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Partnerin will keine Intimität mehr

ja klar, an der Verhütung scheitert es nicht, es scheitert an der initiierung. sie hat so eine druckspirale aus der sie nicht mehr rauskommt. jede berührung mit sexuellen hintergedanekn lässt sie in sich zusammenfahren und sie fühlt sich maximalst unwohl

Profan ausgedrückt ist der innere Schweinehund irgendwie stärker, als ihr. Der legt sich quer und ihr hört drauf.

Es ist oft so, dass man wegen bestimmter Erlebnisse eine Schwellenangst entwickelt, eine Blockade, diese gilt es zu überwinden.

Bei deiner Freundin bräuchte es eine Vorgehensweise, wo sie vergisst, dass sie eigentlich nicht will und wollte, nicht kann, wo sie auf einmal sehr wohl kann.

Ich würde an deiner Stelle ausmachen, dass du die Hose ganz sicher anlässt, GV nicht mehr angestrebt ist, aber alles andere muss wieder funktionieren und so lange arbeitet dran, bis es wieder auftaucht, dieses tiefenentspannte höchste Wohlfühlen. Auf das zielt einmal ab, ohne Wenn und Aber.
 
Dann beende es. Auch hier willst du im Grund einen Trick erfahren, wie du wieder an Sex rankommst. Den gibt es nicht. Du kannst versuchen mit einem sexlosen Leben klarzukommen. Druck baust du nur ab, um später eben doch wieder Sex zu bekommen und deswegen ist sogar das irgendwann Druck. So funktioniert das nicht. Der Zug ist abgefahren.

Aber nein, der Zug ist nicht abgefahren.

Ihr ist die Lust vergangen, sie spürt keine Lust- diese Tatsache lässt sich doch wieder ändern.

Zuerst brauchts ein wieder "weich" werden. Ist sie wieder weich und sensibilisiert, wirds auch wieder mit der Lust klappen.

GV ohne Erregung ist komisch- alles andere als eine Freud, ganz im Gegenteil, so etwas zieht runter und entfremdet, lässt sogar Ekel aufkommen, vom Schmerz abgesehen, der auch da ist, wenn man nicht "weich" ist und eingestimmt drauf.

Ich würde mal dafür sorgen, dass sie hier wieder vertraut und zusichern, ""nein, keine Angst, ich tu dir nichts..."" ""brauchst dich nicht fürchten...""ich liebkose dich nur, ich streichle dich nur und das ohne Hintergedanken und auch ohne drauf abzuzielen zu erregen und selber sollte man auch nicht erregt sein als Männe, denn das ist eine andere Linie, eine andere Spur, die etwas mit Aufregung zu tun hat und Gier. Für einen Neubeginn müsste diese Gier mal weggesteckt werden und außen vor gelassen werden, bis eben wieder der Wunsch auftaucht, ich will mich drauf einlassen, mir ist wieder danach. Das ist jetzt noch nicht der Fall.

Wie man lesen kann, ist Liebe da, ist der Wunsch da, beisammen zu bleiben, sich nicht zu trennen.
Erotik ist etwas Wunderschönes, das darf man sich als Paar nicht nehmen lassen, das ist garantiert auch nicht ihr Wunsch und ihr Wille, dass die Nähe abstirbt. Bei einem Paar, das sich nicht mehr mag ist das etwas anderes.
 
Vielen Dank für die einzelnen konstruktiven Beiträge mit auch eigener Erfahrung. Das war mitunter das Feedback und die Aufmunterung, die ich gebraucht habe.
Wir haben auch nochmal geredet und ich habe ihr versprochen, dass ich mehr kommunizieren werde und sie nicht mit sexuellen Hintergedanken berühren werde.
Sie meinte sie hatte so eine Phase früher schonmal in einer Beziehung, ihr damaliger Partner hat es aber geschafft das einfach hinzunehmen und das zu respektieren. da kam die libido dann nach einigen Wochen/Monaten von alleine wieder. Jetzt müssen wir das Vertrauen erst wieder aufbauen und ja da finde ich den Vorschlag von @Hollunderzweig schon sehr gut. Berührungen ja, sexuelle Hintergedanken nein und das auch so kommunizieren.

Wir beide halten an dieser Beziehung fest und wollen es auch hinbekommen, aber das wird viel Zeit und Nerven in Anspruch nehmen.
 
@ Breitmaulfrosch
Also ich finde es einfach nur bewundernswert und definitiv lobenswert, wie du mit dem Thema umgehst. Besonders das du Mann genug bist, die eigenen Fehler zu reflektieren, anstatt nur deine Frau dafür zu steinigen, das sie empfindlich auf den entstandenen Druck reagiert hat. Am meisten freut mich, wie du dich auch nicht davon beirren läst, das all die kompetenten Männercoaches hier, dir vehement dazu geraten haben deine Freundin zu verlassen. Obwohl du ja ständig erwähnt hast, wie sehr du sie liebst und sie dich. Erstaunlich ist auch, wie die alle schon eine sexlose Zukunft für dich planen, obwohl deine Freundin sogar selbst erzählt hat, das sie mal so ne Phase hatte und die vorbei ging. Es also keinen Grund gibt alles hinzuwerfen.

Ihr schafft das schon.
Ihr habt nämlich das, worauf es ankommt: Liebe. Und Verständnis füreinander. Da kann man alles schaffen. Wenn die normopathische Gesellschaft ihre Beziehungen auf funktionierendem Sex basieren will, sollen sie doch. Dann werden sie halt allein sein, wenn einer von beiden aus irgendeinen Grund nicht mehr die geforderte und verpflichtende Leistung liefern kann. Müssen die mit klar kommen.

Eigentlich leben wir ja nicht mehr in den 50ern, aber viele Extreme aus dieser Zeit sind geblieben. Z.B das Männer nicht weinen dürfen und Frauen ihren Männern häufigen Sex schulden. Letzteres basierend auf dem Grundsatz, das es ein hoch zu priorisierendes Grundbedürfnis ist.
Frauen haben auch Grundbedürfnisse, Sicherheit z.B.,komischerweise hat das aber keinerlei Priorität. Zumindest nicht für die Masse, die nur sieht, das die schuldige Frau ihren Pflichten nicht nachkommt.
Ich habe dieses Problem in meiner Beziehung auch und werde da vielleicht mal selbst nen Thread zu eröffnen.
Brauche dringend Ratschläge von Frauen, die wissen wie man es schafft, häufiger Sex zu haben, als man kann oder will. Möchte meinen Freund deswegen nicht verlieren.

Wünsche euch beiden alles Gute🙂
 

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