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Partner lebt mit 50 zusammen mit seiner Mutter und der Zwillingsschwester

mixnatura

Mitglied
Hallo,

Mein Partner, 50 Jahre alt, ist halb bei mir (ich bin 48) und halb bei seiner Familie (Mutter und Zwillingsschwester). Noch lange bevor ich ihn kennenlernte hatte er zusammen mit Mutter und Zwillingsschwester ein Haus gekauft, das sie zu dritt ausbezahlen und noch für glatte 15 Jahre ausbezahlen müssen.

Seine Zwillingsschwester hat eine 10jährige Wochenendbeziehung und am Anfang wollte auch mein Partner nach diesem Plan eine Beziehung zu mir haben. Schon von Anfang an habe ich mich dagegen gewährt und irgendwie hat es sich dann ergeben, dass er 5 Tage die Woche bei mir verbringt. Mit seiner Zwillingsschwester habe ich keine gute Erfahrungen gemacht. Sie hat Mal ihren Bruder schlechtgestellt, er sei schlampig und zu keiner häuslichen Arbeit fähig.

Ich konnte mir eine solche Verhaltensweise damals und noch heute, nicht erklären. Auch habe ich ihre Beziehung für viel zu innig empfunden. Ich bin sehr früh selbständig geworden in meinem Leben und da war es mir mulmig zumute als ich sah, dass die Schwester kein eigenes Zimmer hat und im Wohnzimmer schläft. Mein Partner hatte bis vor Kurzem nicht voll bei mir mitbezahlt weil er angeblich zu viel Geld beim anderen Haus hergibt.

Ich habe aber im Nachhinein erfahren dass hier nur von 150 Euro die Rede ist. Also, so einen Betrag gebe ich jeden Monat für meine Kreditkarte sozusagen aus. So langsam begann ich zu verstehen, dass er es sich bei mir bequem gemacht hat und noch dazu im anderen Haus eine Mutter und eine Schwester hat, die für ihn kochen und etc. Ich weiß jetzt wirklich nicht ob so eine Beziehung überhaupt eine Zukunft hat. Ich fühle mich immer allein und gegen eine ganze Familie. Mir kommt es auch komisch vor, dass sich irgendwann die drei dafür entschieden haben für sich selbst ein Haus zu kaufen. Hatten die nie den Wunsch nach einer Partnerschaft und nach Selbstständigkeit?
 
Du kannst ihn ja mal klar fragen , wie er sich das so in näherer Zukunft vorstellt und ihm sagen, wenn es so ist, dass das nicht mit Deinen deckungsgleich ist.

Dann wirst Du sehen, was er dazu meint.

Die 150 Euro könnte er wohl auch abbezahlen, wenn er nicht mehr im Haus wohnt.
 
In dieser 3-Frauen-Gemeinschaft (zu der Du ja gehörst) hat er es sich sehr bequem eingerichtet - wie der Hahn im Korb pickt er sich die jeweilige Bezugsperson, entsprechend seiner Bedürfnisse, heraus.
Erschwerend kommt die intensive Bindung zwischen Zwillingen hinzu.....mit der wohl keine Frau wirklich konkurrieren kann und dann noch zusätzlich ein enges Mutter/Sohn Verhältnis - da fragt man sich, was will dieser Mann mit einer Partnerin......? Körperliche Nähe und Sex, denn das fehlt in seinem 2-Frauen-Haushalt.

Solange er Jemand hat, der das alles toleriert mag er sich pudelwohl fühlen - ein rundherum Frauen Versorgungsprogramm.
Für mich wäre schon lange Programmschluß.
 
Naja diese Konstellation käme mir auch seltsam vor, der Junggeselle wohnt mit Mutti und Schwester im Haus...
Da bekomme ich immer gleich Kopfkino 🙄

Junggesellen sind nicht gerade einfache Typen. Entweder haben sie eingefahrene Verhaltensweisen und sind unflexibel, oder total von Mutti verhätschelt.

