tipp. Oder befeuert das erst recht Deine Sorgen?
Das Schlimme an Ängsten ist, dass sie viel Kraft brauchen und kaum andere Gefühle neben ihnen aufkommen. Auch der tollste Anblick lässt einen etwas kalt und in einer Beziehung wirkt es, als ob man ständig abwesend und nicht bei der Sache wäre, als ob der andere zur Last wird. Da ist ein Urlaub dann ganz schnell kein Urlaub mehr. Ist es das, was Dir Sogen macht?
Was meine Ängste bis jetzt in Schach gehalten hat? Ich mache einen Versuch das zu erklären. Ich bin aber am arbeiten und ich kann meine Gefühle nicht gut in Worte fassen.
Ein Versuch. Entschuldigt bitte, wenn ich mich wiederhole. Ich weiß nicht, welche anderen Threads von mir ihr gelesen habt.
Ich hatte als Kind trotz vorhandener Abenteuerlust viele Ängste. Ich bin gemobbt worden, habe ängstliche Eltern. Mein Vater ist PTBS diagnostiziert.
Dann aber habe ich das überwunden, durch positive Erlebnisse, Sport, Ausgehen.
Ich bin dann zu einer abenteuerlustigen Person herangereift. So hat meine Freundin mich lieben gelernt.
Dann kam es zu der Gewalt. In einer Situation in der ich mich sicher fühlte. Ich litt unter starken Ängsten, traute mich teilweise nicht mal mehr allein vor die Tür. Ich habe meine schlimmsten Ängste überwunden dank der Liebe von Freunden und Familie und dank Techniken, die ich in der Therapie lernte. Dank Sport.
Dann aber ging es mir Anfang diesen Jahres gesundheitlich sehr schlecht.
Vor Kurzem wurde ein Verwandter Opfer eines Unfalls. Beim Sport, bei einer Sportart, die er schon seit seiner Kindheit betreibt. Weil er ganz kurz nicht aufgepasst hat.
Ich bin dann erst mal für ihn da gewesen, aber als er schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen und wir alle glücklich waren, habe ich Panik erlitten.
Während ich das jetzt schreibe ist mir auch übel und ich fühle mich kurzatmig.
Ich habe das Gefühl, dass dieses Pech einfach so zufällig auftritt und man es nicht vorhersagen oder verhindern kann. Versteht ihr?
Eigentlich liebe ich doch Abenteuer 😭