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Partner ist sehr anhänglich

Das würde mir die Luft abschnüren. Damit wären jegliche Erotik und sonstigen positiven Gefühle dahin, da mir vollkommen klar wäre, dass das eine Eigenschaft von ihm ist, die ich nicht werde abstellen können.
 
Sag es ihm direkt, aber ohne Vorwurf oder irgendwelchen Schuldzuweisungen.
Sag ihm, Schatz du bist wirklich meine Nummer 1 und der wichtigste Mensch in meinem Leben,
aber bitte lass mir Luft zum Atmen. Du bist nicht mein Papa, sondern mein Partner. Ich finde es süß wie du auf mich aufpasst, aber es wird mir zu viel und es fühlt sich etwas wie Kontrolle an.
 
Urghs, da wäre ich sowas von raus! Kein Partner, er ist keine Persönlichkeit.
Du musst klare Grenzen ziehen! Lieber vorgestern als morgen!
Engt mich jemand ein, dann breche ich umso heftiger aus, täte mein Partner aber auch.
Du musst Dir Freiräume schaffen, auch wenn es ihm nicht passt. Er muss lernen, dass er so, wie er ist, nur eine Bedürftigkeit ist und das Wachstum Eurer Beziehung bereits jetzt so stark hindert, dass es eine Belastung wird.
Ihn in Watte zu packen, das ist kontraproduktiv!
 
Sag ihm, was sein Verhalten bei dir auslöst: Dass du weißt und auch wertschätzt, was er für dich empfindet, aber dass er dir mit dieser Nähe um jeden Preis die Luft zum Atmen nimmt. Erkläre ihm, dass eure Beziehung nur eine Chance hat, wenn er dir Freiräume lässt und sich auch selber zu beschäftigen lernt. Wenn er das nicht hinkriegt, wird er dich verlieren. Man kann andere Menschen nicht ersticken - und genau das tut er.

Solche Gespräche sind nicht schön, aber sie können bereinigen. Er muss lernen, dass du andere Bedürfnisse hast als er und dass eine Brziehung nur funktionieren kann, wenn man Kompromisse eingehtt.

Wenn ihn das verletzt, dann ist das leider so. Die gute Nachricht ist: Er wird es überleben. Manche Wahrheit muss ausgesprochen werden, denn sie hat das Potenzial, dass etwas gut wird.
Eine andere Chance als hier Tacheles zu reden gib es nicht. Sagt du nichts wird dich seine Kletterei ganz sicher immer stärker nerven und irgendwann brichst du aus. Geklette hat das Zeug, Liebe zu töten. Das kann er ja auch nicht wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles noch einmal von vorne, wir haben Fehler drin... darüber redet und klärt das.

Mir kommt vor, er will dich nicht verlieren und macht deshalb so, um dir zu gefallen. Berichtige das halt deutlich.
 
Manchmal wird nur kapiert, wenn man sagt: am Sonntag treffe ich mich mit den Kollegen, ich stelle das Handy ab. Okay, man weiß Bescheid, richtet sich danach. Nicht: ich will nicht, dass wir immer zusammenpicken... damit können manche nichts anfangen, ich habe gehört, dass es bei nicht jedem als verständliche Botschaft rüberkommt, wenn man nicht klar und deutlich Anweisungen gibt.
Mittwoch, Donnerstag muss ich lernen, Freitag können wir uns wieder hören, ich melde mich...
 
So schmalzig würde ich das nicht sagen, auch nicht das mit Nr.1
Da fühlt er sich noch bestätigt in seinem Tun.
Kann jeder sehen wie er will, aber ich denke man sollte es sanft angehen, denn er wird sich sonst abgewiesen und gekränkt fühlen. Und es geht ja nicht darum ihn zu verletzzen oder ihm in seine Schranken zu weisen. Man ist ja miteinander soweit glücklich, deshalb tut ein bisschen "Schmalz" nicht schaden. Und jemanden zu sagen das er einen wichtig ist, auch wenn es zu viel wird, hat ja nichts damit zu tun, ihm in seinem Tun zu bestätigen. Es soll nur ein sanfter Einstieg sein und klar stellen das man trotzdem geliebt wird, auch wenn man Kritik übt und/oder Dinge anspricht die vllt das Gefühl von Zurückweisung auslösen. WIe man den Einstieg gestaltet und welchen "Schmalz" man nutzt, ist variabel und jedem selbst überlassen.
 
