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Pädophile...anzeigen oder nicht??

G

Gast

Gast
Hallo!
Ich habe ein sehr grosses problem,stecke in einer echten Zwickmühle und hoffe sehr dass mir hier jemand weiterhelfen kann!
Ich kenne eine Frau die mir neulich erzählte, dass sie und ihre Schwester als Kinder schwersten sexuellen Missbrauch erfahren haben. Der Vater führte sozusagen einen privaten Puff mit seinen Kindern den zahlreiche Männer besuchten und die schlimmsten Dinge machten(ich möchte nicht ins Detail gehen,aber es ist unbeschreiblich!) Die Schwester nahm sich auch irgendwann das Leben , weil sie es nicht mehr ertrug!
Sie erzählte, dass sogar Videos von all dem Horror gedreht wurden-es handelt sich wohl um einen ganzen Pädophilenring!!!
Das ist allerdings nun schon über 20 Jahre her, aber ist es nicht so dass Pädophilie eine Krankheit ist , die nicht endet? Ich habe wirklich nicht viel Ahnung in diesem Gebiet aber ich meine noch im Ohr zu haben, dass solche Menschen eher immer perverser werden!??
Wennn das so wäre,wie soll ich das denn jetzt mit meinem Gewissen vereinbaren? Sie ist auf GARKEINEN FALL bereit diese Typen anzuzeigen,ich habe alles versucht um sie davon zu überzeugen!! Sie sagte sogar sie würde sich das Leben nehmen wenn sie nochmal damit konfrontiert werde!
Ich bin echt verzweifelt weil ich das natürlich nicht will, andererseits aber schier durchdrehe,wenn ich an die Kinder denke ,die vielleicht jetzt in dieser Minute solche schrecklichen Dinge erleben müssen!
Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Muss ich nicht eigentlich auf jeden Fall zur Polizei gehen und Anzeige erstatten?? Wie soll ich aber mit der Schuld leben , wenn sie sich tatsächlich dann das Leben nimmt?? Und was würde die Polizei tun, weiss das jemand?? Ist es nicht sogar verjährt(was ja der reinste wahnsinn wäre!!)??
Bitte schreibt ehrlich was ihr tun würdet, ich bin für jeden Ratschlag dankbar!!!
 
Hallo!
Ich habe ein sehr grosses problem,stecke in einer echten Zwickmühle und hoffe sehr dass mir hier jemand weiterhelfen kann!
Ich kenne eine Frau die mir neulich erzählte, dass sie und ihre Schwester als Kinder schwersten sexuellen Missbrauch erfahren haben. Der Vater führte sozusagen einen privaten Puff mit seinen Kindern den zahlreiche Männer besuchten und die schlimmsten Dinge machten(ich möchte nicht ins Detail gehen,aber es ist unbeschreiblich!) Die Schwester nahm sich auch irgendwann das Leben , weil sie es nicht mehr ertrug!
Sie erzählte, dass sogar Videos von all dem Horror gedreht wurden-es handelt sich wohl um einen ganzen Pädophilenring!!!
Das ist allerdings nun schon über 20 Jahre her, aber ist es nicht so dass Pädophilie eine Krankheit ist , die nicht endet? Ich habe wirklich nicht viel Ahnung in diesem Gebiet aber ich meine noch im Ohr zu haben, dass solche Menschen eher immer perverser werden!??
Wennn das so wäre,wie soll ich das denn jetzt mit meinem Gewissen vereinbaren? Sie ist auf GARKEINEN FALL bereit diese Typen anzuzeigen,ich habe alles versucht um sie davon zu überzeugen!! Sie sagte sogar sie würde sich das Leben nehmen wenn sie nochmal damit konfrontiert werde!
Ich bin echt verzweifelt weil ich das natürlich nicht will, andererseits aber schier durchdrehe,wenn ich an die Kinder denke ,die vielleicht jetzt in dieser Minute solche schrecklichen Dinge erleben müssen!
Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Muss ich nicht eigentlich auf jeden Fall zur Polizei gehen und Anzeige erstatten?? Wie soll ich aber mit der Schuld leben , wenn sie sich tatsächlich dann das Leben nimmt?? Und was würde die Polizei tun, weiss das jemand?? Ist es nicht sogar verjährt(was ja der reinste wahnsinn wäre!!)??
Bitte schreibt ehrlich was ihr tun würdet, ich bin für jeden Ratschlag dankbar!!!

