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Omnipräsente Suizidgedanken

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Leuts, bei Depreis helfen keine Vitamine, sondern Ursachenforschung und die Überwindung dessen.

Welche Lebensumstände haben letztlich dazu geführt, daß es so ist wie es ist?

Bei mir waren es seinerzeit die Eltern, die mich gebrochen haben, ein gewalttätiger Bruder, ein Arbeitgeber, der Mitarbeiter wie Auswurf der Menschheit behandelt hat, soziale Isolation durch die beruflichen Umstände usw. Sowas muß man überwinden lernen.
 
A

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Re: Omnipräsente Suizidgedanken
Aha – spannend! Genau zu diesen Zeiten könntest du etwas anders gemacht/gegessen haben, das diesen Unterschied bewirkte. Hast du noch Erinnerungen an diese Zeiten, was da vielleicht der Auslöser für "ein bisschen Glück" gewesen sein könnte?
Das lag sicher nicht am Essen. ^^"
Zu der Zeit hatte ich einen anderen Menschen in meinem Leben. Ich befürchte Menschen sind ein Schlüssel zum Glück. Natürlich sollte man auch alleine glücklich sein können, aber ich denke der Mensch ist nunmal ein soziales Wesen. Andere Menschen sind der größte Faktor für die schönsten allerdings auch für die schlimmsten Gefühle und Erlebnisse.
 
Hallo Melancholie, ich kann das ziemlich gut nachfühlen. Die Lebensmüdigkeit ist meistens latent da... Mir hilft es tatsächlich in den Phasen, wo sie auch in meinem Bewusstsein sehr präsent ist, mich damit auseinander zu setzen. Dass Du derzeit medikamentöse Behandlung ablehnst, kann ich zwar nachvollziehen, kann aber eben auch dazu beitragen, dass das Problem drastisch schlimmer ist. Vielleicht hilft es Dir da, Dich an so Institiutionen zu wenden wie den Verein für Psychiatrieerfahrene https://bpe-online.de oder andere, irgendeine Möglichkeit in Kontakt zu kommen, auch live, zum Austausch mit anderen, denen es ähnlich geht. Für mich ist das die größte Ressource Gemeinschaft und zu wissen, dass ich mit einem Problem nicht alleine bin und, wenn es das gibt, Zusammenhalt.
 
Ich spüre nur dann richtig, wenn abgedeckt ist, was ICH ( ich bin eine Einheit von Körper, Geist und Seele) brauche.
Mein Körper wird logischerweise Error melden, wenn ich seine Bedürfnisse ignoriere, nicht abdecke.
Genau so ist es mit dem Seelenheil, mit meinem geistigen Wohl. Um in good feeling zu sein, brauchts bei mir spezielle Zutaten. Enthalte ich mir diese vor, dann verliere ich die Freude am Leben.

Vor ein paar Tagen fiel mir auf, dass ich gern sterben würde, nicht mehr leben mag. Das sind Gedanken, Ideen, die Nöte anzeigen. Wie wenn aus meinem Inneren gemeldet würde: lieber will ich sterben, als so haben weiter. Meine Aufgabe ist, darauf zu hören, gegensteuern.

Ich habe einen freien Tag eingelegt, bin auf diese Nöte eingegangen und "Lächeln" machte sich wieder breit, es ging mit sofort besser.
 
Ich befürchte Menschen sind ein Schlüssel zum Glück. Natürlich sollte man auch alleine glücklich sein können, aber ich denke der Mensch ist nunmal ein soziales Wesen. Andere Menschen sind der größte Faktor für die schönsten allerdings auch für die schlimmsten Gefühle und Erlebnisse.

So sehe ich das auch. Man darf bei uns in Österreich keine Kuh alleine halten, weil sie zu ihrem "Lebensglück" eine Gruppe um sich benötigt, braucht, alleine leben ist nicht "Artgerecht gehalten"- sie geht ein, wenn sie so leben muss, das hat man erkannt und daher sogar gesetzlich verboten, ihr das anzutun. Hier unterscheiden wir uns wahrscheinlich nicht von Kühen.

Würde sie alleine auf einer großen Wiese stehen, wäre sie sicher melancholisch und alles andere als zufrieden fühlend. Bei uns hat sich gefühlte Einsamkeit ausgebreitet, wir sitzen alleine rum und sind traurig, wie wenn man ein Kind alleine lässt, wie wenn man einen Hund wegsperrt von seinen Artgenossen, wie wenn man einen Goldfisch in ein Glas gibt, so geht es uns dann, MIR geht es so dann. Ich gehe ein, ohne ein DU um mich herum, mit dem ich im Austausch bin.
 
Liebe Melancholie, du kannst also ab und zu besser fühlen, was machst du dann anders? Das ist doch ein Hinweis, auf den du achten kannst, achten musst. Was hast du anders gemacht?

Mir ist an meinem freien Tag deshalb viel wohler geworden, weil ich Rückzug hatte nach langer Zeit. Es war so viel los, ich habe viel zu tun derzeit beruflich, so viel war zu verdauen, so wenig ruhig war es, das habe ich ausgekostet, dann schaute alles wieder viel besser aus.
Mir scheint, alleine sein ist wichtig, auch in Gesellschaft sein. Pflicht ist gut, Muße ebenso. Bewegen ist gut, Still halten ebenso- fasten ist gut, satt machen ebenso- es wird an der Dosis liegen, auf die man achten muss- du bist viel am Liegen, am Alleine sein, immer einseitig lebend, nachher klagst du, weil es dir nicht richtig geht. Dann führ dir zu, was du benötigst. Du sagst selbst, dir fehlen Menschen, Integration, Austausch- hol es dir.
 
Das lag sicher nicht am Essen. ^^"
Zu der Zeit hatte ich einen anderen Menschen in meinem Leben. Ich befürchte Menschen sind ein Schlüssel zum Glück. Natürlich sollte man auch alleine glücklich sein können, aber ich denke der Mensch ist nunmal ein soziales Wesen. Andere Menschen sind der größte Faktor für die schönsten allerdings auch für die schlimmsten Gefühle und Erlebnisse.
Naja, aber nach meiner Erfahrung ernährt man sich regelmäßiger-gesünder, wenn man gemeinsam kocht/isst. Zudem reduziert der soziale Kontakt den Stress und trägt so zu einem gesünderen Immunsystem bei. Also auch hier biologische Wirkungen.

Darf ich fragen, wie es dir gelang, diesen anderen Menschen zu finden?
 
Ich glaube wenn ihr in seinem Fall der Biologie die Schuld geben wollt befindet ihr euch auf dem Holzweg...
Er schreibt doch dass seine Stimmung/Suizidgedanken davon abhängig sind ob er Menschen in seinem Leben hat oder nicht.
So ging und geht es mir heute zeitweise immer noch. Völlig unabhängig davon was ich aß... Dass man man sich gesund ernährt trägt sicher dazu bei dass es zu einer Gemütsaufhellung kommt. Das riesige klaffende Loch dass die Einsamkeit verursacht und starke Suizidgedanken werden sicher nicht durch Vitamin D und gesunde Ernährung verschwinden...

Man muss sich auch vor Augen halten dass er Autist ist. Er sieht die Welt etwas anders als wir. Also wenn er schreibt dass er andere Menschen braucht sollte man ihm keine Ernährungstipps geben sondern Tipps wie er andere Menschen kennen lernen kann. Ob es nun Freunde sind oder sogar eine feste Partnerin...
 
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