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Panikanfälle

M

Madiga

Gast
Guten Morgen,

das fällt mir gerade echt etwas schwer drüber zu reden, weil ich Angst hab, dass es noch schlimmer wird, wenn ich davon erzähle.
In den letzen Monaten hab ich immer mal wieder so Panikanfälle. Ich fange an zu zittern, mein Herz schlägt wie verrückt und ich habe diese Bauchschmerzen. Aber ich weiß nicht warum. Eigentlich gibt es keinen Auslöser dafür. Der Rest von mir, also, ich selbst, ich bin ja eigentlich ruhig, aber ich bekomme dann Panik weil mein Körper ... naja, Panik bekommt. Ich hab dann einfach Angst, weil ich meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle hab und ich nicht weiß, warum das alles plötzlich passiert...
Das hatte ich gestern Abend wieder und ich konnte kaum einschlafen. Dachte aber, heute wäre alles wieder OK, so wie sonst immer. (Hab das meistens Abends. Also, so gut wie immer eigentlich...)
Naja, heute früh, als ich aufgewacht bin, war auch alles wieder OK, aber jetzt hab ich diese Bauchschmerzen wieder...
Also, das sind keine normalen Bauchschmerzen, sondern... wie soll ich sagen, ich nenn sie immer psychosomatische Bauchschmerzen. Ich denke, der Begriff ist recht passend, weil ich weiß, dass diese Art Bauchschmerzen nicht körperlich bedingt sind. (Hab die auch immer, wenn ich wegen meine Sozial Phobie in Panik gerate).
Jedenfalls, bisher hab ich bei diesen Panikanfällen immer meditiert (bin Buddhistin) und es hat auch geholfen.
Aber jetzt wollte ich mal fragen ob jemande eine Idee hat, woher das kommen könnte, und was ich noch dagegen tun könnte.
(Sobald ich wieder bei meinem Psychologen bin, werd ich auch mit ihm drüber reden, aber derzeit läuft der Therapieantrag, werde ihn deshalb erst im Mai wieder sehen.)

Danke schonmal.


LG
Madiga
 

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Nathi74

Mitglied
Hallo Madiga!

Schön, dass du dich wagst von deinem Leid zu erzählen.
Das klingt wirklich nicht schön, das dich plagt :( Vielleicht mag es jetzt komisch klingen, aber hast du einfach mal versucht, den "Mist" durch Sport aus deinem Körper zu "boxen"? Zieh deine Sportschuhe an (sofern vorhanden) und gehe zum nächsten See und laufe, laufe, laufe was das Zeug hält! Egal ob schnell oder nur im schnellen Spaziergang. Wenn du das gemacht hast, wette ich, dass es dir um einige Nuancen besser gehen wird. Du musst deinen Körper vertrauen, dass er dir nichts böses tut und du musst verinnerlichen, dass "Sport" eine positive Sache für den Körper (und vorallem Geist) ist! Wenn du das drin hast, kannst du bis zu deinem Termin (sofern er dann noch notwendig ist) versuchen, diese Attacken mittels Sport zu bekämpfen. Ich drücke dir die Daumen!
Mir hilft der Sport zum Beispiel aus depressiven Verstimmungen.... werde heute auch wieder los!
Lieber Gruß
 
M

Madiga

Gast
Ehm... ich mache bereits 4x die Woche Sport... Ich weiß, dass das eine sehr gute Sache auch für den Geist ist, das merke ich selbst immer wieder. Aber ein Rezept gegen die Panikanfälle scheint es nicht zu sein.
Trotzdem danke.

LG
 

kiablue

Aktives Mitglied
Da scheint schon seit längerer Zeit in Deinem Leben so einiges nicht zu stimmen und Deine Kompensationsmöglichkeiten, wie auch Verdrängung scheinen aufgebraucht zu sein. Hört man über lange Zeit nicht auf seine Seele, dann übernimmt der Körper die Regie. Und das meistens (zumindest am Anfang), wenn man eigentlich Ruhe hat. Dann geht es los. Ein richtiger Panikanfall mit Herzrasen usw. lässt sich gut abarbeiten durch Bewegung. Der Körper bekommt etwas zu tun, kann das Cortisol, was bei Panik gebildet wird und z. B. Herzrasen auslöst, abarbeiten. Einfach laufen. Muss nicht schnell sein. Einfach laufen, den Druck, die Energie raus lassen. Oder probier aus, was hilft. Den Körper zur Ruhe zu zwingen, ist rein physiologisch nicht so günstig. Adrenalin wird durch die Adern gepumpt, aber nicht gebraucht. Es muss ja irgendwo hin. Erst bewegen, danach meditieren, das wäre eine gute Idee.

