Ja, aber ich glaube das kennen viele von uns. Wenn ich darüber nachdenke, hätte ich mich vielleicht damals schon meiner Freundin anvertrauen sollen in Bezug auf meine Probleme mit der Libido in Beziehungen.
Es waren schon tolle dabei gewesen und mindestens 1, mit der ich dann hätte auch konkreter Richtung zusammenziehen oder Eigenheim planen wollen.
Aber ich schwieg einfach immer dazu und ließ jede im Glauben es würde an ihr liegen. Sie fühlten sich dann nicht mehr begehrt, attraktiv, etc., das übliche halt.
Das war halt der Hauptgrund weshalb meine Beziehungen zerbrachen.
Ja, wir Menschen neigen zu Bequemlichkeit auch in der Partnerschaft. Und deshalb reden wir uns oft lieber heraus, als mal wirklich Klartext zu reden...
Ist natürlich ziemlich egoistisch, die Partnerin glauben zu machen, daß das mit dem fehlenden Sex an ihr liegt, aber ich denke, das weißt du selbst.
Was die Tochter deiner Partnerin betrifft, ich denke das ist Charaktersache, ob man sich schon früh und eng bindet.
Meine gleichaltrige Cousine hat mit 24 den Mann geheiratet, den sie kannte seit sie 15 war.
Aber nach der Heirat war der Wurm drin!
Sie hat damals in Hildesheim ein Verwaltungsstudium angefangen, und war nur am Wochenende zu Hause, und er ist fremd gegangen, was er vorher wohl nie gemacht hätte!
Ein Jahr später waren sie geschieden, und das war auch gut so.
Besser gleich, als in 20 Jahren, oder?
Später hat sie jemanden kennengelernt, mit dem sie bis heute verheiratet ist und Kinder hat.
Die beiden passen auch wirklich gut zusammen....
Aber selbst wenn man sich früher oder später trennt, muss das ja nicht heißen, daß man die ganze Ehe oder Beziehung bereut!
Und längst nicht jeder hat wegen einer frühen festen Bindung das Gefühl, man hätte was verpasst.
Wie gesagt, manche Leute sind halt eher der Typ für eine dauerhafte und monogame Beziehung, als andere.
Und solche Menschen würden eher jahrelanges Herumprobieren und häufig wechselnde Sexpartner als vergeudete Lebenszeit ansehen, und nicht eine früh geschlossene Ehe...