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Panikstörung zerstört mein leben!

mina992

Mitglied
Hallo, ich bitte um rat:

ich leide seit nkapp 3 monaten an einer panikstörung... mehr und mehr schränkt sie mich ein in allen was ich tue, ich bin zwar zurzeit in behandlung bei einer therapeutin aber sie kann mir in der hinsicht nicht helfen, ich bin gerade mal 15 und damit auch schulpflichtig, aber was soll ich tun , wenn ich bei dem gedanken in einer situation wie der in einem klassenraum, weit entfernt von zu hause, mit niemanden der mich versteht, tun? ich habe, wenn ich daran denke, mehr angst vor der angst, also der panikattacke, als je zuvor, es macht mich total fertig und ich bin am verzweifeln... meine eltern verstehen mich zwar, aber sie könnnen mich nicht ewig zuhause lassen :/ ich habe nächste woche ein termin bei meiner therapeutin und es wird besprochen, ob ich tagesklinik mache oder stationär... je nach dem dauert es dennoch bis ein platz frei wird... was soll ich bis dahin tun? wie soll das nur weitergehen? ._.

ich brauche dringend rat, ich wäre euch sehr dankbar.
 

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Revolvermann

Mitglied
Hi mina992,

das hört sich wirklich nach einem problem das sich nicht von heute auf morgen lösen lässt aber ebenso wenig glaube ich das das von heute auf morgen entstanden ist. Wovor hast du denn panik? was macht dir denn solch große angst? Ich denke jeder mensch hat vor etwas angst der eine oder andere kann damit mehr oder weniger gut umgehen, aber da dich das so früh getroffen hat ist das natürlich ein sehr beeinträchtigendes problem, das kann ich verstehen, vor etwas angst zu haben das man nicht wirklich kontrolieren kann kenn ich gut höchstwahrscheinlich war es bei mir nie so schlimm wie bei dir aber ich kenn das, das ganze leben dreht sich nur noch darum und das allein ist schon irgendwie depremierend. Die sache mit der therapeutin würde ich nicht so schnell abtun, wie gesagt dieses problem kam nicht von heute auf morgen und ebenso schnell wird es nicht wieder verschwinden, aber ich denke mit zeit, geduld und deinem willen wird es schon funktionieren da bin ich mir sicher, mach deinen kopf einfach etwas frei, natürlich immer kopf hoch, das wird schon wieder^^

vg revolvermann
 
G

Gast

Gast
hey mina,

ich war in der selben situation wie du. ich ging in die 10. Klasse und mein leben war ein einziges chaos. ich ging nur feiern und zu hause und in der schule hatte ich nur stress und ärger. Alles überfordrete mich und ich achtete immer weniger auf mich. Dann fing es an, erst nur ganz wenig, unwohlsein, schweißausbrüche, dann leicht depressive zustände. plötzlich fühlte ich mich unwohl in engen räumen. jeder ort aus dem ich nicht schnell wieder raus oder weg kommen würde machte mir angst. und letztendlich hatte ich eine schlimme panikattacke nach einem strandtag als wir in den zug stiegen.
ich ging zur therapie und so langsam wurde mir erklärt, was mit mir los war.
es waren sommerferien und ich konnte mir in keinster weise vorstellen wiedre zur schule zu gehen.
zu dem zeitpunkt konnte ich mir noch nicht einmal vorstellen mein zuhause mehr als ein paar schritte zu verlassen. ich hatte vor allem angst. Und am größten war die angst vor der angst, von der du auch sprichst.

Inzwischen sind vier jahre vergangen und mein leben ist in keinsterweise mehr eingeschränkt. ich habe keien panikattacken mehr und stehe komplett im leben. ich habe meine schule normal weitergemacht und mein abitur gemacht. ich kann in engen räumen sein, in fahrstühlen, ja es gibt inzwischen tatsächlich nichts das mir mehr angst macht.

liebe mina, ich weis was du grad durchmachst! doch glaube mir, du kannst es schaffen diese angststörung zu bewältigen und wieder ganz normal zu leben.