Und ansonsten, Du musst herausfinden, was Deinen Körper veranlasst, Dir immer wieder zeigen zu müssen, was nicht stimmt. Und das dann ändern, anders damit umgehen, ein Weg, der nicht kurz und auch nicht leicht ist.

LG kiablue
 
J

john-2

Gast
Hallo Madiga,

Es gibt Antideperssiva, die dagegen helfen. Gehe zum Neurologen oder Hausarzt.
Leider treten bei ADs oft Nebenwirkungen auf, aber diese sind meist besser zu
ertragen, als Panikattacken.

Sport ist gut, täglich eine Stunde Sonnenlicht kann auch helfen.

Die Schmerzzuststände, die Du beschreibst, nehmen bei erfolgreicher Behandlung
wieder ab. (Meine Erfahrung)

Wenn Dich das Sprechen oder Schreiben darüber zu sehr belastet, dann laß es.
Das ist zwar in der Regel hilfreich, kann aber auch den Zustand verschlimmern.

Alles Gute, John
 
Zuletzt bearbeitet:

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Guten Morgen,

das fällt mir gerade echt etwas schwer drüber zu reden, weil ich Angst hab, dass es noch schlimmer wird, wenn ich davon erzähle.
In den letzen Monaten hab ich immer mal wieder so Panikanfälle. Ich fange an zu zittern, mein Herz schlägt wie verrückt und ich habe diese Bauchschmerzen. Aber ich weiß nicht warum. Eigentlich gibt es keinen Auslöser dafür. Der Rest von mir, also, ich selbst, ich bin ja eigentlich ruhig, aber ich bekomme dann Panik weil mein Körper ... naja, Panik bekommt. Ich hab dann einfach Angst, weil ich meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle hab und ich nicht weiß, warum das alles plötzlich passiert...
Das hatte ich gestern Abend wieder und ich konnte kaum einschlafen. Dachte aber, heute wäre alles wieder OK, so wie sonst immer. (Hab das meistens Abends. Also, so gut wie immer eigentlich...)
Naja, heute früh, als ich aufgewacht bin, war auch alles wieder OK, aber jetzt hab ich diese Bauchschmerzen wieder...
Also, das sind keine normalen Bauchschmerzen, sondern... wie soll ich sagen, ich nenn sie immer psychosomatische Bauchschmerzen. Ich denke, der Begriff ist recht passend, weil ich weiß, dass diese Art Bauchschmerzen nicht körperlich bedingt sind. (Hab die auch immer, wenn ich wegen meine Sozial Phobie in Panik gerate).
Jedenfalls, bisher hab ich bei diesen Panikanfällen immer meditiert (bin Buddhistin) und es hat auch geholfen.
Aber jetzt wollte ich mal fragen ob jemande eine Idee hat, woher das kommen könnte, und was ich noch dagegen tun könnte.
(Sobald ich wieder bei meinem Psychologen bin, werd ich auch mit ihm drüber reden, aber derzeit läuft der Therapieantrag, werde ihn deshalb erst im Mai wieder sehen.)

Danke schonmal.


LG
Madiga
am besten direkt zum Hausarzt und Psychiater. Es ist nicht gut wenn Panikattacken zu oft und zu lange in deinem Hirn persistieren.
Eine leichte Medikation für eine zeitlang könnte wichtig sein.

Achte zudem auf Ausgleich, vermeide strikt Isolation, sprich auch offen mit anderen Vertrauten darüber. Mach viel Sport, viel Bewegung baut inneren Stress ab. Vermeide zu starken TV und PC-Konsum und einsame Grübeleien in denen du dich auf Ideen fixierst...denn das macht Schmerzen.

Achte vor allem stets auf die Grundformel: Geist formt Materie, oder übersetzt dass dein Denken deine Realität formt und Einfluss auf körperliche Befindlichkeit hat, und achte daher darauf ungünstigen Gedanken nicht zu stark an zu haften. Als Buddhistin müsste dir klar sein was ich meine...Gedanken ziehen lassen wie Wolken, Gefühle, auch Änste ziehen lassen und nicht festhalten, denn sonst nisten sie sich ein. Neben Meditation wäre sowas wie Tai Chi oder QiGong ggf gut für dich, auch in Sachen Überwindung von Sozialphobie indem du in einem Dojo praktizierst..auch wenn es anfangs in der Umstellung ggf anstrengend ist....da musst du dann halt einfach durch um weiter zu kommen.

