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Pech im Job, arbeitlos, Zukunft

G

Gast233

Gast
Ich bin 24 jahre und habe Ende 2008 meine ausbildung beendet. War dann erstmal 1 Jahr auf Jobsuche (nebenbei gejobbt) weil es das erste Jahr kaum Stellen gab in dem Beruf, dann wurde es besser und ich fand eine Anstellung, war bis jetzt bei 3 Arbeitgebern, einer war super das war jedoch nur auf WE-Basis und befristet und die anderen beiden waren leider der totale Reinfall.
Ich bin engagiert und fleißig und tue immer mein bestes, bin jedoch an üble Chefs in beiden Fällen geraten und demzufolge jetzt seit 3 Wochen wieder arbeitslos. Gekündigt in der Probezeit mit der Begründung meine Arbeit sei immer gut gewesen und man habe auch nix zu Bemängeln, aber scheinbar passte der Chefin meine Nase nicht. Das war der absolute Obergau und jetzt bin ich total demotiviert und verängstigt. War auf jeden fall ne harte Nummer und jetzt steh ich MAL WIEDER bei null.
Dazu gesagt, der Beruf ist nicht das, was ich will.. jedoch hab ich kein Fachabi/Abi, was ich jedoch anstrebe. Das widerrum könnte ich aufgrund meiner Ausbildung an einer BOS in 1 Jahr machen, ich komme jedoch aus NRW und hier gibt es das nicht, hier dauert selbst Fachabi 2 Jahre.
Jetzt bin ich total verwirrt, weiß nicht was ich tun soll. Ab Februar Abendgymnasium 2 Jahre und nebenbei arbeiten (meine Angst, finde ich Arbeit und wenn ja, werde ich da mal "glück" haben oder gerate ich wieder an solche Chefs?? In meinem Berufsfeld ist das irgendwie extrem hab ich das Gefühl).. jedoch ist es dadurch, das ich eh gern was anderes machen will und ich jetzt durch diese Erfahrungen noch weniger den Beruf mag, auch ne große Angst da wieder sowas zu erleben, wieder bei null zu stehen.. Fakt ist aber, ich brauch nen Job und Geld und die meisten Nebenjobs sind nur auf 400 €-Basis und in meinem erlernten Beruf hab ich so quasi die einzigen Chancen, verdiene auch am meisten..
Am liebsten würd ich BOS 1 Jahr machen, mich voll darauf konzentrieren und dann ein aufbauendes Studium machen, jedoch müsste ich dafür das Bundesland wechseln und denke nicht (wohne noch daheim), dass meine Eltern mir solang Wohnung und alles zahlen. Anspruch auf ALG 2 hab ich zwar ab Februar, jedoch weiß ich nicht, ob das genügen würde?! Bzgl. Bafög hab ich auch keine Ahnung.

Weiß einfach nicht recht.. In dem Beruf weiterarbeiten und dann ab Februar bzw. Sommer Abendgymnasium+Arbeiten??
BOS 1 jahr+umziehen?? Ich bin schon 24 und will jetzt endlich mal vorankommen und das erreichen, was ICH will..
 
Hallo Gast!

Am liebsten würd ich BOS 1 Jahr machen, mich voll darauf konzentrieren und dann ein aufbauendes Studium machen, jedoch müsste ich dafür das Bundesland wechseln und denke nicht (wohne noch daheim), dass meine Eltern mir solang Wohnung und alles zahlen. Anspruch auf ALG 2 hab ich zwar ab Februar, jedoch weiß ich nicht, ob das genügen würde?! Bzgl. Bafög hab ich auch keine Ahnung.

Weiß einfach nicht recht.. In dem Beruf weiterarbeiten und dann ab Februar bzw. Sommer Abendgymnasium+Arbeiten??
BOS 1 jahr+umziehen?? Ich bin schon 24 und will jetzt endlich mal vorankommen und das erreichen, was ICH will..

Wenn Du Dir vorstellen kannst, das Bundesland zu wechseln und zuhause auszuziehen und Deine "Unabhängigkeit" zu leben, dann mach das!

