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Als sapiosexuell bezeichnet man Personen, die sich vor allem durch den Intellekt, den Geist und die Art zu denken einer anderen Person sexuell angezogen fühlen. Das Wort kommt aus dem Lateinischen von sapere (wissen, schmecken). Für Betroffene ist Intelligenz der größte Reiz. [1, 2, 3, 4]

Merkmale und Bedeutung
    • Geist als Reiz: Tiefe Gespräche, Wissen, Wortwitz und kluge Gedanken erregen mehr als das reine Aussehen.
    • Keine feste Norm: Es ist keine klassische sexuelle Ausrichtung im Sinne von Geschlechtern, sondern eine persönliche Vorliebe für eine Charaktereigenschaft.
    • Verbindung: Oft entsteht der Wunsch nach Nähe erst durch einen echten, geistigen Austausch. [1, 2, 3, 4, 5]

Kritik am Begriff
    • Elitär: Kritiker sagen, der Begriff werte Menschen mit vermeintlich geringerer Bildung oder Intelligenz ab.
    • Selbstdarstellung: Manche nutzen das Wort nur als modernes Label, um sich besonders klug oder oberflächlichkeitsfrei darzustellen. [1, 2, 3]
 
Da ihr beide etwas ähnliches geschrieben habt:
Glaubt ihr, dass ihr das Thema deswegen so streng bewertet (Zeitverschwendung/-ersparnis, wenn sexuelle Bedürfnisse nicht befriedigt werden), weil es für euch einen hohen Stellenwert hat?
Und würdet ihr, wenn ihr konkret danach gefragt werdet, was euch in einer Beziehung wichtig ist, dann Sex oder wenigstens körperliche Nähe/Anziehung ansprechen?
Also einen überdimensional hohen Stellenwert würde ich der Sexualität nicht geben. Also nicht im Sinne von dass es totale Priorität hat. Andere Dinge, wie emotionale oder geistige die passen sollten, sind in erster Linie erstmal wichtiger. Und Schöner Sex ist dann quasi noch das Sahnehäubchen.

In den meisten Fällen gehört Sexualität in einer Beziehung dazu. Und wenn sich die Sexualität für die eine Seite unangenehm anfühlt, oder man zu viele Dinge mitmachen muss, die einem eigentlich überhaupt nicht gefallen, dann sind die Probleme vorprogrammiert. Deshalb muss es hat auch auf dieser Ebene irgendwie harmonieren.

Bei extremen Fetischen bin ich aber schon froh, wenn ich das schon weiss, bevor man das erste mal Sex hat. Und erfahrungsgemäss erklären sich diejenigen Männer, die so einen Fetisch haben, durchaus sehr früh. Und das allein ist dann für mich schon ein Ausschlusskriterium, denn wenn mir einer den Eindruck vermittelt, dass sein Fetisch über allem anderen steht, dann passt es eben schon geistig überhaupt nicht.

Was Penetration betrifft, ist das allenfalls schon ein Thema, dass ich vor dem ersten Sex besprechen würde, wenn ich das nicht wollte. Denn sonst ist das ein Krampf, weil Du während der Intimität die Penetration ständig abwehren muss. Denn ich würde mal behaupten, für sehr viele Männer ist das schon ein Highlight, auf das sie nicht ganz verzichten möchten.

Dass Dein Kandidat bisher das Thema Sexualität nicht angesprochen hat und auch keine Bemerkungen in die Richtung gemacht hat, würde ich jetzt mal für Dich als positives Zeichen werten, dass bei ihm die Sexualität auch nicht die allererste Priorität hat.

Was Deinen speziellen Fetisch betrifft, das musst Du natürlich selber beurteilen, ob der jetzt abschreckend auf den Mann wirken könnte. Damit würde ich ihn vielleicht nicht grad sofort überfallen, wenn es ja so ist, dass Du auch ohne leben kannst.

Geniesse das Treffen! Vielleicht bist Du ja nachher schon ein wenig schlauer.
 
Meine eigene Erfahrung ist, dass sich auch sexuelle Vorlieben oder der Wunsch oder das Bedürfnis nach Sex sich mit der Zeit ändern kann und auch abhängig von der jeweiligen Beziehung ist.
Das heißt, weil jede Beziehung anders ist, sich das auch auf Wünsche oder Bedürfnisse auswirken kann.
In sofern, weiß ich nicht,ob da im Voraus drüber sprechen wirklich so wichtig ist.
Im Grunde genommen zählt es doch, wie sich das schließlich mit dem Partner anfühlt, wie sich das auf die speziellen Wünsche auswirkt.
Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich gemacht habe.
Ich finde Du hast das sogar sehr gut ausgedrückt.
Ich verstehe jedenfalls was Du meinst und gehe voll mit Dir.
 