Und man sieht es ja, erst ist Mutti die Haushälterin und jetzt bist du es und so 100%ig ehrlich ist er auch nicht.
Lass dich nicht ausnutzen, wenn er bei dir wohnt, kann er auch was zum Haushalt beisteuern, finanziell und auch mit anpacken.

LG Yado
 
Du kannst ihn ja mal klar fragen , wie er sich das so in näherer Zukunft vorstellt und ihm sagen, wenn es so ist, dass das nicht mit Deinen deckungsgleich ist.

Dann wirst Du sehen, was er dazu meint.

Die 150 Euro könnte er wohl auch abbezahlen, wenn er nicht mehr im Haus wohnt.


Tja, liebe kasiopaja, gefragt habe ich ihn natürlich schon. Seine Antwort bezieht sich dann immer auf eine ferne Zukunft. Wenn die Mutter nicht mehr lebt, wenn die Schwester endlich zu ihrem 10jährigen Wochenendverhältnis umzieht, dann bleibt ihm das Haus, und wir beide, können dort zusammenleben und eine schöne Zeit haben. Ich glaube aber nicht dass die Schwester jemals weggeht. Die hat es sich nämlich auch komfortabel eingerichtet. Sie bezahlt auch ihre 150 Euro für das Haus, hat ihre Arbeit und am Wochenende geht sie zu ihrem 53jährigen Partner. Irgendwie hatte ich von Anfang an das Gefühl, die beiden Zwillinge haben sich ihr Leben zu zweit sowieso vororganisiert. Da passt kein anderer rein, zumindest nicht solange die Dritten die ganze Situation logisch finden und sich ebenfalls demgemäß einrichten. Ich packe das aber nicht. Mir ist das alles einfach too much Family. Danke dir sehr für die Antwort!
 
In dieser 3-Frauen-Gemeinschaft (zu der Du ja gehörst) hat er es sich sehr bequem eingerichtet - wie der Hahn im Korb pickt er sich die jeweilige Bezugsperson, entsprechend seiner Bedürfnisse, heraus.
Erschwerend kommt die intensive Bindung zwischen Zwillingen hinzu.....mit der wohl keine Frau wirklich konkurrieren kann und dann noch zusätzlich ein enges Mutter/Sohn Verhältnis - da fragt man sich, was will dieser Mann mit einer Partnerin......? Körperliche Nähe und Sex, denn das fehlt in seinem 2-Frauen-Haushalt.

Solange er Jemand hat, der das alles toleriert mag er sich pudelwohl fühlen - ein rundherum Frauen Versorgungsprogramm.
Für mich wäre schon lange Programmschluß.

Liebe Petra, danke dir für die Antwort! Bei mir ist auch langsam Programmschluß. Mir ist das Ganze einfach zu viel. Ich brauche einen Partner, der nicht in solch großem Maße an seiner Familie hängt. Dass ich als 48jährige mit dem Thema Familie konfrontiert werde und solche Probleme zu lösen hätte, habe ich natürlich nie im Leben für möglich gehalten. Ich kann mir wirklich nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen. Ich muß weiter in meinem Leben.
 
Bist du denn glücklich mit ihm, wenn ihr zu zweit seid ?

Danke für die Antwort! Wir kommen zu zweit sehr gut aus, das ist es ja was mich traurig macht. Aber ich kann ihm nicht heraushelfen. Er hat Probleme seine Grenzen zu setzen. Die beiden "Frauen seines Lebens", Mutter und Schwester, sind einfach überall. Er sieht sie jeden Tag. Zuerst habe ich für uns beide gekocht, oder er kochte mal für mich. Ich habe alles versucht um ihn für ein Leben zuzweit zu gewinnen, aber ich muß viele Stunden arbeiten und habe ihm dann gesagt, dass mir das zu viel wird. Na, dann war er wieder bei seiner Mutter und Schwester zum Essen. Es geht einfach nicht wenn man rundum versorgt wird. Dieses Gefühl, dass man jederzeit verlassen wird, das kann ich einfach nicht aushalten. Ich glaube ich bin viel zu selbstständig dafür.
 

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