In Vorbereitung der Olympischen Spiele hat sich Peking bereits im zweiten Wahlgang gegen die Mitbewerber aus Toronto, Paris, Osaka und Istanbul durchgesetzt. Damit werden die Olympischen Spiele zum ersten Mal in der Geschichte in China ausgetragen, und zum dritten Mal in Asien. Der Austragungsort wird Jahre vor den Spielen ausgewählt, weshalb ist denn dann China überhaupt in die engere Wahl zugelassen worden????
Ich habe mal über das IOC nachgelesen: Das IOC vergibt die Olympischen Spiele, richtet den olympischen Kongress aus, ein Exekutivkomitee führt die Geschäfte, die Vollversammlung entscheidet über Regeln und Austragungsstädte der Spiele. Die Exekutivkomitees werden unterstützt, indem Kommissionen eingesetzt werden, denen auch Vertreter der Internationalen Fachverbände angehören: für Kultur, Zulassung, Finanzen, Recht, Medizin (Doping), Charta, Orden, Medien, Breitensport.
Befürworter der Spiele sehen in Olympia 2008 eine historische Chance für Demokratisierung und Frieden, die Gegner befürchten eine Stärkung der Regierung Chinas und ihrer Politik. Das IOC verweist u. a. auf eine positive Entwicklung nach Olympischen Spielen z. B. wie in Korea, wo sich sehr vieles nach der Ausrichtung der Olympischen Spiele 1988 positiv entwickelt habe.
In der Begeisterung, mit der die Menschen in China die Vergabe der Spiele feierte, spiegelt sich für mich auch die Hoffnung der Menschen auf eine Öffnung ihres Landes und auf Veränderungen. Peking steht unter großem Druck, von außen und innen.
Es ist schwierig, Politik und Sport in diesen Dimensionen zu trennen, ich bleibe bei meiner Meinung dazu, die Olympischen Spiele 2008 in China nicht zu boykottieren.