Weil:

- wenn Du Dich jetzt umfassend informierst, wirst Du Finanzierungsmöglichkeiten finden. Mit 24 bist Du definitiv noch jung und da gibt es z.B. auch diverse Stipendien, die junge (und/oder auch ältere) engagierte Menschen finanziell unterstützen, es gibt auch "nur" Bücherstipendien etc. etc. ...evtl. kommt wegen Deiner abgeschlossenen Ausbildung auch das sogenannte Meister-Bafög in Frage oder auch "normales" Bafög...

- ein "Tapetenwechsel" kann sehr gut tun. In mehrerer Hinsicht. Nicht nur dass Du zeigst, dass Du für ein -schneller erreichbares- Fachabi bereit bist umzuziehen... Du kannst Dir dadurch auch selbst bestätigen, dass Du Deinen eigenen Weg gehst...

- wenn Du wirklich fleißig sein kannst und wirklich "schnell" Dein Fachabi möchtest, passt das doch dann gut zu Deinem Weg.

Außerdem kannst mit Abitur wirklich noch sehr viel mehr machen, als jetzt, und Bildung ist immer gut, und sowieso desto früher Abi, umso besser. Klar kannst Du das auch später noch machen oder eben in längerer Zeitdauer, aber je früher Du das "in der Tasche" hast, umso mehr kannst Du in naher Zukunft damit anfangen.

Naja, Deine Entscheidung. Aber Deine Formulierung "am liebsten würd ich..." sagt doch sehr viel aus.

Übrigens kannst Du dann auch Wohngeld und so was beantragen, wenn Du ausgezogen bist.

Wüsste also nicht, was gegen einen Umzug spricht - außer Du willst den Wegzug eigentlich nicht. Dann würde ich die längere Zeitdauer in Kauf nehmen und bei Deinen Eltern sparst Du immerhin Miete, falls Du nebenher für das Abi lernst und jobben musst. (Nebenjobs findet man doch immer.....?)
 
Nebenjobs findet man zwar immer(?), aber langfristig ist das nix halbes und nix ganzes.
Während andere meinen, Arbeit liegt auf der Strasse bekommt von mir ein dickes Bussi *augenroll
 
Danke für die Antwort!
Das mit den Stipendien kann ich mir jetzt irgendwie schwer vorstellen, wo jedoch erfahre ich denn genaueres bzw. Meisterbafög u.ä. und ob ich darauf Anspruch habe? Ich habe zwar nen Berater beim Arbeitsamt, jedoch macht der nur seinen Kram und wenn ich mal Fragen aus der Reihe stelle fischt er mir auch nur Sachen aus dem Netz, die ich mir auch selber suchen kann. Kann man sich da speziell an jemanden wenden oder muss man sich das wirklich im Netz selber zusammensuchen?? Fänds halt gut, das von jemand bestätigt zu bekommen, wie das genau läuft, ob es klappt, usw.

Grundsätzlich finde ich das aber auch die beste Lösung, vorallem weil ich das Gefühl hab ich dreh mich hier nur im Kreis und es frustet mich alles ziemlich, weil ich endlich vorankommen will. Natürlich muss ich dazu noch bis zum Sommer warten, aber wenn ich ne Perspektive habe, lässt sich das aushalten.
Ich habe das auch schon bei meinen Eltern angesprochen, da kam jedoch sofort "Ja wie? Du wohnst aber in NRW, wer soll das zahlen??".
Ich schaue auch immer schon im Netz, wo es in anderen Bundesländern überall diese BOS gibt, habe jedoch das Gefühl, auch da sicherlich mal die ein oder andere zu übersehen. Gibt es da Stellen, an die man sich wenden kann??

Sorry für die vielen Fragen, möchte es nur richtig angehen..

Lieben Dank
 
Achso noch dazu gesagt, ich habe eine schulische Ausbildung, weshalb mir bis jetzt auch nie ALG 1 zustand. Ist das beim Bafög unrelevant?
 
Hallo nochmal 🙂

ja, viele Fragen 😉

Also, Du hast eine schulische Ausbildung, ich weiß leider nicht, wie es so genau ist, aber müsste man dann nicht elternunabhängiges Bafög bekommen....? Da musst Du mal im Netz suchen.