Mir wurde sofort schummerich, wenn ich die straße betrat, doch ich tat es trotzdem. Schritt für Schritt. Jeden
Tag wagte ich mich quasi einen schritt weiter hinaus. Ich konzentrierte mich auf die Sachen, die in mir Euphorie Kampfgeist und Lust am Leben weckten. Ich traf mich mit Freunden dicht an meinem zuahuse und ließ mich von ihnen ablenken. ich sprach mit ihnen nicht über meine Krankheit oder auch nicht darüber das ich mich grade sehr unwohl fühlte, ich versuchte mich einfach auf etwas anderes zu konzentrieren. Was mir dabei emorm half waren Notfallpläne. Vor allem was ich tat überlegte ich mir, was ich im schlimmsten falll tun könnte. Einer davon war die Tatsache, dass ich überall egal wo ich war einen krankenwagen anrufen konnte,der mich abholte und mir mittel zur beruhigung gab. ein andrere war, dass ich zu jeder zeit meine schwetser anrufen konnte, die bei einigen panikattacken dabie war und es schaffte mich zu beruhigen und mir ein gefühl von sicherheit zu geben.
Es ist wichtig das du eien vertrauensperson hast, mit der du über alles sprechen kannst und die dir ein absolutes gefühl von Sicherheit gibt.

Meine Therapeutin gab mir damals nur Hilfe zu Selbsthilfe. Sie hörte mir zu und es tat sehr gut mit ihr über sachen zu reden die mich bedrückten und geschehnisse aufzuarbeiten, so konnte ich auch mehr über die eventuellen ursachen meiner panikerkrankung vermuten.

nach meinen 2 monatigen sommerferien schaffte ich es zur schule zu gehen. ich hatte einen klaren notfallplan im kopf den ich einhalten wollte wenn es erforderlich war. ich wusste auch dass ich jedezeit einfach die schule verlassen konnte wenn ich wollte und mir ein taxi nachhause rufen konnte und es mir keiner übel nehmen würde. Dazu kam es jedoch nie, denn alleine die Tatsache, das es im falle dessen immer einen plan gab der mich flüchten lassen würde, beruhigte mich so dass es gar nicht erst dazu kam.
Es ist ganz doll wichtig, dass du dich, wenn du dich ein wenig erholt hast und kraft getankt hast wiedre langsam schritt für schritt ins leben traust. Jeden tag einen kleine schritt mehr. Und desto mutiger du wirst und wiedre vertrauen gewinnst, desto weniger werdne die attacken werden.
Von zeit zu zeit schaffte ich es immer mehr wieder im leben zu stehen und die panikattacken wurden immer weniger. Das ging natürlich nicht von einen tag auf den anderen, das war ein prozess, ein auf und ab. Aber es wurde dennoch immer besser. Heute hab ich keine einzige paikattacke mehr.
Abundzu wenn ich mich ein bisschen überschätze merke ich noch manchmal ein leichtes unwohlsein und beängstigendes gefühl, was aber in keinsterweise so schlimm ist wie damals und was ich auch als positiv betrachte, da es ein warnsignal meines körpers ist, dass ich ein bisschen entspannung und ruhe brauche.
Du musst lernen dich in Paniksituationen zu beruhigen, zu vertrauen, und ruhe zu bewahren. Versuch dich mit dem schlimmsten abzufindne so dass es dir keine angsrt mehr macht und mach dir Notfallpläne, die dir Sicherheit geben. Versuch dich abzulenken und den attacken nicht so eine Bedeutung beizumessen.

Also meine Tipps:

- nicht verstecken, trau dich raus, sei mutig und glaub an dich!
- nicht aufgeben, wenn doch mal wieder panik auftritt, das ist ganz normal
- lerne deinen körper zu beruhigen, langsam zu atmen, und dir selbst zu vetrauen in paniksituationen
- konzentrier dich auf die sachen die dir riesen spaß früher gemacht haben und die du nicht aufgeben möchtest,
- Notfallpläne, vor allem was du tust und was dir vorher sorge bereitet
- Vertrauensperson, die du vielleicht auch im Notfall immer anrufen kannst (ich hab miene letztendlich nie angerufen, aber mir trotzdem jeden tag zur beruhigung gesgat dass ich sie anrufen könnte falls ich mich unwohl fühle und sie mir helfen könnte mit der situation fertig zu werden)

Du musst jetzt stark sein, mit genug Willenskraft kannst du es schaffen und die Krankheit besiegen.

Wenn du noch Fragen hast oder Hilfe brauchst, das ist meine mailadresse: franzieh_wl@web.de

liebe grüße und alles Gute,
Franzi
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Hallo, ich bitte um rat:

ich leide seit nkapp 3 monaten an einer panikstörung... (...)ob ich tagesklinik mache oder stationär... je nach dem dauert es dennoch bis ein platz frei wird... was soll ich bis dahin tun? wie soll das nur weitergehen? ._.
Hallo Mina,

bei Panikstörungen hat man gute Erfolge mit EMDR und/oder EFT. Da reichen wenige Sitzungen, um maßgebliche Besserungen zu erreichen.

