Ich denke, das Wort Dating ist mit viel zu viel Erwartungen verknüpft. Das ist wie wenn jemand einen Apfel im Supermarkt kaufen will. Da wird ein Apfel nach dem anderen angetatscht, umgedreht, genaustens auf etwaige Dellen oder Wurmlöcher untersucht, aber der perfekte Apfel scheint nie dabei zu sein. Spätestens wenn man hinein beisst merkt man, dass er doch nicht so süss oder so sauer schmeckt wie gewünscht.
Genauso ist es beim daten. Wer geht da schon hin mit der Absicht einfach nur einen netten Abend zu verbringen? Nein, man geht da hin um einen Menschen zwecks Beziehungsaufbau genauestens unter die Lupe zu nehmen ob er Partnerpotenzial hat. Ganz furchtbar.
Folgendes habe ich mal bei Big Bang Theory aufgeschnappt:
Leonard fragt seine Nachbarin, ob sie mit ihm ins Kino gehen will. Fragt sie: "Meinst du wie ein Date oder einfach so?" Selbstverständlich machte er sich Hoffnungen, aber sie wäre nicht mit ihm ausgegangen, wenn es ein Date gewesen wäre. Hä? Was macht das für einen Unterschied? Ich kann das nicht nachvollziehen. Ob so oder so, man macht doch genau das gleiche, nämlich etwas zusammen unternehmen. Wenn man zusammen Spass hat wiederholt man es, und wenn nicht, dann nicht.
Ich sage immer, ich habe nie gedated. Natürlich habe ich mich auch mal mit Jungs und später mit Männern getroffen, aber nie mit dem Gedanken "wenn's passt habe ich bald einen Freund". Nie! Der Mensch war mir sympathisch und dann unternahm man gerne mal was zu zweit. Wenn man sich verstand hat man sich wieder getroffen und falls es angefangen hat zu kribbeln ist man sich nach und nach näher gekommen. Aber ich war nie enttäuscht oder erleichtert wenn es sich nach dem Treffen verlaufen hat.