Glaubt ihr, dass ihr das Thema deswegen so streng bewertet (Zeitverschwendung/-ersparnis, wenn sexuelle Bedürfnisse nicht befriedigt werden), weil es für euch einen hohen Stellenwert hat?
Und würdet ihr, wenn ihr konkret danach gefragt werdet, was euch in einer Beziehung wichtig ist, dann Sex oder wenigstens körperliche Nähe/Anziehung ansprechen?

Warum an Sex festmachen?
Das gilt für mich ebenso für Süchte, vorhandene Kinder, Krankheiten, die sich auf den Alltag auswirken. Das muss bei mir auf den Tisch.

Dass mir Sex wichtig ist, sprach ich aus, auch, was das bei mir bedeutet. War aber teils teasing, da deutlich war, dass das grundsätzlich willkommen sein würde. Nur nicht, wie weit. Das zu besprechen war aber für uns beide wichtig.
Ich war anfangs erst abweisend, sehr zurückhaltend, unsicher, kann aber auch sehr direkt und proaktiv werden, wenn ich einen Entschluss gefasst habe. Was dann ziemlich überraschend kam.

Was z. B. nicht immer unausgesprochen eindeutig identifizierbar ist, sind Fetische, submissive Neigungen. Manches mag ich absolut nicht, manches kann nicht passend werden, und ich versuche früh das abzuklopfen, das Gespräch in diese Richtung zu lenken. Es macht doch keinerlei Sinn etwas weiterzuführen, das nicht passen kann.

Ich habe zwar auch einen sehr stark ausgeprägten Fetisch, es ist mir aber absolut unwichtig, den auch auszuleben.

Wenn's dir egal ist, ist es nicht wichtig, dass du diesen Fetisch hast. Es würde sich nicht auswirken in einer Beziehung.
Möchte jemand (so gut wie) gar keinen Sex, hat das Klärungsbedarf.
Die meisten möchten ihre Sexualität ausleben, und dann muss das entweder passen oder für beide in Ordnung sein, Teile oder alles auszulagern.

Meine eigene Erfahrung ist, dass sich auch sexuelle Vorlieben oder der Wunsch oder das Bedürfnis nach Sex sich mit der Zeit ändern kann und auch abhängig von der jeweiligen Beziehung ist.
Das heißt, weil jede Beziehung anders ist, sich das auch auf Wünsche oder Bedürfnisse auswirken kann.
In sofern, weiß ich nicht,ob da im Voraus drüber sprechen wirklich so wichtig ist.
Im Grunde genommen zählt es doch, wie sich das schließlich mit dem Partner anfühlt, wie sich das auf die speziellen Wünsche auswirkt.
Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich gemacht habe.

Hm, das klingt für mich nach sehr üblichem Rahmen, innerhalb dessen es variieren kann, der sich auch mit den Erfahrungen ein wenig verschieben kann.

@Geist sprach jedoch von Themen mit größeren Auswirkungen auf die Beziehung. Das ist für mich eine völlig andere Ebene.

Es ist ein Unterschied für mich, ob jemandes Sexfrequenz je nach Partner variiert, er mit dem einen 69 praktiziert, mit dem anderen nicht, oder ob jemand mehr oder weniger asexuell ist, einen Windelfetisch leben möchte, oder was auch immer.

Ich habe devote Neigungen, bin dabei proaktiv. Das kann unterschiedlich intensiv gelebt werden, aber niemals wäre ich kompatibel mit einem Mann, der ähnliche Wünsche hätte.

Witzigerweise begegnete mir das aber mehrfach, weil ich im Job z. B. eindeutig führend war, weil ich das auch im privaten Alltag, in Situationen mit Freunden oder Fremden bin, wenn es nötig scheint.
Beispiel Pferde. Verletzung.
Alle Umstehenden geschockt, Besitzerin weinend am zusammenbrechen, keiner handelt sinnvoll. Ich übernehme routinemäßig die Führung, leite an, organisiere, versorge, verlade in Hänger, ab in Tierklinik.
Ob ich diese Rolle möchte, ist völlig irrelevant in diesem Augenblick. Einer muss schließlich, und ich kann funktionieren. Ich gäbe das liebend gerne ab, wenn da jemand wäre. Sieht man natürlich nicht. Sondern es entsteht schnell ein falscher Eindruck.