Hallo...
bei allem Respekt, stellen sich mir doch einige Fragen noch auf... Woher kennst Du diese Frau und in welchem Verhältnis stehst Du zu ihr????
Kannst Du SICHER sein, dass sie die Wahrheit spricht...? Und in welchem Verhältnis steht diese Frau heute zu Ihrem Vater? Ist sie in Theraphie?
Versteh mich bitte nicht falsch! Das Ganze ist ein hoch sensibles Thema!
Und ich neige dazu, Dir zu sagen: lass die Finger davon... Ich musste auch erfahren, dass es einige wenige (aber trotzdem welche) gibt, die solche Themen für sich nutzen wollen...
Wie auch immer... Natürlich ausgegangen von der Wahrheit: respektiere ihren Wunsch nach Verschwiegenheit... Und hol Dir Info´s... Über Internet, weissen Ring, Psychologen... Meiner Meinung nach, wäre es total unklug, jetzt überstürztzt handeln... Bei aller Angst... Bedenke: sie hat sich Dir anvertraut, und das sicher nicht in der Hoffnung, dass Du handelst, sondern eher, dass Du begreifst & verstehst.. SIE verstehst! Mit diesem Geständniss hat sie Dich emotional an sich gebunden... Es geht ihr sicherlich nicht um Rache... Erst ein mal darum, das jemand zuhört und genauso zu verstehen versucht, wie Sie... Vlt. auch um zu verarbeiten... Das kann Sie aber nicht mit Dir, sondern nur mit professioneller Hilfe! Hüte Dich davor: DU bist nicht der Profi, sondern derjenige, der zuhört, versteht und Sie in die Richtung schubst, die Ihr helfen kann!!
Das Dich das Ganze total überfordert und aufwühlt verstehe ich...
Vieleicht kannst Du noch mehr Infos´schreiben...
Lilia
 
Hallo!
Ich bin ein 20 jähriger Mann und ich wurde Leute (Schweine) die Kinder misbrauchen öffentlich erhengen. Sowie beim Prozess in Nürnberg. Sorry für meine Wut aber das ist halt meine Meinung.

Jetzt zu deinem Anliegen: Ich würde das ruhen lassen. Die Frau will ja offenbar nicht mehr mit den Dingen zutun haben. Und ich kann das irgendwie verstehen.

Lass es einfach ruhen.

Maydan
 
Hallo Gast,

das ist ein schwieriges Thema.
Wenn aber der Vater derzeit wirklich noch solche perversen Spielchen treibt, muß etwas dagegen getan werden.

Vielleicht kannst Du Sie als verbündete gewinnen.

Aber Du musst Dir sicher sein, daß der Vater das wirklich noch macht. Sollten diese Videobänder noch existieren, wären das gute Beweismittel.

Versuche Deine Freundin zu überzeugen, daß Ihr etwas dagegen tun müsst.

Gruß Hajooo
 
Wir sind ja alle nur Laien und unsere Aussagen können fehlerhaft sein, auch meine jetzt:

Aber ich schließe mich dem an, was schon teilweise angeklungen ist. Versuche doch deine Beziehung zu der Person zu vertiefen. Sie will nichts mehr damit zu tun haben, sehr verständlich, aber letztlich doch nur eine Schutzbehauptung ihrer Seele, vielleicht.

Ich weiß ja nicht, ob sie eine therapeutische Aufarbeitung hinter sich hat, hört sich aber eher wengier so an. Vielleicht kannst du ihr mit der Zeit helfen, einen guten Therapeuten zu finden und sie ein wenig mit dahin "tragen". Dort würde dann all das zur Sprache kommen können und professionell verfolgt werden können.

