Ich finde schon, dass ein Kind eine Altlast ist. So ganz rational gesehen. Es ist eine Last, eine finanzielle, eine zeitliche. Es schränkt enorm ein, bei der Wohnortsuche, bei der Wohnungssuche, bei der Freizeit-, Urlaubs- und Wochenendplanung. Und sie ist eine "alte Last", die erst mal nichts mit einem zu tun hat, sondern die man in Kauf nehmen MUSS, wenn man den Mann will.
Ebenso ist oft die Ex eine Last.
Aber: Die Last kann auch zur Freude werden. Ich liebe mein Stiefkind aufrichtig, von ganzem Herzen, und das wird erwidert. Nicht wie ein eigenes Kind, mehr wie... das Kind der Schwester oder der besten Freundin vermutlich, wenn man ein enges und gutes Verhältnis hat. Es ist Teil meiner Familie. Es hat etwas in mein Leben gebracht, was ich nicht mehr missen möchte.
Ich hätte mich jedoch vermutlich gegen eine Beziehung entschieden, wenn das Kind beim Vater gelebt hätte. Nicht weil ich das Kind selbst abgelehnt hätte, sondern das Konzept Kind. Man hat die Wahl, also wieso sollte man das nicht nutzen? Das mag durchaus mit Egoismus zu tun haben, aber oft auch mit vernünftiger Selbsteinschätzung. Nicht jeder kann so dermaßen zurückstecken für ein fremdes Kind. Und das sollte man meiner Meinung nach auch von niemandem verlangen.
Bei dir, lieber TE, würden alle Warnglocken klingeln, wenn ich an deiner Stelle wäre. Das Thema Kind ist abgeschlossen? So einen Mann würde ich nicht an meiner Seite haben wolle, der ein Kind zeugt, und sich dann nicht drum kümmert. Da würde ich nochmal ganz genau nachhaken. Wie oft sieht er das Kind, zahlt er Unterhalt, wo lebt das Kind und so weiter. Nicht nur, um seinen Charakter einschätzen zu können, sondern auch um rauszufinden, was dich erwartet.