Also macht es Sinn, solche Dinge einem potentiellen Partner mitzuteilen. Wenn er kein ausgesprochen guter Beobachter ist, aktiv austestete usw., und als Erster das klärende Gespräch anstößt. Ich kann aber doch proaktiv mitwirken, statt dem Gegenüber die gesamte Arbeit zu überlassen. In beider Interesse.
 
Ich sage das jetzt ganz allgemein, ohne jemanden damit ansprechen zu wollen!

Ich weiß nicht, ob man überhaupt einen Rat von außen geben kann, außer dass man seinem guten Gefühl folgen sollte, ganz besonders, wenn es um intime Dinge geht. Gerade wenn man weiß, dass das Eigene abweichend sein kann, um so mehr würde ich dem eigenen Gefühl nachgehen.

Aber wenn sich keiner von beiden traut den Anfang zu machen, dann kann das leicht für beide sehr enttäuschend werden, wenn die erotische Ausrichtung beider überhaupt nicht harmoniert, aber sonst alles.
- Es geht doch nicht darum das der Sex wichtig ist, es geht darum, ob man allein in der Theorie relativ gut zusammenpassen würde. Sonst kauft man doch die Katze im Sack.

Wie schon gesagt, ich bin für Offenheit bzw. klare Verhältnisse. Wenn ich weiß das mein Gegenüber ähnlich tickt, dann ist doch alles okay. Bis auf die Berührungsängste.
An der Stelle kann ich auch "nur" meinem Gespür vertrauen und das Eis als erstes zu brechen, wenn es an einer geeigneten Stelle passt. Oder einfach geradeheraus, falls das den eigenen Charakter unterstreicht.

Das ist natürlich nur meine persönliche Sicht.
 
Ich denke, im Dating Prozess frühzeitig über sexuelle Vorlieben/ Bedürfnisse zu sprechen, ist wichtig, wenn diese (eher stark) von der Norm abweichen. Also in Bezug auf Fetische, sehr starkes/ sehr schwaches Bedürfnis nach Sexualität. Manche Menschen schreiben das ja auch direkt in ihr Dating Profil. Ich klicke Profile zB weg, in denen Sex als wichtig benannt ist. Nicht, weil es mir komplett unwichtig ist, auf keinen Fall, aber ich bin auch kein Mensch, der ständig sehr viel sex braucht/ haben möchte und deswegen weiß ich dann direkt, dass es wahrscheinlich nicht so gut passt. Aber gleichzeitig würde ich auch ein Profil wegeklicken, wenn die Person asexuell ist, damit käme ich auf Dauer auch nicht gut klar.
 
Was Penetration betrifft, ist das allenfalls schon ein Thema, dass ich vor dem ersten Sex besprechen würde, wenn ich das nicht wollte. Denn sonst ist das ein Krampf, weil Du während der Intimität die Penetration ständig abwehren muss. Denn ich würde mal behaupten, für sehr viele Männer ist das schon ein Highlight, auf das sie nicht ganz verzichten möchten.
Meine übliche Vorgehensweise, wenn ich es nicht vorher kommuniziere, ist ertragen. Hat auch noch nie Jemand gemerkt.
So war es jedenfalls bislang.
Aber ich denke, ich würde es auch wieder so machen. Der Zwang gesellschaftlichen Standards entsprechen zu müssen, ist bei diesem Thema in meinem Kopf fest verankert.

Geniesse das Treffen! Vielleicht bist Du ja nachher schon ein wenig schlauer.
Ja, das habe ich mir auch vorgenommen... einfach auf mich zukommen lassen und Freude haben 🙂
Falls es sich beim Treffen nicht ergibt und das Interesse weiterhin groß ist, versuche ich es schriftlich.
Vielleicht ist das aber auch grundsätzlich die bessere Strategie, beim Schreiben kann ich meine Worte in Ruhe wählen.

Dass mir Sex wichtig ist, sprach ich aus, auch, was das bei mir bedeutet. War aber teils teasing, da deutlich war, dass das grundsätzlich willkommen sein würde.
Ja, genau, sowas meinte ich. Menschen, die es wichtig finden, bauen es auch ins Gespräch ein. Dann kann ich sie "aussortieren".

Eine ehemalige Freundin von mir hatte erst nach der Hochzeit erfahren, dass ihr Mann starke masochistische Neigungen hatte.
Nun ja, das ist das andere Extrem.
Zwischen dem zweiten Date und unserer Hochzeit finde ich sicher eine Gelegenheit für ein Gespräch 🙃
Wobei hier in deinem Beispiel sicher einiges mehr im Argen lag als "nur" die Sexualität.
 

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