Ich finde schon, dass es nicht verjährt ist, nur da das Opfer das wichtigere ist als die Strafverfolgung, muss es eben mit steter Tropfen höhlt den Stein angegangen werden.

Solltest du aber keinen Zugang zu dem Opfer finden, dann würde ich an ein entsprechendes Amt oder Polizeipsychologen gehen und dein Problem ohne Namen zu nennen schildern, um es los zu werden. Gib die Verantwortung weiter, auch alle deine damit verbundenen Ängste. Wenn es eine Fachstelle ist, wird man entsprechend damit umgehen und du fühlst dich besser.

Sigi
 
http://www.schotterblume.de/

Wenn Du den Link anklickst erfährst Du detailiert welche Möglichkeiten es gibt.
Nach so langer Zeit ist es meines Wissens nach nicht möglich Anzeige zu erstatten. Schau bitte selber nach. Eventuell benötigt die Frau jedoch professionelle Hilfe, auch da findest Du bei Schotterblume Angebote.
 
18. Wann verjähren die Handlungen?

Ist eine Straftat verjährt, darf sie nicht mehr verfolgt werden. Die Verjährungsfrist richtet sich grundsätzlich zunächst nach dem Höchstmaß der Strafe, die für die Tat angedroht ist. Sie beginnt, sobald die Tat beendet ist; tritt ein zum gesetzlichen Straftatbestand gehörender "Erfolg“ erst später ein, beginnt die Verjährung erst mit diesem Zeitpunkt zu laufen.

Welche Verjährungsfrist in eurem Fall gilt, lässt sich nicht generell sagen. Dazu muss man sich den konkreten Fall ganz genau ansehen, denn die rechtliche Beurteilung der Tat hängt von vielen Einzelheiten ab. Allgemein gilt, dass Verjährungsfristen zwischen 3 und 20 Jahren möglich sind.

Wichtig für minderjährige Opfer ist, dass die Verjährung für Sexualstraftaten bis zum 18. Geburtstag ruht. Damit beginnt die Verjährung erst ab diesen Tag zu laufen. Diese Regelung ist durch das 30. Strafrechtsänderungsgesetz eingeführt worden und am 23.6.1994 in Kraft getreten. Sie findet auch auf solche Taten Anwendung, die vor diesem Zeitpunkt begangen wurden, es sei denn, dass sie nach der alten Gesetzeslage am 23.6.1994 bereits verjährt waren. Das gilt nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes auch in den Fällen, in denen das Opfer bereits das 18. Lebensjahr vor dem 23.6.1994 beendet hatte.

Hier ist ein Auszug aus "Schotterblume" bezüglich der Verjährungsfristen bei Anzeigen.
 
Was für ne Frage: natürlich sollte man anzeigen!!

Grundsätzlich finde ich, dass man wenn man von einer STraftat weiss auch irgendwie mit in der Verantwortung steht.
Ich würde nicht fackeln, dem Opfer ne Frist stellen von sich aus ne Anzeige zu machen, oder dann selber eine unternehmen. Und als dritten Vorschlag anbieten mit ihr gemeinsam hinzugehen..was immer am besten ist, sonst täuscht sie vielleicht nur vor was zu machen und macht es doch nicht.

Wie vorgeschlagen wäre Beweismittelsicherung gut..aber gucken, dass man sich damit nicht in Gefahr bringt. Man kann dahingehend auch die Polizei informieren wo was zu finden ist..die sollten dann an sich zack bei Gefahr in Verzug mit Durchsuchungsbefehl da reinmarschieren und diese Arbeit erledigen.
Kommt dabei auf die Glaubwürdigkeit der Zeugin, Der Anzeigenden an...schlau ist es vorher zu einer Beratungsstelle, dort jemanden mit einspannen, ggf. noch nen Anwalt dazu und dann bei der Polizei einmarschieren und genau schildern was Sache ist.

