Danke für die Ausfürliche schilderung.Hey Du,
verständlich dass du aufgeregt bist, Bewerbungsgespräche sind ja auch eine nicht ganz leichte Situation. Aber für mich klingt alles ziemlich gut:
-Du hast viel Berufserfahrung
-Du hast einen soliden Grund für den Wechsel
Insgesamt gibt es Personalmangel und viele offene Stellen, wir sind also schonmal froh über jede halbwegs solide Bewerbung, die eingeht.
Es fängt immer so an, dass die Bewerber*in aufgefordert wird, etwas von sich zu erzählen. Meist wird dann ungefähr das erzählt, was auch in Lebenslauf und Anschreiben steht:
-Berufserfahrung, Qualifikationen, so generell der Werdegang
-Wieso wird eine neue Stelle gesucht
-Wieso interessiert man sich für unseren Träger, unser Klientel
-Gibts besondere Wünsche zB sowas wie "Mittwochs kann ich nicht wegen einem berufsbegleitenden Studium" (kommt sehr oft vor, dass Bewerber*innen solche anderen Verpflichtungen haben)
Danach erzählt die Gesprächsleitung etwas über unseren Träger, wie gearbeitet wird, etc.
Manchmal werden noch Fragen zu zB herausfordernden Situationen gestellt, also wie geht man zB mit Aggressionen von Seiten der Klient*innen um.
Am Schluss geht es um Formalien, Einladung zur Hospitation (Probearbeiten), Gehalt, Urlaub, etc. Da bei uns nach Tarif gezahlt wird, gibt's da aber keinen Verhandlungsspielraum.
Mir kommt dein Wunsch von 3000€ nicht viel vor, ich hab allerdings auch keine Ahnung von deiner Branche. Ich denke aber, wenn du den Wunsch freundlich und selbstbewusst äußerst, ist das bestimmt okay.
So, wie gesagt, kann bei dir alles anders laufen, aber vielleicht hilft es trotzdem ein bisschen🙂 und denk dran, fast überall werden Fachkräfte dringend gesucht, ich vermute, dass sie dich eh wollen. 🙂
Ich habe die vorbereitung immer wieder aufgeschoben und pötzlich ist es soweit.Meiner Tochter würde ich jetzt sagen "Das fällt dir ja früh ein, dass du nach Tipps fragst!" 🙄
Was du auf jeden Fall tun solltest ist dich über die HP des Unternehmens zu informieren, damit du nicht kalt erwischt wirst, indem sich schnell zeigt, dass du völlig unwissend bist, bei was für einem Unternehmen du dich überhaupt bewirbst. Such dir 1 - 2 Punkte heraus, die dich besonders ansprechen; die haust du nicht planlos raus, sondern streust sie ein, wenn es gerade passt.
Google auch mal bei kununu nach dem Unternehmen. Wie wird es bewertet, was schreiben ehemalige Mitarbeiter. Auch das kannst du einfließen lassen als etwas, was du gehört hast - natürilch nur positive Aspekte.
Das Unternehmen möchte vor allem wissen, warum es dich einstellen sollte. Also was bringst du mit, das dem Unternehmen nützt. Mach da nicht den Fehler und stapel tief, erzähl nicht direkt, was du alles nicht kannst. Stell heraus, was du durch 16 Jahre Erfahrung alles vorweisen kannst und geh dabei auch gerne ein bisschen ins Detail. Womit konntest du besonders glänzen, worin lagen deine Stärken?
Als Fragen könntest du noch die Teamgröße ins Spiel bringen, ob dich jemand bei der Einarbeitung unterstützt, ob es die Regel ist, ausschließlich vor Ort zu arbeiten oder ob gelegentlich Home Office möglich ist. Wie sieht es mit Dienstreisen aus? Sind die geplant, falls ja wie häufig, in In oder gar Ausland? Interessant ist auch die Frage auch nach besonderen Angeboten für Mitarbeiter: Gibt es z. B. eine Betriebsrente, falls du Öffi-Nutzer bist wie sieht es mit dem Jobticket aus, wie wichtig ist dem Arbeitgeber eine gute Work-Life-Balance?
