Hallo zusammen!
Also zunächst wollte ich den Leuten Danken, die mir einen konstruktiven Vorschlag gemacht haben, was ich tun kann! Das Thema vorsichtig anzusprechen, finde ich sehr gut. Ich hoffe, dass ich es mich auch trauen werde, weil ich halt eben Angst habe, dass seine Eltern meinen, dass ich übertreibe. Mein Freund und ich kommen nun mal aus zwei ganz verschiedenen Welten (ich hoffe das versteht ihr jetzt hier als wertfrei und es fühlt sich nicht wieder irgendwer diskriminiert.) Das ist einfach so und kann man auch nicht wegreden! Mir ist durchaus bewusst, dass ich ihnen nicht verbieten kann im Haus zu rauchen und für mich letztlich die Konsequenz ist, das Haus teilweise zu meiden, wenn ich es nicht haben kann und Unverständnis einzukassieren. Vielleicht werden sie sogar sagen, dass ich das als Ausrede vorschiebe, weil ich ein anderes Problem habe. Aber dennoch werde ich sie fragen, wie sie es sich vorstellen, wenn ich einmal ein kleines Baby haben sollte, vielleicht kann ich so wenigstens frühzeitig schon einmal minimal sensibilisieren.
Zudem ist es mir wichtig zu sagen, dass ich keine Diskussion über das Thema Nichtraucherschutzgesetz anfangen wollte, da das Thema ja, wie wir hier merken, hoch konflikthaft ist. Ich wollte einfach nur einen Rat hören, wie ihr die Sache seht und was ich tun kann. Den habe ich ja von vielen hier auch bekommen. Danke!
Wer sich hier über mich lustig macht und meine Aussagen ins lächerliche zieht, der soll das tun… Ich kann dazu nur sagen, dass ich es teilweise erschreckend finde, wie unfreundlich und wenig sachlich man hier in einem Forum behandelt wird, in dem man sich eigentlich einen Rat und etwas konstruktive (und vor allem sachliche) Kritik wünscht. Ich bin eben ein Mensch, der sich viele Gedanken macht und sehr gesundheitsbewusst ist. Das liegt daran begründet, dass ich sehr Krankheitsanfällig bin und irgendwie so erzogen und geprägt wurde. Das hat im Leben natürlich auch Nachteile, aber so bin ich nun mal. Ich habe auch keine Angst, dass ich von dem Passivrauch Krebs oder sonst was kriege, sondern es geht mir um die Gesundheit meiner Lunge, die nun mal durch zahlreiche Allergien und familiäre Vorbelastung schon angegriffen ist. Und ich merke das auch noch 1-2 Tage später, dass in meiner Lunge etwas „brennt.“ Ich lebe sonst halt sehr bedacht und dann ärgert es mich, wenn das alles durch regelmäßiges Intensiv-passiv-Rauchen über mehrere Stunden, von mehreren Menschen, ohne Lüften kaputt gemacht wird. Asthma ist ja auch nicht nur, wenn man einen Anfall hat und ohne Medizin dabei sterben würde, sondern viel facettenreicher. Man kann ja nicht sagen, solange man keine Erstickungsanfälle hat, ist alles gut. Wer sich darüber lustig machen will, soll es tun… Phobien habe ich nicht, keine Sorge! Ich esse auch Süßigkeiten, Lebensmittel vom Aldi, trinke Alkohol, usw. Zu manchen Kommentaren kann ich nur sagen, dass ich es erschreckend finde, wie die Leute das mit dem Rauchen auf die leichte Schulter nehmen und das sogar Kindern gegenüber. Ich persönlich finde, dass die Toleranz da aufhört, wo sie anfängt, anderen zu schaden.
Das mit den Milieus hätte ich nicht anführen dürfen. Mir dient es oftmals als Erklärungshilfe und hilft mir dabei Verständnis und Toleranz für andere Lebenswelten zu entwickeln. Aber dieses Thema ist in der Gesellschaft nun mal sehr vorurteilsbehaftet und kann man vermutlich nur mit Sozialwissenschaftlern besprechen, die Verstehen, wie es gemeint ist und genug reflexiven Abstand zu der Thematik haben. Rauchen hat sicherlich nichts mit dem Milieu zutun, aber dafür, ob man zehn Jahre voraus denkt oder nur im hier und jetzt lebt. Das sind vermutlich beides Extreme, die ihre Vor- und Nachteile haben.
Ich finde, dass man eine Katzenhaarallergie nicht mit Rauchen vergleichen kann, denn die Katzenhaare schaden einem Bruchteil von Menschen und das Rauchen allen. Da würde ich eher sagen, dass das Rauchen und die Tierhaarallergie eine „Krankheit“ ist. Denn das vorhanden sein einer Katze kann man ja nicht mit Passivrauchen vergleichen.
Ich weiß auch gar nicht, warum ich hier die ganze Zeit angemeckert werden, dass ich von dem Vater von meinem Freund erwarte, dass er aufhört in seinem Haus zu Rauchen! Ich habe euch lediglich meine Situation geschildert und um einen Rat gebeten. Ich habe nur geschrieben, dass ich es richtig fände, wenn es staatlich sanktioniert wird, wenn Eltern ihren Kindern permanent Passivrauch aussetzten. Auch wenn es die Gerichte momentan noch nicht so sehen, hat das für mich etwas mit Kindeswohlgefährdung zutun. Auf mich erweckt es hier teilweise den Eindruck, dass ich mal eben als Sündenbock genutzt werde über all den Frust mancher Raucher über Nichtraucherschutzgesetze, die Informationen über die Schädlichkeit, die man immer bekommt und möglicherweise die Klagen von anderen Mitmenschen. Oder vielleicht die Verharmlosung, weil man es selbst nicht schafft aufzuhören und sich dann lieber einredet, dass es gar nicht schädlich ist. Ich will jetzt hier niemandem was Falsches vorwerfen, aber so kommt das bei mir teilweise rüber. Ich weiß nicht, was das soll, denn das ist nicht das Thema über, das ich hier mit euch sprechen will.
PS: Vielen Dank für den Tipp mit dem dick makieren. Ich bin nicht so Forenerfahren und mir war nicht bewusst, dass wenn ich diese Norm, von der ich nocht nicht wusste, nicht einhalte, mit "Anbrüllen oder starker Aggressivität gleichzusetzen" ist