Wenn du beim Psychologen warst und gut in einer Therapie mitgearbeitet hast weisst du genau wo deine Auslöser liegen und wie du mit ihnen umgehen kannst.

Wenn es keine Auslöser gibt hast du ggf nur was Falsches gegessen und allein deine Unruhe im Kopf und Fehlinterpretationen verusachen die Angstwellen.

Arbeite an der Basis, mehr gutes Körpergefühl entwickeln, Selbstvertrauen und Körpervertrauen aufbauen, am Selbstbewusstsein arbeiten. Sinnvollen tätigkeiten nachgehen, viel raus in die Sonne...wenn du mehr als 4 oder 5 Stunden pro Tag in geschlossenen Räumen verbringst geht es bereits los mit Ungleichgewicht im Gehirn..das sollte dir klar sein und darauf achten viel draußen in Bewegung zu sein. Die moderne Lebensweise ist oft recht ungesund und viele reflektieren das zu wenig mit....bis dann der Bauch sich meldet und dir sagt: holla, sieh zu deinen A**** zu bewegen.
Übersetzt heißen Bauchprobleme ggf auch dass dir irgendwas in deinem Leben auf den Magen schlägt. Ggf verdrängst du einiges zu stark, was raus will.

Sozialphobie braucht Übung in der Öffentlichkeit, nicht allein einsame Meditation bringt dich weiter, sondern Übertragung des Gelassenheitstraings in den Alltag, wenn du draußen unterwegs bist. Z.B Vier-achteratmung zur Beruhigung draußen, zunächst viel raus in weitere Naturbereiche wo du weniger Menschen begegnest...raus aufs Land etc. DAs ist an sich immer die beste Therapie. Reittherapie ist ebenfalls gut. Dann schrittweise auch Situationen suchen in denen du dich noch unsicher und ängstlich fühlst damit du deine Ängste in solchen Situationen abbauen kannst. Allein zum Psychologen zu gehen oder einsame Meditation reicht bei Weitem nicht aus. Lass dir was einfallen. Innere Unruhe zeigt dir dass deine Lebensweise in einigen Bereichen ungünstig ist und du noch einiges verändern solltest.

Tyra


in Notfällen kannst du dich übrigens jederzeit bei deinem Psychologen melden und solltest es auch tun.
und zusehen Alternativen zu schaffen, sprich Kontakte vor Ort zu knüpfen mit Leuten mit denen du quatschen kannst. Vor der neuen Therapie Beratungshilfen in einer Lebensberatung von Caritas oder Diakonie wäre auch eine Mögllichkeit für dich und kostenlos nutzbar.
 
M

Madiga

Gast
am besten direkt zum Hausarzt und Psychiater. Es ist nicht gut wenn Panikattacken zu oft und zu lange in deinem Hirn persistieren.
Eine leichte Medikation für eine zeitlang könnte wichtig sein.

Ich bekomme jetzt nächsten Freitag vermutlich ein Medikament, dass da helfen soll.

Achte zudem auf Ausgleich, vermeide strikt Isolation, sprich auch offen mit anderen Vertrauten darüber. Mach viel Sport, viel Bewegung baut inneren Stress ab. Vermeide zu starken TV und PC-Konsum und einsame Grübeleien in denen du dich auf Ideen fixierst...denn das macht Schmerzen.

Ich bin so gut wie jeden Tag weg. Ich bin in 2 Vereinen Mitglied, den Johannitern und Aikido, mache wie gesagt 4x die Woche Sport, hab seit ner gefühlten ewigkeit kein Fernsehn mehr geschaut, habe auch vituell zu anderen Freunden viel Kontakt... Also ich denke nicht, dass ich mich zu sehr isoliere. Das könnt ich gar nicht, da würd ich verrückt bei werden. Ich hab die ganzen Leute gerne um mich.

Achte vor allem stets auf die Grundformel: Geist formt Materie, oder übersetzt dass dein Denken deine Realität formt und Einfluss auf körperliche Befindlichkeit hat, und achte daher darauf ungünstigen Gedanken nicht zu stark an zu haften. Als Buddhistin müsste dir klar sein was ich meine...Gedanken ziehen lassen wie Wolken, Gefühle, auch Änste ziehen lassen und nicht festhalten, denn sonst nisten sie sich ein. Neben Meditation wäre sowas wie Tai Chi oder QiGong ggf gut für dich, auch in Sachen Überwindung von Sozialphobie indem du in einem Dojo praktizierst..auch wenn es anfangs in der Umstellung ggf anstrengend ist....da musst du dann halt einfach durch um weiter zu kommen.