Dann solltest du ihr auch klarmachen, dass sie psychologische Hilfe braucht...dringend..denn dass sie sone heftige Strafkiste einfach so durchgehen lässt ist net normal..sondern deutet auf Opferlogik, unverarbeitetes Trauma.

Das Ganze nach Steter-Tropfen-höhlt-den-Stein-Methode...liebevoll aber konsequent in die richtige Richtung schieben.

Ich wünsche viel Erfolg!
Tyra
 
Hallo, vielen Dank erstmal für eure zahlreichen Ratschläge!!!
Genau das was Tyra schreibt hätte ich auch geschrieben,wenn mich jemand gefragt hätte was ich in dieser Situation tun würde! Meine erste Reaktion war auch ganz klar das starke Gefühl dass ich anzeige erstatten muss!
Dann aber die Zweifel:
1. die Frage, bin ich nicht auch für das überleben meiner Bekannten verantwortlich? Ich nehme ihre Selbstmorddrohung im Falle einer Anzeige sehr ernst!!
2. Wie wird die Polizei vorgehen? Ich habe nämlich absolut keine Beweise weil alles nur aus ihren Erzählungen besteht , ich weiss nichtmal was aus den Filmen geworden ist, inwieweit sie vermarktet wurden! Das weiss sie selbst auch nicht!
Ich bin mir sehr sicher, dass sie mir die Wahrheit erzählt hat , sie führt auch ein entsprechendes Leben,ich wusste schon immer, dass sie etwas schlimmes erlebt haben muss in ihrem Leben!
Bei der Anzeige geht es mir auch weniger darum ihren Fall nochmal aufzuwickeln als vielmehr darum zu überprüfen ob diese schrecklichen Männer damit weitermachen! Sie weiss es nicht und ich wüsste gerne ob solche Perversen überhaupt aufhören können!?? Aber kann man einfach auf Verdacht Leute anzeigen??
Fakt ist: Ich habe GARNICHTS in der Hand und ihr müsst mir glauben - Es ist absolut Unmöglich diese Frau zu einer Anzeige zu überreden!!! Ich schätze mich sogar so ein ,dass ich gute Fähigkeiten in solchen Dingen besitze, aber in diesem Fall NULL CHANCE !!!
Bin mir sogar sicher, dass sie alles abstreiten würde wenn die Polizei bei ihr nachfragen würde! Sie ist wirklich seelisch sehr krank!
In Psychologischer Behandlung ist sie schon seit sehr langer Zeit! Sie war auch schon in stationärer Behandlung weil sie sich umbringen wollte.
Aber scheinbar haben alle, ich nehme an sie hat diese Dinge erzählt, von einer anzeige abgesehen-vielleicht wegen der Schweigepflicht.
Was sagt denn die Polizei wenn ich da antanze und ohne jeden Beweiss solche Dinge erzähle? Ich kenne auch nur den Namen und Wohnort ihres Vaters, die anderen Männer waren ihr auch unbekannt.

Ich finde es so schwierig, ich mache mich doch in jedem Fall schuldig,oder nicht?
Einige von Euch schreiben ja auch ich soll es ruhen lassen und dass ich Sie schützen soll. Aber dann schütze ich auch die Täter!
Wenn ich doch nur wüsste ob eine solche Veranlagung nicht doch ein Ende findet und vielleicht ja garnichtsmehr geschieht, aber ganz ehrlich, ich glaube es nicht!

jetzt schaue ich gleich noch genauer in den Link Schotterblume rein, vielen Dank auch dafür!!!
 
Hallo Gast,

wenn solche Typen nicht angezeigt werden machen sie natürlich weiter, was für ne Frage!? Daher ist es ja so wichtig mit der Anzeige.
Und auch wenn sie damit aufhören würden..es ist überlebensnotwendig für deine Freundin zu lernen sich gegen den Täter zur Wehr zu setzen..ansonsten wird sie wohl für ewig selbstmordgefährdet sein. Entweder er oder sie..so sieht es aus..sie muss sich da entscheiden. Entweder weiterhin gegen sich selber oder endlich gegen den Täter. Intuitiv weiss sie was richtig für sie wäre..aber sie wehrt sich so sehr dagegen, dass ihre Psyche daran kaputt geht...sie wendet ihre ganze Kraft eher gegen sich als gegen den Täter..sowas ist typisches Verhalten traumatisierter Gewaltopfer.

