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Panik vor Bewerbungsgespräch

Hey Du,

verständlich dass du aufgeregt bist, Bewerbungsgespräche sind ja auch eine nicht ganz leichte Situation. Aber für mich klingt alles ziemlich gut:
-Du hast viel Berufserfahrung
-Du hast einen soliden Grund für den Wechsel

Insgesamt gibt es Personalmangel und viele offene Stellen, wir sind also schonmal froh über jede halbwegs solide Bewerbung, die eingeht.

Es fängt immer so an, dass die Bewerber*in aufgefordert wird, etwas von sich zu erzählen. Meist wird dann ungefähr das erzählt, was auch in Lebenslauf und Anschreiben steht:
-Berufserfahrung, Qualifikationen, so generell der Werdegang
-Wieso wird eine neue Stelle gesucht
-Wieso interessiert man sich für unseren Träger, unser Klientel
-Gibts besondere Wünsche zB sowas wie "Mittwochs kann ich nicht wegen einem berufsbegleitenden Studium" (kommt sehr oft vor, dass Bewerber*innen solche anderen Verpflichtungen haben)

Danach erzählt die Gesprächsleitung etwas über unseren Träger, wie gearbeitet wird, etc.

Manchmal werden noch Fragen zu zB herausfordernden Situationen gestellt, also wie geht man zB mit Aggressionen von Seiten der Klient*innen um.

Am Schluss geht es um Formalien, Einladung zur Hospitation (Probearbeiten), Gehalt, Urlaub, etc. Da bei uns nach Tarif gezahlt wird, gibt's da aber keinen Verhandlungsspielraum.

Mir kommt dein Wunsch von 3000€ nicht viel vor, ich hab allerdings auch keine Ahnung von deiner Branche. Ich denke aber, wenn du den Wunsch freundlich und selbstbewusst äußerst, ist das bestimmt okay.

So, wie gesagt, kann bei dir alles anders laufen, aber vielleicht hilft es trotzdem ein bisschen🙂 und denk dran, fast überall werden Fachkräfte dringend gesucht, ich vermute, dass sie dich eh wollen. 🙂
Danke für die Ausfürliche schilderung.


Meiner Tochter würde ich jetzt sagen "Das fällt dir ja früh ein, dass du nach Tipps fragst!" 🙄

Was du auf jeden Fall tun solltest ist dich über die HP des Unternehmens zu informieren, damit du nicht kalt erwischt wirst, indem sich schnell zeigt, dass du völlig unwissend bist, bei was für einem Unternehmen du dich überhaupt bewirbst. Such dir 1 - 2 Punkte heraus, die dich besonders ansprechen; die haust du nicht planlos raus, sondern streust sie ein, wenn es gerade passt.

Google auch mal bei kununu nach dem Unternehmen. Wie wird es bewertet, was schreiben ehemalige Mitarbeiter. Auch das kannst du einfließen lassen als etwas, was du gehört hast - natürilch nur positive Aspekte.

Das Unternehmen möchte vor allem wissen, warum es dich einstellen sollte. Also was bringst du mit, das dem Unternehmen nützt. Mach da nicht den Fehler und stapel tief, erzähl nicht direkt, was du alles nicht kannst. Stell heraus, was du durch 16 Jahre Erfahrung alles vorweisen kannst und geh dabei auch gerne ein bisschen ins Detail. Womit konntest du besonders glänzen, worin lagen deine Stärken?

Als Fragen könntest du noch die Teamgröße ins Spiel bringen, ob dich jemand bei der Einarbeitung unterstützt, ob es die Regel ist, ausschließlich vor Ort zu arbeiten oder ob gelegentlich Home Office möglich ist. Wie sieht es mit Dienstreisen aus? Sind die geplant, falls ja wie häufig, in In oder gar Ausland? Interessant ist auch die Frage auch nach besonderen Angeboten für Mitarbeiter: Gibt es z. B. eine Betriebsrente, falls du Öffi-Nutzer bist wie sieht es mit dem Jobticket aus, wie wichtig ist dem Arbeitgeber eine gute Work-Life-Balance?

Fragen, auf die du vorbereitet sein solltest (und die ich völlig panne finde, die aber vorkommen): Nenne 3 Stärken und 3 Schwächen. Oder wie würden dich deine Freunde beschreiben. Google dazu am besten mal bei YouTube, dazu gibt es ganz gute Videos. Da solltest du nicht erst beim Termin anfangen müssen zu überlegen, sonst gibt es ein einziges Gestammel und du bist raus.