Hallo,

seit einem Jahr bin ich (w/30) mit meinem Freund zusammen und wir harmonieren auch sehr gut. Haben sehr ähnliche Interessen, können viel in unserer Freizeit miteinander unternehmen und wir sind wirklich eine Bereicherung füreinander. Finde es auch grundsätzlich schön, wenn man viel mit dem Partner macht, klar gehören auch Kompromisse dazu.

Ich war seither nie in einer längeren Beziehung, er seit Anfang 20. Manches bin ich sicherlich auch einfach nicht gewohnt, zum Beispiel habe ich oft ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Eltern oder Freundinnen, weil ich eben nicht mehr so viel Zeit habe wie als Single. Da muss ich auch an mir arbeiten und das wird sich einpendeln, das zehrt teilweise schon auch an mir obwohl mir das im Großen und Ganzen wahrscheinlich niemand übel nimmt. Dass das mit Partner anders ist als zu Single Zeiten versteht das Umfeld ja auch.

Ich gewöhne mich mehr und mehr an mein neues Leben mit Partner und genieße es auch, immer wieder kommt aber auch durch, dass ich es vermisse einfach tun und lassen zu können wie ich möchte.

Manchmal ist mir seine Anhänglichkeit aber wirklich zu viel. Ich stehe bei ihm an erster Stelle (er bei mir auch) und ich weiß dass er immer hinter mir steht, ich mich auf ihn verlassen kann und er immer für mich da ist.

Allerdings kann er sich irgendwie gar nicht alleine beschäftigen oder wenn mich nur ein Puups plagt, macht er sich übermäßig Sorgen. Wenn ich was zu ihm sage meint er, ich interessiere mich doch nur für dich und zeige Interesse an deinem Leben. Bin ich ja grundsätzlich auch froh aber manchmal denke ich ein kleines Kind sitzt da.

Beispielsweise hatten wir neulich frei, ich hab gesagt ich geh mal schnell in die Drogerie ein paar Besorgungen machen. Er fragt, was soll ich denn jetzt machen? Hallo, er wird doch mal eine Stunde alleine klar kommen.

Wenn er abends sich mit einem Kumpel trifft… Ich schau dass ich nicht zu lange bleibe. Ist ja lieb, aber ich sag ihm dann auch genieß den Abend, so lange es dir gefällt. Nicht weil ich ihn nicht sehen möchte sondern das Treffen doch auch wichtig ist.

Ich habe einen Arzttermin. Wirklich nichts dramatisches, er bietet mir an früher Feierabend zu machen und mich zu begleiten. Ich sage ihm, super lieb aber ich kann da echt alleine hin. Ist ja auch super fürsorglich, aber ich kann doch alleine zum Arzt und er muss deswegen nicht extra früher Schluss machen. Da ist er fast schon enttäuscht.

Ich war mit alten Freunden was trinken, er wusste dass ich mit denen unterwegs bin und ich hab überhaupt nicht aufs Handy geschaut. Er war dann richtig sauer weil ich mich zwischendurch nicht gemeldet hab und hat sich wohl Sorgen gemacht ob es mir gut geht.

Er will mal Abends noch kurz spazieren gehen, wenn ich mitkomme, geht er, wenn nicht, geht er auch nicht mehr. Man muss doch nicht jeden Schritt zusammen machen.

Für ihn ist das dann schon, jeder würde nur sein Ding machen und ihm ist das Gemeinsam ziemlich wichtig.

Ich war bei meiner Mum, wir haben über dies und das geredet, nichts tiefgründiges und wenn er mich dann fragt was habt ihr geredet, sage ich das so und er denkt schon wieder mir fehlt irgendwas weil ich nicht viel erzähle.

Ich will ein Buch lesen, er eine Doku schauen. Können wir doch zusammen auf der Couch, aber macht doch nichts wenn einer liest und einer Fernsehen schaut. Und an einem anderen Abend schaut man wieder gemeinsam einen Film. Wenn er aber lesen will soll ich dazu auch Lust haben…

Er will am Liebsten alles zusammen machen und ich meine, lieber zu fürsorglich als zu wenig, aber manchmal ist es mir einfach zu viel. Wir sind beide erwachsen und jeder braucht doch auch mal seinen Freiraum. Ich zumindest… Weiß nicht wie ich ihm das vermitteln kann ohne ihn zu verletzen? Habt ihr Ideen/Ratschläge?
Wenn sonst alles passt , würde ich einfach meine Grenzen wahren und die Dinge, die ich möchte selbst machen.
 

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