Lieber Rhenus,
Teil mich bitte nicht einer Gruppe zu, zu welcher ich nicht gehöre. Wie ich in einem anderen Beitrag bereits schrieb, gehe ich nicht in die Kirche. Ich argumentiere nur für die Kirche, weil die Befürworter hier unterräprentiert sind un ich somit einen lebendigen Diskurs anregen würde. Würden hier alle für die Kirche argumentieren würde ich dagegenhalten. Was mich hauptsächlich ausmacht ist, dass ich ein radikaler Verfechter der Meinungsfreiheit ausmacht und hier verteidige ich die Meinungsfreiheit der Kirche. Ebenso trete ich natürlich auch für die Meinungsfreiheit der Kirchengegner ein. Was mir in diesem Forum aber nicht nötig zu sein scheint. Ich stelle mich hier auch nur gegen Argumente die offensichtlich falsch sind, wie zum Beispiel, dass das Kondomverbot der Kirche, die Verbreitung von Aids begünstige.
Ich gebe dir recht, dass hier jeder Steuerzahler für die Kirche aufkommen muss. Das ist nicht richtig. Jedoch muss man generell für viele Sachen aufkommen, die man ablehnt, wie die EU, Atomkraftwerke, Energiewende, Berliner Flughafen, Stuttgarter Bahnhof, Bundeswehr, Afghanistankrieg, Entwicklungshilfe usw. Jeder zahlt für viele Dinge, die er kategorisch ablehnt. Auch das müsste man ändern. Dann müsste man generell zulassen, das jeder nur noch für das Steuern zahlt, was er auch haben will.
Zu deinem Argument mit den Krankenhäusern. Es sind doch wirklich sehr wenige Dinge, für die man im katholischen Krankenhaus keine Hilfe bekommt. Mir fällt gerade mal Abtreibung ein, was noch?
Außerdem gäbe es diese Krankenhäuser ohne die Kirche erst gar nicht.
Mit den Kindern gebe ich dir recht. Da muss die Kirche stärker kontrollieren.
Dein Argument mit den Arbeitnehmern und dem Gottestaat verstehe ich nicht.
Hallo Nachtseite,
wer eine Sache verteidigt, steht zu ihr, identifiziert sich mit ihr.
😉
Insoweit musst du dir auch zugestehen, dass man dich damit konfrontiert. Ansonsten sehe ich schon, dass nicht jeder Katholik oder Protestant für alles und jedes verantwortlich ist, was in seinem Namen gemacht und gesagt wird.
Doch es gibt auch eine persönliche Verantwortung dem entgegenzutreten und eine Zugehörigkeitsverantwortung.
Ich möchte dir widersprechen wenn du das schreibst:
Jedoch muss man generell für viele Sachen aufkommen, die man ablehnt, wie die EU, Atomkraftwerke, Energiewende, Berliner Flughafen, Stuttgarter Bahnhof, Bundeswehr, Afghanistankrieg, Entwicklungshilfe usw. Jeder zahlt für viele Dinge, die er kategorisch ablehnt. Auch das müsste man ändern. Dann müsste man generell zulassen, das jeder nur noch für das Steuern zahlt, was er auch haben will.
Es besteht ein Unterschied, denn die beiden Kirchen und die Jüdische Gemeinden sind keine Staatsreligionen!
Insoweit muss ein Bürger mitbezahlen für Dinge, die ein Staat zu seiner Daseinsvorsorge und zu seinem Schutz beschließt. Das beinhaltet jedoch
nicht die Verpflichtung für einen Glauben, deren Würdenträgern und ihre Pensionen zu zahlen, zumal dies von einer überreichen Kirche selbst getragen werden könnte.
Erst recht dann nicht, wenn auf der einen Seite ein Recht auf Eigenbestimmung Dinge selbst zu regeln im Grundgesetz verankert ist, was den Bediensteten vorenthält zu koalieren. (Gewerkschaftlich organisieren und zu streiken)
Zu deinem Argument mit den Krankenhäusern. Es sind doch wirklich sehr wenige Dinge, für die man im katholischen Krankenhaus keine Hilfe bekommt. Mir fällt gerade mal Abtreibung ein, was noch?
Außerdem gäbe es diese Krankenhäuser ohne die Kirche erst gar nicht.
Mit den Kindern gebe ich dir recht. Da muss die Kirche stärker kontrollieren.
Dein Argument mit den Arbeitnehmern und dem Gottestaat verstehe ich nicht.
So wenige Dinge sind das nicht, die ein Konfessionskrankenhaus an Auflagen den Medizinern auferlegt und an Behandlungsfreiheit einschränkt.
Was in Köln geschah, war kein Einzelfall und geht weit über das, was du vorträgst, hinaus. Es ging um Spurensicherung! Nicht um Abtreibung, und mit dieser Verweigerung, um einen potentiellen Schutz des Täters.
Ich will die weiteren Indikationen der nicht zugelassenen Behandlungen hier gar nicht vortragen.
Wenn 1,3 Millionen Arbeitnehmer sich als Menschen und Privatperson, sich nicht entscheiden können, welchen Glauben sie annehmen oder praktizieren. Wenn sie sich nicht für eine neue oder nicht gesegnete Partnerschaft entscheiden dürfen, ohne ihren Arbeitsplatz zu gefährden, dann ist das Unrecht!
Wenn diese Menschen dann als "Belastung" für einen Kindergarten, oder wo auch immer, bezeichnet werden und entlassen werden, ist das für mich unerträglich.
Zumal diese Stätten alle mindestens zu 90 bis 100% vom Staat bezahlt werden.
Das ist Machtmissbrauch und gehört angeprangert!
Wenn Menschen gezwungen werden in die Kirche einzutreten, damit sie diesen Job bekommen, bei dem größten Arbeitgeber Deutschlands, der mittlerweile übermonopolisiert ist und daher darüber bestimmt, ob Konfessionslose oder Andersgläubige überhaupt noch ihren Beruf ausüben können, dann ist das Unrecht und ist unerträglich!
Außerdem gäbe es diese Krankenhäuser ohne die Kirche erst gar nicht.
Sorry, wie kommst du denn darauf?
Der Staat bezahlt diese Krankenhäuser bis zu 100% Die Krankenkassen bezahlen ebenso.
Dafür kommt die Kirche doch gar nicht auf.
Mit Gottesstaat meine ich, dass es beinahe nicht mehr möglich ist (in einigen Gegenden ist es nicht möglich!) Kinder religionsfrei zu erziehen.