Verabschieden ist auch immer so eine Sache. Frag dann einfach, wie es jetzt weiter geht und bis wann du mit einer Entscheidung rechnen kannst. Tritt nicht verhuscht auf, sondern ruhig selbstbewusst. Du kannst schließlich auch entscheiden, ob du dort arbeiten möchtest.


Was mich wundert ist, dass du erst jetzt anfängst mit Bewerbungen.
Ich habe die vorbereitung immer wieder aufgeschoben und pötzlich ist es soweit.

3 Stärken: zuverlässig, kreativ, zuverlässig
3 Schwächen: abwartend, stressempfindlich, verschlossen.

Ja du hast recht. Ich bin eher ein Mensch der tiefstapelt. Auch wenn die älteste Kollegin der Meinung ist, wir müssen uns nicht verstecken und sollen auf keinen Fall tiefstapeln. Wir haben gelernt über den Tellerrand hinauszuschauen und kümmerten uns um viele Aufgaben zugleich.
Ich tendiere zum tiefstapeln, vermutlich weil man es dem Chef nur schwer recht machen kann.
Kundenkontakt hatte ich allerdings keinen. Der ging meist über die Kollegin als Teamleiterin.

Bzgl. des Gehalts war der Chef ein Geizkragen, Gehaltserhöhungen gab es wiederwillig alle 3-4 Jahre mit 200-300€. "Er zahle ja regelmäßig ein freiwilliges Weihnachtsgeld", allerdings varierte dieses von Jahr zu Jahr: 2023 - 1.000€ / 2022 - 0€ / 2021 - 1.500€.
Gleichzeitig leben er und seine Familie wie die Made im Speck.
Ich weiß das seine Frau als Buchhalterin mit Prokura in Teilzeit >5.000€ Brutto verdient und einen ca. 60.000€ SUV als Dienstwagen hat. - Wozu nur ist die Frage.

Fort und Weiterbildungen oder gar Beförderungen gab es nicht, da es ein kleines Unternehmen war, übernahm man mehr Aufgaben wenn was verfügbar
Zwei Kolleginnen mussten Ihren Sprachkurs damals komplett selbstzahlen.

Ich habe die Kündigung zum Jahresenede im Juli erhalten, nachdem der Chef uns dies eine Woche vorher mitgeteilt hatte. Die ersten Wochen musste ich wie alle anderen das alles erstmal verarbeiten, bevor ich mir überlegte, was ich nun machen will. Die Bewerbung habe ich ende September abgeschickt und nach wenigen Tagen kam die Einladung zum Gespräch.


Das heißt du bist Loyal, verlässlich und erfahren.

Ich würde mir die Homepage des Unternehmes genau ansehen und mir die Schwerpunkte merken, wie sich das Unternehmen selbst beschreibt. Dann kannst du deine Argumentationsweise besser ausrichten und wissen, was gut kommt und was nicht so wichtig ist.

Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück.

Achte auf den Hintergrund deiner Webcam!
Alles klar. Vielen dank.
Bzgl. des Hintergrundes, dieser dürfte OK sein.
Eine Regalwand, mit einem Stück vom Fernseher, die Blu-Ray Sammlung, eine Stereo anlage sowie Aktenordner. Daneben eine Vitrine mit Lego Technic Fahrzeugen und der Tür.
Mein Bruder meinte, ich könnte auch den Hintergrund bei Teams auf verschwommen stellen, aber ob das so gut ankommt. - Ich habe in dem SInne nichts zu verbergen.
 
Nix türken ist gut!
Dann haben deine neuen Arbeitgeber einen gutes und gleichzeitig echten Eindruck von dir. Dann glauben die unbewusst von selber aus weniger Problematisches!

Viel Glück morgen!

Und die Homepage studieren ist auch nicht die große Herausforderung als Vorbereitung und bringt viel.
 