Fragen, auf die du vorbereitet sein solltest (und die ich völlig panne finde, die aber vorkommen): Nenne 3 Stärken und 3 Schwächen. Oder wie würden dich deine Freunde beschreiben. Google dazu am besten mal bei YouTube, dazu gibt es ganz gute Videos. Da solltest du nicht erst beim Termin anfangen müssen zu überlegen, sonst gibt es ein einziges Gestammel und du bist raus.
Verabschieden ist auch immer so eine Sache. Frag dann einfach, wie es jetzt weiter geht und bis wann du mit einer Entscheidung rechnen kannst. Tritt nicht verhuscht auf, sondern ruhig selbstbewusst. Du kannst schließlich auch entscheiden, ob du dort arbeiten möchtest.
Was mich wundert ist, dass du erst jetzt anfängst mit Bewerbungen.
3 Stärken: zuverlässig, kreativ, zuverlässig
3 Schwächen: abwartend, stressempfindlich, verschlossen.
Ja du hast recht. Ich bin eher ein Mensch der tiefstapelt. Auch wenn die älteste Kollegin der Meinung ist, wir müssen uns nicht verstecken und sollen auf keinen Fall tiefstapeln. Wir haben gelernt über den Tellerrand hinauszuschauen und kümmerten uns um viele Aufgaben zugleich.
Ich tendiere zum tiefstapeln, vermutlich weil man es dem Chef nur schwer recht machen kann.
Kundenkontakt hatte ich allerdings keinen. Der ging meist über die Kollegin als Teamleiterin.
Bzgl. des Gehalts war der Chef ein Geizkragen, Gehaltserhöhungen gab es wiederwillig alle 3-4 Jahre mit 200-300€. "Er zahle ja regelmäßig ein freiwilliges Weihnachtsgeld", allerdings varierte dieses von Jahr zu Jahr: 2023 - 1.000€ / 2022 - 0€ / 2021 - 1.500€.
Gleichzeitig leben er und seine Familie wie die Made im Speck.
Ich weiß das seine Frau als Buchhalterin mit Prokura in Teilzeit >5.000€ Brutto verdient und einen ca. 60.000€ SUV als Dienstwagen hat. - Wozu nur ist die Frage.
Fort und Weiterbildungen oder gar Beförderungen gab es nicht, da es ein kleines Unternehmen war, übernahm man mehr Aufgaben wenn was verfügbar
Zwei Kolleginnen mussten Ihren Sprachkurs damals komplett selbstzahlen.
Ich habe die Kündigung zum Jahresenede im Juli erhalten, nachdem der Chef uns dies eine Woche vorher mitgeteilt hatte. Die ersten Wochen musste ich wie alle anderen das alles erstmal verarbeiten, bevor ich mir überlegte, was ich nun machen will. Die Bewerbung habe ich ende September abgeschickt und nach wenigen Tagen kam die Einladung zum Gespräch.
Alles klar. Vielen dank.Das heißt du bist Loyal, verlässlich und erfahren.
Ich würde mir die Homepage des Unternehmes genau ansehen und mir die Schwerpunkte merken, wie sich das Unternehmen selbst beschreibt. Dann kannst du deine Argumentationsweise besser ausrichten und wissen, was gut kommt und was nicht so wichtig ist.
Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück.
Achte auf den Hintergrund deiner Webcam!
Bzgl. des Hintergrundes, dieser dürfte OK sein.
Eine Regalwand, mit einem Stück vom Fernseher, die Blu-Ray Sammlung, eine Stereo anlage sowie Aktenordner. Daneben eine Vitrine mit Lego Technic Fahrzeugen und der Tür.
Mein Bruder meinte, ich könnte auch den Hintergrund bei Teams auf verschwommen stellen, aber ob das so gut ankommt. - Ich habe in dem SInne nichts zu verbergen.