Jedenfalls, ALG 2 gibt es aber grundsätzlich unter der Voraussetzung, dass Du "dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst". Bzw. Du kannst auch ALG 2 beziehen, aber krankgeschrieben sein, dann wirst Du nicht zu etwas "herangezogen". Jedenfalls verstehe ich nicht ganz aus Deinen ALG2-Andeutungen, ob Du ALG 2 als Finanzierung für Deine Zukunft als Möglichkeit siehst..? Denn ALG würde ich immer -positiv betrachtet- als Übergangsgeld zum neuen Job verstehen. Natürlich kann man auch über das Arbeitsamt Ausbildungen, Umschulungen etc. bezahlt bekommen, aber grundsätzlich würden bei Dir in Deiner Situation doch erstmal andere "Geldgeber" im Vordergrund stehen.

Es gibt Seiten im Internet, die Stiftungen und Stipendien auflisten. Das findest Du über ein bißchen entsprechende Suchbegriffe heraus. Es gibt Stiftungen unterschiedlichster Art. Ich habe letztens über verschiedene Internetverlinkungen eine Künstlerin gefunden, deren Lebenslauf auf ihrer Seite steht: sie ist 1959 (!) geboren und hat unter der Überschrift "Auszeichnungen" noch ein Stipendium von 2002 (!!) und einen "Award" einer Stiftung von 2009 (!!!) stehen. Du siehst, es kommt nur darauf an, zu wissen wie! 😉 [ich suche auch gerade nach einer passenden Stiftung o.ä.] [[natürlich haben Stipendien auch ihre Nachteile, ähnlich wie Duale Studiengänge: Du bist an Deinen Geldgeber gebunden und kannst nicht einfach so tun, wie als hättest Du mit Deinem Geldgeber nichts zu tun 😉 ]]

ich weiß -ehrlich gesagt- jetzt gar nicht, zumindest nich ohne Nachschlagen, wofür BOS eigentlich steht, aber ich habe ja verstanden, dass man an so was sein Fachabi machen kann... wie gesagt, Du musst auch selber recherchieren. Es gibt soooo viele Informationen und nicht alle Ergebnisse passen zu "jedem". Deshalb kann einem das Arbeitsamt auch nicht unbedingt helfen, denn jeder, der Dir hilft, hat ja nur seinen eigenen Horizont.
 
Ach ja, auch ich habe noch einen kleinen Nachtrag:

- nur Berufsberatung beim Arbeitsamt reicht nicht aus!

Wende Dich doch noch an "unabhängige" Berufsberatungen, gibt auch kostenlose Angebote, bestimmt in jeder größeren Stadt! es gibt auch manchmal spezielle Angebote für Frauen, aber ich glaub, Du hast noch gar nicht geschrieben (und für die Frage ist es ja auch nicht zwingend relevant 😉 ), ob Du ein Mann oder eine Frau bist 😉
 
hallo 😉

also das mit dem alg 2 meinte ich jetzt bzgl. dem 1 jahr ob ich da dann auch etwas bekommen würde vllt. auch wohnungszuschuß. natürlich möchte ich grundsätzlich arbeiten, nur mehr als ein nebenjob ist bei vollzeitschule nich drin und davon kann ich mir keine wohnung finanzieren. und das ist mein problem. deshalb die frage, ob ich da irgendwie hilfe bekomme.
das mit dem elternunabhängigen bafög könnte sein, da informier ich mich nochmal.

bos steht für berufsoberschule. das ist speziell für leute, die die mittlerei reife+abgeschlossene berufsausbildung haben und ihr fachabitur nachholen wollen. das geht dann in 1 jahr anstatt in 2 jahren. (Berufsoberschule ? Wikipedia)
das tolle ist, ich recherchiere wie blöde, aber so wirklich schlauer werde ich daraus auch nicht. naja ich werd die tage dennoch mal beim arbeitsamt anfragen. ich wohn leider in einer kleinen stadt, und hier gibt es sehr wenig an beratungsangeboten, ich weiß jetzt auch nur das arbeitsamt.

danke schonmal 😉
 

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