Ich nehme jetzt nur mal die Punkte auf, die ich angesprochen hatte.
Ich habe die vorbereitung immer wieder aufgeschoben und pötzlich ist es soweit.
Wenn es eine 08/15-Stelle ist, zu der du dich vorstellst: Nicht schlimm. Lern draus und mach es beim nächsten Mal besser. Falls es ein wirklich attraktiver Job ist: Eigentor. Häufig bekommt man nur eine einzige Chance und wenn du diesmal durch schlechte Virbeteitung versagst bist du für fiesen AG verbrannt.
3 Stärken: zuverlässig, kreativ, zuverlässig
Das sind 2 Stärken. Wie weiter unten geschrieben würde ich noch belastbar empfehlen.
3 Schwächen: abwartend, stressempfindlich, verschlossen.
Falls du das tatsächlich sagst bist du raus.
Bei den 3 Schwächen sagt man (auch wenn das mittlerweile abgedroschen ist - aber warum fragen die Personaler auch so einen Mist?!) etwas, das nicht wirklich dramatisch ist und woran du arbeiten kannst: Du bist ungeduldig, hast aber schon gut an dir gearbeitet. Oder du bist sehr genau, hast aber mittlerweile raus, wann 80% völlig ausreichend sind. Du bist nervös, wenn du etwas präsentieren musst, hast dich aber schon zunehmend für Präsentationen gemeldet, um dich an solche Situationen zu gewöhnen und so die Nervosität abzubauen. Es klappt schon viel besser.
Wenn ein Boss hört, dass du stressempfindlich bist, brauchst du gar nicht weiterzureden. Da sieht der schon gelbe Scheine auf sich zuflattern und so jemanden braucht er nun wirklich nicht. Mach da lieber eine positive Eigenschaft draus und sag, du seiest belastbar.

Die Frage, wie dich deine Freunde beschreiben würden, hast du gar nicht beantwortet.
Hier würde ich noch die folgenden Attribute nennen: Loyal, herzlich, vertrauenswürdig (i. S. von du kannst die Klappe halten über Dinge, die man dir anvertraut).
Ja du hast recht. Ich bin eher ein Mensch der tiefstapelt. Auch wenn die älteste Kollegin der Meinung ist, wir müssen uns nicht verstecken und sollen auf keinen Fall tiefstapeln. Wir haben gelernt über den Tellerrand hinauszuschauen und kümmerten uns um viele Aufgaben zugleich.
Ich tendiere zum tiefstapeln, vermutlich weil man es dem Chef nur schwer recht machen kann.
Für den neuen Job ist völlig egal, wie du normalerweise bist. Das ist ein Verkaufsgespräch und du verkaufst genau DICH! Du sollst nicht übertreiben, aber dich positiv darstellen. Ansonsten wirst du bei allen Gesprächen immer den Kürzeren ziehen.
Kundenkontakt hatte ich allerdings keinen. Der ging meist über die Kollegin als Teamleiterin.
Wenn es "meist" über die Kollegin ging hast du es doch vielleicht manchmal trotzdem gemacht? Ich würde - falls die Frage danach kommt - das nicht rigoros verneinen, falls es in der Stellenanforderung stand. Es gibt nichts, was du nicht lernen könntest. Zur Not lauschst du demnächst ein bisschen, wie deine Kollegin das machst. Das ist kein Hexenwerk.
Bzgl. des Gehalts war der Chef ein Geizkragen, Gehaltserhöhungen gab es wiederwillig alle 3-4 Jahre mit 200-300€. "Er zahle ja regelmäßig ein freiwilliges Weihnachtsgeld", allerdings varierte dieses von Jahr zu Jahr: 2023 - 1.000€ / 2022 - 0€ / 2021 - 1.500€.
Gleichzeitig leben er und seine Familie wie die Made im Speck.
Ich weiß das seine Frau als Buchhalterin mit Prokura in Teilzeit >5.000€ Brutto verdient und einen ca. 60.000€ SUV als Dienstwagen hat. - Wozu nur ist die Frage.
Alles völlig egal. Offensichtlich konnten sie es sich leisten und du hast ja auch nicht aufgemuckt. Jetzt werden die Karten neu gemischt. Sei diesmal schlauer und formuliere direkt eine realistische Erwartungshaltung. 3.500 Euro würde ich mindestens nennen.
Es kommt auch ein bisschen darauf an, ob du dich in einer kleinen Klitsche bewirbst oder bei einem größeren Unternehmen, die womöglich sogar an Tarife gebunden sind. Die größeren zahlen oft etwas besser; vor allem geht es dem Chef dann nicht ans eigene Portmonee und man ist nicht so kniepig.