Über EFT (Emotional Freedom Technique) gibt es im Internet viele Seiten, wo du nachlesen kannst, was das ist und wie es funktioniert. Es gibt kostenlose Anwweisungen und bei Youtube kann man sich Videos anschauen. Die Technik hat bei Angststörungen eine Erfolgsquote von beinahe 90 Prozent.

Man kann es allein machen, aber bei so einer starken Angststörung würde ich doch Therapeuten suchen, die das anbieten. Die können dabei helfen, die Ursache der Störung zu finden und damit den richtigen Leitsatz zu finden.

EMDR hat zum Teil schon nach einer Sitzung durchschlagende Erfolge. Entsprechende Therapeuten findest du hier:

EMDR Institut Deutschland


oder auch hier:

Therapeuten.de


Ich wünsche dir viel Glück, dass du schnell den richtigen Therapeuten findest.


Tuesday
 

Nemo

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich habe grade nur sehr wenig Zeit, und deshalb versuche ich Dir mal kurz zu antworten.
Die beste Art, wie Du mit einer Panikstörung umgehen kannst ist, Dir über alle Deiner Symptome bewusst zu werden.
Dazu gehören körperliche Sympome, wie Zittern und Herzrasen etc, wie auch "gedankliche" Symptome. Dazu zählen beispielsweise die Derealisation; dass alles irgendwie farblos und unwirklich erlebt wird.
Schreib Dir diese Sympome am besten auf einen Zettel auf, damit Du sie wirklich auswendig kannst und zur Not die Möglichkeit hast, nachzuschauen.
Der Sinn: Wenn man beginnt seine Angst (-symptome) bewusst zu erkennen, dann kann man sich vor ihnen nicht mehr erschrecken. Denn oft ist es garnicht mal die Situation alleine, wegen der wir Angst haben, sondern auch dass man sich vor seinen eigenen Sympomen erschrickt. Häufig nimmt man sie nicht einmal bewusst wahr, sondern stellt nur fest, dass man sich irgendwie "anders" und unwohl fühlt.
Hier hilft es seine Symptome zu kennen und sie zu er-kennen.

Das andere ist, dass Du Deinen Fluchtgedanken identifizierst. Dieses "Ich will hier weg!" ist, was eine Panikattacke richtig schlimm werden lässt.
Nimm hin, dass Du nicht wegkannst, mobilisiere Deinen Kampfgeist und sitz die Situation aus.
Indem Du die Sympome alle auswendig lernst, und dem Fluchtgedanken entgegentrittst, kannst Du eine Panikattacke auf körperliche Sympome reduzieren.
Okay, Du kannst zum Beispiel das Herzrasen nicht abstellen - aber was ist distanziert betrachtet so schlimm daran, dass der Puls ein wenig höher geht? Man darf sich davon nur nicht erschrecken lassen.

Noch ne kurze Bemerkung am Rande: Keines der Symptome, die bei Angst auftreten können Dir gefärhlich werden.
Oft denken Leute, sie bekommen einen Infarkt weil das Herz so schnell läuft etc. Das stimmt nicht... Wirklich garkein Symptom kann gefärhlich werden.

Wovor hast du Angst? Weißt Du das?

Alles Gute, Nemo
 

mina992

Mitglied
Danke für eure worte, ihr könnt euch nicht vorstellen wie es mich gefreut und beruhigt zugleich hat, zusehen dass ich es auch so schaffen kann, ohne in eine psychatrische anstalt eingewiesen werden muss (was eigentlich der fall sein sollte, ich habe mich aber geweigert aus verscheidenen gründen)

Ich bin einfach sehr froh und dankbar für eure antworten und die zeit die darin investiert wurde.


Wovor ich dirket angsthabe, ist in der situation, zb schule, hilflos zu sein, nicht sicher zu sein... es fühlt sich komisch an allein darüber nachzudenken wie es sein könnte, ich weiß, ich sollte mir nicht vorher solche gedanken mahen, denn ich verschlimmer es nur, ich habe angst wieder nagst zubekommen... ich habe angst dass diese bestimmte art angst mit der panik mich kontrolliert und ich mich machtlos gegenüber meines körpers fühle..
 

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