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oma

Hoope

Mitglied
Mehr als ein Jahr ist es jetzt her dass meine " letzte" Oma gestorben ist. Manchmal denke ich an die schöne Zeit die ich mit ihr hatte, zurück..In ihren letzten Jahren, lebte sie in einem betreuten wohnen für ältere menschen und ich habe ihr immer die einkäufe gemacht und ihr sie gebracht. Und manchmal haben wir uns hingesetzt und zusammen wie damals Mensch ärgere dich nicht, gespielt..Klar hat es mich manchmal genervt, dass ich immer losgehen durfte und sie zu weihnachtenoder allegemein zu uns holen sollte. war von unserem haus 5 minuten entfernt das betreute wohnen..sie konnte nicht mehr alleine, weil sie mit einem rollator gelaufen ist..aber letztendlich habe ich es immer gerne getan..und als sie damals ins altersheim verlegt worden ist und ihre niere nicht mehr so arbeiten konnte, wie sie solle, wussten wir alle, sie wird sterben. auch ich wusste das, aber damals ging es mir seelisch so schlecht, dass ich es vernachlässigt habe, sie zu besuchen.. vllt klingt es auch egoisitsch. aber ich bin froh,dass ich sie nicht so sehen musste, sie war nicht mehr die, die ich gekannt habe..
mein einziges problem ist gerade..
manchmal laufe ich an ihrem alten haus vorbei und frage mich , ist oma daheim, dann merke ich, sie ist nicht mehr unter uns und laufe weiter..
ich weiß sie hat mir verziehen, dass ich sie am ende kaum mehr besucht habe..
aber wenn ich einsam bin, würde ich sie so gerne besuchen gehen..und mensch ärgere dich nicht spielen..
ich vermisse sie..ich würde ihr so gerne sagen, was für eine tolle oma sie immer war..
 

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somebody

Aktives Mitglied
Guten Abend Hoope,
meine Oma ist auch letztes Jahr gestorben.
Auch sie wohnte nur 5min von meinen Eltern entfernt und lebte
in ein betreuten Wohnen.
Ich war sie oft besuchen. Immer wenn ich in der Stadt war.
Mensch ärgere Dich nicht haben wir auch oft gespielt, aber vor
2Jahren baute sie stark ab und sah nur noch TV.

Als sie gestorben ist war es nicht leicht.
Durch einen Familienstreit wurden wir (mein Vater und ich) nichtmal zur
Beerdigung eingeladen, geschweigedenn das wir überhaupt erfahren haben
wann und wo sie beigesetzt wird.
Letztendlich haben wir es doch herrausgefunden und waren da....

Seid einen halben Jahr hab ich ein Pferd und ich weiß, Oma hätte
diesen Racker geliebt. Manchmal wenn ich mit meiner Mutter zum Pferd
fahre bin ich kurz davor zu fragen, ob wir Oma mitnehmen können...
Doch dann merke ich, das sie nicht mehr da ist.

Ich kann Dich also verstehen...
*Dich mal Drück*

somebody
 

Eisherz

Aktives Mitglied
... Du schreibst so liebevoll über Deine Oma, das liest sich einfach nur gut ...

Du hast so viele schöne Erinnerungen, vor allem auch gemeinsame, davon kannst Du jetzt zehren ... Das wichtigste ist doch, sie lebt in Dir weiter ... Du hast sie nicht vergessen, sie lebt für Dich ... und ich glaub, irgendwie ist sie immer mit Dir ... Sie hat gewusst, was sie für einen tollen Enkel hat und Du hast viele gute Erinnerungen ... Bewahr sie Dir, Du und Deine Oma, sie hat Spuren in Dir hinterlassen ... Und das ist doch ein sehr schönes Geschenk im Leben, das Du bekommen hast ...

Lg Eisherz
 

Hoope

Mitglied
Dankeschön,
es tut richtig gut zu lesen, dass man nicht alleine ist.
Und dass man verstanden wird..
Ich gehe oft zum friedhof, früher habe ich das mit meiner oma gemacht, als wi ihren mann, meinen opa besucht haben..
heute gehe ich alleine und besuche sie beide..manchmal kommt meine tante mit, sie wohnt bisschwn weiters weg aber wenn sie da ist, dann gehen wir manchmal zusammen auf den friedhof.. es fühlt sich dann an, als wäre sie da..
ich rede auch noch oft mit meiner oma.. auch mit meinem opa..

Seid einen halben Jahr hab ich ein Pferd und ich weiß, Oma hätte
diesen Racker geliebt. Manchmal wenn ich mit meiner Mutter zum Pferd
fahre bin ich kurz davor zu fragen, ob wir Oma mitnehmen können...
Doch dann merke ich, das sie nicht mehr da ist.
deine geschichte hat mich auch sehr berührt., vor allem das du dich beinahe nicht von ihr hättest verabschieden können..
bestimmt sieht sie dein pferd von "dort oben" und freut sich darüber..
ich wünsche dir ganz viel kraft..
 

somebody

Aktives Mitglied
Dankeschön,
es tut richtig gut zu lesen, dass man nicht alleine ist.
Und dass man verstanden wird..
So gehts mir auch.
Gerade erst vor 2Wochen habe ich ihre Telefonnummer gewählt um zu
fragen wie es ihr geht,... manchmal vergesse ich einfach, das sie tot ist...