Deiner Freundin solltest du klar machen, dass wenn sie sich umbringt der oder die Täter ganz klar gewinnen und das sollte auf gar keinen Fall passieren. Sie ist mehr wert und sollte sich selber auch mehr wert sein als ihr Leben einfach so wegzuschmeissen. Sie ist genauso glaubwürdig wie die Täter und ihr Wort zählt ebenso. Sie ist weitaus stärker und mächtiger als sie denkt und sollte vermeiden sich in sone Art Ohnmachtswahn hineinzusteigern, was traumatisierte Gewaltopfer sehr oft tun. Du kannst hier wertvolle Aufbauarbeit leisten indem du ihr immer wieder sagst, dass sie ein wertvoller Mensch ist und sie daher etwas für sich tun sollte und gegen den Täter.

Wenn sie selbstmordgefährdet ist darf sie nicht alleine bleiben, muss 24 Stunden am Tag betreut werden. Das sollte dir klar sein. Du solltest sie daher ggf. zusammen mit dem Therapeuten möglichst rasch in eine Klinik lotsen, damit sie die angemessene Betreuung erhält. Es wäre ohnehin ne gute Idee zusammen mit dem Therapeuten oder auch anderen Fachärzten daran zu arbeiten, dass sie anstatt sich feige aus dem Leben zu verdrücken endlich mal anfängt sich als wertvoller zu betrachten und somit aus der Macht des oder der Täter zu lösen die mit ihren Untaten bezweckten ihr das Gegenteil anzudressieren: das Gefühl der Minderwertigkeit, dass sie stillhalten und dulden lässt.
Sie sollte sich der Realität stellen und dieses perfide Spiel der Macht durchschauen. Ich denke dann kommt auch die Wut und notwendige Kraft anstatt sich selber anzugreifen gegen den oder die Täter vorzugehen.

Ich halte es für wenig sinnvoll, wenn du allein hinter dem Rücken deiner Freundin bei der Polizei antanzt. Sie würde das zu Recht als Vertrauensbruch werten und wie du vorhersagst auf stumm schalten.
Du solltest den WEg über sie gehen, sie ohne Zip und Zap und v.a. ohne die allergeringsten Zweifel!! (du darfst dich da auf keinen Fall von ihrem zweifelnden Denken anstecken lassen!!)dazu bewegen zu tun was notwendig ist. Nämlich zunächst in ne Klinik zu gehen, damit sie wieder stabiler wird und dort mal zusammen mit den Ärzten offen reden und dann GEMEINSAM konsequent den nächsten Schritt mit der Anzeige vorbereiten. Dazu würde ich raten.
Hier im Forum kannst du deine Zweifel ruhig äußern aber ihr ggü solltest du nicht die allergeringsten Zweifel zeigen,dass du ihr glaubst und v.a. das du davon überzeugt bist, dass eine Anzeige das Richtige ist...insbesondere für sie. Sie ist ja nicht allein und muss das nicht allein durchstehen, sondern hat ja dich an der Seite und noch ihren Therapeuten. WEnn man den bittet Hilfe zu leisten tut er es...wenn sie diese Hilfe aber nicht offen und direkt einfordert kommt da auch nix. Es muss von ihr ausgehen...daher haben die Therapeuten auch vorher nie was mit Anzeige gemacht, weil sie sich sich anscheinend derart dagegen gesperrt hat, dass die nicht zu ihr durchkamen. Ein guter Therapeut würde sie auch niemals derart entmündigen oder übergehen, dass er hinter ihren Rücken oder gegen ihren Willen den oder die Täter anzeigen würde...das geht nicht..Es muss eindeutig von ihr ausgehen und SIE muss es wollen und tun. Es ist und bleibt ihre Verantwortung und ihr Job sich um ihr Leben zu kümmern.

