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Partner und Konsum

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 125386
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Gelöscht 125386

Gast
Ich habe ehrlich Kummer. Ich bin seit einem Jahr in einer wirklich tollen Beziehung. Aber es gibt etwas was vor einigen Monaten zwischen uns stand. Mein Partner hat damals jeden 2. Tag getrunken und grünes geraucht. Ich dachte erst naja er hat halt Spaß mit Freunden. Aber irgendwann hat es mich nur noch bedrückt und besorgt. Es war zu viel. Als ich kurz davor war Schluss zu machen hat er sich gefangen und das geraucht und getrinke stark reduziert. Unsere Beziehung wurde schöner. Alles war toll.
Jetzt beobachte ich dass er innerhalb eines Monats ca 2 Mal etwas anderes konsumiert hat auf einer Feier.

Seitdem ist bei uns nur noch Streit. Ich komme damit nicht zurecht. Ich liebe meinen Freund aber habe Angst davor dass der Konsum wieder überhand nimmt. Erst recht wenn chemisches dazu kommt. Ich bin so besorgt dass ich weinen könnte.

Er spielt es runter und sagt er macht es nicht oft und er wird nicht abstürzen.
 
Du vertraust ihm nicht.
Der Tod jeder Beziehung.
Tut mir leid, dass ich keine bessere Nachricht habe.
Du wirst ihm nichts verbieten können. Wo fängt es an und wo hört das auf.
So toll kann die Beziehung ja nicht sein, wenn ihr seit Monaten streitet.
 
Ich kann verstehen, dass Dich sowas belastet. Viele meinen, sie hätten Drogenkonsum und Alkohol im Griff und merken nicht den Übergang zur Sucht.

Was genau hat er denn geraucht oder konsumiert? Weißt Du das? Es ist natürlich auch lästig - sowohl für Dich als auch für ihn - wenn Du ihn überwachst.
 
Was er konsumiert, ist letztlich egal, wenn Du in ständiger Angst lebst und ihm sein Konsum wichtiger ist, als Deine Ängste, wird die Trennung die einzige und richtige Lösung Deines Problems sein.

Du kannst ihm nicht vorschreiben, wie er zu leben hat, aber Du kannst Deine Konsequenzen ziehen.
 
Jetzt beobachte ich dass er innerhalb eines Monats ca 2 Mal etwas anderes konsumiert hat auf einer Feier.
Etwas anderes als Alkohol und Gras?
Seitdem ist bei uns nur noch Streit. Ich komme damit nicht zurecht. Ich liebe meinen Freund aber habe Angst davor dass der Konsum wieder überhand nimmt. Erst recht wenn chemisches dazu kommt. Ich bin so besorgt dass ich weinen könnte.
Du wirst ihn nicht ändern.
Aber du kannst dich schützen.
Mit einem Drogi kann man keine Zukunft planen.
 
Er spielt es runter und sagt er macht es nicht oft und er wird nicht abstürzen.
Solange es zwischen euch gut funktioniert, dann lass ihn seine Freiheit, solange es sich nur darauf bezieht wenn er mal Party macht. Und auch wenn er es mal auf einer Party übertreibt und am nächsten Tag einen Schädel hat. Gehört halt dazu. Der Tag danach ist schon Strafe genug.
 
Bislang wurde das "warum" noch nicht angesprochen.

Ist es, dass Ihr verschiedene Lebensstile habt?

Die könnte man gut mit fiktivem Strassenverkehr vergleichen.
Es gibt die gemeinsame Strecke, nach der der man zusammen ankommen will.

Du bevorzugst Verkehrsschilder, Geschwindigkeitsbegrenzungen, kalkulierst die Fahrtdauer wie sie bei google maps angezeigt wird und kommst auch entsprechend entspannt an.