deine geschichte hat mich auch sehr berührt., vor allem das du dich beinahe nicht von ihr hättest verabschieden können..
bestimmt sieht sie dein pferd von "dort oben" und freut sich darüber..
ich wünsche dir ganz viel kraft..
so richtig verabschieden? Mein Vater und ich standen am Rande des Friedhofes,...
alles aus der Ferne gesehen und sind zum Grab gegangen als alle anderen weg
waren... Man zeigte uns den Stinkefinger etc...
Dabei waren wir es die sich tag täglich um Oma kümmerten.
Ihren Einkauf machten, von der Tafel was holten.
ich habe regelmäig ihre Fenster geputzt...
Die anderen waren nur da, wenn sie was bekommen haben... :(

Sie ist jetzt wieder bei ihren Mann
 

Hoope

Mitglied
ich glaube deine oma wollte das auch nicht.
das ihr nicht dabei wart, bei ihrer beerdigung..
und sie wollte ganz sicher auch nicht, dass ihr so mies behandelt werdet..
aber bei einem familienstreit kann ich mir vorstellen, ist das denjenigen, egal, was wer hätte gewollt oder auch nicht..
meine mutter war bei der familie meines vaters nie so wirklich aufgenommen, soweit ich das weiß. ich kenne diese familie auch gar nicht richtig wirklich, ausser die eltern meines vaters kannte ich.. und das auch sehr gut..
das was du für sie gemacht hast, und das du sie liebst. das weiß sie.
ich kann mehr gerade nicht mehr sagen,
ich stell mir das so grausig vor..
ich war bei der beerdigung meiner oma zwar dabei, aber " nur", dort wo sie dann ins grab gelasen wurde. die rede habe ich nicht ausgehalten..
[Sie ist jetzt wieder bei ihren Mann/QUOTE]
ich hoffe sie hat ihren frieden gefunden..
 

somebody

Aktives Mitglied
Hallo Hoope,
ja das hoffe ich auch, das sie ihren Frieden hat.

Meine tollen Verwandten wollten nur das Erbe, Sachen verkaufen (elektisches Bett,
Küche, elektrische Markise etc)
mir war es egal, hab abgelehnt. Bei Opa war es genauso, nur das er schriftlich
festlegte das ich seinen TV bekommen hab...
Dabei wollte ich nie was...

Bei Opa war es so. Er lag im Krankenhaus, ich wollte ihn nach der Schule besuchen
gehen.... Meine tolle Tante und mein toller Onkel haben mit lautstark aus den
Krankenhaus geschmissen. Als ich zuhause war, erfuhr ich von meiner Mutter die
im Krankenhaus angerufen hat, das Opa zu der Zeit als ich da war gestorben bin...
ich wollte ihn an den Tag sagen das ich ihn lieb habe... dazu kam es nie.....
 
G

Gast

Gast
Wenn ich das lese, kommen mir die Tränen.

Ich habe vor ein paar Monaten meine Oma verloren, aber irgendwie kommt mir das ganze noch recht unecht vor.
Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht zu ihrer Beerdigung konnten, weil sie sehr weit weg gewohnt hat. Als sie gestorben ist, sind nur ihre Kinder zur Beerdigung geflogen, ihre Enkelkinder waren nicht dabei.
Eigentlich dachte ich, ich bin darauf vorbereitet, wenns soweit ist. Sie war sehr krank und wir wollten natürlich nicht, dass sie leiden muss. Doch dann kam es doch so plötzlich. Aber irgendwie hab ich es gespürt, ich habe in dieser Nacht kein Auge zugemacht, hab nur an sie gedacht, ich hab gefühlt, dass etwas nicht stimmt. Und am nächsten Tag kam dann die Nachricht.
Richtig getrauert habe ich nicht, ich habe vieles verdrängt, vielleicht weil ich es nicht geglaubt habe, vielleicht weil ich es immer noch nicht glaube, bis ich an ihrem Grab stehe und dann merke, dass sie wirklich weg ist.
Vor meiner Familie und Freunden kann ich lachen, ich lasse mir nichts anmerken. Aber manchmal träume ich von ihr, so wie heute Nacht. Dass wir einfach mit ihr reden oder sie uns umarmt. Und dann wache ich auf und mir wird klar, dass ich sie nie mehr umarmen kann. Und dass ich nie mehr mit ihr reden kann und dass es so viel gibt, was ich ihr nicht gesagt habe. Ich habe sie vor einem halben Jahr das letzte Mal gesehen. Und sie war so froh, weil sie im letzten Jahr die ganze Familie nochmal gesehen hat, alle sind noch zu ihr hin. Vielleicht hat sie schon geahnt, dass es das letzte Mal wird, dass sie uns sieht.
Ich habe lange nicht geweint, doch während ich die anderen Beiträge gelesen habe und auch während ich das hier schreibe, muss ich weinen. Vielleicht tut es mir mal gut.
Es fällt nur so schwer zu glauben, dass ich sie nie wiedersehen werde. Wenn ich mit meinem Opa telefoniere, will ich immer fragen, wie es Oma geht. Und dann fällt mir ein, dass sie nicht mehr lebt.
Ich frage mich auch oft, wo sie jetzt ist. Ob sie mitkriegt, dass sie uns fehlt und ob es ihr jetzt besser geht und sie über uns wacht.
Es hat gut getan, das mal aufzuschreiben. Ich wünsche euch auch viel Kraft, damit fertig zu werden. Es ist nicht leicht.
 

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