Wenn du beim Psychologen warst und gut in einer Therapie mitgearbeitet hast weisst du genau wo deine Auslöser liegen und wie du mit ihnen umgehen kannst.

Ich war erst 5x beim Psychologen, wie gesagt, der Therapieantrag geht grad durch, ich denke, das lässt auch darauf schließen, dass ich noch nicht oft da war.

Wenn es keine Auslöser gibt hast du ggf nur was Falsches gegessen und allein deine Unruhe im Kopf und Fehlinterpretationen verusachen die Angstwellen.

Vorher hatte ich auch andere Bauchschmerzen durch mein Essverhalten, dass ich an dem Tag hatte. Aber die Bauchschmerzen, die ich in solchen Siutationen hab, die erkenne ich sofort. Das sind keine körperlichen Auslöser.

Arbeite an der Basis, mehr gutes Körpergefühl entwickeln, Selbstvertrauen und Körpervertrauen aufbauen, am Selbstbewusstsein arbeiten. Sinnvollen tätigkeiten nachgehen, viel raus in die Sonne...wenn du mehr als 4 oder 5 Stunden pro Tag in geschlossenen Räumen verbringst geht es bereits los mit Ungleichgewicht im Gehirn..das sollte dir klar sein und darauf achten viel draußen in Bewegung zu sein. Die moderne Lebensweise ist oft recht ungesund und viele reflektieren das zu wenig mit....bis dann der Bauch sich meldet und dir sagt: holla, sieh zu deinen A**** zu bewegen.
Übersetzt heißen Bauchprobleme ggf auch dass dir irgendwas in deinem Leben auf den Magen schlägt. Ggf verdrängst du einiges zu stark, was raus will.

Das ich viel verdränge, kann gut sein. Hatte in dem Moment, wo's so langsam los ging mit ner Freundin über nen früheren Freund von mir und Sex geredet, dass hat mir auch nicht gut getan, das hab ich gemerkt und was Sex angeht, hab ich eh ziemliche Schwierigkeiten, da verdränge ich bestimmt viel. Aber ich denke nicht, dass das der alleinige Auslöser war...

Sozialphobie braucht Übung in der Öffentlichkeit, nicht allein einsame Meditation bringt dich weiter, sondern Übertragung des Gelassenheitstraings in den Alltag, wenn du draußen unterwegs bist. Z.B Vier-achteratmung zur Beruhigung draußen, zunächst viel raus in weitere Naturbereiche wo du weniger Menschen begegnest...raus aufs Land etc. DAs ist an sich immer die beste Therapie. Reittherapie ist ebenfalls gut. Dann schrittweise auch Situationen suchen in denen du dich noch unsicher und ängstlich fühlst damit du deine Ängste in solchen Situationen abbauen kannst. Allein zum Psychologen zu gehen oder einsame Meditation reicht bei Weitem nicht aus. Lass dir was einfallen. Innere Unruhe zeigt dir dass deine Lebensweise in einigen Bereichen ungünstig ist und du noch einiges verändern solltest.

Ich weiß, ich hab auch schon viel an mir und der Phobie gearbeitet und es ist auch schon sehr viel besser geworden. :)
Naja, was heißt einsame Meditation, Meditationen sind ja in gewisser Weise immer einsam, weil man sich dann meist mit sich selbst beschäftigt. Und gerade bei Panik helfen sie immer sehr gut mich zu beruhigen.


Tyra


in Notfällen kannst du dich übrigens jederzeit bei deinem Psychologen melden und solltest es auch tun.
und zusehen Alternativen zu schaffen, sprich Kontakte vor Ort zu knüpfen mit Leuten mit denen du quatschen kannst. Vor der neuen Therapie Beratungshilfen in einer Lebensberatung von Caritas oder Diakonie wäre auch eine Mögllichkeit für dich und kostenlos nutzbar.
Ich hab keine Notfallnummer von meinem Psychologen. Nur die Normale, wo er an Mo,Di, Do u. Fr von 12.00 - 12.30 und 19.00 - 19.30 Uhr zu erreichen ist...Außerdem, selbst wenn ich eine gehabt hätte, es war etwa Mitternacht, da stör ich doch niemanden mehr...


Danke für die ausführliche Antwort
LG
Madiga
 
M

Madiga

Gast
Aus gegebenem anlass: hilfe...? :confused: ich spürs kommen, versuche meinen körper zu beruhigen, aber ich weiß nicht, ob ichs schaffe...
 

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