Fort und Weiterbildungen oder gar Beförderungen gab es nicht, da es ein kleines Unternehmen war, übernahm man mehr Aufgaben wenn was verfügbar
Zwei Kolleginnen mussten Ihren Sprachkurs damals komplett selbstzahlen.
Auch da: Fragen kostet nichts. Wenn es wieder so ist, ist es so. Du sollst ja auch erst einmal nur fragen, wie es gehandhabt wird. Berufliche Weiterbildungen kommen ja i.d.R. insbesondere dem Unternehmen zugute. Da ist es schon frech, wenn das Unternehmen die Kosten nicht übernimmt. Wenn deine Kolleginnen den Sprachkurs zur eigenen Kompetenzerweiterung gemacht haben, sie die Sprache im Job aber gar nicht brauchten, kann man über die Kostenübernahme schon streiten.
Ich habe die Kündigung zum Jahresenede im Juli erhalten, nachdem der Chef uns dies eine Woche vorher mitgeteilt hatte. Die ersten Wochen musste ich wie alle anderen das alles erstmal verarbeiten, bevor ich mir überlegte, was ich nun machen will. Die Bewerbung habe ich ende September abgeschickt und nach wenigen Tagen kam die Einladung zum Gespräch.
Sollte das tatsächlich thematisiert werden sagst du, dass du dir erst einmal überlegen wolltest, wo die Reise für dich hingehen soll und ob du die Gelegenheit nutzt, noch einmal aufzusatteln. Stell auch deinen Fachwirt raus oder was das war. Das ist ein Pfund, das du einbringen kannst und solltest. Du musst es schaffen, dich von den anderen Bewerbern abzuheben.
Alles klar. Vielen dank.
Bzgl. des Hintergrundes, dieser dürfte OK sein.
Eine Regalwand, mit einem Stück vom Fernseher, die Blu-Ray Sammlung, eine Stereo anlage sowie Aktenordner. Daneben eine Vitrine mit Lego Technic Fahrzeugen und der Tür.
Mein Bruder meinte, ich könnte auch den Hintergrund bei Teams auf verschwommen stellen, aber ob das so gut ankommt. - Ich habe in dem SInne nichts zu verbergen.
Den Tipp zum Teams-Hintergrund finde ich gut. Such dir da etwas Seriöses aus. Es gibt Hintergrundvorlagen, aus denen du wählen kannst oder aber du kannst deinen Hintergrund schwummerig einstellen (Tipp deines Bruders ist TOP!), so dass nur du scharf zu erkennen bist. Du bist in einem Bewerbungsgespräch - da würde ich privates Gedöns nicht zeigen, aus den Vorlagen einen neutralen Bürohintergrund wählen. Du weißt nicht, was dein Gegenüber negativ assoziiert - nimmt ihm diese Angriffsfläche. Du hast doch noch Zeit bis morgen. Stell dir mal selber einen Teams-Termin ein und geh dann in die Einstellungen. Da schaust du, wo du die Hintergründe einstellen kannst. Solltest du mit der Technik nicht klarkommen ist auch das von Nachteil. Teams ist Gang und Gäbe - das muss man drauf haben, wenn man im Office arbeitet.
Und nochmal: Es geht nicht darum, etwas zu verbergen. Es geht darum, dich positiv zu verkaufen. Das sind 2 völlig unterschiedliche Dinge.

Du solltest auch zusehen, dass du da nicht im lässigen T-Shirt sitzt. Ob am Ende in dieser Firma relaxed gearbeitet wird ist völlig egal, dann kannst du das immer noch machen. Sich zum Vorstellungsgespräch ordentlich zu kleiden mit Tendenz zu nett ist eine Frage des Respekts und der Wertschätzung.

Ich wünsche dir viel Erfolg! Wenn du im Nachgang berichtest, wie es war, würde ich mich freuen. 😊
 
Zuletzt bearbeitet:
Also auch von mir viel Glück.

Ich war gestern auch aufgeregt, nach über 17 Jahren das erste Vorstellungsgespräch.

Wenn das Eis gebrochen ist, klappt das schon.

Die haben nicht gefragt was ich vorher verdiene und einfach angenommen das ich meine Ausbildung bezahlt bekomme.

So steige ich 3 Entgeltstufen rauf und verbesser mich.
Falls ich den genommen werde.
 
Ist mir jetzt auch aufgefallen dass die 3 Stärken und Schwächen nicht gut beantwortet habe. Werde deine Tipps aber berücksichtigen.

