Momentan sind wir beide auf Grund der Psyche (bei mir generalisierte Angststörung, PTBS und Depressionen, er wegen Depressionen) nicht am arbeiten.
Das klingt sehr belastend. Seid ihr denn beide in Behandlung?
Wenn ja, scheint seine nichts zu bringen. Sein Verhalten geht gar nicht.
Des Weiteren schreit er mich jedes Mal an wenn ich ihn wecke und beleidigt mich auch noch.. das geht seit fast zwei Jahren jetzt so.
Das brauchst du dir nicht bieten zu lassen.
Aber dafür gibt es eine Lösung:
Ich würde ihn nicht mehr wecken.
Und ihm in seiner nächsten Wachphase mitteilen, was sich in der Beziehung ändern soll.
Du hilfst ihm nämlich überhaupt nicht, wenn du ihm alles abnimmst. Sondern im Gegenteil: Er wird immer bequemer, weil er nicht muss. Du machst ja.
Lass das unbedingt sein.
Wenn du sowieso alles alleine wuppst, dann braucht du ihn doch nicht.
Das nicht. Aber er braucht sie und sie kann und will ihn nicht im Stich lassen. Er ist doch so krank und schafft es nicht allein. Mit diesen Schuldgefühlen will sie nicht leben. Außerdem hatten sie auch viele gute Jahre und sie liebt sein früheres Ich immer noch sehr. Beim Jetzigen ist aber bald das Limit erreicht.
Ist es ungefähr so,
@Chered_2 ?
Ich weiß nicht mehr was ich machen soll..
Meine Meinung: Entweder er willigt ein, in stationäre Behandlung zu gehen und ernsthaft an seiner psychischen Gesundheit zu arbeiten, oder er muss ausziehen. So wie es derzeit ist, geht es nicht weiter. Das musst du ihm ganz klar sagen.
Kleine Anekdote:
Ich kann mich gut an den komplett antriebslosen, selbst diagnostizierten "schwer depressiven" Ex einer Freundin erinnern. Arbeiten konnte er nicht, Party machen und ihr Geld ausgeben ging aber schon. Er brauchte ja ein bisschen Unterhaltung, weil es ihm so schlecht ging. Irgendwann schmiss sie ihn dann endlich raus.
Die Moral von der Geschichte:
Der ist nach der Trennung komplett aufgeblüht und hat im Leben noch einiges erreicht. Und meine Freundin hat erkannt, dass sie ihm gar keinen Gefallen damit getan hatte, ihn so lange mitzuschleppen.
Ich will damit deinem Freund nicht unterstellen, dass er eine Depression vortäuscht, aber er scheint kaum Interesse daran zu haben, seinen Zustand zu verbessern.
Du kämpfst doch wahrscheinlich selbst oft gegen deine Dämonen, oder?
Er dagegen scheint eher in Ablenkung zu leben, während du viel reflektierter bist.
Passt jetzt vielleicht nicht perfekt als Vergleich, aber ist das nicht ein bisschen wie zwei Alkoholiker, von denen nur einer trocken ist?
Auf jeden Fall musst du das sicher nicht noch jahrelang mitmachen, wenn keinerlei Änderungswillen bei ihm erkennbar ist.
Setz dich mal in Ruhe mit ihm zusammen und frag ihn, wie er sich eure Zukunft vorstellt.
Und formuliere schon vorab für dich, wie du dir das vorstellst. Gerne auch hier.