Er bevorzugt speed an der grünen Ampel, rast bis zur nächsten Kreuzung, an der er verkehrsbedingt eh warten muss und beruhigt sich dort mit Gras. Die Ampel springt um - Vollgas.
Unterm Strich ist er leicht schneller unterwegs, das ganze aber nur, um länger zuhause von dem Stress ausruhen zu müssen.
Da Du weder bevorzugst mitzufahren noch bevorzugst, dich danach mit hinzulegen, erscheint Dir sein Leben unausgeglichen, höhere Beschleunigung kostet nicht nur mehr Sprit sondern auch mehr Energie des Fahrers.
Unterm Strich verliert er also Zeit mit Dir, mit sich selber.
Die Bilanz in Summe fällt schlechter aus.

Da Du mit jemandem zusammen bist, der Drogen benötigt, um sich enorm hoch und danach wieder enorm weit runter zu fahren, müsstest du nachdenken, ob du mit ihm zusammen überhaupt eine eher gleichmäßige Zukunft hast.

Tendenziell wird nämlich der Abstand zwischen high und low kürzer und der Wechsel schneller, so dass Du weder bei high mithalten würdest noch bei low mithalten willst.
Beobachte das mal.
 
Wenn er anfängt andere Drogen auszuprobieren, wird er über kurz oder lang seinen Meister finden, der ihn richtig fertig/abhängig macht, meist Heroin, Speed, oder Crystal, aber egal was, er ist auf der Suche nach etwas neuen und will/kann sich nicht mit dem zufrieden geben mit dem was er gerde nimmt.

Davon wird ihn erst eine schwerst traumatissche Erfahrung "kurieren".

Kiffen ist das eine, man kann sich vortrefflich darüber streiten, in wie weit man von THC süchtig bzw. abhängig werden kann und wie groß der Schaden ist den es anrichtet, aber glaub mir, verglichen mit harten Drogen, und dazu gehört auch Alkohol, ist Kiffen echt Kindergeburtstag.

Ich habe so viele intelligente, empathische, vernünftige Menschen dermaßen grandios an harten Drogen scheitern gesehen, es ist nur eine Frage der Zeit, das ist alles.

Die wenigsten schaffen den Absprung bevor es zu spät ist, und haben danach den Willen ganz aufzuhören.

Und erst wenn die eigene Einsicht soweit gereift ist, das man erkannt hat, das man es beenden will, um jeden Preis, hat man eine kleine Chance es langfristig zu schaffen ohne Rückfällig zu werden, und dazu zählt, alle Brücken hinter sich abzureissen und komplett von vorne zu beginnen, neue Stadt, , neuer Job,.neues Leben, neue Freunde, neue Liebe.

Es ist letzenendes auch egal ob man Sucht als Krankheit ansieht, oder nicht, ( ich tue es nicht, und werde meine Meinung dazu weder diskutieren noch ändern), aber das ist ein anderes Thema, die Droge interessiert es nicht, und bis die Erkenntnis in dem User reift, das es, wenn, wenn nicht gestoppt, letztendlich bis zum Tod geht, vergeht viel Zeit, und die hat man aber nicht.

Bis dahin werden aller Register gezogen um die Sucht zu befriedigen/zu finanzieren, Freunde bestohlen, die eigene Freundin als Sexsklavin an Dealer verkauft, Bürgschaften missbraucht, Konten/. Wohnungen leergeräumt, sich selbst prostituiert, Überfälle, Raub, all das was nan sonst nur in schlechten Filmen sieht.

Ich habe das selbst nicht nur einmal mitbekommen, und alle, wirklich alle die helfen wollten wurden hineingezogen in diese chaotische Abwärts-Spirale und sind letztendlich dabei nicht nur gescheitert, sondern sind daran zerbrochen, und tw. selbst abhängig geworden, da hilft kein dickes Konto, kein Verwandtschaftsgrad, kein Gott und keine Medizin und leider auch keine Liebe.

Und jetzt meine Frage an dich TE, bist du bereit für diesen Weg?
 
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