Die Frage, wie dich deine Freunde beschreiben würden, hast du gar nicht beantwortet.
Hier würde ich noch die folgenden Attribute nennen: Loyal, herzlich, vertrauenswürdig (i. S. von du kannst die Klappe halten über Dinge, die man dir anvertraut).
Danke. Die Frage hatte ich jetzt total vergessen zu beantworten.

Wenn es "meist" über die Kollegin ging hast du es doch vielleicht manchmal trotzdem gemacht? .
Ich habe ihr oft zugehört, und selbst ein paar mal mit dem Kunden per E-Mail kommuniziert.
Neulich auch per telefon, da betreffende Kollegin und der Chef nicht um Haus waren.
Es ging aber um etwas das ich nicht befugt bin zu entscheiden und bat ihn deshalb sich bei der Kollegin am nächsten morgen nocheinmal zu melden. - Eine andere Kollegin war überrascht wie gut und professionell ich das gespräch in englisch geführt habe.

Da ist es schon frech, wenn das Unternehmen die Kosten nicht übernimmt.
Es war ein Kurs für Business Englisch, da wir fast ausschließlich in englisch arbeiteten wollten die Kolleginnen sich hier entsprechend weiterbilden.

Den Tipp zum Teams-Hintergrund finde ich gut. Such dir da etwas Seriöses aus. Es gibt Hintergrundvorlagen, aus denen du wählen kannst oder aber du kannst deinen Hintergrund schwummerig einstellen (Tipp deines Bruders ist TOP!)
Ich habe es gestern abend noch etwas mit meinem Bruder die benutzung von Teams geübt.
Da er es beruflich regelmäßg damit arbeitet, kennt er sich damit aus.
Den Hintergrund werde ich auf verschwommen einstellen.
Auf den Schreibtisch lege ich mir auch ein paar Notizen und einen Block mit Stift zum mitschreiben.

Du solltest auch zusehen, dass du da nicht im lässigen T-Shirt sitzt.
Klar. Zum Vorstellungsgespräch ziehe ich natürlich ein Hemd und eine Jeans an.

Ich wünsche dir viel Erfolg! Wenn du im Nachgang berichtest, wie es war, würde ich mich freuen. 😊
Vielen Dank. Ich schreibe es dann hier rein.
 
Wie lief das Gespräch?

Do solltest das erste Gespräch als Übung sehen. Nutze all die Fragen, auf die du keine Antwort hattest als Übung für die nächsten Gespräche. Dann klappt's besser.
 
Hallo allerseits,
wie versprochen und bereits sehnlichst erwartet berichte ich euch nun endlich von meinem Bewerbungsgespräch. Die letzen Tage kam ich nur leider nicht dazu, aber jetzt:

Es ging los am Dienstag um 16 Uhr und dauerte etwa 30 Minuten.
Beteiligt waren der Personaler (ein junger Mann) und der Abteilungsleiter. Beide stellten sich kurz vor und dann war auch ich schon an der Reihe mich kurz vorzustellen, auch wenn mein Lebenslauf nicht viele Stationen ausfweise.

Im nächsten Schritt wollten sie etwas mehr über meine bisherigen Tätigkeiten wissen. Im Lebenslauf hätte ich ja grob ein paar Punkte angegeben und das wollten beide nun ein paar Details mehr über meine Aufgaben wissen und wie das ablief. da ich Tätigkeiten aus verschiedenen Abteilungen übernahm.

Danach erzählte der Abteilungsleiter etwas über die Abläufe der Abteilung, wie groß das Team ist (etwa 15 Personen), und erklärte mir das die Schlagzahl bei ihnen im Unternehmen für Angebote wesentlich höher ist als ich das bislang kenne. Ich war bisher im Projektgeschäft, da waren etwa 6-8 Wochen für ein Angebot übliche bearbeitungszeit, während ich im neuen eher 6-8 Angebote pro Tag erstellen müsste.

Zwischendurch versuchte ich zuversicht auszustrahlen und sagte Dinge wie: "Das ist zwar ein Unterschied, bin mir aber sicher das ich das auch schaffe" "Da kann ich mich einarbeiten" und stelte auch ein paar Rückfragen, von denen ich vermute diese haben nicht ganz ihr Zielt erreicht, als ich z.B. aussagen wollte, das dass Sortiment meines bisherigen Arbeitgebers sehr viele Bereiche (Werkzeuge, Maschinen, BuGA) umfasst, während der neue Job natürlich auf die Produkte des Unternehmens "limitiert" ist.