Übrigens hätte es dir bereits freigestanden der Polizei nen anonymen Hinweis auf Verdacht eines Pädophilenrings od. ä. zu geben...aber in der derzeitigen Situtation ist es wohl nun besser dass du mit der Steter-tropfen-höhlt -den-Stein-Methode deine Freundin zunächst in eine Klinik bringst um den Schritt mit der Anzeige vorzubereiten, den ich nur machen würde, wenn sie wieder ausreichend stabil und weniger selbstmordgefährdet ist. Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn es schwer ist und wird...nach düsteren Zeiten werden dann jedoch auch wieder bessere Zeiten folgen. So ist das Leben, unschöne Dinge muss man immer wieder aushalten und durch manche Situtationen mit Augen zu und durch.

Gut ist übrigens ihr klarzumachen, dass es nicht fair ist mit Selbsmord zu drohen und nix dagegen zu tun, sich nicht helfen zu lassen, sich gegen Hilfe zu sperren etc....sie kann nicht immer nur wegrennen, sondern sollte anfangen die Verantwortung für ihr Leben in die Hand zu nehmen, indem sie in der Therapie mitarbeitet und sich für ihr Leben entscheidet und somit auch gegen den Täter zur Wehr setzt. Anders wird es nicht laufen.


Das mit dem Schuldig machen kann man ihr auch verklickern....sie hat dich ja zu einer Straftat und möglichen weiteren Straftatbeständen informiert, du steckst somit in einem moralischen Dilemma. Schlau ist es sie um MIthilfe zu bitten, damit ihr gemeinsam dieses Dilemma löst. Sie sitzt jedoch da am Schalthebel und SIE ist es die da aus den Puschen kommen muss. Es wäre unfair ggü dir wenn sie es nicht täte, und von dir verlangen würde dass du informierten Auges mit ansehen musst wie sie sich selber zerstört und einen echt miesen Täter einfach so davonkommen lässt, der eventuell weitere Opfer sucht und findet....das kannst du ihr ruhig sagen, damit ihr klar wird, dass sie nicht allein drinhängt, sondern auch andere Leben mit involviert sind in dieser Sache.

Ich verweise nochmal auf meinen ersten Beitrag mit der Fristsetzung...aber wenn sie derzeit zu durchgekachelt und akut selbstmordgefährdet ist solltest du das Theman ANzeigen erstmal hintanstellen und mehr (sanften aber eisenhart konsequenten!) Druck machen, dass sie in eine Klinik geht um ausreichend stabil zu werden...Ich würde dir raten da Händchenhaltend mit am Ball zu bleiben..auch mit zu den Ärzten...ihr raten offen über ihr Problem zu reden, damit sich nicht wieder mit ner Verbergentour anfängt. Vielleicht packt sie es ja dann diesmal endlich.

DAzu drücke ich ihr und auch dir die Daumen!
Gruß
Tyra

P.S Falls du zu unsicher bist kannst du ja ohne weiteres -auch ohne deine Freundin dazu zu informieren- zu einer Beratungsstelle gehen und dich dort beraten lassen. Dort erhältst du auch Tipps wie du mit Gewaltopfern angemessen umgehen kannst. Da du ja auch unter Druck stehst mit der Sache wäre es ganz gut für dich dort face to face (Internetforen können das nicht leisten!!) einen Ansprechpartner zu haben mit dem du mal drüber reden kannst. Denn man kann oft auch was falsch machen..grad bei akut suizidalen traumatisierten Gewaltopfern kann der Schuss manchmal gewaltig nach hinten losgehen. DAs erfordert schon etwas Fingerspitzengefühl...aber keine Angst, so kompliziert ist es auch wieder nicht..man muss nur auf 1,2 Dinge achten, aber das solltest du dir vor Ort mal erklären lassen.
 
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