Wenn die Pille die Libido derart zerstört, wäre m. E. doch der erste Weg der zum/zur Gyn, der/die dann eine andere verschreibt. Dass sie das nicht versucht finde ich seltsam und auch egoistisch.
Genauso unpassend finde ich, dass du dich beinahe alleinverantwortlich fühlst, dass bei euch nichts mehr läuft. Gefühlt wirfst du dich reumütig in den Staub und geißelst dich - ist das wirklich angebracht? Solltest du sie beschimpft haben war das sicherlich nicht okay. Allerdings ist ein Sexleben von 150 im einseitigen schlagartigen Sinkflug auf 0 auch eine Herausforderung, die man m. E. nicht stillschweigend hinnehmen muss. Ich könnte mir vorstelln, dass die Auseinandersetzungen dazu sich dann auch sukzessive verschärft haben und vehementer wurden, weil sie das Thema am liebsten komplett totgeschwiegen hätte, richtig? Da ich selber kaum etwas mehr hasse als Probleme nicht irgendwie fair (schlechtestenfalls im Sinne eines Kompromisses) lösen zu können, kann ich das supergut nachvollziehen. Diese Ohnmacht macht ja auch ein Stückweit hilflos und dass dann mal ein wütendes Wort fällt ist sicherlich nicht super, aber nachvollziehbar.
Mir würde das nicht reichen so auf Abstand gehalten zu werden. Noch schlimmer finde ich allerdings diese Egozentrik, nicht am Problem arbeiten zu wollen, solange es Optionen gibt. Sie stellt ihre Bedürfnisse über deine. So kann eine Beziehung auf Dauer nicht funktionieren.
...sie fasst mir auch in die Hose (ohne sexuellen Hintergedanken).
Das müsstest du bitte mal erklären. Wieso fasst man dem Partner denn dann in die Hose??? Tut sich dann bei dir nichts und du lässt es geschehen?
Du erfüllst ihre Bedürfnisse nach Nähe und nimmst dankbar diese Brocken an, die sie dir hinschmeißt? Ich käme mir damit nicht gut vor, und würde das dann vermutlich auch gar nicht mehr wollen - kannst du das tatsächlich genießen?
Hast du sie mal gefragt, wie sie dazu stehen würde, wenn du dir den Sex woanders holst? Oder erwartet sie tatsächlich ein enthaltsames Leben? Und ja: Wieso verhütet sie dann überhaupt noch? was hat es mit den 3 Jahren auf sich?
Ich finde, es gibt bei euch durchaus noch so einige offene Fragen, und aus dieser Verantwortung würde ich sie auch nicht entlassen. Es gibt m. E. keinen Grund, dass du deine sexuellen Bedürfnisse unterdrückst. Vermutlich würde das (nachvollziehbar!) auf Dauer sowieso nicht gut gehen.