Der Personaler stellte auch immer wieder Fragen und machte sich notizen. Dies versuchte ich ebenfalls, aber kam nicht so richtig hinterher, da der Informatons Input aus meiner sicht sehr hoch war. - War immerhin erst das dritte Bewerbungsgespräch in meinem Leben und das erste mit zwei Personen zugleich und das erste per Webcam.

Zum Schluss hin durfte ich noch ein paar Fragen stellen, und stellte etwa drei oder vier Fragen.
u.a. bzgl. der Einarbeitung. Diese würde im laufenden Betrieb bei learning by doing stattfinden. Man habe nicht die Zeit für lange theorie, es gibt immer viel zu tun und benötigt jeden Mann.

Anschließend fragte mich der Personaler noch nach meinen Gehaltsvorstellungen. Ich nannte mal 3.300€ im Monat Brutto, da dass Unternehmen auch Weiterbildungen und Schulungen für seine Mitarbeiter anbietet.

Zum Schluss hin nannten sie mir noch die Wochenarbeitszeit (35h) und wollten wissen wie viele ich bislang gearbeitet habe (38,5h).

Dann gab es eine verabschiedung. Wir alle bedankten uns alle. Ich wartete einen Augenblick bevor ich die Besprechung verließ, falls noch irgendjemand was sagte. Aber dann vermutete ich dass ich das Gespräch verlassen sollte, damit die beiden noch untersich ihre eindrücke Austauschen können.

Danach war ich total erleichtert, da ich während des Gesprächs permanent nervös war und ständig einen trockenen Mund hatte. Wollte aber auch nicht zuviel Wasser trinken.

Kalt erwischt hat mich allerdings die Frage: "Wie gehen Sie mit Konflikten im Team und mit Kunden um", darauf war ich nicht vorbereitet. Also leierte ich mir spontan was aus den Fingern, was mal ein kleiner Konflikt war auf der Arbeit. Was den Konflikt mit Kunden anging musste ich wahrheitsgemäß sagen das ich natürlich nicht viel im Kundenkontakt war. - Im nachhinein hätte ich hier ein hyptetisches Szenario ausdenken können. "Ich hatte zwar nicht viel Kundenkontakt, aber wenn ich ein Problem mit einem Unzufriedenen Kunden hätte, würde ich das folgender maßen angehen...."

Als ich nervös am Ende meine Gehaltsvorstellung mit einem Klos im Hals vortrug und mich entschuldigte, da ich sehr nervös sei. Der Personaler meinte aber "dafür haben Sie sich aber gut geschlagen"

Ich hoffe nur die Frage hat mir nicht alles versaut oder ich habe etwas falsches gesagt.
Ich würde in etwa zwei Wochen wieder von Ihnen hören und wenn ich eine Runde weiter bin, findet das Gespräch vor Ort statt.

In den Stunden nach dem Gespräch gingen mir hunderte von Dingen durch den Kopf die ich hätte sagen können. Was ich hätte besser oder klarer Formulieren können.

Alles in allem hatte ich eine ziemlich schlaflose Nacht. Am folge Tag, hatte der Chef einen Lieferwagen gemietet um einige Büromöbel umzuziehen. Da ich mithelfen musste, konnte ich wenigstens nicht an das Gespräch denken.

So das wars. Danke nochmals an alle die mir geantwortet haben.
 
Hey Du, ich finde es klingt, als habest du dich gut geschlagen! Alles hast du eh nicht in der Hand, weil es einfach auch drauf ankommt, wer sich noch so beworben hat und wie die zwischenmenschliche Sympathie war.

Wie hast du dich denn gefühlt, bis auf die Nervosität? Denkst du, du könntest dort zufrieden sein?

Zum Schluss hin durfte ich noch ein paar Fragen stellen, und stellte etwa drei oder vier Fragen.
u.a. bzgl. der Einarbeitung. Diese würde im laufenden Betrieb bei learning by doing stattfinden. Man habe nicht die Zeit für lange theorie, es gibt immer viel zu tun und benötigt jeden Mann.

Ich finde, das klingt nicht gut. Ich finde eine gute Einarbeitung sehr wichtig und auch, dass das fest eingeplant wird. Bei uns gibt's für die Einarbeitung einen Leitfaden und es wird auch festgelegt, welche Mitarbeitenden für die Begleitung in den ersten Wochen zuständig sind.
 

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